Wer oder was ist hinter der Story?
- LudwigLudwig
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- Joined: Mon Jul 19, 2021 3:47 pm
Wer oder was ist hinter der Story?
Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Was ist das "ich" wenn es nicht wirklich ist und was oder wer ist das was dieses "ich" wahrnimmt? Ist das echt oder auch nur Illusion, quasi ein weiteres "ich", ein weiterer Layer? Wer trifft meine Entscheidungen oder funktioniere ich nur wie ein Automat? Bin ich wirklich oder nur die Summe meiner Erfahrungen und reagiere entsprechend automatisch?
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich hätte gerne Unterstützung dabei hinter mein "ich" zu schauen und mich dabei in die richtige Richtung führen zu lassen. Hinter den Wasserfall meiner Gedanken zu schauen und was genau sich hier versteckt. Bin ich mehr als nur die Story die ich mir selbst jeden Tag erzähle? Wer bin ich, wenn ich nicht "ich" bin? Ob mir das gefällt was ich hier evtl. finde, wenn ich soweit kommen sollte, weiss ich noch nicht, ich bin aber sehr neugierig und lasse mich gerne überraschen.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? Ich habe so einige spirituelle und esoterische Konzepte durch, weitergebracht hat mich aber bisher nichts davon, das hat sich für mich alles mehr oder weniger aufgesetzt angefühlt. Mittlerweile bin ich bei Gurdjieff, Tolle und Zen angekommen, hier habe ich das starke Gefühl dass mehr dahinter steckt.
Ich bin sehr naturverbunden und spüre hier eine starke Connection, bin quasi mit ihr verbunden und fühle mich damit als ein Teil von etwas grösserem. Was dieses grössere ist, konnte ich aber bisher noch nicht genau "finden". Ich vermute mal, dass hier das "ich" im Wege steht, weil es mich mit seinem Geplapper ablenkt.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Ich weiss nicht wirklich, wer hinter diesem "ich" steckt dass mein Leben erlebt. Mein "ich" hat sich ja eine schöne Story ausgedacht, wer ich bin, warum ich wie handle usw. usf. und wiederholt sie schön jeden Tag. Ich fühle mich als wäre ich in einer Schleife gefangen, in einer Art Gehirnwäsche, die mich jeden Tag einlullt und mich vom wesentlichen abschneidet. Das meine ganzen Beziehungen und Beurteilungen zum Leben und den Menschen in meinem Leben bestimmt. Ich habe den Eindruck, dass es hinter diesem "ich" noch eine Instanz gibt. Mein "ich" verwässert das leider eher, mit viel Geplapper und vielen Filmen die über die Wirklichkeit geblendet werden, sie aber nicht sind. Es lenkt mich ab von dem was gerade tatsächlich passiert und ich würde gerne wahrnehmen wer hinter dem "ich" ist. Wer denkt? Wo kommen meine Gedanken her? Ich denke schon, dass mein "ich" für etwas gut ist, ich will es auch nicht loswerden, ich würde aber gerne wahrnehmen, was dahinter steckt (der Beobachter?) und wie es sich anfühlt frei zu sein und sich nicht ständig zu identifizieren. Ich kann das nur schwer in Worte fassen.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Was ist das "ich" wenn es nicht wirklich ist und was oder wer ist das was dieses "ich" wahrnimmt? Ist das echt oder auch nur Illusion, quasi ein weiteres "ich", ein weiterer Layer? Wer trifft meine Entscheidungen oder funktioniere ich nur wie ein Automat? Bin ich wirklich oder nur die Summe meiner Erfahrungen und reagiere entsprechend automatisch?
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich hätte gerne Unterstützung dabei hinter mein "ich" zu schauen und mich dabei in die richtige Richtung führen zu lassen. Hinter den Wasserfall meiner Gedanken zu schauen und was genau sich hier versteckt. Bin ich mehr als nur die Story die ich mir selbst jeden Tag erzähle? Wer bin ich, wenn ich nicht "ich" bin? Ob mir das gefällt was ich hier evtl. finde, wenn ich soweit kommen sollte, weiss ich noch nicht, ich bin aber sehr neugierig und lasse mich gerne überraschen.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? Ich habe so einige spirituelle und esoterische Konzepte durch, weitergebracht hat mich aber bisher nichts davon, das hat sich für mich alles mehr oder weniger aufgesetzt angefühlt. Mittlerweile bin ich bei Gurdjieff, Tolle und Zen angekommen, hier habe ich das starke Gefühl dass mehr dahinter steckt.
