Wer von ich

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rosawolke
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Wer von ich

Postby rosawolke » Sun Sep 26, 2021 6:32 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Es ist für mich nicht vorstellbar, dennoch erfahre ich es manchmal. Es bedeutet das wegfallen von Identifizierung mit Gedanken, Körper, Rollen, ... obwohl dies nur wieder eine Vorstellung von mir ist. Es ist verrückt. Mir ist es sehr wichtig, nach einigen Jahren des verstehen wollens was für ein Sinn hinter allem steckt, doch noch die Wahrheit zu e

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich hab davon gehört und gelesen. War auch vor etlichen Jahren hier angemeldet, aber da bekam ich Angst und hatte viele ausreden abzubrechen. Nun ist es anders. Die Wahrheit ist das wichtigste, nicht mehr funktionieren, sondern leben.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? Es gab in meinem Leben einen Wendepunkt. Entweder Suizid oder alles muss von mir verändert werden. Ich hab mich für das zweite entschieden und hab mich auf eine spirituelle Suche begeben. Habe viele lehren gelesen und ausprobiert und weiss nun, ich will keinem Dogma folgen, ich will die Wahrheit erfahren, für den Rest meines Lebens. auch wenn das alles wieder bloße Vorstellung ist. Ich lache gern über mich und die Gedanken, wie sie so wichtig daher kommen. Und wie sie den Körper beeinflussen.
Ich schaffe es alleine nicht, die Wahrheit zu erkennen und bitte hier um Unterstützung.
Früher hätte ich auf diese Frage Seiten voller Antworten gehabt. Heute ist es einfacher zu antworten.

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Hinweise die mich erkennen lassen genauer hinzugehen und zu untersuchen, was ich bisher nur geglaubt habe. In letzter Konsequenz das erkennen was ich alles nicht bin und Erleuchtung. So die Erwartung ;-)

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Mina7777
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Re: Wer von ich

Postby Mina7777 » Wed Sep 29, 2021 6:45 pm

Hallo rosawolke,

mein Name ist Mina und ich begleite dich gerne bei dieser Untersuchung. Ist das ok für dich?
Darf ich dich mit rosawolke ansprechen?

Bei dieser Untersuchung geht es darum, immer wieder mit deinen 5 Sinnen nachzuschauen, was du findest.
Dazu werde ich dir Fragen stellen und Übungen mitgeben.
Dieses einfache Schauen, das "vor dem Nachdenken" kommt, ist es auch, das zu der Erkenntnis führt, dass es kein abgetrenntes, eigenständiges "Ich" gibt und niemals gab.

Weil dieses Schauen zwar sehr einfach, aber eben auch ungewohnt ist, bitte ich dich, es immer wieder in den Alltag einzubauen.
Außerdem wäre es gut, wenn du mir möglichst täglich, mindestens aber alle 2 Tage schreibst.
Sollte das einmal nicht möglich sein, dann gib mir bitte Bescheid.
Für die Untersuchung ist es wichtig, dass du vollkommen ehrlich bist.
Schreib also am besten frisch von der Leber weg :)

Lass bitte möglichst alle Philosophien, Bücher Videos und auch andere Threads im Forum und auch die App während deiner Untersuchung links liegen, und konzentriere dich voll und ganz nur auf die Fragen und Übungen hier.


Falls du es noch nicht getan hast, lies dir bitte die Infos unter den folgenden Links durch:

http://www.liberationunleashed.com/de/r ... auschluss/

(Haftungsausschluss)

http://www.liberationunleashed.com/de/uber/faq/

("was LU nicht ist")

Bitte bestätige mir kurz, dass du es gelesen hast!

...und damit das Lesen der Antworten einfacher wird, benutze bitte die Zitierfunktion. Wie diese funktioniert findest du hier:

viewtopic.php?f=18&t=6275


Außerdem bitte ich dich, unbedingt auf alle fett geschriebenen Fragen zu antworten.

Dann geht es auch schon los :)

Lass uns deine Erwartungen an diese Untersuchung etwas genauer unter die Lupe nehmen.
Dazu beantworte mir bitte folgende 4 Fragen:

1. Wie wird sich das Leben ändern, wenn die Ich-Illusion durchschaut ist?
2. Wie wirst du dich verändern?
3. Was wird danach anders sein?
4. Was fehlt jetzt?

Liebe Grüße
Mina

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rosawolke
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Re: Wer von ich

Postby rosawolke » Tue Oct 05, 2021 12:43 am

Liebe mina, herzlichen Dank, dass du mich begleitest. Ich freue mich sehr darüber mit deiner Unterstützung die Wahrheit zu "finden" :)
Bitte nenne mich ina (lustig, Mina ist mein Spitzname in der Familie).

zu den links die du mir geschickt hast: haftungsausschluss funktioniert nicht, hab ich aber schon vorher gelesen, 2. link hab ich gelesen und der link zitierfunktion funkt auch nicht.

ich schreibe dir jeden Tag und mache auch alles andere, bzw mache nicht, was du geschrieben hast:) freue mich drauf.
Am 12. Oktober fliege ich zurück nach Österreich und komme am 13. Oktober an. Ich weiss nicht, wie gutes Internet ich haben werde in dieser Zeit. Aber ich bemühe mich, mich immer zu melden.

