Kein Weg zurück

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tiger
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Kein Weg zurück

Postby tiger » Thu May 17, 2018 3:25 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Für mich bedeutet das „ES“ leben und ausdrücken zu lassen. Nicht ständig mit meinen vermeintlichen Plänen dazwischen zu funken. Kontrolle abzugeben. Und nach Hause zu kommen.

Was führt dich zu Liberation Unleashed?

Ich möchte mich auf meiner Suche konzentrieren und fokussieren. Keine Zeit mehr verschwenden. Ich habe das Gefühl schon so viel Zeit verschwendet zu haben nicht mit Freude zu leben und meine Zeit zu verwarten. Außerdem Neugier und der Wunsch konsequent weiter zu gehen. Und da scheint mir dies eine gute Begleitung zu sein. merke aber auch, dass es mir Angst macht diese Verantwortung zu übernehmen, vor der ich mcih sicherlich schon eingie Male gedrückt habe.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Angefangen habe ich schon als Jugendliche, in dem ich oft Bibelkreise besucht habe und mich an eine höhere Macht gewendet habe. Jedoch hatte dies viel damit zu tun mich schuldig und klein fühlen. Dann war ich eine ganze Zeit weg von diesem Weg und bin durch den Schamanismus wieder zurückgekehrt. Hatte dann eine Phase wo vieles leicht und Ich losgelöst war, was ich jedoch nicht verstanden habe, was mir dort widerfahren ist. Dann bin ich wieder in das kontrollierte Leben zurückgeworfen worden und suche seitdem wieder den Zustand dieser "Leichtigkeit". Habe dann Kontakt zu Byron Kati gehabt und persönlich mit ihr gearbeite. Sie hat mich durch eine Arbeit richtig aus dem Mist gezogen. Habe dann eine zeitlang die work angewendet, was immer noch aber nicht so ausführlich geschieht, der Kurs in Wundern ist mein ständiger Begleiter und in letzter Zeit habe ich viele Satsangs von Mooji angehört und finde, dass es eine schöne Ergänzung zum Kurs in Wundern ist.

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Mehr Klarheit und auch bewusstes und erlebtes Verstehen. Auch das ich durch einen Zeugen der mich lotst, weniger ausbüxen kann und durch gezielte Fragen, ich mich aufmerksamer beobachte und fokussiere. Freudiger und mehr ohne Grenzen zu leben.

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Joram
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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Thu May 17, 2018 7:21 pm

Hatte dann eine Phase wo vieles leicht und Ich losgelöst war, was ich jedoch nicht verstanden habe, was mir dort widerfahren ist. Dann bin ich wieder in das kontrollierte Leben zurückgeworfen worden und suche seitdem wieder den Zustand dieser "Leichtigkeit".
Hi :-)

Was kannst du noch zu der "Phase wo vieles leicht und Ich losgelöst war," sagen?
Was war da anders?

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tiger
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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Thu May 17, 2018 8:01 pm

Hallo Joram
Das ging aber schnell. Danke für die prompte Antwort.
Ja wie war das. es ist schon 20 Jahre her.
Ich würde es so beschreiben, dass ich mir weniger Gedanken gemacht habe. Nicht so kontrolliert war. Es ist geflossen. Lust war da. Menschen sind auf einmal auf mich zu gekommen, die vorher kaum Notiz von mir genommen hatten und wollten Zeit mit mir verbringen. Meine Laune war konstant gut und es ist einfach geflossen.

Das hat ungefähr 3 - 4 Monate angehalten. DAnn tauchte ein mißbrauchsverdacht auf und dann ging das kopfkino und auch Angst wieder los. Und dann hat sich das Tor wieder geschlossen.

So würde ich es beschreiben.
Vielleicht war es nicht ich los es war einfach sehr sehr leicht und ich habe nichts angezweifelt.