Ich bin sehr naturverbunden und spüre hier eine starke Connection, bin quasi mit ihr verbunden und fühle mich damit als ein Teil von etwas grösserem. Was dieses grössere ist, konnte ich aber bisher noch nicht genau "finden". Ich vermute mal, dass hier das "ich" im Wege steht, weil es mich mit seinem Geplapper ablenkt.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Ich weiss nicht wirklich, wer hinter diesem "ich" steckt dass mein Leben erlebt. Mein "ich" hat sich ja eine schöne Story ausgedacht, wer ich bin, warum ich wie handle usw. usf. und wiederholt sie schön jeden Tag. Ich fühle mich als wäre ich in einer Schleife gefangen, in einer Art Gehirnwäsche, die mich jeden Tag einlullt und mich vom wesentlichen abschneidet. Das meine ganzen Beziehungen und Beurteilungen zum Leben und den Menschen in meinem Leben bestimmt. Ich habe den Eindruck, dass es hinter diesem "ich" noch eine Instanz gibt. Mein "ich" verwässert das leider eher, mit viel Geplapper und vielen Filmen die über die Wirklichkeit geblendet werden, sie aber nicht sind. Es lenkt mich ab von dem was gerade tatsächlich passiert und ich würde gerne wahrnehmen wer hinter dem "ich" ist. Wer denkt? Wo kommen meine Gedanken her? Ich denke schon, dass mein "ich" für etwas gut ist, ich will es auch nicht loswerden, ich würde aber gerne wahrnehmen, was dahinter steckt (der Beobachter?) und wie es sich anfühlt frei zu sein und sich nicht ständig zu identifizieren. Ich kann das nur schwer in Worte fassen.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Hallo LudwigLudwig,
mein Name ist Kalle und ich kann dich gerne bei dieser Untersuchung begleiten.
Mit welchem Namen möchtest du angesprochen werden?
Du wirst von mir keine Antworten bekommen, kein Wissen wird hinzugefügt.
Ich werde Fragen stellen und Hinweise geben; und du musst einfach mit den Sinnen 'nachschauen', was du selber vorfindest, was du wahrnimmst.
Dieses schlichte Schauen ist es auch, das zu der Erkenntnis führt, dass kein getrenntes Ich existiert.
Dazu ist es nötig, dass du dich diesen Fragen voll und ganz widmest und mir täglich schreibst.
Bitte lass auch während unseres Dialoges alle Bücher, Videos oder anderes zum Thema Spiritualität oder Philosophie ruhen.
Dann wäre es super, wenn du dich mit der Zitierfunktion vertraut machst:
viewtopic.php?f=18&t=6275
Wenn das soweit alles für dich in Ordnung ist,
dann bitte ich dich, noch einmal ganz ehrlich nachzuschauen, welche Erwartungen da sind:
Was erhoffst du dir vom Durchschauen der Ich-Illusion?
Was wird sich ändern ?
Freue mich auf deine Antwort !
Lieben Gruß
Kalle
mein Name ist Kalle und ich kann dich gerne bei dieser Untersuchung begleiten.
Mit welchem Namen möchtest du angesprochen werden?
Du wirst von mir keine Antworten bekommen, kein Wissen wird hinzugefügt.
Ich werde Fragen stellen und Hinweise geben; und du musst einfach mit den Sinnen 'nachschauen', was du selber vorfindest, was du wahrnimmst.
Dieses schlichte Schauen ist es auch, das zu der Erkenntnis führt, dass kein getrenntes Ich existiert.
Dazu ist es nötig, dass du dich diesen Fragen voll und ganz widmest und mir täglich schreibst.
Bitte lass auch während unseres Dialoges alle Bücher, Videos oder anderes zum Thema Spiritualität oder Philosophie ruhen.
