Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

User avatar
Flora
Posts: 18
Joined: Sun Feb 09, 2020 9:26 pm

Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby Flora » Sun Feb 09, 2020 9:31 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Das bedeutet für mich, mich als Erstes diesem Prozess der Entschlüsselung hinzugeben, bereit und offen zu sein.
Im Kopf scheint es mir klar, dass es kein Ich gibt, so wie wir es gewohnheitsmäßig interpretieren. Es ist ein Konstrukt, basierend auf Konditionierungen, Gedanken, Gefühlen, Vorstellungen, Bildern.... aus denen Handlungen entstehen.

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Der Wunsch mit dem Direct Pointing konfrontiert zu werden. Immer wieder wie "der Esel" an der kurzen Leine durch's innere Kopfkino, Interpretieren, Fabulieren ... geführt zu werden. Die Kraft und Dominanz des Verstandes (da wo er unnötig ist) und des Unterbewusstseins (mit seinen Verkettungen), in achtsamer Begleitung zu entkoppeln.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Eine lange Suche: christliche Mystik, indische, ägyptische, persische Weisheitslehren, Advaita, ..... Christian Meyer.
Der mir nächste "Weisheitslehrer" lebt jedoch in mir selbst als "brennende" Sehnsucht nach der Wahrheit.

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich erlebe das ICH als ein stark geladenes, eigendynamisches Energiefeld, -muster, als FESSEL und wäre heil-froh, wenn sich mir der illusionäre Charakter dieses ICH so deutlich zeigen könnte, dass es mir wie Schuppen von den Augen fällt. Und dann ginge es ggflls. weiter in dem Entfesselungs-, Erkenntnisprozess,.... .

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
10

barb
Posts: 824
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby barb » Tue Feb 11, 2020 1:38 pm

Hi :)

Wenn du möchtest, werde ich dich gerne ein Stück des Weges begleiten

Zu Beginn ein paar Erklärungen:

Dies ist kein "normaler Dialog". Im Wesentlichen geht es darum, dass ich dir Fragen stelle und Aufgaben gebe und du sie aus deiner direkten Erfahrung heraus beantwortest. Schau jeweils, was du mit deinen fünf Sinnen dazu findest und welche Gedanken du beobachten kannst. Schau dabei immer ganz frisch und berufe dich nicht auf Gelesenes oder Erfahrungen, die du irgendwann gemacht hast. Es ist wichtig, dass du versuchst hierbei in deinem eigenen Interesse zu 100% ehrlich zu sein...
Für die Dauer dieser Untersuchung lass bitte alle Bücher, Videos, Satsangs, andere Threads in diesem Forum oder was auch immer zu dem Thema links liegen, das könnte das direkte Schauen und die Wahrnehmung beeinflussen. Wenn du eine Meditationspraxis hast, kannst du die natürlich gerne aufrecht erhalten, notwendig ist es aber nicht.

Damit der Prozess hier im Fluss bleibt, wäre es gut, wenn du möglichst jeden Tag zumindest jeden zweiten Tag antworten könntest. Wenn es mal nicht passen sollte oder du mehr Zeit zum Indichgehen brauchst, sag einfach Bescheid.



Falls du es noch nicht gemacht hast, dann lies dir bitte auch die einführenden Worte unter diesem Link durch viewtopic.php?f=18&t=6280


Und damit das Lesen einfacher wird, benutze bitte die Zitierfunktion. Wie diese funktioniert findest du hier: viewtopic.php?f=18&t=6275

Für diese Untersuchung ist es wichtig, möglichst frisch und unvoreingenommen auf das, was im Augenblick erlebt wird, zu schauen.

Hier soll es einzig und allein um die Frage gehen, ob das "Ich" real ist oder nicht.
Deine Aufgabe in diesem Prozess ist unter anderem, dich nicht in Gedanken zu verlieren, sondern immer auf das direkte Erleben des Augenblicks zu schauen.
Nachdenken, um Antworten zu finden, ist am Ende nichts weiter als eine Ablenkung von der direkten Erfahrung :)

Wenn diese Punkte grundsätzlich in Ordnung sind für dich dann lass uns mal deine Erwartungen anschauen:

Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?


Freue mich auf deine Antworten :)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
Flora
Posts: 18
Joined: Sun Feb 09, 2020 9:26 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby Flora » Thu Feb 13, 2020 9:30 pm

1. Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
2. Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
3. Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?

Hi B.,
ich freue mich sehr, dass du dich "mir" zuwendest und "mich" begleitest.
Bin auch etwas aufgeregt, in mir "hibbelts" und ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstanden habe mit der DE.
Zu den Fragen:
1. In der direkten Erfahrung kann ich dazu nichts deutlich wahrnehmen, vielleicht im Hintergrund eine leichte Freude. Gedanken dazu wären reine Spekulation.
2. DE: keine Wahrnehmung. Wie soll ich jetzt wahrnehmen was dann wäre??
3. Was ich erhoffen würde ist ein Gedankenkonstrukt, eine Vermutung, eine Idee, eine Vorstellung.
Lieben Gruß
Flora

barb
Posts: 824
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby barb » Fri Feb 14, 2020 1:12 pm

ich freue mich sehr, dass du dich "mir" zuwendest und "mich" begleitest.
Ich freu mich auch :)
Bin auch etwas aufgeregt, in mir "hibbelts" und ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstanden habe mit der DE.
Super!
Zu den Fragen:
1. In der direkten Erfahrung kann ich dazu nichts deutlich wahrnehmen, vielleicht im Hintergrund eine leichte Freude. Gedanken dazu wären reine Spekulation.
2. DE: keine Wahrnehmung. Wie soll ich jetzt wahrnehmen was dann wäre??
3. Was ich erhoffen würde ist ein Gedankenkonstrukt, eine Vermutung, eine Idee, eine Vorstellung
Auch wenn es Gedankenkonstrukte sind ist es wichtig diese zu erkennen und zu durchschauen, und dafür gehören sie angeschaut. Es hilft nichts zu erkennen dass es “nur” Gedanken sind, solange noch ein subtiler Glaube an Gedankeninhalte vorhanden ist. Dafür sind wir hier um das zu erforschen und zu hinterfragen... :)

