Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Das Ende einer Illusion und der erste Schritt auf der weiteren Reise. Der Blick durch die Brille des Ichs ist wie eine Art Zirkelschluss. Weder erkennt man die Brille selbst, noch wie die Welt sich ohne dieses Konzept präsentiert.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Für mich ist das der anstehende nächste Schritt auf meinem Weg. Seit langem zögere ich, mutig diesen Schritt zu gehen und versuche stattdessen, den "Pelz zu waschen, ohne ihn nass zu machen".
Auslöser für den jetzigen Anlauf sind die brennenden Frage nach dem "Wer bin ich?" und "Wo ist mein Platz?" Dabei geht es mir nicht um intellektuelle Antworten, sondern darum, diese Erfahrung konkret zu verinnerlichen.
Dem zugrund liegt die Erkenntnis, dass mein bisheriges Leben so nicht mehr funktioniert.
Zufälle gibt es ja bekanntlich nicht. Die Zeit scheint reif zu sein, dass die Informationen zu LU, die ich mir vor Jahren einmal abgespeichert habe, nun endlich auf fruchtbaren Boden gefallen sind und wachsen können.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? Ich bin schon lange auf der Suche. Buddhismus, Schamanismus, intensive Meditationspraxis, Yoga, Tai Chi, Traumatherapie, Achtsamkeitspraxis, tonnenweise Bücher, Blogs, Videos, Satsangs, usw., - und für mich am wichtigsten, viele eigene Experimente mit den unterschiedlichsten Meditationsformen und Bewusstseinszuständen (stets ohne Substanzen). Dabei habe ich auch schon die Nase durch das Tor gestreckt und war mehrere Tage in einem eigentlichen "Bliss"-Zustand. Eine unbeschreibliche Verbundenheit mit allem was ist - eine Einsseins-Erfahrung - ein Ich war nicht mehr spürbar... bis ich wieder zurückgefallen und hart im alten Muster aufgeschlagen bin.
Auch Erfahrungen, bei denen sich das Tor erneut zu öffnen beginnt, im letzten Moment aber das Ego plötzlich Angst bekommt und eine Vollbremsung reisst! Das ist erschütternd! Deshalb bin ich über die Jahre immer vorsichtiger geworden.
Aber das Leben auf der Türschwelle ist anstrengend; eigentlich ein permanenter Ausnahmezustand. Zurück in die Unbewusstheit geht nicht, vorwärts traue ich mich nicht.
Mit meiner Hochsensibilität bin ich ständig im Abwehrmodus gegen aussen; versuche ständig, mein mühsam erkämpftes Reich zu verteidigen gegen all die Trampel auf dieser Welt und reibe mich dabei völlig auf. Ständig ist der Verstand am Planen, Denken, Katastrophenszenarien durchspielen, usw.
Dabei, wenn es ruhig wird im Kopf und die Gedanken schweigen, sind die ganzen Überlebenskämpfe wie weggeblasen und ich weiss, dass es nichts zu verteidigen oder abzuwehren gibt. Bis eine halbe Stunde nach der Meditation das Karussell wieder los geht.
Nachdem ich nun so ziemlich alles ausprobiert habe, um auf die andere Seite des Gates zu kommen ohne loslassen zu müssen, ist nun die Erkenntnis gereift, dass das Festhalten an alten Mustern keine Sicherheit mehr bietet, dafür aber sehr effektiv den Schritt ins Neue verhindert. Überhaupt an diesen Punkt zu kommen, war ein ziemlicher Effort.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Intellektuell ist mir klar, dass da kein Ich ist. Aber es ist noch ein theoretisches Wissen und noch nicht als Wahrheit erlebbar. Ich wünsche mir deshalb eine feinfühlige Begleitung zum Moment des Erkennens. Sozusagen als Starthilfe für den weiteren Weg.
Die Versuche, diesen Weg allein zu gehen waren bisher gepflastert mit blinden Flecken, Ausreden, faulen Kompromissen und den Eingebungen des Egos, dass jetzt gerade nicht der richtige Zeitpunkt sei, ich auch alles auf mich zukommen lassen könne, gerade Wichtigeres anstehe, auch in der nächsten Inkarnation noch Zeit dafür sei, usw. Um auch in diesen Momenten des Zweifelns weiter dranzubleiben, ist die Unterstützung einer Person hilfreich, die diesen Weg bereits gegangen ist.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Aufwind
Re: Aufwind
Hallo Aladin,
Ich bin Philo. Ich werde dich bei dieser Untersuchung begleiten. Bist du damit einverstanden?
Meine ersten Fragen kommen morgen.