Frage 1
Ich beschäftige mich mit dem Thema ich Illusion, Erleuchtung, ... schon sehr lange. Hatte auch eine 1 monatige ich-lose Erfahrung. Das ist mehrere Jahre her. Ich habe nur mehr Erinnerungen daran, aber davon habe ich mich völlig gelöst, denn diesen Zustand zu verlieren war damals heftig für mich. ändern wird sich wie ich mich und die Welt wahrnehme. Die Identifizierung mit Körper und Gefühlen, Mustern usw. fallen weg. Ich stelle mir vor, weniger zu leiden und jeden Moment zu genießen und die Wahrheit hinter all dem zu erkennen.

Frage 2
Ich stelle mir vor, dann zufriedener zu dein. niemandem mehr was nachzutragen und allen/allem mit gleichmut zu begegnen.

Frage 3
Meine Wahrnehmung von mir selbst und allen/allem um mich wird sich ändern. Mehr Vorstellungen dazu hab ich nicht, bzw das was ich oben schon geschrieben habe

Frage 4
Ich merke, wie ich oft mit den Gedanken in der Zukunft bin und nicht wahrnehmen, was um mich herum passiert. Ich reagiere oft auf Menschen und Situationen sehr emotional und verbaue mir so offen auf andere zuzugehen. Ich denke oft von mir selbst schlecht und fühle mich als Opfer der Welt und bin dann so arm. Das nervt mich an mir selbst sehr stark.

Liebe Grüße ina :)

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Mina7777
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Re: Wer von ich

Postby Mina7777 » Tue Oct 05, 2021 8:57 am

Hallo Ina,

Liebe mina, herzlichen Dank, dass du mich begleitest. Ich freue mich sehr darüber mit deiner Unterstützung die Wahrheit zu "finden" :)
Sehr gerne :)


Ganz oben auf der „Deutsch-Seite“ gibt es ein Fenster mit der Zitierfunktion.
Mach dich bitte noch damit vertraut, es gestaltet den Dialog übersichtlicher.

ich schreibe dir jeden Tag und mache auch alles andere, bzw mache nicht, was du geschrieben hast:) freue mich drauf.
Am 12. Oktober fliege ich zurück nach Österreich und komme am 13. Oktober an. Ich weiss nicht, wie gutes Internet ich haben werde in dieser Zeit. Aber ich bemühe mich, mich immer zu melden.
Alles klar, danke fürs Bescheid geben.



Weniger zu leiden und jeden Moment zu genießen…. das kann passieren, muss es aber nicht.
Es sind Vorstellungen. Sie stellen sich vor das, was tatsächlich da ist.
Für die Zeit dieser Untersuchung packe bitte alle diese Vorstellungen in eine rosa Wolke und lass sie ziehen.


Um die Ich-Illusion zu durchschauen, konzentrieren wir uns in diesem Prozess auf das, was ist.
Wenn ich dich frage, wie das Wetter gerade bei dir ist, hast du zwei Möglichkeiten, um darauf zu antworten.

1. Du kannst die Zeitung lesen, eine Wetter-App öffnen, jemanden fragen, etc..

oder

2. Du schaust aus dem Fenster und siehst selber nach, wie das Wetter gerade ist

100% sicher sein, kannst du nur, wenn du selber nachschaust. Siehst du das auch so?

Es ist wichtig, dieses einfache Schauen/Sehen von dem zu unterscheiden, was Gedanken erzählen.
Das ist DE - direkte Erfahrung.


Direkte Erfahrung ist

Sehen
Hören
Riechen
Schmecken
Fühlen
Gedanken (das Wahrnehmen der Gedanken, nicht ihr Inhalt!)


Hierzu gebe ich dir die erste Übung. Versuche sie so oft wie möglich in deinen Alltag zu integrieren.

Benenne deine Aktivitäten mit Sehen/Hören/Riechen/Schmecken/Fühlen/Denken.

Beispiele:

Kaffee trinken = Spüren, Riechen, Schmecken
Zeitung lesen = Denken, Sehen, Spüren
Geschirr spülen = Spüren, Hören

Wenn es dir möglich ist, sprich laut mit während deiner Aktivitäten („Sehen“ „Hören“ „Denken“,…) und gibt mir dann ein paar Beispiele und erzähle mir, wie es dir dabei ergangen ist.



Bin schon gespannt auf deine Antwort :)

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Re: Wer von ich

Postby rosawolke » Wed Oct 06, 2021 12:47 am

Servus Mina,
Hierzu gebe ich dir die erste Übung. Versuche sie so oft wie möglich in deinen Alltag zu integrieren.

Benenne deine Aktivitäten mit Sehen/Hören/Riechen/Schmecken/Fühlen/Denken.
Wenn ich die Übung mache, wie du sie erklärt hast, fällt mir auf, dass ich ja eigentlich immer alle Sinne im Gebrauch habe. Also mir fiel es anfangs schwer nicht bei jeder Tätigkeit alle Sinne aufzuschreiben. Gedanken sind fast immer da, ausser ich vertiefe mich zb im sehen oder in riechen. Aber auch wenn ich nicht esse, schmecke ich ja mit meinem Mund, …

Auf jeden Fall habe ich viele Beispiele gesammelt und habe die Übung den ganzen Tag über immer wieder gemacht.

