Sandmännchen adé

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Schwester
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Re: Sandmännchen adé

Postby Schwester » Wed May 16, 2018 9:24 pm

Liebe Astrid,

jippi, es gibt doch immer wieder Überraschungen!! Wär hätte das gedacht?!

Ich gehe gern auf dein Angebot ein: Schick mir die Abschlussfragen und weitere Übungen machen wir bald mal in einem anderen Rahmen. Ich freu mich schon :-)

Es grüßt von nebenan,

Petra

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Ichbin01
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Re: Sandmännchen adé

Postby Ichbin01 » Thu May 17, 2018 8:54 am

Hallo Petra,
ja prima. Hier dann jetzt die Abschlußfragen.

1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?

2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.

3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.

4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?

5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Für was davon bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.

6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Herzliche Grüße - Ichbin

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Schwester
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Re: Sandmännchen adé

Postby Schwester » Thu May 17, 2018 10:26 pm

1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
Ein eigenständiges "Ich" gibt es nicht, gab es noch nie.
2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.
Das "Ich" beansprucht für sich jede Handlung, jede Entscheidung, die jedoch einfach nur geschieht - ohne einen Handelnden. "Taten werden getan, Handlungen vollbracht, aber es gibt keinen aktiv handelnden, der diese Taten vollbringt." So oder ähnlich soll es Buddha gesagt haben. Dieser Satz hat mich verfolgt in den letzten Jahren. All das, was mir scheinbar aus der Hand geglitten ist, all die Aneinanderreihungen von Ereignissen, die einfach abgelaufen sind, was so stark spürbar war, dass eigene Entscheidungen reine Illusion sind. Nichts was sich halten oder lenken ließ so groß die Bemühungen auch waren. Und dann plötzlich anhalten und zusehen wie das Karussell sich einfach weiter dreht, ganz ohne "Ich".
3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Es fühlt sich auf eine Weise ganz normal an, wie ich geschrieben hatte, so als wäre es nie anders gewesen, das Wahrnehmen der Vögel draußen wie zuletzt in Kindertagen, unglaubliche Dankbarkeit darüber, dass diese feine Wahrnehmung wieder so möglich ist, dass das Wahrnehmen von Stille so tief und durchdringend ist. Aber alles auf eine Art ungemein vertraut und fast unerklärlich, so lange davon "entfernt" gewesen zu sein, wo es doch die ganze Zeit da war und eigentlich nur eine minimale Verschiebung ist. Das Bild des torlosen Tores ist großartig. Ich sah mich selbst vor dem Tor, ich war ruhig, entspannt. Irgendwann sah ich in Gedanken nach hinten und wusste, da ist ja wirklich kein Tor. Es war fast unmerklich aber doch so durchdringend.
4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
Kann ich schwer sagen, es war dann einfach so. Vielleicht die intensive Begegnung mit der Angst und dann die Tür hinter der Nichts war? Es hat dann schon noch gedauert, aber dieses tiefe Gefühl von Vertrauen, dass es so sein würde, war stark.
5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Für was davon bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.
Alles geschieht einfach. Der freie Wille ist eine Illusion und so sind es auch Kontrolle, Entscheidung ..., daher gibt es sowas wie Verantwortung nicht. Eine Handlung geschieht und das "Ich" beansprucht sie für sich, Entscheidung, Wahl, Kontrolle dito. Das "Ich" versucht, nur die angenehmen Erfahrungen zu verfolgen und die unangenehmen zu vermeiden, was es nicht "schafft", da es in Wirklichkeit keinen Einfluss hat, eben illusionär ist. Das führt zu Frust.
Die straffen Zügel sind nicht mehr in der Form da, das Sichabmühen hat sich zurückgezogen ... Die Gefühle fließen eher durch mich durch, da ist mehr Offenheit für Gefühle, die unangenehmen werden nicht mehr versucht zu verdrängen, sondern fließen durch. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach dem Sinn des Lebens überhaupt nicht mehr. Es ist kein Suchen mehr da. Die Wichtigkeit der eigenen Person, eine besondere Rolle spielen zu müssen, ist stark in den Hintergrund getreten. Der Glaube an Wiedergeburt ist vollkommen ohne Bedeutung.
6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Direct Pointing war der Schlüssel. Zunächst über die Fragen im Internet, dann über den Austausch hier im Forum. Für mich zur rechten Zeit. Großes Dankeschön!

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Ichbin01
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Re: Sandmännchen adé

Postby Ichbin01 » Fri May 18, 2018 9:08 am

Liebe Petra,
vielen Dank für Deine Antworten. Ich werde unseren Austausch und die Antworten den anderen Guides vorlegen und mich schnellstmöglich wieder bei Dir melden.

Lieben Gruß, Astrid
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: Sandmännchen adé

Postby Ichbin01 » Fri May 18, 2018 10:30 am

Hallo Liebe Petra,
die Guides haben bestätigt, dass Du klar gesehen hast. Herzlich Willkommen hinter dem Gateless Gate :-)

Ich schreibe Dir eine PM. Bis gleich.
Herzliche Grüße - Ichbin


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