PS: Bin auch hochsensibel
Liebe Grüße,
Philo
Ich bin Philo. Ich werde dich bei dieser Untersuchung begleiten. Bist du damit einverstanden?
Meine ersten Fragen kommen morgen.
PS: Bin auch hochsensibel
Liebe Grüße,
Philo
Du wirst die Wahrheit erkennen,und die Wahrheit wird dich frei machen.
Re: Aufwind
Hallo Philo,
herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mich durch diesen Prozess zu begleiten! :-)
Eine Frage zur Form des Austausches schicke ich dir gern per PN.
herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mich durch diesen Prozess zu begleiten! :-)
Eine Frage zur Form des Austausches schicke ich dir gern per PN.
Re: Aufwind
Aladins Abschlussfragen
Wir haben den gesamten Dialog per Email geführt und hier gibt es nur die Beantwortung der Abschlussfragen
Hallo Philo,
> *1) Gibt es irgendwo in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges
> "Ich", "Mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?*
Nein, es gibt kein "Ich", kein "Mich" und auch kein "Selbst". Gab es
auch nie. Ein eigenständiges "Ich" lässt sich nicht finden.
> *2) Erkläre detailliert, was die Ich-Illusion ist. Wie sie entsteht
> und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur eigene unmittelbare
> Erfahrung und beschreibe es so, wie du es jetzt gerade erlebst.*
Das "Ich" ist so etwas wie eine Fortsetzungsgeschichte, die aus Gedanken
zusammengebastelt ist. Indem jede Wahrnehmung, jeder auftauchende
Gedanke und jede Handlung sofort interpretiert, und in Bezug gesetzt
wird zum bereits bestehenden "Ich", entsteht die Illusion, dass ein
personalisiertes "Ich" da sei, welches handle, denke und wahrnehme.
Dabei ist es letztlich nur eine Geschichte, die sich selbst am Laufen
hält. Je mehr das "Ich" als Zentrum einer "Persönlichkeit" erfahren
wird, desto glaubwürdiger werden auch die ganze Geschichten. Aber es ist
und bleibt eine Illusion.
Das ist wie die Sage vom Baron Münchhausen, der sich angeblich am
eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen haben soll. Oder wie Geld, dem ein
Wert zugemessen wird, obwohl es eigentlich bei den Banken aus dem Nichts
geschaffen wird.
> *3) Wie fühlt es sich an, die Illusion durchschaut zu haben? Was ist
> anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Bitte berichte aus den letzten
> Tagen.*
Im Aussen hat sich nichts verändert und alles geht seinen gewohnten
Gang. Die Wahrnehmung jedoch ist direkter geworden, unmittelbarer,
klarer auch, ohne dass sofort alles aus der "Ich"-Perspektive
interpretiert und bewertet wird wie früher. Es fühlt sich so an, wie
nach dem Ablegen einer getönten Sonnenbrille, wenn man zum ersten Mal
die ursprünglichen Farben sieht.
Da ist auch deutlich mehr Gelassenheit, weil es niemanden gibt, den es
betrifft. Es wird einfach wahrgenommen was auftaucht und wieder
verschwindet. Handlungen geschehen, aber da ist kein Handelnder. Es
fühlt sich wach an, präsent im Jetzt.
> *4) Was hat den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?*
Das war nicht ein grosser Schubs, sondern viele kleine "Aha"-Momente,
wenn sich wieder ein Knoten entwirrt hat. Alles in allem ein recht
unspektakulärer Prozess. Auch die Wahrnehmung veränderte sich eher graduell.
> *5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und
> Kontrolle. Wofür bist du verantwortlich? Bitte gib auch ein paar
> Beispiele aus direkter Erfahrung. Hätte je irgendetwas irgendwie
> anders entschieden worden oder geschehen können?*
**Weder gibt es eine Entscheidung, eine Absicht, ein freier Wille, noch
Wahl oder Kontrolle. Auch keine Verantwortung. Handlungen geschehen
einfach. Da ist niemand der aktiv handelt. Auch niemand der irgend etwas
entscheiden oder dafür verantwortlich sein könnte.
Das "Ich" behauptet ja von sich, der Handelnde zu sein. Aber in Tat und
Wahrheit schnappt es sich einfach die natürlicherweise entstehenden
Impulse und Wahrnehmungen und behauptet dann, der Urheber all dessen zu
sein.
Wenn man vor der Entscheidung steht, welche Frucht man essen möchte,
entsteht automatisch eine Präferenz und die Hand greift z.B. nach der
Banane. Das "Ich" interpretiert den ganzen Prozess nun aber so, als ob
sich die Person aktiv für die eine oder andere Frucht entschieden hätte
und bewusst danach greife. Dem ist aber nicht so.