Dann wäre es super, wenn du dich mit der Zitierfunktion vertraut machst:
viewtopic.php?f=18&t=6275
Wenn das soweit alles für dich in Ordnung ist,
dann bitte ich dich, noch einmal ganz ehrlich nachzuschauen, welche Erwartungen da sind:
Was erhoffst du dir vom Durchschauen der Ich-Illusion?
Was wird sich ändern ?
Freue mich auf deine Antwort !
Lieben Gruß
Kalle
- LudwigLudwig
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Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Hallo Kalle,
herzlichen Dank für das Feedback, das ging ja echt sehr schnell.
Du kannst mich gerne Ludwig nennen.
Ich bin mit der von Dir vorgeschlagenen Vorgehensweise einverstanden.
Ich freu mich auf die Fragen und danke dass Du Dir die Zeit für mich nimmst!
Gruß,
Ludwig
herzlichen Dank für das Feedback, das ging ja echt sehr schnell.
Du kannst mich gerne Ludwig nennen.
Ich bin mit der von Dir vorgeschlagenen Vorgehensweise einverstanden.
Ich würde sehr gerne erfahren wie sich das anfühlt. Intellektuell verstehe ich es (glaube ich), ich bin mir aber nicht sicher wie es sich anfühlt, eine Erfahrung direkt zu erfahren und nicht zu denken, dass dieses Ich diese Erfahrung macht und ich es dabei beobachte. Ich weiss nicht wie ich es besser beschreiben kann.Was erhoffst du dir vom Durchschauen der Ich-Illusion?
Das ist eine gute Frage, ich denke mal dass sich meine Wahrnehmen des Moments ändern könnte. Evtl. ein Gefühl von Freiheit bzw. Vollständigkeit, ein sich selbst vergessen, wie wenn man in einem Flow ist (z.B. beim Musik machen oder Malen), nur halt dauerhafter und nicht nur in diesen Situationen. Vielleicht ändert sich auch nichts. Ich bin sehr neugierig was passieren wird.Was wird sich ändern ?
Ich freu mich auf die Fragen und danke dass Du Dir die Zeit für mich nimmst!
Gruß,
Ludwig
- LudwigLudwig
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Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Hallo Kalle,
ich Frage habe ich noch:
Besten Dank
Gruß,
Ludwig
ich Frage habe ich noch:
Habe ich wenn Du schreibst bis zum nächsten Tag Zeit zu antworten oder meinst Du damit, dass ich direkt am gleichen Tag antworten soll?Dazu ist es nötig, dass du dich diesen Fragen voll und ganz widmest und mir täglich schreibst.
Besten Dank
Gruß,
Ludwig
Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Hallo Ludwig,
Es kann im Verlaufe eine Art Erleichterung eintreten, wenn gesehen wird, dass der Ludwig, der "Verantwortung für sein Leben hat", eingebildet ist; aber diese Erkenntnis selber ist kein Gefühl, sondern wird ein offensichtlicher Fakt- so wie irgendwann erkannt wurde, dass es "den Weihnachtsmann" nicht gibt.
Die direkte Erfahrung ist keine veränderte Wahrnehmung, auf die diese Untersuchung abzielt, sondern eine Art Werkzeug, das dir auch jetzt bereits zur Verfügung steht- wir müssen nur etwas üben, es zu benutzen.
Wenn du zB wissen willst, wie jetzt das Wetter draußen ist, kannst du in der App schauen, oder jemanden fragen, der gerade reinkommt - ganz sicher kannst du aber nur sein, wenn du raus gehst und selber nachschaust, richtig ?
Wenn du mal nachschaust: kannst du auf andere Weise wahrnehmen als: Sehen, Hören, Riechen/Schmecken, Spüren und Denken (also das Denken an sich, nicht der Inhalt )?
Schreib mir, wenn dir noch eine weitere Art der unmittelbaren Wahrnehmung einfällt!
LG
Kalle
SuperIch bin mit der von Dir vorgeschlagenen Vorgehensweise einverstanden.
