Kein Weg zurück

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Fri May 18, 2018 6:55 pm

„Ich sehe Apfel“
Es ist weicher, weniger kraftaufwendig, weniger bei längerem schauen kaum Grenze zum Objekt des Betrachtens – sprich somit auch zu mir.
Ich muss nichts tun um zu sehen.
Wie kommt es dass es weicher, weniger kraftaufwendig ist?
Was verändert sich in der Wahrnehmung?

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Fri May 18, 2018 10:31 pm

Das schauen ist passiver im Sinne von mehr geschehen lassen. Weniger Identifikation mit dem Wissen über den Gegenstand oder mit dem was ich glaube darüber zu wissen., unmittelbareres Sehen oder wahrnehmen, der betrachtete Gegenstand bleibt mehr in mir und wird weniger nach außen hin projiziert oder besser gesagt in mir wird dadurch etwas ausgedehnt.
Was ich sehe erhält mehr Klarheit. Es entsteht mehr Offenheit dem Gegenstand gegenüber, die Grenzen von mir und dem Gegenstand der Betrachtung sind fließender

ti

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Sat May 19, 2018 6:46 am

Was ich sehe erhält mehr Klarheit.
Untersuche:
"Ich sehe", oder "Sehen findet jetzt statt"?
Schau um dich herum - ist hier, jetzt, ein "Seher"?

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Sat May 19, 2018 10:07 am

Guten morgen
"Ich sehe", oder "Sehen findet jetzt statt"?
bei deiner Frage merke ich, dass es da wie einen kleinen Fight in mir gibt, wo eine „Instanz“ sehen will.
Und die Frage taucht auf wer oder was sieht denn, nimmt wahr. Die Frage nach dem Beobachter oder Instanz oder ich weiss nicht wie ich es nennen soll.
Und sehen eschieht
Schau um dich herum - ist hier, jetzt, ein "Seher"?
Wenn ich in die Wahrnehmung von “ …. wird gesehen“ eintauche, gibt nur etwas was wahrnimmt.
Und da merke „ich“, dass ich da was nicht verstehe und hänge.
Da setze ich die Wahrnehmung mit ich gleich. Anders kann ich es gerade nicht ausdrücken
Und merke das der Drang das durchschauen zu wollen weh tut und Traurigkeit hervorruft.

ti

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Sat May 19, 2018 10:25 am

Wenn ich in die Wahrnehmung von “ …. wird gesehen“ eintauche, gibt nur etwas was wahrnimmt.
etwas was wahrnimmt, oder Wahrnehmung dessen was ist? Was ist da?

Schau noch mal :-)

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Sat May 19, 2018 10:42 am

bei der Frage fange "ich" an zu weinen und
stelle fest, dass es Wahrnehmung dessen was ist, ist.

Fühle "mich" gerade sehr aufgeweicht.

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Sat May 19, 2018 11:46 am

Beobachte, lass dir Zeit und schreibe wenn dir danach ist :-)

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Sat May 19, 2018 6:47 pm

Hallo Joram
Da bin ich wieder

Es scheint ja nicht leicht zu sein, einfach nur wahrzunehmen was ist.

Da gibt es keine Begrenzung also ein etwas was wahrnimmt,
wobei der Faden nur sehr sehr dünn ist das zu fühlen und sich immer ein „etwas“ einschleichen will.

Heute Nachmittag hatte ich einen Job und ich habe mich gefragt,
Wer singt da gerade, wer legt die Reihenfolge fest, wer trifft die Töne und redet zwischen den Liedern mit den Menschen. Die Handlungen gehen so schnell, dass ich das in diesen Momenten nicht differenzieren kann. Und dann kommt der Zweifler – sprich Gedanken, die kritisieren wollen und schlecht machen wollen.
Das kriege ich jedoch mittlerweile ganz gut hin, dass das Gedanken sind, denen ich nicht mehr so leicht glauben schenke. Und wer denkt das und geht nicht mehr so leicht den Gedanken auf den Leim.
Das finde ich gerade verwirrend und zwischen den Ebenen wechselnd

Sind das jetzt wieder die selben Fragen nur anders verpackt
ti

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Sat May 19, 2018 8:29 pm

wer denkt das und geht nicht mehr so leicht den Gedanken auf den Leim.
Wieso muss es da ein "Wer" geben?

Es gibt viele Geschichten über den Weihnachtsmann. Gibt es deshalb ein Weihnachtsmann?
Es gibt Gedanken/Erleben. Wieso muss es deshalb ein „Denkender“/„Erlebender“ geben?

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Sun May 20, 2018 10:15 am

Wieso muss es da ein "Wer" geben?
Aber etwas nimmt doch wahr was ist, wenn es kein wer ist, was ist es dann. Mir schwirren die Worte Subjekt und Objekt durch den Kopf. Gott und Sohn. Ich bin nicht der Schöpfer sondern Geschöpf. Und bekomme da gerade nicht die „Trennung“ hin :_))))

Es gibt viele Geschichten über den Weihnachtsmann. Gibt es deshalb ein Weihnachtsmann?
Nein und ich frage mich warum es so einfach war diese Illusion aufzugeben. Vielleicht weil es dann auf einmal völlig klar war und ich es wusste.
Und das mit dem ICH ist wesentlich hartnäckiger.
Es gibt Gedanken/Erleben. Wieso muss es deshalb ein „Denkender“/„Erlebender“ geben?
Ich gehe immer noch von Sender und Empfänger aus.
Das gäbe es ja dann nicht? Dann wäre „ich“ ja alles und das ist so schwer vorstellbar geschweige denn erlebbar. Es kommt mir vor wie „blasphemie“ (hey sind das alte Strukturen.)

wache auf, stehe auf und schaue, wann es überhaupt ein ich bräuchte um
irgend etwas zu tun. Vielleicht hast Du noch mehr Hilfen, um in diese direkte Wahrnehmung zu kommen, das es wirklich kein Ich ist das hört sieht, riecht usw.

