Von Moment zu Moment

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Katinkah » Sat Jan 19, 2019 2:40 pm

Frank :-)



Mehr, mehr!
Gut, gut :-)
Kannst du die Entscheidung treffen, Gedanken nicht zu glauben?

Sie ziehen, ab und zu, ohne Bewertung einfach durch.
Ist eine Bewertung nicht einfach auch nur ein weiterer Gedanke?
Ist an einem Bewertungsgedanken etwas Besonderes?
Wenn ja, was macht ihn so besonders?
Wenn das Ich ein Gedanke ist, der keine Gedanken denken kann, dann.....


Sonnige Grüße zurück ,

Kerstin

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Pulaster » Sat Jan 19, 2019 11:43 pm

Kerstin, eine neue Seite!


[quote Ist eine Bewertung nicht einfach auch nur ein weiterer Gedanke?/quote]
Ja,so ist es.
Ist an einem Bewertungsgedanken etwas Besonderes?
Er beeinflusst den Körper.
Wenn ja, was macht ihn so besonders?
Herz und Atmung reagieren heftig und im Vorfeld verkrampft der Bauch. Der Gedanke lässt auch unbändige Kraft entstehen.
Es ist doch nur ein Gedanke.
Wenn das Ich ein Gedanke ist, der keine Gedanken denken kann, dann.....
...ist dass die Suche nach dem Nichts.


Sind Bewertungen nicht nur aus Erfahrungen entstanden? Wie die Verlustangst?
Es braucht Gedanken zum beobachten.
Frank

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Katinkah » Sun Jan 20, 2019 1:24 pm

Lieber Frank,

Ist eine Bewertung nicht einfach auch nur ein weiterer Gedanke?
....Ja,so ist es.
Ja:-)
Ist an einem Bewertungsgedanken etwas Besonderes?
...........Er beeinflusst den Körper.
Beobachte das bitte mal ganz genau.
Könnte es auch sein, dass zuerst die körperliche Empfindung auftaucht...Bauch verkrampft, Atmung geht schneller.... und dann taucht der Gedanke auf?

Schau mal weiter auf Seite 1 hattest du geschrieben
Gedanken können nichts tun.
Wenn Gedanken nichts tun können, wie können sie dann den Körper beeinflussen?


Schau dich mal um, da wo du gerade sitzt.
Wie ist die direkte Erfahrung des Sehens? Beschreibe es.
Dann achte darauf, wie Gedanken dem Sehen etwas hinzufügen. Was wird durch Gedanken hinzugefügt?
Kannst du bemerken, dass auch Gedanken Teil des direkten Erfahrens sind?
Nun schließe deine Augen und öffne sie wieder.
Kannst du deine Augen öffnen und nicht sehen?
Kannst du Sehen verändern? So, dass du etwas z.B. etwas in einer anderen Farbe siehst?
Was musst du tun, damit Sehen geschieht?
Braucht es eine Person, ein 'Ich' für das Sehen?
Braucht es ein „Ich“ damit bewertende Gedanken auftauchen?
Wo ist das 'Ich' in der direkten Erfahrung?



Wenn das Ich ein Gedanke ist, der keine Gedanken denken kann, dann.....
...ist dass die Suche nach dem Nichts.
Kann Nichts mal da sein und mal nicht?
Sind Bewertungen nicht nur aus Erfahrungen entstanden? Wie die Verlustangst?
Steckt hinter Verlustangst nicht die Angst vor dem Verlust der Kontrolle?
Kannst du deine Erfahrungen beeinflussen, ändern, kontrollieren?

Es braucht Gedanken zum beobachten.
Ist das so? Oder wird beobachtet und Gedanken setzen sich auf das Beobachten drauf?
Braucht es ein „Ich“ damit Beobachtung stattfinden kann oder setzt sich der „Ich“ Gedanke auf das Beobachtete? Ich beobachte, ich sehe, ich höre, ich schmecke, ich empfinde, ich schmecke?


Lieber Frank, es ist eine Freude, dich hier zu beleiten. Du machst das gut :-)

Herzlich, Kerstin

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Pulaster » Sun Jan 20, 2019 11:49 pm

