Aufwachen

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Mika1978
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Aufwachen

Postby Mika1978 » Mon Aug 21, 2017 8:49 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Ein Teil von mir möchte das glauben und tut es auch, meine bisherige Lebenserfahrung hat mir dies auch bereits bestätigt. Ich möchte dies nicht nur glauben und mir wünschen, sondern erleben. Auch wenn es mir Angst macht. Und zugleich Vorfreude auslöst.


Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich habe in einem Artikel darüber gelesen und war fasziniert von der Idee und der Umsetzung. Vor allem die Begleitung durch einen erfahrenen Guide im Netz finde ich charmant. Ich möchte frei sein. Entgültig


Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Falls das damit gemeint ist: angefangen habe ich mit 14 Jahren im esoterischen Bereich (Tarot), mit 17 Jahren dann Einstieg in den Buddhismus, später Studium buddhistischer Texte, verschiedene Meditationsformen, diverse Heiltechniken, Engel, das Gesetz der Anziehung...ich war/bin Such-Süchtig. Ich will frei sein und habe viel probiert. Nichts hat lange und nachhaltig geholfen. Wirklich hilfreich finde ich bis heute nur Eckhart Tolle, die Lehren von Gangaji und Frank Kinslow. Wobei ich mich gerade frage: warum bin ich dann hier???


Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich habe die Hoffnung, dass durch die Fragen mein Prozess beschleunigt wird. Ehrliche Antwort. Ich kann es kaum noch abwarten, endlich frei zu sein.


Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
10/10

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pregunta
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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Tue Aug 22, 2017 9:18 am

Hey Mika,

soll ich dich so nennen? Willkommen bei liberationunleashed! Ich heiße Karin und werde dich hier begleiten, wenn das für dich ok ist ...

Befor wir starten, noch ein paar grundsätzliche Dinge:

1. Dies ist kein "normaler Dialog" im Wesentlichen geht es darum, dass ich dir Fragen stelle und Aufgaben gebe und du sie aus deiner direkten Erfahrung heraus beantwortest, schau jeweils, was du mit deinen fünf Sinnen dazu findest und welche Gedanken du beobachten kannst. Schau dabei jeweils ganz frisch und berufe dich nicht auf Gelesenes oder Erfahrungen, die du irgendwann oder während du mit Ilonas Buch gearbeitet hast, gemacht hast. Es ist wichtig, dass du hierbei in deinem eigenen Interesse 100% ehrlich bist.

2. Damit dein Prozess hier im Fluss bleibt, wäre es gut, wenn du möglichst jeden Tag antworten könntest. Wenn es mal nicht passen sollte oder mehr Zeit zum Indichgehen brauchst, sag einfach Bescheid.
Sind diese Punkte grundsätzlich in Ordnung für dich?

3. Bitte pack sämtliche spirituelle Lektüre für die Zeit dieses Prozesses beiseite. Das Gleiche gilt für spirituelle Praktiken. Es sei denn, du hast seit langem eine ganz regelmäßige Meditations- oder Yoga oder ähnliche Routine. Die sollte uns hier nicht stören.

Sind diese Punkte grundsätzlich okay für dich?

Wie die Zitierfunktion funktioniert, findest du bei in den allgemeinen Posts oben auf der deutschen Übersichtsseite.
Ich möchte dies nicht nur glauben und mir wünschen, sondern erleben. Auch wenn es mir Angst macht. Und zugleich Vorfreude auslöst.
Das ist eine wunderbare Startvoraussetzung. ... und das mit der Angst bekommen wir auch in Griff, sobald du dich etwas mit der Methode vertraut gemacht hast :))

Ich habe die Hoffnung, dass durch die Fragen mein Prozess beschleunigt wird. Ehrliche Antwort. Ich kann es kaum noch abwarten, endlich frei zu sein.

Was bedeutet frei sein für dich?
Wie wird sich der Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich dadurch verändern, was gleichbleiben?