Du stehst an einer Wegkreuzung und du könntest rechts oder links gehen, wenn es nur Wahrnehmung ist und es keinen Denkenden und keinen Erlebenden gibt,
was und wie entscheidet, ob es rechts und links gehen soll.
Wie kommen diese Entscheidungen zustande?

Komme mir gerade total durcheinander vor und tausende Dinge gehen mir durch den Kopf.
Aber auch Gefühle, die im guten Sinne Achterbahn fahren und positiv durcheinander sind. Ich kann nicht so gut strukturiert schreiben, deshalb geht es hier ein wenig drunter und drüber, und springt hin und her.

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Sun May 20, 2018 10:35 am

Wieso muss es da ein "Wer" geben?
Aber etwas nimmt doch wahr was ist, wenn es kein wer ist, was ist es dann. Mir schwirren die Worte Subjekt und Objekt durch den Kopf. Gott und Sohn. Ich bin nicht der Schöpfer sondern Geschöpf.

1. Wenn „der Schöpfer“ allwertig ist, wie kann es sein, dass du nicht der Schöpfer bist?
2. Bedarf Wasser ein “Ich-Wasser“ um zu fließen? Wieso sollten Gedanken ein „Denker“ bedürfen?

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Sun May 20, 2018 11:41 pm

Wenn „der Schöpfer“ allwertig ist, wie kann es sein, dass du nicht der Schöpfer bist?


Ich habe es da eher mit der Überzeugung, dass ich eins mit ihm bin nicht getrennt und dennoch nicht die, die das ganze Rad des Lebens ins leben gerufen hat. Insofern bin ich auch Schöpferin. Durch ihn mit ihm und in ihm. Ich habe mir das Video angesehen, was Du unten als Signatur für Dich hast und ich bin gespannt was Du mir darauf antworten wirst., weil ich ja nach dem Video auch ich glaube die schwarze Katze finden zu wollen
Bedarf Wasser ein “Ich-Wasser“ um zu fließen? Wieso sollten Gedanken ein „Denker“ bedürfen?
Das finde ich ein schönes Bild mit dem Wasser. Wasser macht sich keine Gedanken über sich und ist einfach und fließt, steht oder läuft.
Gedanken kommen und gehen und ich kann nicht bestimmen welcher Gedanke kommt und wann er geht. Bei einem Gespräch sind es Gedanken die ich ausspreche oder Erfahrungen der Vergangenheit, die sich zu Meinungen oder Überzeugungen geformt haben? Ein Denker würde ja auch voraussetzen, dass der Denker Herr über die Gedanken ist. Etwas in mir glaubt das manchmal, wenn ich mir über bestimmte Themen Gedanken mache. Da wäre es dann wieder, die Illusion, dass ein ich sich Gedanken machen kann.

was mir gut gefällt, dass ich heute sehr oft durch die Gegend gegangen bin und mich gefragt habe
...... wird gesehen und dann die Phänomene fühle, die das auslöst udn im Wald mein Blick auf einmal klarer und weiter wurde. Gehe sowieso ein wneig achtsamer durch den Tag

Gruß
ti

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Mon May 21, 2018 5:55 am

dennoch nicht die, die das ganze Rad des Lebens ins Leben gerufen hat.
Lass diesen Gedanken fallen und schaue: Gibt es eine Trennung zwischen „Dir“ und „der Schöpfer“?

+++

Da wo es keine Katze gibt, gibt es keine Katze. Man kann nach der Katze suchen so lange man will...

Gibt es beim Denken ein „Denker“?

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Re: Kein Weg zurück

Postby tiger » Mon May 21, 2018 4:44 pm

Hallo Joram
Gibt es eine Trennung zwischen „Dir“ und „der Schöpfer“?
Wenn ich mich auf die direkte Erfahrung einlasse und sehr bewußt bin, dann kann ich keine Trennung spüren. In der Unbewußtheit und nicht Achtsamkeit erlebe ich mehr ein Gefühl von Getrenntsein. Es ist also immer ein Wechsel des Erlebens von mal Getrenntsein und nicht getrenntsein.
Wissen ist da, das sich nciht getrennt bin.
Gibt es beim Denken ein „Denker“?
Nein gibt es nicht. Die Gedanken tauchen auf und bleiben länger oder kürzer und sind dann wieder weg und werden durch andere abgelöst
Es ist wie beim sehen das es keinen Seher gibt sondern das die Gedanken wahrgenommen werden.

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Re: Kein Weg zurück

Postby Joram » Mon May 21, 2018 5:07 pm

Was fehlt dann?

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