Beispiele für DE heute:
- Regen vom Balkon aus: sehen, hören, riechen, fühlen, Gedanken
- telefonieren: hören, Gedanken
- im Zimmer sitzen und herum schauen: sehen, hören, riechen, fühlen, Gedanken
- Internet surfen: sehen, Gedanken (fühlen – Tastatur)
- mich im Spiegel ansehen: sehen, Gedanken (da habe ich bemerkt, wie die Gedanken meinen Gemütszustand beeinflusst haben)
- Zähne putzen: schmecken, fühlen
- essen: schmecken, sehen, fühlen, Gedanken

Mir ist dabei aufgefallen, wie wenig ich bisher auf manche Sinne geachtet habe, war spannend.

Was mir aufgefallen ist, wenn ich in meinen Körper „hineinschaue“, dass er grenzenlos ist.
Kannst du mir dabei helfen, wie ich damit umgehen soll? Das macht mir ganz schön zu schaffen, denn ich kann die Grenzen ja sehen, fühlen, …
Genau so wie mir aufgefallen ist, dass ich wenn ich durch meinen Körper gehe, die Aufmerksamkeit zb nicht in den Fuß geben kann, das ist nur eine Vorstellung, … das belastet mich auch sehr, weil ich total gewohnt bin das so zu machen, ...

liebe Grüße, Ina

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Re: Wer von ich

Postby rosawolke » Wed Oct 06, 2021 12:47 am

Servus Mina,
Hierzu gebe ich dir die erste Übung. Versuche sie so oft wie möglich in deinen Alltag zu integrieren.

Benenne deine Aktivitäten mit Sehen/Hören/Riechen/Schmecken/Fühlen/Denken.
Wenn ich die Übung mache, wie du sie erklärt hast, fällt mir auf, dass ich ja eigentlich immer alle Sinne im Gebrauch habe. Also mir fiel es anfangs schwer nicht bei jeder Tätigkeit alle Sinne aufzuschreiben. Gedanken sind fast immer da, ausser ich vertiefe mich zb im sehen oder in riechen. Aber auch wenn ich nicht esse, schmecke ich ja mit meinem Mund, …

Auf jeden Fall habe ich viele Beispiele gesammelt und habe die Übung den ganzen Tag über immer wieder gemacht.

Beispiele für DE heute:
- Regen vom Balkon aus: sehen, hören, riechen, fühlen, Gedanken
- telefonieren: hören, Gedanken
- im Zimmer sitzen und herum schauen: sehen, hören, riechen, fühlen, Gedanken
- Internet surfen: sehen, Gedanken (fühlen – Tastatur)
- mich im Spiegel ansehen: sehen, Gedanken (da habe ich bemerkt, wie die Gedanken meinen Gemütszustand beeinflusst haben)
- Zähne putzen: schmecken, fühlen
- essen: schmecken, sehen, fühlen, Gedanken

Mir ist dabei aufgefallen, wie wenig ich bisher auf manche Sinne geachtet habe, war spannend.

Was mir aufgefallen ist, wenn ich in meinen Körper „hineinschaue“, dass er grenzenlos ist.
Kannst du mir dabei helfen, wie ich damit umgehen soll? Das macht mir ganz schön zu schaffen, denn ich kann die Grenzen ja sehen, fühlen, …
Genau so wie mir aufgefallen ist, dass ich wenn ich durch meinen Körper gehe, die Aufmerksamkeit zb nicht in den Fuß geben kann, das ist nur eine Vorstellung, … das belastet mich auch sehr, weil ich total gewohnt bin das so zu machen, ...

liebe Grüße, Ina

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Re: Wer von ich

Postby rosawolke » Wed Oct 06, 2021 12:47 am

Servus Mina,
Hierzu gebe ich dir die erste Übung. Versuche sie so oft wie möglich in deinen Alltag zu integrieren.

Benenne deine Aktivitäten mit Sehen/Hören/Riechen/Schmecken/Fühlen/Denken.
Wenn ich die Übung mache, wie du sie erklärt hast, fällt mir auf, dass ich ja eigentlich immer alle Sinne im Gebrauch habe. Also mir fiel es anfangs schwer nicht bei jeder Tätigkeit alle Sinne aufzuschreiben. Gedanken sind fast immer da, ausser ich vertiefe mich zb im sehen oder in riechen. Aber auch wenn ich nicht esse, schmecke ich ja mit meinem Mund, …

Auf jeden Fall habe ich viele Beispiele gesammelt und habe die Übung den ganzen Tag über immer wieder gemacht.

Beispiele für DE heute:
- Regen vom Balkon aus: sehen, hören, riechen, fühlen, Gedanken
- telefonieren: hören, Gedanken
- im Zimmer sitzen und herum schauen: sehen, hören, riechen, fühlen, Gedanken
- Internet surfen: sehen, Gedanken (fühlen – Tastatur)
- mich im Spiegel ansehen: sehen, Gedanken (da habe ich bemerkt, wie die Gedanken meinen Gemütszustand beeinflusst haben)
- Zähne putzen: schmecken, fühlen
- essen: schmecken, sehen, fühlen, Gedanken

Mir ist dabei aufgefallen, wie wenig ich bisher auf manche Sinne geachtet habe, war spannend.