Schreib dabei bitte auch die Erwartungen auf, die unterschwellig da sind, die du dir aber möglicherweise nur ungern zugestehen magst. Wenn der Prozess mal stockt, kann es sehr hilfreich sein, später darauf zurückzugreifen.

Liebe Grüße. Karin

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Mika1978
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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Tue Aug 22, 2017 1:39 pm

Liebe Karin!

Du kannst mich Monika nennen, das ist mein richtiger Name. Mika ist darin enthalten. :) Danke für deine schnelle Antwort.

Ich werde versuchen, jeden Tag zu schreiben.

Das mit der spirituellen Literatur und Praktiken weglassen fällt mir schwer um ehrlich zu sein. Geht der Prozess an dieser Stelle also schon für mich los? Ich lese derzeit "suche nichts und finde alles" von Frank Kinslow. Ich meditiere jeden Tag formal auf dem Kissen (platt gesagt Achtsamkeitsmeditation) und mache die Gewahrseins- Übungen aus dem Buch. Soll ich damit auch aufhören? Es tut mir gut und führt mich immer wieder in die Gegenwart.

1. Frei sein bedeutet für mich, mit allem was ist einverstanden zu sein. Auch mit meinem Widerstand gegen das, was ist. Ich möchte inneren Frieden erleben, unabhängig von dem, was um mich und in mir los ist. Ich will nicht mehr der Sklave meiner wechselnden Wünsche sein. Ich will im Jetzt leben, ganz wach sein. Freiheit fühlt sich körperlich weit, offen und freudig, leicht an.

2. Vielleicht ernüchternd oder gar erheiternd nach anfänglicher Angst? Vielleicht so banal, dass ich ihn gar nicht als besonders bemerke.

3. Ich wünsche mir, dass ich durch die Erkenntnis in die Freiheit komme (s.1.) und mich entsprechend fühle. Was bleibt gleich? Vielleicht sogar alles und es passiert gar nichts besonderes.

Unterschwellig will ich natürlich einfach glücklich sein und mich gut fühlen, stark sein, die Kontrolle über mich und das was mich bewegt haben. Weniger Konflikte mit anderen erleben und die Angst vor meinem Tod und meinem Verfall loswerden. Das war jetzt ganz ehrlich.

Viele Grüße,

Monika

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pregunta
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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Tue Aug 22, 2017 6:13 pm

Liebe Monika,
Das mit der spirituellen Literatur und Praktiken weglassen fällt mir schwer um ehrlich zu sein. Geht der Prozess an dieser Stelle also schon für mich los? Ich lese derzeit "suche nichts und finde alles" von Frank Kinslow. Ich meditiere jeden Tag formal auf dem Kissen (platt gesagt Achtsamkeitsmeditation) und mache die Gewahrseins- Übungen aus dem Buch. Soll ich damit auch aufhören? Es tut mir gut und führt mich immer wieder in die Gegenwart.
Gegen Achtsamkeitsmeditationen und Gewahrseinsübungen habe ich prinzipiell nichts, wenn dich das neben den Explorationen, die du von mir bekommst, nicht zu sehr stresst. Das Buch würde ich dich bitten, für die Zeit dieses Prozesses komplett wegzupacken, es wartet ganz sicher auf dich :))

Es macht einfach keinen Sinn, in zwei Prozessen gleichzeitig involviert zu sein oder dein Hirn mit neuen Konzepten zu füttern, während wir hier versuchen, Konzepte zu zerlegen, um zu schauen, was dahinter steckt. Auf das, was wir hier machen, solltest du dich voll und ganz einlassen können ...

1. Frei sein bedeutet für mich, mit allem was ist einverstanden zu sein. Auch mit meinem Widerstand gegen das, was ist. Ich möchte inneren Frieden erleben, unabhängig von dem, was um mich und in mir los ist. Ich will nicht mehr der Sklave meiner wechselnden Wünsche sein. Ich will im Jetzt leben, ganz wach sein. Freiheit fühlt sich körperlich weit, offen und freudig, leicht an.