Ja natürlich, innerhalb 24 Stunden wäre gut oder sonst kurz melden, wenn's mal nicht geht :-)Habe ich wenn Du schreibst bis zum nächsten Tag Zeit zu antworten oder meinst Du damit, dass ich direkt am gleichen Tag antworten soll?
Sehr gern!Ich freu mich auf die Fragen und danke dass Du Dir die Zeit für mich nimmst!
Grundsätzlich wird sich nichts anders anfühlen.Ich würde sehr gerne erfahren wie sich das anfühlt. Intellektuell verstehe ich es (glaube ich), ich bin mir aber nicht sicher wie es sich anfühlt, eine Erfahrung direkt zu erfahren und nicht zu denken, dass dieses Ich diese Erfahrung macht und ich es dabei beobachte. Ich weiss nicht wie ich es besser beschreiben kann.
Es kann im Verlaufe eine Art Erleichterung eintreten, wenn gesehen wird, dass der Ludwig, der "Verantwortung für sein Leben hat", eingebildet ist; aber diese Erkenntnis selber ist kein Gefühl, sondern wird ein offensichtlicher Fakt- so wie irgendwann erkannt wurde, dass es "den Weihnachtsmann" nicht gibt.
Die direkte Erfahrung ist keine veränderte Wahrnehmung, auf die diese Untersuchung abzielt, sondern eine Art Werkzeug, das dir auch jetzt bereits zur Verfügung steht- wir müssen nur etwas üben, es zu benutzen.
Wenn du zB wissen willst, wie jetzt das Wetter draußen ist, kannst du in der App schauen, oder jemanden fragen, der gerade reinkommt - ganz sicher kannst du aber nur sein, wenn du raus gehst und selber nachschaust, richtig ?
Wenn du mal nachschaust: kannst du auf andere Weise wahrnehmen als: Sehen, Hören, Riechen/Schmecken, Spüren und Denken (also das Denken an sich, nicht der Inhalt )?
Schreib mir, wenn dir noch eine weitere Art der unmittelbaren Wahrnehmung einfällt!
LG
Kalle
- LudwigLudwig
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Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Hallo Kalle,
Beste Grüße
Ludwig
Fühlen (Emotionen).Wenn du mal nachschaust: kannst du auf andere Weise wahrnehmen als: Sehen, Hören, Riechen/Schmecken, Spüren und Denken (also das Denken an sich, nicht der Inhalt )?
Beste Grüße
Ludwig
Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Hallo Ludwig,
Ok- lass uns mal schauen: wenn eine "Emotion" oder ein "Gefühl" da ist, beobachte bitte mal genau woraus sie besteht, also was sich genau zeigt, und wo. Und berichte mir!
Ok- lass uns mal schauen: wenn eine "Emotion" oder ein "Gefühl" da ist, beobachte bitte mal genau woraus sie besteht, also was sich genau zeigt, und wo. Und berichte mir!
- LudwigLudwig
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- Joined: Mon Jul 19, 2021 3:47 pm
Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Hallo Kalle,
Ausserdem ist da auch immer eine Empfindung von "ich existiere". Ich spüre dass ich da bin und wahrnehme. Schwer zu beschreiben welche Art der Wahrnehmung das ist.
Gruß,
Ludwig
Es ist ein körperliches Gefühl, aber innerlich und nicht ausserhalb, von daher würde ich es nicht als Spüren in Form von etwas zu berühren bezeichnen, z.b. ein Kribbeln und ein sich Zusammenziehen oder ein sich Ausdehnen, meistens irgendwo zwischen Bauch und Brust, im Hals und im Kopf. Eine Stimme in meinem Kopf bewertet es dann gleich, z.b. "ich bin aufgeregt", "ich habe Durst", "ich fühle mich wohl/unwohl", "Ich ärgeres mich", usw.Ok- lass uns mal schauen: wenn eine "Emotion" oder ein "Gefühl" da ist, beobachte bitte mal genau woraus sie besteht, also was sich genau zeigt, und wo. Und berichte mir!
Ausserdem ist da auch immer eine Empfindung von "ich existiere". Ich spüre dass ich da bin und wahrnehme. Schwer zu beschreiben welche Art der Wahrnehmung das ist.