Schau genau hin und versuche nicht “richtige” Antworten zu geben im Sinne des Direct Pointings. Schreib frei von der Leber weg, auch wenn es “nur” Gedanken sind. Denn eigentlich sind sie es, die das Sehen vernebeln... :) Und es ist auch für das weiter Guiding wichtig, damit wir einen Ansatz haben.

Also schreib jetzt ganz unvoreingenommen auf was daherkommt, ohne viel zu überlegen ob es denn passt... ;)

Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?



Und dann achte bitte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du den folgende Sätze liest:

Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben. Auch jetzt nicht, genau in diesem Moment wo das gelesen wird. Es gibt niemanden, der sich diesem Prozess der Entschlüsselung hingeben kann, niemandem dem es wie Schuppen von den Augen fallen kann. Es gibt kein getrenntes Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte.

Schreibe alles Reaktionen gleich auf.
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
Flora
Posts: 18
Joined: Sun Feb 09, 2020 9:26 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby Flora » Fri Feb 14, 2020 6:57 pm

Hi B.,

Auch wenn es Gedankenkonstrukte sind ist es wichtig diese zu erkennen und zu durchschauen, und dafür gehören sie angeschaut. Es hilft nichts zu erkennen dass es “nur” Gedanken sind, solange noch ein subtiler Glaube an Gedankeninhalte vorhanden ist. Dafür sind wir hier um das zu erforschen und zu hinterfragen... :)

Danke für die Erklärung. Ist sehr einleuchtend.

Schau genau hin und versuche nicht “richtige” Antworten zu geben im Sinne des Direct Pointings. Schreib frei von der Leber weg, auch wenn es “nur” Gedanken sind. Denn eigentlich sind sie es, die das Sehen vernebeln... :) Und es ist auch für das weiter Guiding wichtig, damit wir einen Ansatz haben.

Ich versuche keine vorgefertigten Antworten zu geben,
Habe in der Einleitung vergessen zu schreiben, dass ich in den letzten Monaten bei Christ. Michelberger in der Gruppe war.
Sie hat mir auch LU empfohlen zur Weiterarbeit. Dabei wurde mir einiges klarer als jemals zuvor.

Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Ausatembewegung, Erleichterung, eine gewisse Trauer, dass das erlebte Leid gleichermaßen schmerzhaft wie illusionär war. Dann fühle ich ein Kribbeln in den Füßen und Beinen.

Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Die empfundene körperliche Schwere könnte weniger werden. Diskussionen könnten wegfallen, das Beharren auf Standpunkten, die Suche nach Ich-Erfüllung, nach dem richtigen Mind-Set, nach Balance.... . Es könnte aber genauso gut auch gleich bleiben und ich wäre vielleicht enttäuscht.

Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Dem inneren Frieden näher zu kommen.

Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben. Auch jetzt nicht, genau in diesem Moment wo das gelesen wird. Es gibt niemanden, der sich diesem Prozess der Entschlüsselung hingeben kann, niemandem dem es wie Schuppen von den Augen fallen kann. Es gibt kein getrenntes Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte

Es klingt irgendwie vertraut und gleichzeitig wie ein Mysterium. Es tritt Irritation auf, empfinde etwas Paradoxes, unterschwellig Wut. Gedanken fangen an zu kreisen, argumentieren hin und her. Es entsteht Nebel im Kopf. Der inneren Bewegung folgt ein Spaziergang - spüre eine gewisse Überforderung, entschließe mich zu meinem eigenen Tempo der Untersuchung und fange schließlich an zu lachen über den ganzen Wirrwar im Kopf.
Das "Sahnehäubchen" ist wohl das Thema der Kontrolle. Ich erlebe täglich und seit Jahren, dass ich mein Leben nicht kontrollieren kann, trotzdem versuche ich es in den mir verbleibenden Ecken und Nischen. Dahinter spüre ich Angst....... .

Ich frage mich, wenn die Betonung auf "getrenntes"-Ich liegt, ob es denn ein verbundenes-Ich gibt?
Und wenn ich lese, es gibt kein getrenntes Ich, da impliziert das für mich, es gäbe überhaupt ein Ich.
Für meinen derzeitigen Stand gibt es aber gar kein Ich, aber diese Erkenntnis ist noch nicht tief genug empfunden.
Es ist auch die Frage, wie die Begrifflichkeit des ICH definiert wird.

Frage: geht die "Unterhaltung" auch über's WE? Morgen bin ich den ganzen Tag unterwegs. Und dann kümmere ich mich darum, dass die Kopierfkt. besser läuft und ausschaut.