Ich tue mich immer etwas schwer damit, hier mit den Erwartungen anderer umzugehen, da die Erfahrung letztlich bei jedem etwas ausfällt. Was ich dir allerdings ziemlich sicher sagen kann, ist, dass es auch nach dem Tor noch viele Situationen geben wird, in denen du möglicherweise nicht 100% achtsam und wach sein wirst. Es ist eben kein immerwährender neuer glücklicher Zustand, der erreicht wird, sondern ein Perspektivenwechsel, der vollzogen wird.
Das Leben behält sein volles Spektrum mit seinen Höhen und Tiefen, ... es ist die Sicht darauf, die sich verändert.
Wenn der Glaube an ein "Ich" verschwunden ist, können wir all das wahrnehmen und müssen es nicht mehr persönlich nehmen, ... und wir haben die Freiheit, darüber zu lachen :))

Jetzt, wo du sie niedergeschrieben hast, pack am besten deine Erwartungen beiseite. Je unvoreingenommener du an diesen Prozess rangehst, desto leichter wird es dir fallen.

Lass uns nun die Wahrnehmungskanäle schärfen:
Wo auch immer du jetzt gerade bist, schau dich einmal in Ruhe um. Kannst du sehen, wie Gedanken ganz automatisch alles zu benennen scheinen, was in unser Blickfeld gerät? Gegenstände, Farben, Formen, Materialien ... Ähnlich ist das mit Empfindungen und Geräuschen. Versuch mal, diese automatische Etikettier-Funktion zu verhindern. Geht das?

Die automatische Benennung ist eine sehr nützliche Funktion des Verstandes, die allerdings auch manchmal hinderlich sein kann.

Schau mal, ob zum Beispiel die Benennung eines Objektes, also, sagen wir z. B., der Begriff "Lampe" irgendwas mit dem Objekt an sich zu tun hat, auf das es verweist? Oder ist das Wort nur ein leeres Symbol? Mach das gleiche mal mit Farben, Formen. "Weiß" das Wort irgendetwas vom bezeichneten Objekt?
Stell dir vor, du wärst ein neugeborenes Baby, dass noch keine Sprache spricht, ... was würdest du dann im Raum wahrnehmen?


Ich bin gespannt :)

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Mika1978
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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Wed Aug 23, 2017 7:56 am

Hallo Karin,

also, ich habe die Übung von dir gemacht. Mein Verstand etikettiert fast augenblicklich alles, was er wahrnimmt. Manchmal passiert dann auch das: das Teil da ist ein Fenster, schmutzig, muss ich dringend putzen, keine Lust...Eine Kettenreaktion. Ich habe versucht, wie ein Baby in den Raum hier zu schauen und mir da dann eher der Raum zwischen den Dingen hier aufgefallen. Als eben "leerer Raum". Das andere habe ich als Formen wahrgenommen, die aber keinen Sinn für mich machen. Und so war alles andere zwischen den Formen für mich spannender.

Viele Grüße,

Monika

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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Wed Aug 23, 2017 10:28 am

Mein Verstand etikettiert fast augenblicklich alles, was er wahrnimmt. Manchmal passiert dann auch das: das Teil da ist ein Fenster, schmutzig, muss ich dringend putzen, keine Lust...Eine Kettenreaktion.
Ja, wir können gar nichts dagegen machen, dass Benennung passiert. Und alle möglichen anderen Gedankenketten laufen auch noch mit.

Ich habe versucht, wie ein Baby in den Raum hier zu schauen und mir da dann eher der Raum zwischen den Dingen hier aufgefallen. Als eben "leerer Raum". Das andere habe ich als Formen wahrgenommen, die aber keinen Sinn für mich machen. Und so war alles andere zwischen den Formen für mich spannender.
Auch ein spannendes Spiel :))

Jedoch schau noch etwas genauer, und betrachte die pure Erfahrung des Sehens. Werden tatsächlich Dinge wahrgenommen und Formen zwischen diesen? Wenn du nicht auf die Etiketten und Gedanken achtest, die beim Schauen auftauchen?