Was mir aufgefallen ist, wenn ich in meinen Körper „hineinschaue“, dass er grenzenlos ist.
Kannst du mir dabei helfen, wie ich damit umgehen soll? Das macht mir ganz schön zu schaffen, denn ich kann die Grenzen ja sehen, fühlen, …
Genau so wie mir aufgefallen ist, dass ich wenn ich durch meinen Körper gehe, die Aufmerksamkeit zb nicht in den Fuß geben kann, das ist nur eine Vorstellung, … das belastet mich auch sehr, weil ich total gewohnt bin das so zu machen, ...

liebe Grüße, Ina

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Re: Wer von ich

Postby rosawolke » Wed Oct 06, 2021 12:47 am

Servus Mina,
Hierzu gebe ich dir die erste Übung. Versuche sie so oft wie möglich in deinen Alltag zu integrieren.

Benenne deine Aktivitäten mit Sehen/Hören/Riechen/Schmecken/Fühlen/Denken.
Wenn ich die Übung mache, wie du sie erklärt hast, fällt mir auf, dass ich ja eigentlich immer alle Sinne im Gebrauch habe. Also mir fiel es anfangs schwer nicht bei jeder Tätigkeit alle Sinne aufzuschreiben. Gedanken sind fast immer da, ausser ich vertiefe mich zb im sehen oder in riechen. Aber auch wenn ich nicht esse, schmecke ich ja mit meinem Mund, …

Auf jeden Fall habe ich viele Beispiele gesammelt und habe die Übung den ganzen Tag über immer wieder gemacht.

Beispiele für DE heute:
- Regen vom Balkon aus: sehen, hören, riechen, fühlen, Gedanken
- telefonieren: hören, Gedanken
- im Zimmer sitzen und herum schauen: sehen, hören, riechen, fühlen, Gedanken
- Internet surfen: sehen, Gedanken (fühlen – Tastatur)
- mich im Spiegel ansehen: sehen, Gedanken (da habe ich bemerkt, wie die Gedanken meinen Gemütszustand beeinflusst haben)
- Zähne putzen: schmecken, fühlen
- essen: schmecken, sehen, fühlen, Gedanken

Mir ist dabei aufgefallen, wie wenig ich bisher auf manche Sinne geachtet habe, war spannend.

Was mir aufgefallen ist, wenn ich in meinen Körper „hineinschaue“, dass er grenzenlos ist.
Kannst du mir dabei helfen, wie ich damit umgehen soll? Das macht mir ganz schön zu schaffen, denn ich kann die Grenzen ja sehen, fühlen, …
Genau so wie mir aufgefallen ist, dass ich wenn ich durch meinen Körper gehe, die Aufmerksamkeit zb nicht in den Fuß geben kann, das ist nur eine Vorstellung, … das belastet mich auch sehr, weil ich total gewohnt bin das so zu machen, ...

liebe Grüße, Ina

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Mina7777
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Re: Wer von ich

Postby Mina7777 » Wed Oct 06, 2021 7:49 am

Hallo Ina!

Wenn ich die Übung mache, wie du sie erklärt hast, fällt mir auf, dass ich ja eigentlich immer alle Sinne im Gebrauch habe. Also mir fiel es anfangs schwer nicht bei jeder Tätigkeit alle Sinne aufzuschreiben. Gedanken sind fast immer da, ausser ich vertiefe mich zb im sehen oder in riechen. Aber auch wenn ich nicht esse, schmecke ich ja mit meinem Mund, …

schön beobachtet :)

Mir ist dabei aufgefallen, wie wenig ich bisher auf manche Sinne geachtet habe, war spannend.

Auf was wird dann geachtet, wenn nicht auf die Sinne? Kannst du das sehen?
Dazu werden wir später noch ausführlicher kommen.

Mach die Benennung der Aktivitäten ruhig immer wieder. Diese Übung bildet eine wichtige Grundlage für alles Weitere.

Was mir aufgefallen ist, wenn ich in meinen Körper „hineinschaue“, dass er grenzenlos ist.
Kannst du mir dabei helfen, wie ich damit umgehen soll? Das macht mir ganz schön zu schaffen, denn ich kann die Grenzen ja sehen, fühlen, …

Kannst du die Grenzen wirklich sehen oder fühlen?
Hierzu habe ich eine schöne Übung für dich.


Körperübung

Finde einen ruhigen Ort und eine ruhige Zeit.
Lege dich hin, schließe die Augen und entspanne dich. Entspannung. Und Freude an der Übung! Gedanken mögen die Situation vielleicht beschreiben als "Ich liege hier" oder "Mein Körper liegt hier" oder "Ein Körper liegt hier auf einem Sofa". Aber kannst du diese beschreibenden Gedanken für die Dauer der Übung ausblenden und in einer entspannten Art und Weise nur Empfindung betrachten? Gedanken mögen vielleicht sagen, dass da ein angenehmer Druck ist am Rücken. Aber nur auf Empfindung achtend, woher wüsstest du etwas von "Druck" oder "Rücken"?

Wenn du dort angekommen bist, betrachte bitte folgende Fragen:
Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?
Nur im Spüren, weißt du wieviel Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau? Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Fehlt irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
Ist da ein Körper, der wahrnimmt oder wird der Körper wahrgenommen?
Hat Wahrnehmung einen bestimmten Ort?