Hallo Kerstin!
Danke für die lieben Worte. Es macht mir Freude Dir antworten zu dürfen.
Könnte es auch sein, dass zuerst die körperliche Empfindung auftaucht...Bauch verkrampft, Atmung geht schneller.... und dann taucht der Gedanke auf?
Ja, wenn der Bauch knurrt und der Gedanke "Hunger" auftaucht. Und dann gibt es Situationen wie"Frank du musst....!" ,dann gibt es für einen kurzen Augenblick dieses auf einen Punkt strebende (Das Ich?) und dann reagiert der Körper.
Wenn Gedanken nichts tun können, wie können sie dann den Körper beeinflussen?
Wenn der Gedanke als "Ich" entlarvt wurde, dann nicht.
Wie ist die direkte Erfahrung des Sehens? Beschreibe es
Es wird Form, Farbe und hell, dunkel erfahren. Ach ja und scharf, unscharf.
Dann achte darauf, wie Gedanken dem Sehen etwas hinzufügen. Was wird durch Gedanken hinzugefügt?
Benennung der Farbe und Form, räumliche Abgrenzung mit nah und fern. Mehr noch! Der Blick haftet dann an einem Gegenstand und bewertet, wie:"Die Blumen brauchen Wasser!","Ich muss gießen!"und "Ich brauch eine Brille".
Kannst du bemerken, dass auch Gedanken Teil des direkten Erfahrens sind? 
Hmm, eher nicht! Als Kind wäre nur das vertrocknete Etwas bewundert wurden.
Kannst du deine Augen öffnen und nicht sehen? 
Nein! Öffnen und es wird gesehen.
Kannst du Sehen verändern? So, dass du etwas z.B. etwas in einer anderen Farbe siehst?
Nein.
Was musst du tun, damit Sehen geschieht?
Nichts! Nur die Augen werden geöffnet.
Braucht es eine Person, ein 'Ich' für das Sehen? 
Nein.
Braucht es ein „Ich“ damit bewertende Gedanken auftauchen?
Nein.
Wo ist das 'Ich' in der direkten Erfahrung?
Direkte Erfahrung hat kein "Ich".
Kann Nichts mal da sein und mal nicht?
Wenn es erkannt wurde, ja.
Steckt hinter Verlustangst nicht die Angst vor dem Verlust der Kontrolle?
Es braucht keine Kontrolle,es passiert.Augen sehen, Beine gehen und Herz schlägt. 'Ich' braucht Kontrolle.
Kannst du deine Erfahrungen beeinflussen, ändern, kontrollieren?
Sie werden bewertet mit gut, schön, usw. Es kann dadurch ein Bild, mit einer schönen Trockenblume, oder mit einem toten Lebewesen bewertet werden. Also, beeinflussen schon. Kontrollieren eher nicht.
Ist das so? Oder wird beobachtet und Gedanken setzen sich auf das Beobachten drauf?
Gedanken setzen sich drauf, ja!
Braucht es ein „Ich“ damit Beobachtung stattfinden kann oder setzt sich der „Ich“ Gedanke auf das Beobachtete? Ich beobachte, ich sehe, ich höre, ich schmecke, ich empfinde, ich schmecke?
Ja, er setzt sich drauf und bezieht es auf sich.

Ich schicke es erstmal ab.
Danke

Frank

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Katinkah » Mon Jan 21, 2019 12:43 pm

Frank :-),

es ist jetzt ziemlich viel geworden, lass dir ruhig Zeit mit der Beantwortung der Fragen.
Könnte es auch sein, dass zuerst die körperliche Empfindung auftaucht...Bauch verkrampft, Atmung geht schneller.... und dann taucht der Gedanke auf?
.........Ja, wenn der Bauch knurrt und der Gedanke "Hunger" auftaucht. Und dann gibt es Situationen wie"Frank du musst....!"
Gut :-) Beobachte die Situationen, in denen „Frank du musst“ auftaucht.
Beschreibe mir eine der Situationen ganz genau.
Und versuche herauszufinden, wie und wann das „Ich“ entsteht, in diesen Situationen.

dann gibt es für einen kurzen Augenblick dieses auf einen Punkt strebende (Das Ich?) und dann reagiert der Körper.
Wo genau befindet sich dieser Punkt auf den es zustrebt? Kannst du ihn sehen? Wie sieht er aus? Kannst du ihn fühlen? Wie fühlt er sich an?

Wie ist die direkte Erfahrung des Sehens? Beschreibe es
...........Es wird Form, Farbe und hell, dunkel erfahren. Ach ja und scharf, unscharf
.

Ja:-) Unscharf kann ja manchmal auch ganz nett sein :-)
Dann achte darauf, wie Gedanken dem Sehen etwas hinzufügen. Was wird durch Gedanken hinzugefügt?
.........Benennung der Farbe und Form, räumliche Abgrenzung mit nah und fern.
Ja. Die räumliche Abgrenzung würde ich mir später gern noch genauer anschauen. Du kannst mich gern dran erinnern :-)
Mehr noch! Der Blick haftet dann an einem Gegenstand und bewertet, wie:"Die Blumen brauchen Wasser!","Ich muss gießen!"und "Ich brauch eine Brille".
Das alles sind Vorschläge, die Gedanken machen, oder?
Kannst du bemerken, dass auch Gedanken Teil des direkten Erfahrens sind?
Hmm, eher nicht! Als Kind wäre nur das vertrocknete Etwas bewundert wurden.
Ja :-) Und wahrscheinlich würde das vertrocknete Etwas auch mit den anderen Sinnen neugierig untersucht werden.
Was ich meinte war....auch Gedanken als solche (inhaltsleer....so ... da ist ein Gedanke...Punkt. ....) können ja erfahren werden. Kann der Inhalt der Gedanken erfahren werden?

Was musst du tun, damit Sehen geschieht?
Nichts! Nur die Augen werden geöffnet.
Genau :-)
Gibt es überhaupt irgendetwas was du tun musst, damit Erfahrung über die Sinne geschieht?
Gibt es mehr als die reine Erfahrung über die Sinne?

Braucht es ein „Ich“ damit bewertende Gedanken auftauchen?
Nein.
Gut :-)
Wo ist das 'Ich' in der direkten Erfahrung?
.........Direkte Erfahrung hat kein "Ich".
Findest du ausser der direkten Erfahrung etwas, was mit Sicherheit gewusst werden kann?


Lege bitte mal beide Hände auf den Tisch. Schließe die Augen, komm zur Ruhe.