Liebe Grüße

Flora

barb
Posts: 824
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby barb » Sat Feb 15, 2020 1:06 pm

Ich versuche keine vorgefertigten Antworten zu geben,
Habe in der Einleitung vergessen zu schreiben, dass ich in den letzten Monaten bei Christ. Michelberger in der Gruppe war.
Sie hat mir auch LU empfohlen zur Weiterarbeit. Dabei wurde mir einiges klarer als jemals zuvor.
Kann sein, dass einige Parallelen mit Christiane in unserer Untersuchung auftauchen, da sie ja doch auch längere Zeit Guide hier war. Versuche bitte trotzdem immer ganz frisch und neu zu schauen...

Deine Erwartungen und auch deine Einstellungen hören sich ziemlich realistisch an, und könnten teilweise auch in Erfüllung gehen. Es ist einfach gut zu wissen, was an Erwartungen da ist und diese so gut es geht beiseite zu schieben.
Es könnte aber genauso gut auch gleich bleiben und ich wäre vielleicht enttäuscht.
Ent-täuschung ist doch gut, oder? Das wollen wir doch: Das Ende der Täuschung...;)

Es klingt irgendwie vertraut und gleichzeitig wie ein Mysterium. Es tritt Irritation auf, empfinde etwas Paradoxes, unterschwellig Wut. Gedanken fangen an zu kreisen, argumentieren hin und her. Es entsteht Nebel im Kopf. Der inneren Bewegung folgt ein Spaziergang - spüre eine gewisse Überforderung, entschließe mich zu meinem eigenen Tempo der Untersuchung und fange schließlich an zu lachen über den ganzen Wirrwar im Kopf.
Das "Sahnehäubchen" ist wohl das Thema der Kontrolle. Ich erlebe täglich und seit Jahren, dass ich mein Leben nicht kontrollieren kann, trotzdem versuche ich es in den mir verbleibenden Ecken und Nischen. Dahinter spüre ich Angst....... .
Wunderbar, danke für deine Ehrlichkeit und super dass du darüber lachen kannst :) Wir werden das eine oder andere früher oder später durchleuchten, manches wird sich eventuell von selber lösen. Speziell auf das das Thema "Kontrolle" gehen wir noch ein...
Ich frage mich, wenn die Betonung auf "getrenntes"-Ich liegt, ob es denn ein verbundenes-Ich gibt?
Und wenn ich lese, es gibt kein getrenntes Ich, da impliziert das für mich, es gäbe überhaupt ein Ich.
Für meinen derzeitigen Stand gibt es aber gar kein Ich, aber diese Erkenntnis ist noch nicht tief genug empfunden.
Es ist auch die Frage, wie die Begrifflichkeit des ICH definiert wird.
Es ist immer schwierig mit Worten eine Kommunikation über das Unsagbare zu führen. Ich verwende gerne speziell am Anfang die Bezeichnung „getrenntes Ich“, da manche Leute da zu Verwechslungen neigen. Es ist ein großer Unterschied zwischen: Es gibt kein Ich, und es gibt dich nicht. Da taste ich mich halt vorsichtig heran... :) Ich ist in erster Linie ein Wort das mit sehr vielen Identifikationen behaftet ist, die für jeden anders sind. Für mich ist es einfach ein Navigations- und Kommunikationsmittel...

Schau doch selbst mal nach, ob es irgendein Ich gibt – verbunden oder getrennt... ;)

Alles, was gesehen, gehört, berührt, gerochen und geschmeckt werden kann, ist das Wirkliche, das was ist.
Gedankeninhalte können nicht wirklich erlebt werden, nur in der Fantasie. Die meiste Zeit bewegen wir uns in dieser Märchenwelt und nehmen gar nicht an dem Leben teil, durch das der Körper geht.

Probiere es mal aus wie es ist, in der Wirklichkeit zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.

Mache diese Übung so häufig wie möglich über den ganz Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken (wenn du alleine bist, dann sprich am besten die Benennung laut aus...)

Mache das, während du dir verschiedener Dinge bewusst wirst:

Einen Baum sehen, einfach = sehen
Der Geruch von Kaffee= riechen.
Den Wind im Gesicht = spüren .
Die Zahnpasta auf der Zahnbürste = schmecken .
Ein Auto vorbeifahren hören = hören.
Gedanke an die Arbeit = denken . (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Gedanke an die Ichlosigkeit = denken
Verspannung im Nacken = spüren
usw...

1- Der Gedanke weist auf etwas was in diesem Moment via Sinne wahrnehmbar ist – der Gedanke ‚labelt‘.
2- Der Gedanke weist auf einen anderen Gedanken, das ist Gedankeninhalt und die Geschichte, die erzählt wird.

Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.

Findet sich unter all diesen Erfahrungen ein “Ich”, ein “Selbst”?

Frage: geht die "Unterhaltung" auch über's WE? Morgen bin ich den ganzen Tag unterwegs. Und dann kümmere ich mich darum, dass die Kopierfkt. besser läuft und ausschaut.
Keinen Stress, antworte einfach wann es passt. Grundsätzlich schreibe ich jeden Tag, wenn ich mal nicht kann gebe ich Bescheid. Übermorgen – Montag – komme ich z. B. nicht dazu.

Und wegen der Zitierfunktion brauchst du nur das Gewünschte markieren und dann oben auf "Quote" klicken und schon ists geschehen. Es gibt dann unten noch ein "Vorschau"-Icon, wo du gucken kannst wie es hingehaut hat. Es ist auch generell eine gute Idee zuerst in einem Textverarbeitungsprogramm zu schreiben, denn es ist schon vorgekommen, dass die Seite Probleme hatte und beim Versuch es hochzuladen war dann alles weg...

