ausschritt

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nadeloehr
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Re: ausschritt

Postby nadeloehr » Thu Dec 27, 2018 2:34 pm

hallo!

erzaehle gern und hoffe es kommt dabei verstaendliches heraus.

die veraenderung ist grosz, groeszer als vorgestellt.

es ist alles gleich aber gleichzeitig vollkommen anders.
gleich im sinne, dass gedanken noch da sind, es tauchen sogar gewisse altbekannte auf, gefuehle noch da sind, es ist alles da, aber das zentrum ist weg.
die gedanken und gefuehle gehoeren keinem, auch der koerper wird erfahren, aber von keinem. Sie sind einfach da, alles ist da, innen und auszen sind eins.

unmittelbarkeit ist da, eine gewisse rohheit, oder frische.
interessant ist kontakt mit anderen. eine art spontaneitaet im antworten, im kommunizieren, die wahrnehmung dessen, was gerade passiert im gesamten ist synchroner im sinne von: da ist das von den sinnen wahrgenommene, das, was jetzt passiert, die mimik, die stimme des anderen, der ton, die worte, das gesagte plus die bilder/gefuehle, die all das erzeugt, aber in einem, als eine wahrnehmung, die dann recht muehelos hier eine antwortwelle produziert.

immer wieder die beobachtung, dass eine art verliebtheit auftaucht, oder eine entzueckung ueber diese stille zwischen allem, in allem, drunter und drueber und nie woanders als hier. "woanders" gibt es nicht.

es scheint alles richtig zu sein. nicht als gegenteil von falsch. richtig eher im sinne von unanfechtbar, weil einfach da. und schoen und faszinierend als das was es ist, wie die position eines kaleidoscop-bildes. aber eben nur das. ein moment und im naechsten ist schon ein neues bild da.

das, was ist, spielt so muehelos mit sich selbst.

und das staunen hoert nicht auf. :-)

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Philo
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Re: ausschritt

Postby Philo » Thu Dec 27, 2018 5:58 pm

Hi

Ja das hört sich doch gut an :)

Hier das sind die abschlussfragen.

1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?

2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie du es jetzt gerade erlebst.

3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.

4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?

5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Wofür bist du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus deiner direkten Erfahrung.

6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?

Wenn da alles klar ist dann sind wir hier durch


Hat mir Spaß gemacht,es war eine Herausforderung ;)

Lg

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Re: ausschritt

Postby Philo » Thu Dec 27, 2018 5:58 pm

Punkt 3 kannst du auch gerne weglassen :)
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Re: ausschritt

Postby nadeloehr » Fri Dec 28, 2018 6:25 am

Ok,

los geht's:
) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
nein. gibt es nicht. gab es auch nie. (wird es auch wohl nie geben)
aber "gibt es nicht" muesste reichen um alles abzudecken.
2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie du es jetzt gerade erlebst.
so wie es jetzt wirkt, ist es eine nie auch nur ansatzweise hinterfragte annahme. ein axiom, aber nicht als solches wahrgenommen. aehnlich muss es gewesen sein als man glaubte die erde waere der mittelpunkt des universums.
sie funktioniert unhinterfragt, wie jede illusion.

als waeren gedanken vermittler und verkuender von wahrheit und wirklichkeit. statt dessen sind sie einfach ein teil von dieser. neben allem anderen. nicht als "erkenner" von allem.

und da "ich" eine vorstellung ist, ein gedanke, muss sich das erleben zwangslaeufig auf die gedankliche ebene fokussieren und verlagern um die illusion aufrechtzuerhalten.
diese ebene bekommt zu viel gewicht dadurch und wirkt bedeutender als sie ist.
) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
eine gewisse frustration hatte sich bereits aufgebaut. wie wenn ein haar auf der zunge gefuehlt wird, als stoerend empfunden, und die finger versuchen dann das haar zu fassen und fuchteln und fuchteln bis jemand sagt: gib die hand vom mund weg, das haar haengt an ihr und wird gefuehlt beim versuch es rauszunehmen.
die hand geht zur seite. endlich. kein haar mehr.
die frage, die letzte, "wer findet sich nicht?" war wie "gib doch die hand mal weg."
Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Wofür bist du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus deiner direkten Erfahrung.
entscheidung benoetigt einen entscheider, absicht wen, der beabsichtigt, freier wille, wille ueberhaupt, eine moeglichkeit etwas entschieden zu wollen, also sich einem wollen frei uebergeben zu koennen, wahl ist entscheidung in aktion, kontrolle eine spitze all dieser anderen vorstellungen mit zusaetzlichem bild eines subjekts, das objekten und anderen subjekten gegenuebersteht und ihnen seine uebergeordnete wahl aufzwingt.
aus etwas falschem kann vieles gefolgert werden.
so kann man auf der annahme es gaebe ein ich allerlei bauen. aber ohne taeter, kann es da kontrolle oder wahl oder willen geben?

tun passiert. das leben lebt sich. da ist keiner, der entscheiden koennte, dessen wille unfrei sein koennte.
traegt ein baum verantwortung fuer seine fruechte?

Möchtest Du noch etwas ergänzen?
da ist sooo viel dankbarkeit.
fuer dieses forum hier, fuer deine geduld, deine bereitschaft hierfuer.
danke!

ein rutsch ins neue jahr steht bevor.

gutes rutschen also!

(was auch immer das bedeuten mag.)

:-)

lg
das oehr

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Re: ausschritt

Postby Philo » Sun Dec 30, 2018 5:01 pm

Hi nadeloehr,

Wünsche dir auch ein gutes rutschen ;)

Ist bei dir alles in Ordnung? Noch Zweifel oder Unklarheiten?

Lg

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Re: ausschritt

Postby nadeloehr » Thu Jan 03, 2019 12:48 am

Hallo,

in ordnung waer vielleicht uebertrieben, da die momente recht ungeordnet wirken im gesamten, aber es wird wahrscheinlich eine phase der gewoehnung sein.

es kommen wiederholt gewisse unangenehme gefuehle hoch und verhaltensmuster laufen von selbst irgendwie.

manchmal ist es als ob sandkoerner im getriebe waeren.
nicht, dass alltaegliches nicht ablaufen wuerde, aber viele alte vorstellungen fallen weg langsam.

vorstellungen von glueck oder liebe, beziehungen zu anderen menschen. es ist so vieles einfach nur vorstellung.
und wozu so viele geschichten?

es ist insgesamt ein grundton da. vergleichbar mit dem eindruck des fallens im traum. ein bodenloses fallen.

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Re: ausschritt

Postby Philo » Sun Jan 06, 2019 3:50 am

Hi

Ja es ist eine gewisse Umstellung.

Unangenehme Gefühle und Verhaltensmuster können noch auftauchen. Es ist der Beginn nicht das Ende deines Erwachens.

Kannst du bei alldem jemanden ausfindig machen? Fehlt noch etwas? Musst du noch etwas suchen?

Wie geht es dir?

Lg

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