Beantworte bitte jede Frage einzeln.
Viel Spaß dabei!

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rosawolke
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Re: Wer von ich

Postby rosawolke » Thu Oct 07, 2021 5:34 am

Hola und einen schönen Tag Mina :-)
Auf was wird dann geachtet, wenn nicht auf die Sinne? Kannst du das sehen?
Mir ist aufgefallen, dass ich mit den Gedanken beschäftigt bin, wenn ich nicht aktiv auf meine Sinne achte. Das geht irgendwie ganz automatisch. Aber warum das so ist, weiss ich nicht. Je mehr ich aber auf meine Sinne achte, desto weniger bin ich bei den Gedanken.
Kannst du die Grenzen wirklich sehen oder fühlen?
Die Grenze des Körpers kann ich mit den Sinnen wahrnehmen. Oder wenn ich die Zehen bewege, dann kann ich sie auch zählen, oder wenn ich sie sehe, …
Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Dabei hatte ich schon die ersten Schwierigkeiten. Wenn ich so daliege und den Körper in entspanntem Zustand von innen fühle, ist da nur Raum ohne Grenzen. Das scheint auch ok für mich zu sein, denn da ist keine Angst oder so. Wenn ich dann aber fühlen will, wie weit dieser Raum ist, kommt Angst auf. Ich habe aber keine Grenzen entdecken können.
Spannend war, dass ich die Grenzenlosigkeit des Körpers nicht überall gleich „einfach“ wahrnehmen konnte. Bei den Gliedmaßen war es einfacher, beim Kopf fiel es mir sehr schwer meine Vorstellungen los zu lassen. Mir fiel auf, dass die Grenzen des Körpers nur eine Vorstellung ist. Ich sehe ja, wie er aussieht und habe davon eine Vorstellung, wenn ich die Augen schließe.
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Gewicht und Umfang vom Körper konnte ich nicht wahrnehmen. Da war nur Raum, oder so was, …
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Gestalt oder Form hat der Körper dann nicht. Ich habe dann auch kein Gefühl, wo grad meine Hand ist oder wie der Fuß grade liegt.
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung hab ich keine wahrgenommen. Anfangs wohl noch den Druck der Kleidung auf der Haut gespürt, aber das machte keinen Unterschied. Da war ein Gefühl, jedoch in der Wahrnehmung grade nicht relevant.
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?
nein, da gibt es keine Grenze, es ist alles einfach nur Raum. Ich verwende das Wort "Raum" nur deshalb immer wieder, weil ich sonst kein Wort kenne, das ich sonst benutzen könnte :-)
Nur im Spüren, weißt du wieviel Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?
Zehen habe ich gar keine wahrgenommen. Ohne Bewegung oder Sehen des Fußes, war da nichts.
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau? Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
Ein Innen oder Außen gibt es nicht. Oder ich verstehe die Frage glaube ich nicht :-)
Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Das Wort Körper weist nur auf etwas hin, dass irgendwie gar nicht wirklich da zu sein scheint, wenn ich die Augen schließe und mich nicht bewege. Das gruselige daran ist, dass es nichts in mir auslöst. Das bedeutet, dass ich das alles trotz der unmittelbaren Erfahrung nicht wirklich ernst nehme. Da ist offensichtlich kein Körper, dennoch macht es nichts mit mir, …
Fehlt irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
Nein, es fehlt nichts. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil ich nicht weiss, was das alles bedeuten soll.
Ist da ein Körper, der wahrnimmt oder wird der Körper wahrgenommen?
Es ist da kein Körper, auch keine Sinne, … ich begreife nicht, was das bedeutet.
Hat Wahrnehmung einen bestimmten Ort?
Bei dieser Frage tue ich mir besonders schwer. Nein Wahrnehmung hat keinen bestimmten Ort, bzw. ich habe da was übersehen, … ich kann das alles nicht einordnen.

Das alles macht mich verwirrt. Ich sehe in den Spiegel und sehe mich. Dann mache ich die Augen zu und da ist kein Körper. Was soll das bedeuten?

Gute Nacht bzw. guten Morgen und sonnige Grüße, Ina

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Mina7777
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Re: Wer von ich

Postby Mina7777 » Thu Oct 07, 2021 12:02 pm

Hallo Ina,


Mir ist aufgefallen, dass ich mit den Gedanken beschäftigt bin, wenn ich nicht aktiv auf meine Sinne achte. Das geht irgendwie ganz automatisch. Aber warum das so ist, weiss ich nicht. Je mehr ich aber auf meine Sinne achte, desto weniger bin ich bei den Gedanken.
Genau, das geht ganz automatisch. Oder kannst du in direkter Erfahrung jemanden finden, der die Aufmerksamkeit mal auf die Sinne und mal auf die Gedanken richtet?