Spüre die unmittelbaren Empfindungen . Achte darauf, dass es wirklich die unmittelbaren Empfindungen sind und beziehe dich nicht auf Gedanken oder Bilder.

Was ist genau zu spüren?
Haben die Empfindungen einen Namen? Wo kommt der Name her und wann?
Ist eine Grenze zwischen Hand und Tisch zu spüren?
Wenn diese Empfindungen gefühlt werden, gibt es dann einen Fühler und das Gefühlte oder ist da einfach fühlen?

Steckt hinter Verlustangst nicht die Angst vor dem Verlust der Kontrolle?
Es braucht keine Kontrolle,es passiert.
Ganz genau :-)

Braucht Leben Kontrolle?
Braucht Körper Kontrolle?
Braucht Geist Kontrolle?

Augen sehen, Beine gehen und Herz schlägt. 'Ich' braucht Kontrolle.
Genau :-)
Warum braucht „Ich“ Kontrolle?

Wenn Ich nur ein Gedanke ist, wie kann ein Gedanke Kontrolle brauchen?

Kannst du deine Erfahrungen beeinflussen, ändern, kontrollieren?
Sie werden bewertet mit gut, schön, usw.
Und Bewertungen sind Gedanken....
Es kann dadurch ein Bild, mit einer schönen Trockenblume, oder mit einem toten Lebewesen bewertet werden. Also, beeinflussen schon.
Wenn Bewertungen Gedanken sind, und Gedanken nicht beeinflusst werden können, sondern einfach so auftauchen.... und wieder verschwinden....ist „Ich kann das beeinflussen“ dann nicht einfach nur ein weiterer Gedanke, der einen Vorschlag macht?


Braucht es ein „Ich“ damit Beobachtung stattfinden kann oder setzt sich der „Ich“ Gedanke auf das Beobachtete? Ich beobachte, ich sehe, ich höre, ich schmecke, ich empfinde, ich schmecke?
Ja, er setzt sich drauf und bezieht es auf sich.
Braucht es einen Beobachter damit beobachten stattfindet?
Wenn ja...wo ist er? Kannst du ihn sehen, hören, riechen oder schmecken?
Wenn er sinnlich nicht erfahrbar ist, was ist „der Beobachter“ dann?


Ich freu mich auf deine Antworten,
liebe Grüße, Kerstin

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Pulaster » Mon Jan 21, 2019 11:33 pm

Guten Abend, Kerstin!
Heute wird erstmal der erste Teil deiner Fragen beantwortet. Die Übung wird morgen praktiziert.
Gut :-) Beobachte die Situationen, in denen „Frank du musst“ auftaucht. 
Beschreibe mir eine der Situationen ganz genau. 
Gut,ich versuch es. Das Telefon klingelt. Auf dem Display erscheint ein mir vertrauter Name. Das Herz schlägt schneller und es gibt einen warmen Kitzel an den Fingerkuppen. Freude!
Sie sagt, "Ich brauche etwas Zeit für mich". Jetzt beginnt eine Verspannung von den Schultern ausgehend bis in den Bauch. Ich möchte mich krümmen.Gleichzeitig wird es im Mund sehr trocken und im selben Moment tritt der Gedanke "sie will mich verlassen" ins Geschehen. Es werden Fragen gestellt. Wieso, was ist der Grund usw. . "Ich will wissen" Nach dem Telefonat bin ich aufgeregt, zappelig und unaufmerksam. Das Gedankenrad dreht sich.
Und versuche herauszufinden, wie und wann das „Ich“ entsteht, in diesen Situationen
Es setzt sich auf den Gedanken"Sie verlässt mich". Und alles beginnt sich auf das "Ich" zu beziehen.
Wo genau befindet sich dieser Punkt auf den es zustrebt? Kannst du ihn sehen? Wie sieht er aus? Kannst du ihn fühlen? Wie fühlt er sich an?
Es ist etwas, dass sich abgrenzen möchte.Es könnte der Punkt selbst sein, der sich von Aussen auf die Gedanken setzt.
Er hat keine Form und er will eher gefühlt werden.
Mehr noch! Der Blick haftet dann an einem Gegenstand und bewertet, wie:"Die Blumen brauchen Wasser!","Ich muss gießen!"und "Ich brauch eine Brille".
Das alles sind Vorschläge, die Gedanken machen, oder?
Vorschläge, ja.
[quote Kann der Inhalt der Gedanken erfahren werden?][/quote]
Nicht direkt.
Gibt es überhaupt irgendetwas was du tun musst, damit Erfahrung über die Sinne geschieht?
Der Körper muss wach sein.
Gibt es mehr als die reine Erfahrung über die Sinne?
Im Moment nicht.
Findest du ausser der direkten Erfahrung etwas, was mit Sicherheit gewusst werden kann?
Nein.
Es ist spät! Gute Nacht

Frank

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Pulaster » Tue Jan 22, 2019 10:32 pm

Und wieder ein Hallo, Kerstin!

Nun wird der zweite Teil beantwortet.