Gruß,
Ludwig
Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Ja, schön beobachtet.
"Spüren" auch im Sinne von Empfindung, also alles was irgendwie körperliche Empfindung ist, ob nun "innen" oder "außen".
Kannst du zustimmen, dass 'Kribbeln' und 'sich zusammenziehen' auch unter dem Begriff "Spüren" eingeordnet werden kann?
Genau- und dann erscheint die "Stimme im Kopf" und benennt. Das würden wir unter "Denken" einordnen, richtig?
Hier die erste Übung für dich:
Probiere mal aus, wie es ist, in der Realität zu sein. Benenne alltägliche Aktivitäten mit SEHEN/HÖREN/RIECHEN/SCHMECKEN/SPÜREN/DENKEN.
Hier ein paar Beispiele:
Zähne putzen: einfach "spüren", "hören"
Anziehen: einfach "Spüren" "Hören"
Kaffee trinken: einfach Riechen, Schmecken, Spüren (Wärme)
Sonne scheint!: Sehen
Autogeräusch: Hören
"Ich muss nachher Peter anrufen": Denken
Alles ohne Stress, einfach was gerade in den Sinn kommt...
Sei so gut und gib mir ein paar Beispiele!
"Spüren" auch im Sinne von Empfindung, also alles was irgendwie körperliche Empfindung ist, ob nun "innen" oder "außen".
Kannst du zustimmen, dass 'Kribbeln' und 'sich zusammenziehen' auch unter dem Begriff "Spüren" eingeordnet werden kann?
Genau- und dann erscheint die "Stimme im Kopf" und benennt. Das würden wir unter "Denken" einordnen, richtig?
Hier die erste Übung für dich:
Probiere mal aus, wie es ist, in der Realität zu sein. Benenne alltägliche Aktivitäten mit SEHEN/HÖREN/RIECHEN/SCHMECKEN/SPÜREN/DENKEN.
Hier ein paar Beispiele:
Zähne putzen: einfach "spüren", "hören"
Anziehen: einfach "Spüren" "Hören"
Kaffee trinken: einfach Riechen, Schmecken, Spüren (Wärme)
Sonne scheint!: Sehen
Autogeräusch: Hören
"Ich muss nachher Peter anrufen": Denken
Alles ohne Stress, einfach was gerade in den Sinn kommt...
Sei so gut und gib mir ein paar Beispiele!
- LudwigLudwig
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- Joined: Mon Jul 19, 2021 3:47 pm
Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Ja OKKannst du zustimmen, dass 'Kribbeln' und 'sich zusammenziehen' auch unter dem Begriff "Spüren" eingeordnet werden kann?
Ja genauGenau- und dann erscheint die "Stimme im Kopf" und benennt. Das würden wir unter "Denken" einordnen, richtig?
Autofahren: "spüren" "hören" "sehen"Sei so gut und gib mir ein paar Beispiele!
Kochen: "sehen" "spüren" "riechen" "schmecken"
Mit dem Hund spazieren gehen: "sehen" "hören" "riechen" "spüren"
Gitarre spielen: "spüren" "sehen" "hören" "denken"
Freundin: "hören" "sehen" "riechen" "spüren"
Lesen: "sehen" "spüren" "denken"
Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Hallo Ludwig,
danke für die Beispiele.
Versuche das morgen noch weiter zu praktizieren. Schreib mir gern, wie es dir damit geht, oder ob dir etwas auffällt.
---------------
Die folgende Übung wird das Schauen in der direkten Erfahrung (DE) weiter vertiefen.
Am effektivsten wäre es, wenn du dir jeden Tag 5 Minuten Zeit nimmst und das formal praktizierst:
Nimm dir einen Timer zur Hand (oder eine App, wo du einstellen kannst, dass jede Minute ein Gong ertönt...)
Dann mach es dir ganz bequem, entspanne.
Für die 1. Minute lass die Augen offen und richte die Aufmerksam nur aufs Sehen. Blick dich im Zimmer um und jedes mal, wenn der Blick auf einem Objekt haften bleibt, sagst du laut „sehen“. Die auftauchenden Gedanken lass durchziehen. Sehen – Sehen – Sehen......