Die Grenze des Körpers kann ich mit den Sinnen wahrnehmen. Oder wenn ich die Zehen bewege, dann kann ich sie auch zählen, oder wenn ich sie sehe, …
Schließe nochmals deine Augen und konzentriere dich auf das reine Spüren.
Jetzt bewege deine Zehen.
Kannst du sie wirklich zählen?
Woher weißt du, wie viele Zehen da sind?



nein, da gibt es keine Grenze, es ist alles einfach nur Raum. Ich verwende das Wort "Raum" nur deshalb immer wieder, weil ich sonst kein Wort kenne, das ich sonst benutzen könnte :-)
Sehr schön.
Du hast das Wort „Raum“ verwendet. Und jetzt pack auch noch das Wort „Raum“ in eine rosa Wolke und lass es ziehen.
Dann konzentriere dich nochmal ganz aufs Spüren.
Gibt es jetzt noch einen Raum? Oder ist da einfach nur Spüren?


Es ist da kein Körper, auch keine Sinne, … ich begreife nicht, was das bedeutet.
:) Sei beruhigt, es geht hier nicht ums Begreifen.
Wir konzentrieren uns jetzt erstmal immer wieder auf die direkte Erfahrung.
Alles Weitere wird sich dann Stück für Stück klären.


Im Laufe dieser Untersuchung können Unsicherheiten oder Ängste hochkommen. Das ist ganz normal. Wenn es dir zu schnell geht oder zu heftig wird, dann gib mir Bescheid und wir schalten einen Gang runter und schauen uns das in Ruhe an.
Wenn das nächste Mal so etwas wie Angst da ist, dann schau wie ein neugieriger Wissenschaftler hin.
Was genau von "Angst" ist zu hören, spüren, sehen?




Das alles macht mich verwirrt. Ich sehe in den Spiegel und sehe mich. Dann mache ich die Augen zu und da ist kein Körper. Was soll das bedeuten?
Dann nehmen wir jetzt das „Sehen“ mal etwas genauer unter die Lupe.

Die meisten Menschen denken und fühlen, dass sie eine Entität, ein selbständiges Wesen sind, das die Dinge wahrnimmt.
Das wird offensichtlich in solchen Aussagen wie „Ich sehe eine Hand“.
Hier gibt es drei Behauptungen, die wir jetzt untersuchen können.

das „Ich“, das die Hand sieht
das „Sehen“, das das Ich macht
die „Hand“, die vom Ich gesehen wird


Soweit klar, oder? Lass uns das untersuchen.

Nimm dir einen Moment, wo du ungestört und entspannt sein kannst. Dann nimm ein Objekt, z.B. deine Hand, und schaue es an.
Dann beantworte die folgenden Fragen aus der direkten Erfahrung:

Kannst du ein Ich finden, welches sieht oder Sehen macht?
Kannst du Augen oder irgendetwas anderes finden, das sieht?
Machst du die Erfahrung, dass ein gesehenes Objekt (Hand) in einen Ort im Kopf wandert, wo es wahrgenommen wird?

Dann gehe mit der Aufmerksamkeit zu der Erfahrung, die „Sehen“ genannt wird, und danach zu dem „gesehenen Ding“ (Hand). „Schalte ein paar Mal hin und her, also zwischen dem „Sehen“ und dem „Gesehenen“, und beantworte (ohne viel nachzudenken :))

Findest du einen Unterschied zwischen dem Gesehenen und dem Sehen?
Wäre es richtig zu sagen, dass es eigentlich die selbe Erfahrung ist?

Wie denkst du jetzt über diese Aussage „Ich sehe eine Hand“?
Ist das zutreffend? Ist es deine Erfahrung?
Wenn es nicht deine Erfahrung ist, wie würdest du das beschreiben, was erfahren wird?

Freue mich schon auf deine Antworten :)

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rosawolke
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Re: Wer von ich

Postby rosawolke » Thu Oct 07, 2021 9:51 pm

Servus Mina!

Mit den Körperübungen tu ich mir heute sehr schwer. Andauernd sind da Gedanken und Vorstellungen, da fällt es mir schwer länger davon wegzukommen.
Kannst du sie wirklich zählen?
Woher weißt du, wie viele Zehen da sind?
Ich weiss nur, wie viele Zehen ich habe, wen ich nachzähle. Rein durch Fühlen und Bewegen weiss ich es nicht.
Gibt es jetzt noch einen Raum? Oder ist da einfach nur Spüren?
Es ist schwierig mit den Worten. Ich versuche es zu beschreiben. Raum ist auch nur ein Wort, so wie Körper. Es weist auf etwas hin. Aber das Wort „fühlen“ trifft es auch nicht. Da ist nichts, obwohl dieses Wort auch schwierig ist.
Kannst du ein Ich finden, welches sieht oder Sehen macht?
Da ist nichts, das die Hand sieht. Ich „suche“ danach, aber da ist nur nichts.
Bei dieser Übung tu ich mir auch schwer, denn ich weiss nicht, wie ich danach „suchen“ soll. Früher habe ich dann die „Aufmerksamkeit“ dorthin gegeben, aber das gibt es auch nicht. Ich weiss nicht, ob ich alles so richtig mache, oder etwas übersehe.
Kannst du Augen oder irgendetwas anderes finden, das sieht?
Wenn ich den Körper spüre, wird nach einigen Minuten klar, dass da nichts ist. Beim Kopf ist das schwieriger. Ich fühle in den Kopf hinein und kann die ganze Zeit die Augen fühlen. Ich fühle wie sie zucken, usw. Die Augen sehen, aber da ist sonst nichts, was etwas damit macht. Das Gesehene ist dann weg.
Machst du die Erfahrung, dass ein gesehenes Objekt (Hand) in einen Ort im Kopf wandert, wo es wahrgenommen wird?
Nein. Das gesehene Objekt ist dann weg, wenn die Augen zu sind.
Findest du einen Unterschied zwischen dem Gesehenen und dem Sehen?
Wäre es richtig zu sagen, dass es eigentlich die selbe Erfahrung ist?
Ich verstehe die Frage nicht. Es ist eigentlich gleichgültig, ob Gesehenes oder Sehen. Es ist in dem Moment auch schon wieder vorbei. Ja, es ist die selbe Erfahrung. Es wurde gesehen und fertig.
Wie denkst du jetzt über diese Aussage „Ich sehe eine Hand“?
Oh Mann, jetzt fange ich echt an total zu verzweifeln. „Ich sehe die Hand“ bedeutet nun etwas anderes. Es wird gesehen. Aber da ist niemand der das macht, es passiert. Das ist jetzt sehr schräg, dass ich das so fühle, denn ich fühle mich ja noch da.
Es ist, als ob „ich“ zu sagen einfach eine Gewohnheit ist, etwas nie überprüftes und doch bin ich da.

