Wiederholung

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Joram
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Re: Wiederholung

Postby Joram » Fri Mar 15, 2019 6:26 pm

Und wieso bekommen die Gedanken so eine Wichtigkeit, wenn sie niemandem gehören?
Wieso denen so eine Macht geben?
Sollen sie doch tun und lassen was sie wollen…

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Petra
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Re: Wiederholung

Postby Petra » Fri Mar 15, 2019 6:32 pm

hi, hi.
Ja.
Ich werde das heute Abend üben.

Ich kann spüren wie etwas zu der scheinbaren Wertigkeit der Gedanken förmlich "attached" ist.

Es lässt alles als un-ernst erscheinen.

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Re: Wiederholung

Postby Petra » Sat Mar 16, 2019 11:40 am

Aber das Macht geben der Gedanken geschieht ja zum größten Teils unbewusst oder von alleine.
Wenn ich mir also nicht die ganze Zeit bewusst sage, der Gedanke ist nicht wichtig und nehme an was ist, dann geht alles weiter seinen gewohnten Gang. Und auch das ist ja nur ein bedeutungsloser Gedanke.

Üben hat nicht geklappt.

Danke für Input.

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Re: Wiederholung

Postby Joram » Sat Mar 16, 2019 2:23 pm

Aber das Macht geben der Gedanken geschieht ja zum größten Teils unbewusst oder von alleine.
Wenn ich mir also nicht die ganze Zeit bewusst sage, der Gedanke ist nicht wichtig und nehme an was ist, dann geht alles weiter seinen gewohnten Gang.
Ja, das stimmt. Es gibt aber ein Ausweg. Leiden führt dazu, dass, Wenn das Leid groß genug ist, die Abläufe (unbewusste automatische Gewohnheitsmuster und Gedanken) bewusst werden. Das „bewusst werden“, wenn auch nur für kurze Zeit, verändert die unbewusste automatische Gewohnheitsmuster und Gedanken. Immer ein kleines bisschen…

Beispiel: Der Austausch hier. Aus deinem ersten Beitrag: „Ich bin schon mehrfach durch irgend welche "Tore"…“

Achte auf dein Innenleben und antworte aus der Gefühlsebene: Was ist das was dich immer wieder zu der Suche bei irgendwelche „Tore“ motiviert?

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Re: Wiederholung

Postby Petra » Sat Mar 16, 2019 8:08 pm

Was ist das was dich immer wieder zu der Suche bei irgendwelche „Tore“ motiviert?
Es ist dieses Gewahrsein, das alles, auch Krankheit oder Leid, auf seine eigene Art perfekt oder friedlich sind. Dass auch all das was wir im Bewertungsmodus als "falsch" empfinden, im anderen Modus einfach da sein darf und irgendwie in eine unerklärliche größere Ordnung gehören. Hier ist so viel innere Freiheit und Ehrfurcht vor dem was ist.

Das Zurückkehren in den Bewertungsmodus hat mir schon sehr viel Liebes-Kummer bereitet. Früher empfand ich es als Strafe und zweifelte an mir und suchte nach den Fehlern die gemacht haben könnte.

Mir fällt es wohl schwer es als einen langsamen Prozess anzunehmen. Da alle anderen Male eher plötzlich waren.

Danke, für Deine (für mich) sehr hilfreichen Fragen.

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Re: Wiederholung

Postby Joram » Sun Mar 17, 2019 8:40 am

Ist es so?

Ich würde eher irgendeiner Art von Mangelerscheinung, als Impuls für die Suche nach „irgendwelche Tore“ in Betracht ziehen. Schau deine Gefühle an. Was ist der Impuls zu suchen, was ist da tief versteckt?
Etwas fehlt, etwas muss anders werden, denn wenn kein Mangel da ist, wenn alles WIRKLICH „so sein darf wie es ist, alles perfekt ist“ wieso nach irgendetwas suchen?