Für die zweite Minute schließe die Augen, und konzentriere dich aufs Hören. Ganz egal ob Kühlschrank, Auto, jedes mal wenn die Aufmerksamkeit auf ein Geräusch kommt label es laut mit „hören“. Hören – Hören – Hören.....
Für die dritte Minute konzentriere dich aufs spüren (nur Körperempfindungen). Ganz egal ob der Druck vom Hintern auf dem Stuhl, das Jucken am Fuß, die Verspannung im Nacken, das Grummeln oder Druck im Bauch, die Enge in Brust oder Kehle... benenne es mit „spüren“. Alles andere wieder ignorieren.... Spüren – Spüren – Spüren.
Die vierte Minute widme dem Denken. Nicht der Inhalt ist wichtig, nur das bemerken von auftauchenden Gedanken...(egal ob Wort- oder Bildgedanken) Sprich laut das Label „denken“. Denken – Denken – Denken..
Die fünfte Minute (wenn du möchtest kannst du auch länger) lass die Aufmerksamkeit frei, und was auch immer in das Wahrnehmungsfeld kommt versehe mit einem Label. Hören – denken – spüren – spüren – denken – sehen ….......
Wenn du merkst, dass du in Gedankengeschichten abgedriftet bist, dann freue dich, dass du es gemerkt hast, und komme wieder zur direkten Erfahrung zurück.. :)
Riechen und Schmecken lassen wir in diesem Fall weg.
viel Freude dabei - und lass mich auch hier wissen, wenn dir irgendetwas auffällt!
danke für die Beispiele.
Versuche das morgen noch weiter zu praktizieren. Schreib mir gern, wie es dir damit geht, oder ob dir etwas auffällt.
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Die folgende Übung wird das Schauen in der direkten Erfahrung (DE) weiter vertiefen.
Am effektivsten wäre es, wenn du dir jeden Tag 5 Minuten Zeit nimmst und das formal praktizierst:
Nimm dir einen Timer zur Hand (oder eine App, wo du einstellen kannst, dass jede Minute ein Gong ertönt...)
Dann mach es dir ganz bequem, entspanne.
Für die 1. Minute lass die Augen offen und richte die Aufmerksam nur aufs Sehen. Blick dich im Zimmer um und jedes mal, wenn der Blick auf einem Objekt haften bleibt, sagst du laut „sehen“. Die auftauchenden Gedanken lass durchziehen. Sehen – Sehen – Sehen......
Für die zweite Minute schließe die Augen, und konzentriere dich aufs Hören. Ganz egal ob Kühlschrank, Auto, jedes mal wenn die Aufmerksamkeit auf ein Geräusch kommt label es laut mit „hören“. Hören – Hören – Hören.....
Für die dritte Minute konzentriere dich aufs spüren (nur Körperempfindungen). Ganz egal ob der Druck vom Hintern auf dem Stuhl, das Jucken am Fuß, die Verspannung im Nacken, das Grummeln oder Druck im Bauch, die Enge in Brust oder Kehle... benenne es mit „spüren“. Alles andere wieder ignorieren.... Spüren – Spüren – Spüren.
Die vierte Minute widme dem Denken. Nicht der Inhalt ist wichtig, nur das bemerken von auftauchenden Gedanken...(egal ob Wort- oder Bildgedanken) Sprich laut das Label „denken“. Denken – Denken – Denken..
Die fünfte Minute (wenn du möchtest kannst du auch länger) lass die Aufmerksamkeit frei, und was auch immer in das Wahrnehmungsfeld kommt versehe mit einem Label. Hören – denken – spüren – spüren – denken – sehen ….......
Wenn du merkst, dass du in Gedankengeschichten abgedriftet bist, dann freue dich, dass du es gemerkt hast, und komme wieder zur direkten Erfahrung zurück.. :)
Riechen und Schmecken lassen wir in diesem Fall weg.
viel Freude dabei - und lass mich auch hier wissen, wenn dir irgendetwas auffällt!