Im normalen Alltag, zb wenn ich die Übung mache mit den Sinnen, glaube ich automatisch auch wieder, dass ich das alles mache.

Ich hoffe ich hab mich verständlich ausgedrückt.

Herzlichen Dank für deine Unterstützung, ich bin so dankbar, dass du mich begleitest.

Viele Grüße Ina

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Re: Wer von ich

Postby Mina7777 » Fri Oct 08, 2021 10:18 am

Hallo Ina!

Mit den Körperübungen tu ich mir heute sehr schwer. Andauernd sind da Gedanken und Vorstellungen, da fällt es mir schwer länger davon wegzukommen.
Du machst das schon sehr gut! :)
Nimm es ganz leicht und freue dich, wenn gesehen wird, dass eben gerade Gedanken da sind.

Ich weiss nur, wie viele Zehen ich habe, wen ich nachzähle. Rein durch Fühlen und Bewegen weiss ich es nicht.
Genau. Du weißt nur, wieviele Zehen du hast, wenn du nachzählst.
Ich bohre jetzt nochmals etwas tiefer: Wie schaut „Nachzählen“ in direkter Erfahrung aus?

Es ist schwierig mit den Worten. Ich versuche es zu beschreiben. Raum ist auch nur ein Wort, so wie Körper. Es weist auf etwas hin. Aber das Wort „fühlen“ trifft es auch nicht. Da ist nichts, obwohl dieses Wort auch schwierig ist.
Ja :)
Wir brauchen Worte, um diesen Dialog zu führen. Aber wir versuchen die direkte Erfahrung auf den einfachsten Nenner herunterzubrechen, hier also Spüren/Fühlen.
Hat der Gedanke „Raum“ irgendetwas mit dem Gespürten gemein?
Oder ist da einfach nur „Spüren“ und dann kommt ein Gedanke „Raum“?

Da ist nichts, das die Hand sieht. Ich „suche“ danach, aber da ist nur nichts.
Bei dieser Übung tu ich mir auch schwer, denn ich weiss nicht, wie ich danach „suchen“ soll. Früher habe ich dann die „Aufmerksamkeit“ dorthin gegeben, aber das gibt es auch nicht. Ich weiss nicht, ob ich alles so richtig mache, oder etwas übersehe.
Schau einfach immer wieder, was direkt erfahren wird. Das ist es, was da ist.


Wenn ich den Körper spüre, wird nach einigen Minuten klar, dass da nichts ist. Beim Kopf ist das schwieriger. Ich fühle in den Kopf hinein und kann die ganze Zeit die Augen fühlen. Ich fühle wie sie zucken, usw. Die Augen sehen, aber da ist sonst nichts, was etwas damit macht. Das Gesehene ist dann weg.
Fühlst du wirklich „Augen“?
Fühlst du wie „Augen zucken“?

Konzentriere dich nur aufs Spüren, ohne auf das zu hören, was Gedanken sagen.
Wenn Gedanken kommen, registriere einfach „Gedanken“ und komm zurück zum Spüren.

Oh Mann, jetzt fange ich echt an total zu verzweifeln. „Ich sehe die Hand“ bedeutet nun etwas anderes. Es wird gesehen. Aber da ist niemand der das macht, es passiert. Das ist jetzt sehr schräg, dass ich das so fühle, denn ich fühle mich ja noch da.
Es ist, als ob „ich“ zu sagen einfach eine Gewohnheit ist, etwas nie überprüftes und doch bin ich da.
Da ist dieses Gefühl von Lebendigkeit/Gegenwärtigkeit, ja!
Aber gibt es deshalb auch ein getrenntes Ich?

Achte mal bitte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du die folgenden Sätze liest:

Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben - auch nicht jetzt genau in diesem Moment.
Da ist kein Ich, das hier diese Sätze liest und versteht.
Das Ich ist eine Illusion, ein unbeweisbarer Gedankeninhalt.
Es gibt nur Prozesse, die passieren, aber niemandem gehören.
Da ist niemand, der über irgendetwas eine Kontrolle hat, nur Leben, das sich entfaltet.