Was ist genau zu spüren?
Druck und Temperatur.
Haben die Empfindungen einen Namen? Wo kommt der Name her und wann
Nein sie sind ohne Namen, erst die Gedanken benennen und bewerten.
Ist eine Grenze zwischen Hand und Tisch zu spüren?
Nein.
Wenn diese Empfindungen gefühlt werden, gibt es dann einen Fühler und das Gefühlte oder ist da einfach fühlen?
Es ist nur fühlen.
Braucht Leben Kontrolle?
Braucht Körper Kontrolle?
Braucht Geist Kontrolle?
Nein!
Warum braucht „Ich“ Kontrolle?
Um Abgrenzung zu bekommen.
Wenn Ich nur ein Gedanke ist, wie kann ein Gedanke Kontrolle brauchen?
Es kommt mir noch keine Antwort auf diese Frage.
Wenn Bewertungen Gedanken sind, und Gedanken nicht beeinflusst werden können, sondern einfach so auftauchen.... und wieder verschwinden....ist „Ich kann das beeinflussen“ dann nicht einfach nur ein weiterer Gedanke, der einen Vorschlag macht?
Ja. Bei der Frage strengt sich der Kopf sehr an.
Braucht es einen Beobachter damit beobachten stattfindet?
Nein. Es geschieht und es wird direkt Erfahren.
Wenn ja...wo ist er? Kannst du ihn sehen, hören, riechen oder schmecken?
Nein. Er ist keine direkte Erfahrung.
Wenn er sinnlich nicht erfahrbar ist, was ist „der Beobachter“ dann?
Ein Gedanke!

Sei lieb gegrüßt von,

Frank

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Katinkah » Wed Jan 23, 2019 11:56 am

Lieber Frank,

Zuerst mal..

wie geht es dir?

Hat sich seit Beginn unseres Dialoges etwas verändert in deinem alltäglichen Erleben?


Gut,ich versuch es. Das Telefon klingelt. Auf dem Display erscheint ein mir vertrauter Name. Das Herz schlägt schneller und es gibt einen warmen Kitzel an den Fingerkuppen. Freude!
Sie sagt, "Ich brauche etwas Zeit für mich". Jetzt beginnt eine Verspannung von den Schultern ausgehend bis in den Bauch. Ich möchte mich krümmen.Gleichzeitig wird es im Mund sehr trocken und im selben Moment tritt der Gedanke "sie will mich verlassen" ins Geschehen. Es werden Fragen gestellt. Wieso, was ist der Grund usw. . "Ich will wissen" Nach dem Telefonat bin ich aufgeregt, zappelig und unaufmerksam. Das Gedankenrad dreht sich.
Sehr schön beschrieben. Danke.

Herz schlägt schneller, Kitzel in den Fingerspitzen, Verspannung. Reaktionen des Körpers auf einen äußeren Reiz.
Kannst „Du“ die Reaktion des Körpers auf äußere Reize kontrollieren? Oder geschieht es einfach so? Braucht es den „Ich-Gedanken“, damit der Körper reagiert?
Das Gedankenrad dreht sich

Sieh mal hier.

https://youtu.be/r7NEU4DSApI

Ein Ausschnitt aus einem Fußballspiel.

Schau dir das Spiel ein paar Minuten ohne Ton.
Achte nur auf die Bewegungen.

Dann schalte den Ton ein.

Der Kommentator (Gedanken) kommentiert was das Zeug hält, er bewertet, ordnet ein, stellt Vermutungen an.

Aber kann er das Spiel wirklich beeinflussen?
Ist er notwendig, damit das Spiel geschieht?
Und in gleicher Weise, sind die Gedankengeschichten notwendig für das Spiel des Lebens?


Und versuche herauszufinden, wie und wann das „Ich“ entsteht, in diesen Situationen
Es setzt sich auf den Gedanken"Sie verlässt mich". Und alles beginnt sich auf das "Ich" zu beziehen.
„Ich werde verlassen.“

Wenn du dieses Ich, was verlassen wird, suchst....kannst du es in der DE (sehen, hören, riechen usw.) finden?
Wenn ja, wo ist es?
Ist es eine Gedankengeschichte? Was bleibt, wenn du den Gedankengeschichten keine Aufmerksamkeit schenkst?

Wo genau befindet sich dieser Punkt auf den es zustrebt? Kannst du ihn sehen? Wie sieht er aus? Kannst du ihn fühlen? Wie fühlt er sich an?
......Es ist etwas, dass sich abgrenzen möchte.
Ja. Es möchte sich getrennt fühlen. Es braucht die Trennung um zu überleben.
Das ist die Illusion.

Die Übung zum Tastsinn.... sehr gut :-)
In der reinen Erfahrung gibt es also keine Trennung.
Es könnte der Punkt selbst sein, der sich von Aussen auf die Gedanken setzt.
Er hat keine Form und er will eher gefühlt werden.
Alles Gedanken, Vermutungen, oder?



Warum braucht „Ich“ Kontrolle?
Um Abgrenzung zu bekommen.
Wenn Ich nur ein Gedanke ist, wie kann ein Gedanke Kontrolle brauchen?

Es kommt mir noch keine Antwort auf diese Frage.
Das ist die Antwort:-).