- LudwigLudwig
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- Joined: Mon Jul 19, 2021 3:47 pm
Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Hallo Kalle,
ich habe mir eine tägliche Erinnerung in meinem Kalender (Handy) eingetragen.
Ich wünsch Dir noch einen schönen Abend
Gruß,
Ludwig
ich habe mir eine tägliche Erinnerung in meinem Kalender (Handy) eingetragen.
Viel ist mir nicht aufgefallen. Wenn ich mich auf eine Empfindung fokussiere, treten die anderen erstmal in den Hintergrund. Aber ich habe das Gefühl, dass ich mehr Details wahrnehme als im Alltag. Im Alltag ist es ja auch oft so, dass parallel zu meiner Wahrnehmung noch ein Gedankenfilm läuft und die (meine) Realität mehr oder wenige überlagert. Das ist dann wie wenn man zwei Filme übereinander schaut, was meistens auf Kosten der Realität geht. Wenn ich diese Übung mache, bleibt der Filme erstmal sehr im Hintergrund und ich nehme die Details wie gesagt mehr wahr. Bei der letzten Übung merke ich erstmal wieder, dass ich mich im Alltag oft auf nur 1 oder 2 Wahrnehmungen konzentriere, z.B. beim Spazierengehen im Grünen, das ist meistens "sehen" und "hören" oder "sehen" und "fühlen" (Wind) oder "sehen" und "riechen" aber selten 3 oder 4 der eben genannten Wahrnehmungen zusammen. Sich auf alle Wahrnehmungen zu konzentrieren ist echt anspruchsvoll und ich habe den Eindruck dass ich mehr im Moment bin. Wie wenn ich dauerhaft auf Aufnahme bin.viel Freude dabei - und lass mich auch hier wissen, wenn dir irgendetwas auffällt!
Ich wünsch Dir noch einen schönen Abend
Gruß,
Ludwig
Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Danke für die Beschreibung, schön beobachtet.
Sobald man ins Schauen, in die direkte Erfahrung geht, und der Denkvorgang als solcher betrachtet wird, oder der Fokus zB zum SPÜREN geht, tritt der Film in den Hintergrund oder verschwindet - gut bemerkt.
Hier die nächste Übung für dich:
Betrachte den Verstand als automatische Etikettiermaschine, einen Sprecher ohne An/Aus Knopf. Gedanken sind einfach das – Etiketten. Ihr Zweck ist zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und die Geschichte zu erzählen.
Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne wieder und dann öffne die Augen: Sieh dich langsam im Zimmer um. Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen.
Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest. Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert.
Dann schließe die Augen wieder.
Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl taucht auf, und Gedanken etikettieren es. Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird. Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Ganz spannend ist das bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))
Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist.
:-)
kalle
Ja :-D ... der Gedankenfilm ist oft interessanter... aber eben nur ein Film. Das werden wir auch noch genauer anschauen.Im Alltag ist es ja auch oft so, dass parallel zu meiner Wahrnehmung noch ein Gedankenfilm läuft und die (meine) Realität mehr oder wenige überlagert. Das ist dann wie wenn man zwei Filme übereinander schaut, was meistens auf Kosten der Realität geht.
Sobald man ins Schauen, in die direkte Erfahrung geht, und der Denkvorgang als solcher betrachtet wird, oder der Fokus zB zum SPÜREN geht, tritt der Film in den Hintergrund oder verschwindet - gut bemerkt.
Hier die nächste Übung für dich:
Betrachte den Verstand als automatische Etikettiermaschine, einen Sprecher ohne An/Aus Knopf. Gedanken sind einfach das – Etiketten. Ihr Zweck ist zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und die Geschichte zu erzählen.
Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne wieder und dann öffne die Augen: Sieh dich langsam im Zimmer um. Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen.
Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest. Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert.
Dann schließe die Augen wieder.
Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl taucht auf, und Gedanken etikettieren es. Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird. Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Ganz spannend ist das bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))
Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist.
:-)
kalle
- LudwigLudwig
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Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Ich wollte nur kurz Bescheid geben, dass ich erst morgen antworten kann.
Beste Grüße
Ludwig
Beste Grüße
Ludwig
Re: Wer oder was ist hinter der Story?
Alles klar!
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