Ich hoffe es stört dich nicht, dass ich keine Grußformeln verwende. Für mich ist es so einfach besser im Fluss... :)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
Flora
Posts: 18
Joined: Sun Feb 09, 2020 9:26 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby Flora » Sat Feb 15, 2020 7:54 pm

Ja, wir brauchen keine Anrede ... und "fließen". Das wäre / ist schön.

Bin gerade angekommen, habe deine Zeilen gelesen und sie sind "Balsam für meine Seele" (ich glaube das ist keine Wirklichkeit). Es ist ungewöhnlich für mich, dass jemand so genau liest und antwortet. Wenn ich dies wahrnehme, beruhigt sich "etwas" in mir. Die Tiefe der gestrigen Fragen / Aussagen bewegten mich sehr und ich fand alles ungenügend was ich dazu -in rel. Kürze- von mir geben konnte. Bis mir klar wurde, dass wir gerade anfangen und uns inhaltlich und auch sprachlich erst mal finden dürfen.
Deshalb ist kein Stress SUPER - in jeglicher Hinsicht und ich bin froh, wenn ich die Fragen morgen frisch und unvoreingenommen erforschen kann.
Antworte morgen oder übermorgen. Es fühlt sich in pos. Weise an wie im "Kindergarten" wo einem "die Welt gezeigt wird"......... .

barb
Posts: 824
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby barb » Sun Feb 16, 2020 1:12 pm

Bin gerade angekommen, habe deine Zeilen gelesen und sie sind "Balsam für meine Seele" (ich glaube das ist keine Wirklichkeit).
Ganz locker, und nicht so kritisch zwecks Wirklichkeit oder nicht... Metaphern können oft gut beschreiben, und Balsam für die Seele heißt einfach - „fühlt sich gut an“, oder?

Ich werde schon immer wieder nachfragen, einfach um dem auf die Schliche zu kommen wo noch verborgene Glaubensätze da sind, die mit der Sprache verwoben sind. Das ist aber nie als Kritik gemeint, also schreib immer so wie es gerade einkommt, so wie es gerade für dich ist, auch wenn die Gedanken sagen, dass das nicht richtig ist... :)
Bis mir klar wurde, dass wir gerade anfangen und uns inhaltlich und auch sprachlich erst mal finden dürfen.
<3
Deshalb ist kein Stress SUPER - in jeglicher Hinsicht und ich bin froh, wenn ich die Fragen morgen frisch und unvoreingenommen erforschen kann.
Nimm dir immer die Zeit die du brauchst, wir sind nicht auf der Flucht... :)
Antworte morgen oder übermorgen. Es fühlt sich in pos. Weise an wie im "Kindergarten" wo einem "die Welt gezeigt wird"......... .
Ja es stimmt, erwachen hat etwas von „erwachsen“ werden, dem Glauben entwachsen... Ich kann dir nichts neues zeigen, ich kann dich nur motivieren immer wieder hinzuschauen auf das was jetzt bereits da ist. Es ist nichts verborgen... :)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
Flora
Posts: 18
Joined: Sun Feb 09, 2020 9:26 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby Flora » Mon Feb 17, 2020 2:14 pm

Schau doch selbst mal nach, ob es irgendein Ich gibt – verbunden oder getrennt... ;)
Ich merke, dass ich nicht genau weiß nach was ich suchen soll, deshalb versuche ich mir zuerst einmal klar zu machen was das Ich für mich bedeutet. ........... . Überlegen, Lachen........ . Kein Wunder: Ich weiß nicht nach was ich suchen soll, weil es das Ich gar nicht gibt.
Trotzdem: Was erfahre ich als Ich? Es ist wie eine "Kraftlinienstruktur", ein energetisches Feld mit unzähligen Mustern, eine programmierte Festplatte, die genau nach Prägung funktioniert. Als getrennt fühlt es sich an, weil es sich mit dem inneren und äußeren Erleben identifiziert, Bezüge herstellt,... und in dem konditionierten Sein das getrennte Ich-Sein vielleicht einfach "übernimmt". Das ist bestimmt nur eine Annäherung, aber die Gedanken aufzuschreiben hilft mir, mich zu sortieren. In diesem ganzen "Feld" erlebe ich aber wie einen "zentralen Kern", von dem dieses alles auf sich beziehen und somit wie einen eigenen Mittelpkt. bilden und wachsen lassen, ausgeht. Diesen Kern erfahre ich als eine sehr starke, eigendynamische Kraft.