Wenn Bewertungen Gedanken sind, und Gedanken nicht beeinflusst werden können, sondern einfach so auftauchen.... und wieder verschwinden....ist „Ich kann das beeinflussen“ dann nicht einfach nur ein weiterer Gedanke, der einen Vorschlag macht?
Ja. Bei der Frage strengt sich der Kopf sehr an.
Bitte versuche an die Fragen und Untersuchungen mit spielerischer Neugier heranzugehen. Ganz entspannt, ganz leicht. Du machst das wunderbar :-). Es gibt hier keine falschen Antworten, nur das was du für dich, gerade jetzt in diesem Moment erkennst. Und vieles scheint schon sehr klar zu sein. Alles gut :-)
Braucht es einen Beobachter damit beobachten stattfindet?
.......Nein. Es geschieht und es wird direkt Erfahren.
Wunderbar :-)
Wenn ja...wo ist er? Kannst du ihn sehen, hören, riechen oder schmecken?
........Nein. Er ist keine direkte Erfahrung.
Gut :-)
Wenn er sinnlich nicht erfahrbar ist, was ist „der Beobachter“ dann?
Ein Gedanke!
Ja:-)

Liebe Grüße, Kerstin

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Pulaster » Thu Jan 24, 2019 6:37 pm

In deinen Abend schreibend. Hallo Kerstin!
wie geht es dir?

Hat sich seit Beginn unseres Dialoges etwas verändert in deinem alltäglichen Erleben?
Anfänglich war der Kopf mit seiner Gedankenwelt ziemlich durcheinander. Selbst Orte, an denen vorher Ruhe einkehrte, waren keine Orte "der Stille" mehr.
Langsam kehrt Ruhe ein und die Momente, wo einfach nur direkt wahrgenommen wird, mehren sich. Es wird einfach nur wahrgenommen. Und oftmals bleibt eine direkte Bewertung aus.
Im Alltag und in sozialen Beziehungen kommt es mehr und mehr zu Spannungen. Oft nickt der Kopf bei Aussagen von Anderen wie:"Ich brauch ein klares Ziel an dem ich mich festhalten und orientieren kann!"," Du musst sagen was ich ändern soll" oder"Was denkst Du?"
Der Kopf nickt und die Achseln zucken, denoch herrscht mehr und mehr Stille im Kopf.
Auch wird das "Ich" immer öfter entlarvt.
Kannst „Du“ die Reaktion des Körpers auf äußere Reize kontrollieren? Oder geschieht es einfach so? Braucht es den „Ich-Gedanken“, damit der Körper reagiert?
Nein, die Reize können nicht kontrolliert werden, es geschieht auch ohne "Ich" Gedanken. Doch das Ich setzt sich drauf.

"Puhh!"Ich habe nicht das ganze Video angeschaut.
Aber kann er das Spiel wirklich beeinflussen?
Nein.
Ist er notwendig, damit das Spiel geschieht?
Es fließt auch ohne ihm und meine Augen betrachten ohne Ton.
Und in gleicher Weise, sind die Gedankengeschichten notwendig für das Spiel des Lebens?
Nein, es geschieht auch ohne Gedanken, alles so wie es ist.
Wenn du dieses Ich, was verlassen wird, suchst....kannst du es in der DE (sehen, hören, riechen usw.) finden?
Nein.
Ist es eine Gedankengeschichte?
Ja. Die genährt wird durch Erfahrungen.
Was bleibt, wenn du den Gedankengeschichten keine Aufmerksamkeit schenkst?
Nur die,momentane, direkte Erfahrung.
Es könnte der Punkt selbst sein, der sich von Aussen auf die Gedanken setzt.
Er hat keine Form und er will eher gefühlt werden.

Alles Gedanken, Vermutungen, oder?
Zu viel gedankliches aus dem Kopf, ja.

Liebe Grüße

frank

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Katinkah » Thu Jan 24, 2019 9:55 pm

In deinen Abend antwortend, hallo Frank :-),


Anfänglich war der Kopf mit seiner Gedankenwelt ziemlich durcheinander. Selbst Orte, an denen vorher Ruhe einkehrte, waren keine Orte "der Stille" mehr.
Empfindest du deine Gedankenwelt als Feind?
Langsam kehrt Ruhe ein und die Momente, wo einfach nur direkt wahrgenommen wird, mehren sich.
Wunderbar :-)

Versuche so oft wie möglich deine täglichen Aktivitäten auf die direkte Wahrnehmung herunterzubrechen.
Z.Bsp. morgens bei einer Tasse Kaffee/Tee....

Die Tasse sehen - sehen
Den Duft des Kaffees/Tees einatmen - riechen
Das Geräusch des Löffels beim Umrühren - hören
Die Tasse in die Hand nehmen - spüren
Die Wärme - spüren
Gleich nehme ich den ersten Schluck - Gedanke
Die Tasse berührt den Mund - spüren
Den Kaffee/Tee im Mund schmecken - Geschmack
das Gefühl des warmen Getränks in der Kehle - spüren

und...
Zähne putzen....

usw.

Berichte doch bitte, wie es dir damit geht und schreibe mir ein paar Beispiele.

Es wird einfach nur wahrgenommen. Und oftmals bleibt eine direkte Bewertung aus.
Im Alltag und in sozialen Beziehungen kommt es mehr und mehr zu Spannungen. Oft nickt der Kopf bei Aussagen von Anderen wie:"Ich brauch ein klares Ziel an dem ich mich festhalten und orientieren kann!"," Du musst sagen was ich ändern soll" oder"Was denkst Du?"

Was genau ist das, was Spannungen erzeugt?