Als ein neugeborenes Baby, ohne Gedanken ... kannst du wirklich wissen, dass da ein Fenster ist, oder sind da einfach nur Farben?

Ist der Begriff "Fenster" mehr als eine Idee? Hat er irgendetwas mit der direkten Erfahrung des Gesehenen gemein?


Liebe Grüße!

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Mika1978
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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Thu Aug 24, 2017 8:25 am

Hallo Karin!

Also wenn ich mich umschaue mit den babyfrischen Augen, sehe ich natürlich kein "Fenster", sondern etwas, das heller ist, als das, was drum herum ist. Andere Farben, wobei ich ja auch keine Farbe bennen kann. Ich sehe Unterschiede in der Helligkeit und den den Formen. So ist Fenster nur ein Wort, was irgendwann durch die Benennung hinzu kommt. Vorher ist da eine Erfahrung, die anders ist, als das, was drumherum ist. Das Wort hat eigentlich nichts mit dem zu tun, was ich wahrnehme.

Viele Grüße,

Monika

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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Thu Aug 24, 2017 10:29 am

Liebe Monika,
Also wenn ich mich umschaue mit den babyfrischen Augen, sehe ich natürlich kein "Fenster", sondern etwas, das heller ist, als das, was drum herum ist. Andere Farben, wobei ich ja auch keine Farbe bennen kann. Ich sehe Unterschiede in der Helligkeit und den den Formen.
Genau, Farben, Helligkeiten, etc. sind ja letztlich auch Interpretationen dessen was ist. Es ist sogar so, dass Phänomene wie nah und fern ohne die Interpretation von Gedanken nicht wahrgenommen werden können ;))

So ist Fenster nur ein Wort, was irgendwann durch die Benennung hinzu kommt. Vorher ist da eine Erfahrung, die anders ist, als das, was drumherum ist. Das Wort hat eigentlich nichts mit dem zu tun, was ich wahrnehme.
Ja, Wort bzw. Gedanken laufen auf einer ganz anderen Ebene ab als direkte Wahrnehmung und haben mit dieser nichts gemein.


Lass nochmal eine Übung machen, die in die gleiche Richtung geht, sich jedoch anderer Sinne bedient und ein wenig tiefer geht. Es ist dabei wichtig, dass die Übung auch wirklich aktiv machst und dir nicht nur vorstellst, was passieren würde, wenn ....

Nimm dir dazu eine Frucht. Bevor du sie isst, beschreibe aus der Erinnerung den Geschmack der Frucht, ihre Textur, Farbe. Schreibe alles auf, wie dir dazu einfällt.

Danach iss die Frucht und beobachte währenddessen, was du dabei wahrnimmst.

Nun schaue auf deine geschriebenen Worte und stell dir zusätzlich vor, wie du die aktuelle Erfahrung beschreiben würdest.


Haben diese Beschreibungen in irgendeiner Form etwas mit der eigentlichen Erfahrung zu tun?

Wenn Worte/Gedanken dazu da sind, die Wirklichkeit zu beschreiben, können sie dann jemals im unmittelbaren Sinn "wahr" sein?


Dir einen schönen Tag!

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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Fri Aug 25, 2017 11:01 am

Hallo Karin,

ich habe die Übung mit einer Banane gemacht. Mir ist beim essen aufgefallen, dass die Erfahrung dabei noch mehr und anders als das wahr, was ich zuvor aufgeschrieben habe. Davon war einiges nicht in Worte zu fassen sondern eine sinnliche Erfahrung. Und die übliche Kettenreaktion (Gefühle, Gedanken lecker, aber was koche ich eigentlich heute etc.). Die Erfahrung beim Essen deckte sich nur zum Teil mit, dem was ich vorher aufgeschrieben hatte und ist kaum in Worte zu fassen. Die Worte beschreiben die Wirklichkeit also nur unvollständig.