Berichte mal, was sich bei diesen Sätzen alles so zeigt! :)

Herzlichen Dank für deine Unterstützung, ich bin so dankbar, dass du mich begleitest.
sehr sehr gerne :)

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rosawolke
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Re: Wer von ich

Postby rosawolke » Sat Oct 09, 2021 5:23 am

Hola Mina,
Wie schaut „Nachzählen“ in direkter Erfahrung aus?
Hat der Gedanke „Raum“ irgendetwas mit dem Gespürten gemein?
Oder ist da einfach nur „Spüren“ und dann kommt ein Gedanke „Raum“?
Nachzählen sind dann Gedanken, die kommen. Genau so ist es beim Bennen von etwas wie zb. „Raum“. Das ist nur ein Gedanke. Es ist einfach nur „Spüren“ da und dann kommt der Gedanke, der es beschreibt bzw der dann aus der Erfahrung oder dem Gelernten heraus ein Wort dafür findet.
Fühlst du wirklich „Augen“?
Fühlst du wie „Augen zucken“?
Ich fühle etwas. Das Wort „Augen“ ist wieder nur ein Gedanke dazu. Das Zucken ist auch einfach nur ein Gedanke. Denn wenn ich nachschaue, wer das will, dann ist da ja niemand und doch geschieht dann dieses fühlen. Aber wenn das niemand will, warum geschieht es dann?
Achte mal bitte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du die folgenden Sätze liest:
Ich habe die Sätze mehrere Male gelesen. Immer war da ein flaues Gefühl in der Magengegend und Zweifel, Unglaube dieser Worte bzw. ein Nichtverstehen. So gut wie keine Körperreaktionen, einmal hatte ich auch feuchte Augen dabei und ein ganz leichtes Gefühl von Angst. Aber nur ganz kurz, dann war da wieder ein Nichtglauben.
Wenn ich dann nachfühle, ob da wirklich jemand ist, der das liest, ist da niemand. Nur der Körper, der das macht. Lesen ist was anderes als Verstehen. Wer versteht den Inhalt dieser Zeilen?
In dem Moment wenn ich mit dem Lesen fertig bin und die Augen schließe, sind die Zeilen auch weg, erst mit den Gedanken sind die Worte wieder da.


Ich hatte heute die Erkenntnis, dass wenn der Körper nicht da ist, bzw. er keine Grenzen hat, es auch keine Umwelt um mich herum gibt. Das hat mir kurzzeitig richtig Angst gemacht und da sind dann Gedanken gekommen. Ausserdem fällt mir auf, dass ich bei den Übungen öfter weine oder ich feuchte Augen habe.

Die täglich Übung mit den Sinnen hab ich auch ein bisschen erweitert, in dem ich mich dann frage, wer das wahrnimmt. Manchmal fühle ich dann etwas wie „Destabilisierung“. So als wenn mir der Boden unter Füßen kurz weg gezogen werden würde. Das dauert aber immer nur ganz kurz, dann kommen Gedanken und dann ändert sich dieser Zustand.

es ist sehr spannend für mich, die so lange einfach hingenommenen und geglaubten Gedanken, mit denen ich mich identifiziere zu erforschen. Auch die Angst, die manchmal kommt ist nicht schlimm. Es ist eigentlich etwas Schönes, denn genau dort wird es dann erst wirklich aufregend. Ich fühle mich sehr gut dabei, diese Übungen zu machen und freue mich immer wieder drauf.
Danke :-)

Alles liebe, Ina

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Mina7777
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Re: Wer von ich

Postby Mina7777 » Sat Oct 09, 2021 8:04 am

Guten Morgen Ina,

Ich fühle etwas. Das Wort „Augen“ ist wieder nur ein Gedanke dazu. Das Zucken ist auch einfach nur ein Gedanke. Denn wenn ich nachschaue, wer das will, dann ist da ja niemand und doch geschieht dann dieses fühlen. Aber wenn das niemand will, warum geschieht es dann?
Genau.
Braucht es denn ein Ich, damit Fühlen stattfindet?

es ist sehr spannend für mich, die so lange einfach hingenommenen und geglaubten Gedanken, mit denen ich mich identifiziere zu erforschen. Auch die Angst, die manchmal kommt ist nicht schlimm. Es ist eigentlich etwas Schönes, denn genau dort wird es dann erst wirklich aufregend. Ich fühle mich sehr gut dabei, diese Übungen zu machen und freue mich immer wieder drauf.
Danke :-)
Das klingt sehr schön :)
Findest du jemanden, der sich identifizieren könnte?
Schau immer wieder nach.


Wir werfen jetzt einen Blick auf die Gedanken.
Dazu habe ich eine schöne Übung für dich:


Betrachte den Verstand als Etikettiermaschine

Betrachte den Verstand als automatische Etikettiermaschine, einen Sprecher ohne An/Aus Knopf. Gedanken sind einfach das – Etiketten. Ihr Zweck ist zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und die Geschichte zu erzählen.

Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne wieder und dann öffne die Augen: Sieh dich langsam im Zimmer um. Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen.
Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest. Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert.
Dann schließe die Augen wieder.
Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl taucht auf, und Gedanken etikettieren es. Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird. Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Ganz spannend ist das bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))

Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist.

Viel Freude mit der Übung :)


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