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Re: Wiederholung

Postby Petra » Sun Mar 17, 2019 3:56 pm

Ja, es ist ein Mangel. Was ich beschrieb ist ja auch nur eine Geschichte/Erinnerung.

Ich muss ja aktiv im Moment etwas dafür Tun, das ich Annehme und es gut sein lassen kann so wie es ist.
Schau deine Gefühle an. Was ist der Impuls zu suchen, was ist da tief versteckt?
Gefühl von einsam (bitte nicht falsch verstehen, habe ein großartiges nicht-einsames Leben im weltlichen Sinne)
Der Gedanke: "etwas ist hier nicht richtig, das kann doch alles nicht so gewollt sein." (Den Gedanken hatte ich schon als Kind)
Wenn ich das denke fühle ich: tiefen Schmerz im Sinne von Heimweh (hatte nie Heimweh im weltlichen Sinne)
Bedürfnis nach: ankommen, Sinn beitragen, Frieden
wieso nach irgendetwas suchen?
Aus einem unerklärlichem nicht-anders-können?
Vielleicht ist es auch nur Entertainment, eine grandiose Ablenkung der Strukturen? Ha, ha.
Fazit: Ich habe keine Ahnung von nix. Ha, ha, ha.

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Re: Wiederholung

Postby Joram » Sun Mar 17, 2019 4:22 pm

Leiden entsteht aus „Wollen“. Kein „Wollen“, lein Leiden.

Das Leben ist unbefriedigend/Mangelbehaftet. (Buhhda)

Frieden kann nur dann entstehen, wenn dies, das Mengelgefühl, angenommen wird.
„Ankommen“ gibt es nicht. „Wir“ sind immer hier. Jetzt.
Mehr gibt es nicht, mehr gab es nie und wird es auch nicht geben.
(Und sogar „Wir“ ist nicht mehr als ein Gedanke/Identifikation) Wer will wohin?

Es IST.

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Re: Wiederholung

Postby Petra » Sun Mar 17, 2019 5:04 pm

ja, wollen führt zu Leid.

Brauche bitte praktische Hilfe:
Wie unterscheide ich denn das herkömmliche Wollen vom nächsten Schritt-Tun ohne Wollen?

Verstehst Du meine Frage?

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Re: Wiederholung

Postby Joram » Sun Mar 17, 2019 5:44 pm

Das Einzige was man tun kann ist Zusammenhänge erkennen. Kontemplieren, untersuchen:

Hier ist Wollen, deshalb Leid.
Die Ursache des Wollens erkennen und untersuchen: Was will ich wirklich, in die Tiefe, um was geht es?

Und vielleicht auch den suchen der will.
Was ist jetzt hier, wirklich? Was wird erlebt? Wer erlebt? Wie wirklich ist all dies?

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Re: Wiederholung

Postby Petra » Tue Mar 19, 2019 1:57 pm

... das hat für mich etwas anstrengendes ...

hier habe ich die letzten Tage beobachtet, dass ich mich richtig bemühen muss ... und dann werde ich innerlich faul ...

*schnief*

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Re: Wiederholung

Postby Joram » Tue Mar 19, 2019 2:08 pm

Wer hat behauptet, dass glücklich zu sein leicht sein soll? ;-)
Schau dir die Welt an. Wie viele sind glücklich?

Wir haben die „Wahl“ uns zu bemühen, oder es zu lassen.
Jeder wie er gestrickt ist…

Es gibt nur den Weg der Achtsamkeit. Mehr gibt es nicht.

_()_

Ps. Ich frage mich ob die Achtsamkeit auf „hier und jetzt“ immer wieder zu lenken, anstrengend ist?
Hmmm…. Eigentlich nicht…
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Re: Wiederholung

Postby Petra » Tue Mar 19, 2019 8:00 pm

Ja.
Ich danke Dir von Herzen für diesen Dialog und Deine Zeit.

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Re: Wiederholung

Postby Joram » Tue Mar 19, 2019 8:10 pm

:-)
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