Der Kopf nickt und die Achseln zucken,
:-)

Wo bist du in diesen Momenten?

denoch herrscht mehr und mehr Stille im Kopf.
Auch wird das "Ich" immer öfter entlarvt.
Wunderbar :-)
Kannst „Du“ die Reaktion des Körpers auf äußere Reize kontrollieren? Oder geschieht es einfach so? Braucht es den „Ich-Gedanken“, damit der Körper reagiert?
.......Nein, die Reize können nicht kontrolliert werden, es geschieht auch ohne "Ich" Gedanken. Doch das Ich setzt sich drauf.
Ja. Wen stört dieses Draufsetzen des Ich-Gedankens?

Puhh!"Ich habe nicht das ganze Video angeschaut.
:-)))))

Und in gleicher Weise, sind die Gedankengeschichten notwendig für das Spiel des Lebens?
Nein, es geschieht auch ohne Gedanken, alles so wie es ist.
So ist es :-)

Wenn du die Möglichkeit hast, mach doch mal einen Spaziergang in der Natur.

Schau wie die Bäume, Gräser und Büsche sich im Wind bewegen, wie der Schnee? fällt.
Vllt. siehst du Vögel, die fliegen oder wenn du am See bist, Enten oder Schwäne, die schwimmen.
Schau, wie immer alles in Bewegung ist.
Dann richte deine Aufmerksamkeit auf das Erleben. Ist nicht auch in der Wahrnehmung/dem Erleben alles in ständiger Bewegung? Farben, Formen, Geräusche, körperliche Empfindungen, Gerüche, Gedanken kommen und gehen.

Kannst du wahrnehmen, dass alles Teil einer einzigen Bewegung ist?
Gibt es eine Grenze zwischen dir und aussen, zwischen dir und Leben/Sein?
Gibt es etwas, was nicht einfach nur geschieht?


Wenn du dieses Ich, was verlassen wird, suchst....kannst du es in der DE (sehen, hören, riechen usw.) finden?
..........Nein.
Ist es eine Gedankengeschichte?
..........Ja. Die genährt wird durch Erfahrungen.
Was sind Erfahrungen hier?
Wo tauchen sie auf?

Was bleibt, wenn du den Gedankengeschichten keine Aufmerksamkeit schenkst?
..........Nur die momentane, direkte Erfahrung.
Gibt es etwas anderes als den Moment und die Erfahrung des Moments?


Liebe Grüße ,
Kerstin

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Pulaster » Sat Jan 26, 2019 1:00 am

Hallo!
Es ist spät geworden, für die ZeiT die es braucht, um zu antworten.
Anfänglich war der Kopf mit seiner Gedankenwelt ziemlich durcheinander. Selbst Orte, an denen vorher Ruhe einkehrte, waren keine Orte "der Stille" mehr.

Empfindest du deine Gedankenwelt als Feind?
Nein, meine Gedankenwelt ist nicht mein Feind. Am Anfang dieser Reise, war die Gedankenwelt nur ständig mit der Frage nach dem Ich beschäftigt. Und dies brachte Unruhe.

Berichte doch bitte, wie es dir damit geht und schreibe mir ein paar Beispiele.
Diese Momente sind mir nicht unbekannt, da (fast) jeder Tag mit direktem Erfahren beginnt.
Sitzend auf festem Boden und in die Natur blickend.Ohne Benennung undBewertung der Dinge.
Oft bei einer Tätigkeit die ausgeführt wird, ohne Bewertung und Benennung.
Schöne Momente am Wasserhahn, kaltes Wasser fließt über die Hände.
Kalter Wind beim Fahrradfahren. Fingerkitzel, weil ich die Handschuhe nicht dabei hatte.
Der Duft von frisch, gesägtem Holz in der Nase.
Was genau ist das, was Spannungen erzeugt?
Das mir keine Antwort über die Lippen kommen. Und man erwartet Antworten.
Wo bist du in diesen Momenten?
Oftmals stumm und die Dinge betrachtend. Dann im Kopf wo mögliche Sätze zusammen gebaut werden. Antworten
Wen stört dieses Draufsetzen des Ich-Gedankens?
Wenn es als draufsetzen erkannt wurde, würde es Niemanden stören.
Kannst du wahrnehmen, dass alles Teil einer einzigen Bewegung ist?
Gibt es eine Grenze zwischen dir und aussen, zwischen dir und Leben/Sein?
Auf diese Fragen gibt es noch keine Antworten. Es braucht noch etwas Geduld
Gibt es etwas, was nicht einfach nur geschieht?
Ja, es geschieht.

Was sind Erfahrungen hier?
Die tiefe Prägung, verhalte Dich so wie man es erwartet und dann bist du gut. Erfüllst du nicht die Erwartung, dann bist du schlecht und wirst verlassen. Oder, tue dies oder jenes nicht, da die Erfahrung sagt, dass passiert dabei.
Diese Erfahrungen sind Gedanken.
Wo tauchen sie auf?
Oftmals in zwischenmenschlichen Beziehungen.
Gibt es etwas anderes als den Moment und die Erfahrung des Moments?
Nein, im Moment liegt Erfahrung des Momentes.