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Thu May 17, 2018 8:14 pm

Ich würde es so beschreiben, dass ich mir weniger Gedanken gemacht habe. Nicht so kontrolliert war. Es ist geflossen.
Und heute? Hast du Kontrolle?

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Thu May 17, 2018 8:33 pm

Oh nein überhaupt nicht.
Je mehr ich „möchte“, desto weniger glaube ich irgend etwas zu haben.
Und die vermeintliche „Kontrolle“ bringt mich nur mehr in die Isolation.
Und trotzdem scheint es etwas zu geben, was ich nicht aufgeben möchte, wobei ich es nicht mal mehr benennen kann.

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Thu May 17, 2018 8:54 pm

Und die vermeintliche „Kontrolle“ bringt mich nur mehr in die Isolation.
Was ist mit dem Wort „mich“ gemeint?
Ist es der Körper? Die Gedanken? Was anderes?
Wer/was kommt in der Isolation?

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Fri May 18, 2018 8:51 am

Guten morgen

„mich“ bezeichnet wohl meine Identifikation mit dem Körper und ist gleichzeitig nur ein Gedanke.
Und da liegt bei mir die Spaltung dies zu wissen und jedoch nicht zu Fühlen und immer wieder mich damit zu identifizieren. Durch die Frage des Advaita „Wer fühlt“, Wer denkt das usw. kann ich mich öfters davon distanzieren und erlebe mehr Frieden. Auch wenn ich den hl. Geist bitte zu übernehmen, erlebe ich diesen Frieden. Wenn ich es schaffe, mich vom Wollen zu distanzieren und anzunehmen herrscht mehr Ruhe.
Letztes Jahr habe ich 14 Tage gefastet und auf einem Sparziergang erlebte ich fühlbar den Satz:
Alles ist nur ein Gedanke. Und beim weiteren gehen kam
Alles ist nur EIN Gedanke. Das war ein schönes weites Gefühl.
Und als ich zu Hause war kam wieder der Kopf ins Spiel, der diesen Gedanken entlarven wollte willentlich dahinter zuschauen und zu fühlen. Kann es gerade nicht anders ausdrücken.
Wer/Was kommt in der Isolation?
Gedanken, die Gefühle von Einsamkeit und Resignation verursachen.

Dir einen schönen Tag und liebe Grüße

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Fri May 18, 2018 9:24 am

„mich“ bezeichnet wohl meine Identifikation mit dem Körper und ist gleichzeitig nur ein Gedanke.
Und da liegt bei mir die Spaltung dies zu wissen und jedoch nicht zu Fühlen und immer wieder mich damit zu identifizieren.

Durch die Frage des Advaita „Wer fühlt“, Wer denkt das usw. kann ich mich öfters davon distanzieren und erlebe mehr Frieden. Auch wenn ich den hl. Geist bitte zu übernehmen, erlebe ich diesen Frieden. Wenn ich es schaffe, mich vom Wollen zu distanzieren und anzunehmen herrscht mehr Ruhe.
Ja. Es geht um Identifikation. Und es geht um Hingabe/Annahme dessen was ist.

Ist die Spaltung real?
Ist der hl. Geist außerhalb von dir?

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Fri May 18, 2018 9:35 am

Ist die Spaltung real?
Nein ich "weiss" das die Spaltung nicht real ist und das in Wirklichkeit keine Trennung stattgefunden hat und ich nie getrennt von der Quelle bin. Und sicherlich habe ich das auch schon oft gespürt sonst wäre ich diesen Weg ncith weitergegangen.
Ist der hl. Geist außerhalb von dir?
das ist auch immer mehr eine Erfahrung, dass der hl Geist in mir ist. Das ist etwas was mir sicherlich Angst macht diese Kraft zu sein oder ein Teilchen dieser Kraft zu sein.

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Fri May 18, 2018 9:43 am

Woher gewinnt die „Trennung/Spaltungsempfindung“ ihre Macht/Berechtigung dann?
Irgendwie muss da eine Empfindung von „Die Trennung ist real“ sein. Oder?