Alles, was gesehen, gehört, berührt, gerochen und geschmeckt werden kann, ist das Wirkliche, das was ist.
Mein erster Impuls: Das könnte auch eine Hypothese sein. Und wie ist das z.B. mit dem Unnennbaren, dem Nirwana, der Koinzidenz,...? Mein zweiter Impuls: was für eine geniale Lupe ... .
Gedankeninhalte können nicht wirklich erlebt werden, nur in der Fantasie. Die meiste Zeit bewegen wir uns in dieser Märchenwelt und nehmen gar nicht an dem Leben teil, durch das der Körper geht.
Jaaaaaaaaa! Wenn ich sie beobachte merke ich gerade, dass sie z.B. das ausgedehnte Bestreben haben dafür zu sorgen, dass es dem Ich gut geht. Tatsächlich Märchen-Welten dafür zu erschaffen und sich bemühen diese aufrechtzuerhalten.
Probiere es mal aus wie es ist, in der Wirklichkeit zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.
Wow - wie "verkabelt" ich bin. Hören, sofort fängt das Denken an. Sehen, sofort fängt eine Benennung an. Z.B.: farblos, durchsichtig, glatt - Fensterscheibe. Im Grunde sehe ich ja nur Farben, Strukturen, Formen,.. und nehme die Bezeichnungen des Verstandes dazu wahr. Manchmal funktioniert es, eine Weile nur wahrzunehmen, z.B. den Wind im Gesicht zu spüren. Bewegung auf der Haut, Kühle. Kein Ich (was ich sehen, riechen, hören, schmecken, anfassen, könnte) das dies wahrnimmt (aber irgendetwas in mir, das dies erkennt, beschreibt, was ich gewöhnlich Ich nenne). Mit geschlossenen Augen gibt es auch den Baum gar nicht an den ich mich anlehne (nur das Gefühl von Druck). Wo ist hier "mein Ich"? ich fühle keine Umhüllung, Begrenzung, "nur" meinen Atem und das was ich gerade spüre. Öffne ich meine Augen fängt es jedoch sofort wieder an: Sinneseindrücke, Namen, Interpretation, Identifikation, Gefühle, Gedanken........... .
Wenn ich wieder zurückfinde zum Hören, Sehen, Riechen,......... wird es innerlich viel viel ruhiger und stressfreier, aber ich nehme den wirklich STARK ausgeprägten Impuls wahr, sofort wieder irgendetwas zu denken, zu assoziieren. Hammer! Jetzt erkenne ich auch warum es Gedanken-Ketten heißt.
Sehr ungewohnt mal in der Wirklichkeit zu sein (smilie).

barb
Posts: 824
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby barb » Tue Feb 18, 2020 12:20 pm

Ich merke, dass ich nicht genau weiß nach was ich suchen soll, deshalb versuche ich mir zuerst einmal klar zu machen was das Ich für mich bedeutet. ........... . Überlegen, Lachen........ . Kein Wunder: Ich weiß nicht nach was ich suchen soll, weil es das Ich gar nicht gibt.
Hast du bereits erfahren, dass es das „Ich“ nicht gibt, oder „weißt“ du es bloß auf intellektueller Ebene?
Trotzdem: Was erfahre ich als Ich? Es ist wie eine "Kraftlinienstruktur", ein energetisches Feld mit unzähligen Mustern, eine programmierte Festplatte, die genau nach Prägung funktioniert.
Was von der ganzen Geschichte ist in direkter Erfahrung wahrnehmbar? Was ist zu sehen-spüren-hören-riechen-schmecken? Was ist nur Gedankeninhalt?
Als getrennt fühlt es sich an, weil es sich mit dem inneren und äußeren Erleben identifiziert, Bezüge herstellt,...
Ist das wahr? Gibt es innen und aussen?

Probiere es mit Klängen aus:
Halte zwei Minuten inne und lausche aufmerksam allen Geräuschen, die im Moment wahrzunehmen sind.
Gibt es einen Hörenden, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird?
Wo passiert Hören? Achte auf entfernte Geräusche.
Wo befindet sich der Hörende jetzt?
Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt. Ist es möglich, sie zu definieren?
Diesen Kern erfahre ich als eine sehr starke, eigendynamische Kraft.
Wie oben: Was davon ist wirklich erfahrbar, was ist Etikett?
Alles, was gesehen, gehört, berührt, gerochen und geschmeckt werden kann, ist das Wirkliche, das was ist.
Mein erster Impuls: Das könnte auch eine Hypothese sein. Und wie ist das z.B. mit dem Unnennbaren, dem Nirwana, der Koinzidenz,...? Mein zweiter Impuls: was für eine geniale Lupe ... .
Ist nicht jede Aussage, jedes Wort eine Hypothese? Die Wahrheit die ausgesprochen werden kann ist nicht die Wahrheit...;)