Gute Nacht oder besser guten Morgen

Frank

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Katinkah » Sat Jan 26, 2019 1:41 pm

Lieber Frank,

Berichte doch bitte, wie es dir damit geht und schreibe mir ein paar Beispiele.
......Diese Momente sind mir nicht unbekannt, da (fast) jeder Tag mit direktem Erfahren beginnt.
Sitzend auf festem Boden und in die Natur blickend.Ohne Benennung undBewertung der Dinge.
Oft bei einer Tätigkeit die ausgeführt wird, ohne Bewertung und Benennung.
Schöne Momente am Wasserhahn, kaltes Wasser fließt über die Hände.
Schön :-)
Kaltes Wasser fließt über die Hände - spüren
Das Wasser ist kalt - Gedanke
Das Rauschen des Wassers hören - hören
den Wasserhahn sehen - sehen

Das ist das Herunterbrechen der alltäglichen Erfahrungen auf das direkte Erleben.
Übe das so oft es geht.
Kalter Wind beim Fahrradfahren. Fingerkitzel, weil ich die Handschuhe nicht dabei hatte.
Der Duft von frisch, gesägtem Holz in der Nase.
Ist ein Ich notwendig, damit all das geschieht?

Was genau ist das, was Spannungen erzeugt?
Das mir keine Antwort über die Lippen kommen. Und man erwartet Antworten.
Dein Gegenüber stellt eine Frage. Dadurch wird eine Gedankenkette angeschoben, die den Gedanken „ICH sollte antworten“ enthält, der wiederum körperliche Empfindungen? auslöst. Die wiederum ein Etikett bekommen? (Angst, Unruhe usw.)

Wo ist da ein Ich? Der Gedanke „Ich sollte antworten“ ist da. Körperliche Empfindungen sind da.
Der etikettierende Gedanke ist da. Mehr ist da nicht, oder?
Wen stört dieses Draufsetzen des Ich-Gedankens?
Wenn es als draufsetzen erkannt wurde, würde es Niemanden stören.
Und wenn es nicht erkannt wird, wen stört es dann?

Gibt es eine Grenze zwischen dir und aussen, zwischen dir und Leben/Sein?
Auf diese Fragen gibt es noch keine Antworten. Es braucht noch etwas Geduld.
Gut :-)
Du hast in der Körperübung festgestellt (körperliche Empfindungen),dass es keine Grenze, kein Innen und Außen gibt.
Keine Grenze feststellbar, bei der Untersuchung des Tastsinns.

Richte deine Aufmerksamkeit heute, so oft es geht, auf Geräusche, versuche gedanklichen Interpretationen keine Aufmerksamkeit zu schenken.
Wähle ein Geräusch aus und untersuche....

Gibt es im hören das „Gehörte“ und einen „Hörer“ oder ist da nur das Geräusch und hören?
Gibt es ein „Innen“ und ein „Außen „ beim hören?
Wo ist die Grenze beim hören?



Gibt es etwas, was nicht einfach nur geschieht?
..........Ja, es geschieht.
Was sind Erfahrungen hier?
.........Die tiefe Prägung, verhalte Dich so wie man es erwartet und dann bist du gut. Erfüllst du nicht die Erwartung, dann bist .........du schlecht und wirst verlassen. Oder, tue dies oder jenes nicht, da die Erfahrung sagt, dass passiert dabei.
Diese tiefen Prägungen, Konditionierungen oder Glaubenssätze werden auch nach dem Durchschauen der Illusion noch auftauchen. Das Durchschauen ist der erste Schritt.

Wenn du immer wieder nachsiehst....gehören diese Prägungen usw. irgendjemandem?
Oder sind das einfach ablaufende körperliche Reaktionen?

Wo tauchen sie auf?
Oftmals in zwischenmenschlichen Beziehungen.
Ja. Und genau da lassen sie sich auch am Besten beobachten.
Gibt es etwas anderes als den Moment und die Erfahrung des Moments?
.........Nein, im Moment liegt Erfahrung des Momentes.
Und ist das Erfahren von Gedanken nicht auch das, was dann eben in diesem Moment erfahren wird?


Liebe Grüße,
Kerstin

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Re: Von Moment zu Moment

Postby Pulaster » Sat Jan 26, 2019 9:43 pm

Hallo Kerstin,
schön das es wieder Antworten auf deine hilfreichen Fragen gibt.

Ist ein Ich notwendig, damit all das geschieht?
Nein, irgendwie ist alles im Fluß.Es fließt und passiert.
Wo ist da ein Ich? Der Gedanke „Ich sollte antworten“ ist da. Körperliche Empfindungen sind da.
Der etikettierende Gedanke ist da. Mehr ist da nicht, oder?
Da gibt es kein Ich und mehr ist da auch nicht.
Und wenn es nicht erkannt wird, wen stört es dann?
Es gibt niemanden der erkennt oder dem es stört.

Zur Übung. Mich hat es an diesem Wochenende in eine große Stadt gebracht. Und Geräusche gibt es überall.
Gibt es im hören das „Gehörte“ und einen „Hörer“ oder ist da nur das Geräusch und hören?
Nur Geräusch.
Gibt es ein „Innen“ und ein „Außen „ beim hören?
Nein alles ist Geräusch.
Wo ist die Grenze beim hören?
Es gibt keine Grenze
Wenn du immer wieder nachsiehst....gehören diese Prägungen usw. irgendjemandem? 
Oder sind das einfach ablaufende körperliche Reaktionen? 
Nein, es gibt ja niemanden dem sie gehören. So sind es nur ablaufende Prozesse.
Und ist das Erfahren von Gedanken nicht auch das, was dann eben in diesem Moment erfahren wird?
Puhh, schon wieder ! Können Gedanken erfahren werden. Sie sind da. Doch hinken sie dem direkten Erfahren im Moment, hinterher.
Gibt es eine Grenze zwischen dir und aussen, zwischen dir und Leben/Sein?
Es ist noch etwas nebulös,doch taucht zwischendurch auch darüber eine Klarheit auf.
Kannst du wahrnehmen, dass alles Teil einer einzigen Bewegung ist?
Auch nur schemenhaft mit kurzen Klarheiten, besonders in menschenleeren Momenten.