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Fri May 18, 2018 10:11 am

Das sehe, empfinde und vor allem fühle ich auch in diesen Momenten so, weil sonst würde ich das nicht so wahrnehmen.
Und das verursacht mir Schmerz, so viel zu wissen und auch schon erfahren zu haben und es nicht umzusetzen.
Das mein "kleines ich" oder auch Ego denkt, in vielen Punkten wohl immer noch der Macher und real zu sein.
Ich bin mitfühlender und annehmender damit geworden und würde gerne diese Hürde der Trennung überwinden.

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Fri May 18, 2018 10:16 am

Was ist "kleines ich" in wirklichkeit, als Erfahrung, als Erleben?
Untersuche es bitte :-)

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Fri May 18, 2018 3:40 pm

Bin damit mal spazieren gegangen und habe kein kleines Ich gefunden außer dem Gedanken daran.
Wenn ich Frage als Erfahrung und Erleben richtig verstanden habe, dann erlebe ich wenn ich dem Gedanken glaube, Enge im Körper und es treten Gefühle der Begrenzung und Angst auf.

Bei der Frage an mich wo das „ich“ ist finde ich nur Weite und Ausdehnung. Es ist leichter zu spüren wenn ich die Augen geschlossen habe.
Auf dem Rückweg dann die Frage
Wer geht hier gerade, wer dreht die Hand. Ich bleibe stehen und frage mich, habe ich mich entschieden stehen zu bleiben, die Hand zu drehen. Glaube, dass wenn ich z.B. ein Bein hebe, das ich es entschieden zu haben, zu heben.
Schmerz taucht auf diese meine vermeintliche Welt zu verlieren und auch die vermeintlich Anderen, die darin existieren. Nicht mehr zu funktionieren.
Und es tritt auf alles richtig machen zu wollen, sprich die Fragen richtig zu verstehen und zu beantworten. Und ich muss lachen weil nach diesem kurzen Kontakt all die Muster und Ängste sich bemerkbar machen.
Ich möchte ehrlich sein und nicht hinterm Berg damit halten. Nicht im Sinne von Therapie oder sie hier zu bearbeiten, sondern einfach nur mich mitteilen, was gerade vor sich geht.

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Fri May 18, 2018 4:14 pm

Der Weg was wir hier gehen, ist genau das: erkennen was gerade vor sich geht. Hier, jetzt.
Das wichtigste ist zu erkennen WER den Weg geht – ob es so jemand gibt, oder ob es vielleicht gar keiner gibt, sondern nur das Geschehen. Hier, jetzt.

Schau um dich herum und beschreibe etwas von dem was gesehen wird.
Ein paar Beispiele in Form:
„Ich sehe Apfel“

Und dann ein paar Beispiele:
„Apfel wird gesehen“ (ohne ‚Ich‘)

Schau aber wirklich hin, achte auf das Erlebte.

Was fühlt sich stimmiger an?

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Fri May 18, 2018 4:55 pm

„Ich sehe Apfel“
Ich sehe eine Maske, ich sehe ein Teesieb, ich sehe eine Tür ich sehe eine Flasche.
Jetzt wo ich mich heute eingehender mit dem Thema beschäftige, fühlt sich das Ich bei diesen Beispielen sehr hart an und es entsteht eine Trennung zu den Dingen, die ich mir anschaue und auch zu mir. Es fühlt sich an wie eine harte Grenze. Der Schwerpunkt liegt beim ich und nicht auf dem gesehenen. Scheint auch anstrengender zu sein mit dem ich zu sehen

„ Apfel wird gesehn“
Es ist weicher, weniger kraftaufwendig, weniger bei längerem schauen kaum Grenze zum Objekt des Betrachtens – sprich somit auch zu mir.
Ich muss nichts tun um zu sehen.


ti


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