Die nächste Annäherung an das Absolute ist „wahrnehmen“, nicht die Wahrnehmungs-Inhalte, sondern das Happening des wahrnehmens. Danach beginnen schon Konzepte, Einteilungen, Beurteilungen usw...(Ist nichts verkehrt daran, sie können hilfreiche Werkzeuge sein, problematisch wird es nur, wenn sie für die Wahrheit gehalten werden) Auf der absoluten Ebene können wir nicht kommunizieren, das Unnennbare ist nicht ausdrückbar – absolut mysteriös, nicht mit der Wissensebene erreichbar. Oft genug gesehen, kann es sein, dass eine Hingabe an dieses "Nichtwissen" geschieht... Was bleibt ist erstaunen....
Jaaaaaaaaa! Wenn ich sie beobachte merke ich gerade, dass sie z.B. das ausgedehnte Bestreben haben dafür zu sorgen, dass es dem Ich gut geht. Tatsächlich Märchen-Welten dafür zu erschaffen und sich bemühen diese aufrechtzuerhalten.
Sehen wir das einfach als Überlebensprogramm. Wobei sagen wir mal so, das Gehirn einfach dafür sorgen will, dass die Erscheinung die wir „Körper“ nennen so gut und sicher wie möglich überlebt.
Könnte es sein, dass dieses „Ich“ einfach nur Teil des Gedankenprogrammes ist?
Probiere es mal aus wie es ist, in der Wirklichkeit zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.
Wow - wie "verkabelt" ich bin. Hören, sofort fängt das Denken an. Sehen, sofort fängt eine Benennung an. Z.B.: farblos, durchsichtig, glatt - Fensterscheibe. Im Grunde sehe ich ja nur Farben, Strukturen, Formen,.. und nehme die Bezeichnungen des Verstandes dazu wahr. Manchmal funktioniert es, eine Weile nur wahrzunehmen, z.B. den Wind im Gesicht zu spüren. Bewegung auf der Haut, Kühle. Kein Ich (was ich sehen, riechen, hören, schmecken, anfassen, könnte) das dies wahrnimmt (aber irgendetwas in mir, das dies erkennt, beschreibt, was ich gewöhnlich Ich nenne). Mit geschlossenen Augen gibt es auch den Baum gar nicht an den ich mich anlehne (nur das Gefühl von Druck). Wo ist hier "mein Ich"? ich fühle keine Umhüllung, Begrenzung, "nur" meinen Atem und das was ich gerade spüre. Öffne ich meine Augen fängt es jedoch sofort wieder an: Sinneseindrücke, Namen, Interpretation, Identifikation, Gefühle, Gedanken........... .
Wenn ich wieder zurückfinde zum Hören, Sehen, Riechen,......... wird es innerlich viel viel ruhiger und stressfreier, aber ich nehme den wirklich STARK ausgeprägten Impuls wahr, sofort wieder irgendetwas zu denken, zu assoziieren. Hammer! Jetzt erkenne ich auch warum es Gedanken-Ketten heißt.
Sehr ungewohnt mal in der Wirklichkeit zu sein (smilie)
Wunderbar geschaut! Mach dir diese Übung zur Gewohnheit, komme immer wieder wenn es in den Sinn kommt dahin.

Und sieh den Verstand einfach als Etikettiermaschine, lass einfach laufen, störe dich nicht an den Gedankenbezeichnungen. Die müssen garnicht aufhören, richte nur immer wieder die Aufmerksamkeit auf das direkte Erleben. Auch „denken“-wahrnehmen gehört dazu. Beobachte z. B. wenn irgendwo ein Werbeplakat oder Strassenschild oder eine Zeitschrift gesehen wird, wie sofort angefangen wird zu lesen... Hab Spass mit der Labelmaschine, amüsiere dich drüber
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
Flora
Posts: 18
Joined: Sun Feb 09, 2020 9:26 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby Flora » Tue Feb 18, 2020 9:03 pm

Hast du bereits erfahren, dass es das „Ich“ nicht gibt, oder „weißt“ du es bloß auf intellektueller Ebene?
Ja, es wurde bereits erfahren während zwei "Übungen" auf der Internetseite von Christiane M. Einmal die mit der Tastatur und einmal beim Hören von Wellenrauschen. Es war phänomenal, eine Offenbarung, fast ein bisschen spuki. Seitdem fühle "ich" ein gew. Fließen in mir. Wenn geschaut wird, können keine Grenzen wahrgenommen werden, alles geht ineinander über.
Ist das wahr? Gibt es innen und aussen?
Eindeutig: NEIN! Es ist eine Angewohnheit innen und außen zu benennen und zu trennen, da wo die Körpergrenze aufhört. Schließe ich die Augen, nehme ich es nicht mehr wahr.
Probiere es mit Klängen aus:
Halte zwei Minuten inne und lausche aufmerksam allen Geräuschen, die im Moment wahrzunehmen sind.
Gibt es einen Hörenden, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird?
Nein!
Wo passiert Hören? Achte auf entfernte Geräusche
.
Wie crazy. Kann es nicht lokalisieren.
Wo befindet sich der Hörende jetzt?
Ausgeflogen......... .
Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt. Ist es möglich, sie zu definieren?
[/quote]
Nein! Es scheint aber schon nahe und entfernte Geräusche zu geben.
Könnte es sein, dass dieses „Ich“ einfach nur Teil des Gedankenprogrammes ist?
Könnte sein. Wenn ich mich tief hineinversenke, wird "nur" Liebe "geschaut" - die alles bewegt.
Ist nicht jede Aussage, jedes Wort eine Hypothese? Die Wahrheit die ausgesprochen werden kann ist nicht die Wahrheit...;)
Danke - Genau! Wo finden sich nur die Smilies?!
Die nächste Annäherung an das Absolute ist „wahrnehmen“, nicht die Wahrnehmungs-Inhalte, sondern das Happening des wahrnehmens.
Hat sich gestern schon von alleine eingestellt. Labeln ist langweilig im Vergleich zum Happening des Wahrnehmens (wenn ich es hoffentlich richtig verstanden habe).
Happening wird gerade zum Happyning, zumindest wenn keine konfliktreichen Situationen auftreten.
Im Wald heute ein wirkliches Erlebnis (weil WIRKLICH ERLEBT) - ein anderes Fühlen stellt sich ein und es wird innerlich viel ruhiger.... .

barb
Posts: 824
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby barb » Wed Feb 19, 2020 12:32 pm