Viele Grüße,

Monika

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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Fri Aug 25, 2017 1:46 pm

Sehr schön beobachtet, Monika,
ich habe die Übung mit einer Banane gemacht. Mir ist beim essen aufgefallen, dass die Erfahrung dabei noch mehr und anders als das wahr, was ich zuvor aufgeschrieben habe. Davon war einiges nicht in Worte zu fassen sondern eine sinnliche Erfahrung. Und die übliche Kettenreaktion (Gefühle, Gedanken lecker, aber was koche ich eigentlich heute etc.). Die Erfahrung beim Essen deckte sich nur zum Teil mit, dem was ich vorher aufgeschrieben hatte und ist kaum in Worte zu fassen. Die Worte beschreiben die Wirklichkeit also nur unvollständig.

die Beschreibung einer direkten Erfahrung deckt sich niemals komplett mit der tatsächlichen direkten Erfahrung ... und manche Erfahrungen können überhaupt nicht in Worte gefasst werden.
Jetzt schau dir mal einen Begriff an, der sich zu decken scheint. Nehmen wir z.B. süss, saftig, mürbe oder eine andere Zuschreibung.

Wie wir bereits gesehen haben, sind das im Prinzip alles Worte, also in sich leere Etiketten, die wir mit einer bestimmten Bedeutung in Verbindung setzen. Oder hat das Wort süß sonst irgendetwas mit der Geschmacksempfindung gemeinsam?

Wo ist die Verbindung zwischen diesem leeren Wort, also z.B. "süß" und der zugeordneten Erfahrung? Was ist das genau?

Schau dazu in der direkten Erfahrung nach und beschreibe, was du sehen kannst, hören, spüren, riechen, schmecken kannst ... und welche Gedanken du finden kannst.


Ich hoffe, die Aufgabenstellung ist klar, ansonsten frag gern nochmal nach ...

Liebe Grüße!

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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Sat Aug 26, 2017 9:36 am

Liebe Karin,

empfiehlst du, für die nächste Übung, die Frucht noch einmal zu essen? Sonst habe ich ja keine direkte Erfahrung, oder?

Viele Grüße,

Monika

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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Sat Aug 26, 2017 10:02 am

Hey Monika,

es ist im Prinzip egal, was du genau isst :))
Es geht mir im Wesentlichen um den Zusammenhang von Sinneserfahrungen und ihren Benennungen.
Du könntest z.B. auch ein Fell anfassen und das Ganze zum Thema "weich" machen o.ä.

Mir geht es bei diesen ganzen Übungen darum, das was wirklich unumstößlich da ist im Hier und Jetzt, also die unmittelbare direkte Erfahrung, von ihrer Interpretation zu unterscheiden, um zu schauen, ob diese gedanklichen Interpretationen "wahr" sein können.

Sonnige Grüße!

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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Sat Aug 26, 2017 11:10 am

Hallo Karin,

also, ich habe eben eine Decke berührt und dabei folgendes empfunden: Weichheit, aber auch Festigkeit (Struktur der Decke, Knötchen), ich habe Wolle gerochen, die Farbe beige melliert gesehen, und habe Frieden, Ruhe und Stille empfunden (das habe ich immer, wenn ich so fokussiert auf etwas bin).

Viele Grüße,

Monika

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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Sat Aug 26, 2017 2:02 pm

...und habe Frieden, Ruhe und Stille empfunden (das habe ich immer, wenn ich so fokussiert auf etwas bin).

Sehr schön, Monika, .... was ist denn anders, wenn du auf etwas fokussiert bist? Gibt es irgendetwas, was in diesem Moment zusätzlich da ist oder irgendetwas, was fehlt?

Liebe Grüße :))

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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Sun Aug 27, 2017 3:34 pm

Hallo Karin,

dann ist meine Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt und ich habe kaum noch Gedanken. Höchstens welche, die meine Erfahrung kommentieren wie "das ist hart, das fühlt sich gut an". Ich bn zufrieden, es ist für den Moment vollkommen.

Liebe Grüße,

Monika


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