In den Abend lächelnd

Frank

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Katinkah
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Re: Von Moment zu Moment

Postby Katinkah » Sun Jan 27, 2019 3:58 pm

Lieber Frank,

schön das es wieder Antworten auf deine hilfreichen Fragen gibt.

Ja, ich find's auch schön:-)

Ist ein Ich notwendig, damit all das geschieht?
............Nein, irgendwie ist alles im Fluß.Es fließt und passiert.

Eine befreiende Erkenntnis, oder?

Wo ist da ein Ich? Der Gedanke „Ich sollte antworten“ ist da. Körperliche Empfindungen sind da.
Der etikettierende Gedanke ist da. Mehr ist da nicht, oder?
......Da gibt es kein Ich und mehr ist da auch nicht. 
:-)
Und wenn es nicht erkannt wird, wen stört es dann?
............Es gibt niemanden der erkennt oder dem es stört.

Wie geht es dir mit dieser Erkenntnis? 

Gibt es im hören das „Gehörte“ und einen „Hörer“ oder ist da nur das Geräusch und hören?
.......Nur Geräusch.
Gibt es ein „Innen“ und ein „Außen „ beim hören?
......Nein alles ist Geräusch.
Wo ist die Grenze beim hören?
......Es gibt keine Grenze
Wunderbar :-)
Wenn du immer wieder nachsiehst....gehören diese Prägungen usw. irgendjemandem? 
Oder sind das einfach ablaufende körperliche Reaktionen? 
.......Nein, es gibt ja niemanden dem sie gehören. So sind es nur ablaufende Prozesse.
Ja.


Kannst du diese Prozesse kontrollieren?

Und ist das Erfahren von Gedanken nicht auch das, was dann eben in diesem Moment erfahren wird?
.....Puhh, schon wieder ! Können Gedanken erfahren werden. Sie sind da. Doch hinken sie dem direkten Erfahren im Moment, .....hinterher.

Ja :-). Ich bin da ein bisschen pingelig:-).

Diese Grübeleien und Gedankenkarusselle, wie du sie in deiner Vorstellung ganz am Anfang des Dialogs und auch zwischendurch beschrieben hast, sind mir nicht unbekannt. Die Natur der Gedanken zu erkennen und sich das immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, hat mir geholfen (und dir hilft es hoffentlich auch)


Schauen wir uns mal Entscheidungen an...


Stelle zwei Getränke, die du magst, in einem Glas oder einer Tasse nebeneinander vor dich auf den Tisch.

Schaue das eine Getränk an und denke über alle Vorteile und Nachteile dieses Getränks nach.

Dann schaue das andere Getränk an und überlege dir wieder alle Vorteile und Nachteile.

Dann schließe die Augen für eine halbe Minute.

Öffne sie wieder und greife zu einem Getränk.
Bitte lies die Fragen dazu erst nach der Übung.


......................................












Wie ist die Entscheidung gefallen, welches Getränk du in die Hand nimmst?

Wann ist der Gedanke....Ich habe mich für Getränk x entschieden .....aufgetaucht?

Hattest du die Kontrolle darüber, zu welchem Getränk du greifst?


Gibt es eine Grenze zwischen dir und aussen, zwischen dir und Leben/Sein?
............Es ist noch etwas nebulös,doch taucht zwischendurch auch darüber eine Klarheit auf.
Kannst du wahrnehmen, dass alles Teil einer einzigen Bewegung ist?
...........Auch nur schemenhaft mit kurzen Klarheiten, besonders in menschenleeren Momenten.

Gut :-)


Liebe Grüße,

Kerstin

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Pulaster
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Joined: Fri Jan 11, 2019 6:43 pm

Re: Von Moment zu Moment

Postby Pulaster » Mon Jan 28, 2019 1:18 am

Guten Morgen? Hallo Kerstin,
es ist wieder spät geworden, doch die Antworten kennen oft keine Zeit.


Wie geht es dir mit dieser Erkenntnis? 
Noch etwas holprig, doch im Grunde eine Mischung aus fest Verbundenem mit Allem und begleitet von alten Mustern.
Kannst du diese Prozesse kontrollieren?
Nein.
Wie ist die Entscheidung gefallen, welches Getränk du in die Hand nimmst?
Im Kopf wurden beide Getränke abgewägt, doch im Kopf viel keine Entscheidung, da es solchen es zu schwer War mit dem Kopf zu entscheiden. Die Augen öffneten sich und der Griff ging in die richtige Richtung.
Wann ist der Gedanke....Ich habe mich für Getränk x entschieden .....aufgetaucht?
Nachdem ich das Getränk festhielt.
Hattest du die Kontrolle darüber, zu welchem Getränk du greifst?
Hmm. Ich werde es nochmal prüfen, doch der Griff kam ohne zögern.

Einen schönen Tag, Kerstin.
Herzlichst

Frank


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