Es war phänomenal, eine Offenbarung, fast ein bisschen spuki.
Ja, das kann schon geschehen die ersten paar Mal wenn gesehen wird... :)
Aber auch dies wurde wahrgenommen, oder? Hat das reine „wahrnehmen“ irgendwelche Eigenschaften?
Seitdem fühle "ich" ein gew. Fließen in mir. Wenn geschaut wird, können keine Grenzen wahrgenommen werden, alles geht ineinander über.
Darum geht es, immer wieder hinschauen – so lange bis es ganz klar ist, dass die Grenzen nur erfunden sind... Und zum Körper/Körpergrenzen kommen wir ein wenig später noch...
Wo befindet sich der Hörende jetzt?
Ausgeflogen......... .
War da jemals jemand?
Nein! Es scheint aber schon nahe und entfernte Geräusche zu geben.
Ja, das ist auch konditioniert. Und es ist ja auch ungemein praktisch... :)
Könnte es sein, dass dieses „Ich“ einfach nur Teil des Gedankenprogrammes ist?
Könnte sein. Wenn ich mich tief hineinversenke, wird "nur" Liebe "geschaut" - die alles bewegt.
Vorsicht, dass nicht ein Konzept/Identifikation mit einem anderen getauscht wird!
Ist nicht jede Aussage, jedes Wort eine Hypothese? Die Wahrheit die ausgesprochen werden kann ist nicht die Wahrheit...;)
Danke - Genau! Wo finden sich nur die Smilies?!
Die müssten irgendwo auf deiner Tastatur sein, ich behelfe mir mit Doppel- oder Strichpunkt und Klammer... ;)
Hat sich gestern schon von alleine eingestellt. Labeln ist langweilig im Vergleich zum Happening des Wahrnehmens (wenn ich es hoffentlich richtig verstanden habe).
Happening wird gerade zum Happyning, zumindest wenn keine konfliktreichen Situationen auftreten.
Im Wald heute ein wirkliches Erlebnis (weil WIRKLICH ERLEBT) - ein anderes Fühlen stellt sich ein und es wird innerlich viel ruhiger...
Wow, hört sich sehr schön an! Aber auch dieses Happyning wird wahrgenommen, nicht wahr? Zu sehen, dass das „Ich“ nur eine Illusion ist, bedeutet kein Happyeverafter... im Großen und Ganzen ist es gleich wie immer, es war ja noch nie ein Ich da... :)) Es kann schon geschehen, dass mehr Entspannung eintritt, aber das sind nur mögliche Nebenwirkungen...

Beschäftigen wir uns mal ein wenig mit den Gedanken. Nimm dir Zeit, entspanne, atme sanft und langsam und schließe die Augen. Dann beginne die Gedanken zu beobachten:

1. Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin? Warte neugierig auf den nächsten Gedanken und sieh nach.

2. Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt? Kannst du verhindern, dass er erscheint, wenn er dir nicht gefällt? Kannst du einen Gedanken ungeschehen machen, wenn er einmal erschienen ist?

3. Kannst du die Entscheidung treffen, NICHT zu denken?

4. Kannst du kontrollieren nur besonders schöne und angenehme Gedanken zu denken?

5. Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Weißt du, welche Zahl kommt, bevor sie erscheint?

6. Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken

7. Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?


Bin neugierig was du findest :)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
Flora
Posts: 18
Joined: Sun Feb 09, 2020 9:26 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby Flora » Wed Feb 19, 2020 5:43 pm

1. Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin? Warte neugierig auf den nächsten Gedanken und sieh nach.
Im direkten Schauen kann "Ich" nicht wahrnehmen wo sie herkommen und wo sie hingehen. Schaue ich tiefer (oder ist das Denken?) finde "ich", dass sie oft mit Gefühlen gekoppelt sind, davon getriggertt werden und dahinter meist (immer?) ein Wunsch steht.
2. Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt? Kannst du verhindern, dass er erscheint, wenn er dir nicht gefällt? Kannst du einen Gedanken ungeschehen machen, wenn er einmal erschienen ist?
Nein, nein, nein.
3. Kannst du die Entscheidung treffen, NICHT zu denken?
Nein.
4. Kannst du kontrollieren nur besonders schöne und angenehme Gedanken zu denken?
Vielleicht kurz. Also : Nein.
5. Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Weißt du, welche Zahl kommt, bevor sie erscheint?
Ja irgendwie schon.
6. Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken
Er kommt von derselben "Stelle" wie die anderen Gedanken.
7. Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?
Finde niemanden, es geschieht alles von selbst ohne Kontrolle.
Dennoch scheinen die Häufigkeit einzelner Gedanken, ihre Inhalte etwas mit dem Menschen -in dem es denkt- zu tun zu haben.

Schicke die Antworten nun erstmal weg. Zweimal haben es die Antworten den Gedanken gleichgetan, sind gekommen und wieder gegangen. Keine Ahnung welche Taste es auslöste. Den noch ausstehenden Fragen widme ich mich dann später.

User avatar
Flora
Posts: 18
Joined: Sun Feb 09, 2020 9:26 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby Flora » Thu Feb 20, 2020 10:28 am

Aber auch dies wurde wahrgenommen, oder? Hat das reine „wahrnehmen“ irgendwelche Eigenschaften?
Super gute Frage. Und auch das Wort: "reines Wahrnehmen" hilft der Differenzierung.
Es wurde kurz etwas wahrgenommen, was vorher noch nicht erfahren wurde. Jedenfalls hat der Verstand dann sofort gelabelt: Grenzenlosigkeit,... fühlt sich spuki an,...... .
War da jemals jemand?
Niemals jemand dagewesen.
Vorsicht, dass nicht ein Konzept/Identifikation mit einem anderen getauscht wird!

Danke, dass du so gut aufpasst. Die Gefahr besteht absolut und "ich" bin da auch eher skeptisch.
Diese Experimente, "ich" liebe sie, haben zwei Mal solch ein tiefes Versenken ausgelöst. Es wurde wie ein kurzer "Einb. lick" wahrgenommen: "Im Grunde gibt es nur Liebe die alles bewegt". Bewusst kam meine Antwort nicht aus dem Verstand, der eine schöne Vor-stellung kreierte, aber wer weiß....?
Das mit der Bezeichnung "Ich" oder der Versuch der Beschreibung einer "Ich-Funktionalität" lässt mich aber noch nicht los.
Gibt es denn eine Persönlichkeit sowie Persönlichkeitsstrukturen?
Dieses "Konstrukt" wird als "Ich" bezeichnet und eine postwendende Identifikation damit findet statt?
Wow, hört sich sehr schön an! Aber auch dieses Happyning wird wahrgenommen, nicht wahr? Zu sehen, dass das „Ich“ nur eine Illusion ist, bedeutet kein Happyeverafter...
Auch: wow! Also es geht nicht um ein Wahrnehmen das sich vertieft und erkennt, wenn Gedanken und Ich-bezogenheit zu dem Erlebten in den Hintergrund treten, sondern um die "reine Wahrnehmung" (s.o.), die kein Innen und kein Außen, keine Tiefe und keine Oberfläche und sowieso nichts Substanzielles IST. Jede Beschreibung wäre falsch, aha - deshalb das Unennbare.... . OOH! :))

barb
Posts: 824
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Wer / was bin ich und wer / was bin ich nicht?

Postby barb » Thu Feb 20, 2020 12:30 pm

Schaue ich tiefer (oder ist das Denken?) finde "ich", dass sie oft mit Gefühlen gekoppelt sind, davon getriggertt werden und dahinter meist (immer?) ein Wunsch steht.
Zum besseren Verständis: Für mich heißt "Gefühl" = körperliche Empfindung + Gedankenlabel

Schau da mal nach wie das vor sich geht: Ist da manchmal eine körperliche Empfindung und dann ein Gedanke? Und dann wieder mal ein Gedanke und dann eine Empfindung? Hin und wieder gleichzeitig? Mal nur Gedanken ohne Empfindungen (wobei die Gedanken aber behaupten dass sie ein Gefühl sind, das nenne ich dann verkleidete Gedanken... ;)) Sind manche „Gefühle“ wie z. B. Angst, Traurigkeit, Ärger aber auch Freude oft an ähnliche körperliche Empfindungen gekoppelt, und nur die Gedankenwelt teilt sie ein?

Was ist ein Wunsch? Aus was setzt der sich zusammen?


5. Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Weißt du, welche Zahl kommt, bevor sie erscheint?
Ja irgendwie schon.
??? Wie geht das denn? Sobald du die Zahl weißt ist sie ja schon auf dem Gedankenbildschirm erschienen, oder? Bitte versuche zu erklären wie das bei dir ist... :)
6. Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken
Er kommt von derselben "Stelle" wie die anderen Gedanken.
Genau :)
7. Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?
Finde niemanden, es geschieht alles von selbst ohne Kontrolle.
Dennoch scheinen die Häufigkeit einzelner Gedanken, ihre Inhalte etwas mit dem Menschen -in dem es denkt- zu tun zu haben.
Ja es denkt sich immer das mit dem sich am meisten beschäftigt wird. So wie verdauen. Es kann auch nur das verdaut werden was gegessen wurde... ;) Im Prinzip machen die Tag- und Nachttraumaktivitäten nichts anderes, sie reflektieren und verarbeiten Erlebtes...
Zweimal haben es die Antworten den Gedanken gleichgetan, sind gekommen und wieder gegangen. Keine Ahnung welche Taste es auslöste.
Am Besten wäre es, wenn du erstmal alles in einem Textverarbeitungsprogramm schreibst und dann erst ins Antwortfenster kopierst. Es kommt hin und wieder vor dass alles weg ist... :)
Das mit der Bezeichnung "Ich" oder der Versuch der Beschreibung einer "Ich-Funktionalität" lässt mich aber noch nicht los.
Gibt es denn eine Persönlichkeit sowie Persönlichkeitsstrukturen?
Persona = Maske
Beobachte im Alltag wie je nach Gegebenheit und je nachdem in welcher Situation du dich befindest eine andere Persönlichkeit erscheint. Kannst du das sehen?
Dieses "Konstrukt" wird als "Ich" bezeichnet und eine postwendende Identifikation damit findet statt?
„Ich“ ist in erster Linie ein Wort, vermutlich ist es für jeden anders. Der Punkt ist, dass auch dieses Ich-Gefühl bzw. die Identifikation wahrgenommen werden kann, oder?
Auch: wow! Also es geht nicht um ein Wahrnehmen das sich vertieft und erkennt, wenn Gedanken und Ich-bezogenheit zu dem Erlebten in den Hintergrund treten, sondern um die "reine Wahrnehmung" (s.o.), die kein Innen und kein Außen, keine Tiefe und keine Oberfläche und sowieso nichts Substanzielles IST. Jede Beschreibung wäre falsch, aha - deshalb das Unennbare.... . OOH! :))
Geht es denn um was? :))
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom


Return to “Deutsch”

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 0 guests