Oder es wird ein Geräusch wahrgenommen. Das kann direkt so erfahren
werden. Danach springt aber sofort die Interpretationsmaschine an. Das
Geräusch wird als Auto identifiziert, vielleicht mit einem Bild aus der
Erinnerung verknüpft und zum abstrakten Begriff "Auto" eingedampft, mit
dem sich dann über Worte kommunizieren lässt.
Weil alles einfach geschieht und kein Handelnder da ist, kann auch gar
nichts anderes geschehen oder entschieden werden. Alles geschieht so,
wie es eben tut. Das Ganze Drumherum ist nur Interpretation.
> *6) Gibt es noch etwas zu ergänzen?*
Ja natürlich! :-) Ganz herzlichen Dank, Philo, für deine tolle und
geduldige Begleitung! :-)
Das Direct Pointing ist wirklich eine erstaunlich zielführende Methode,
die ohne disruptive Verwerfungen auskommt und sich auch gut in den
Alltag einfügt.
Liebe Grüsse
Aladin
Wir haben den gesamten Dialog per Email geführt und hier gibt es nur die Beantwortung der Abschlussfragen
Hallo Philo,
> *1) Gibt es irgendwo in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges
> "Ich", "Mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?*
Nein, es gibt kein "Ich", kein "Mich" und auch kein "Selbst". Gab es
auch nie. Ein eigenständiges "Ich" lässt sich nicht finden.
> *2) Erkläre detailliert, was die Ich-Illusion ist. Wie sie entsteht
> und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur eigene unmittelbare
> Erfahrung und beschreibe es so, wie du es jetzt gerade erlebst.*
Das "Ich" ist so etwas wie eine Fortsetzungsgeschichte, die aus Gedanken
zusammengebastelt ist. Indem jede Wahrnehmung, jeder auftauchende
Gedanke und jede Handlung sofort interpretiert, und in Bezug gesetzt
wird zum bereits bestehenden "Ich", entsteht die Illusion, dass ein
personalisiertes "Ich" da sei, welches handle, denke und wahrnehme.
Dabei ist es letztlich nur eine Geschichte, die sich selbst am Laufen
hält. Je mehr das "Ich" als Zentrum einer "Persönlichkeit" erfahren
wird, desto glaubwürdiger werden auch die ganze Geschichten. Aber es ist
und bleibt eine Illusion.
Das ist wie die Sage vom Baron Münchhausen, der sich angeblich am
eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen haben soll. Oder wie Geld, dem ein
Wert zugemessen wird, obwohl es eigentlich bei den Banken aus dem Nichts
geschaffen wird.
> *3) Wie fühlt es sich an, die Illusion durchschaut zu haben? Was ist
> anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Bitte berichte aus den letzten
> Tagen.*
Im Aussen hat sich nichts verändert und alles geht seinen gewohnten
Gang. Die Wahrnehmung jedoch ist direkter geworden, unmittelbarer,
klarer auch, ohne dass sofort alles aus der "Ich"-Perspektive
interpretiert und bewertet wird wie früher. Es fühlt sich so an, wie
nach dem Ablegen einer getönten Sonnenbrille, wenn man zum ersten Mal
die ursprünglichen Farben sieht.
Da ist auch deutlich mehr Gelassenheit, weil es niemanden gibt, den es
betrifft. Es wird einfach wahrgenommen was auftaucht und wieder
verschwindet. Handlungen geschehen, aber da ist kein Handelnder. Es
fühlt sich wach an, präsent im Jetzt.
> *4) Was hat den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?*
Das war nicht ein grosser Schubs, sondern viele kleine "Aha"-Momente,
wenn sich wieder ein Knoten entwirrt hat. Alles in allem ein recht
unspektakulärer Prozess. Auch die Wahrnehmung veränderte sich eher graduell.
> *5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und
> Kontrolle. Wofür bist du verantwortlich? Bitte gib auch ein paar
> Beispiele aus direkter Erfahrung. Hätte je irgendetwas irgendwie
> anders entschieden worden oder geschehen können?*
**Weder gibt es eine Entscheidung, eine Absicht, ein freier Wille, noch
Wahl oder Kontrolle. Auch keine Verantwortung. Handlungen geschehen
einfach. Da ist niemand der aktiv handelt. Auch niemand der irgend etwas
entscheiden oder dafür verantwortlich sein könnte.
Das "Ich" behauptet ja von sich, der Handelnde zu sein. Aber in Tat und
Wahrheit schnappt es sich einfach die natürlicherweise entstehenden
Impulse und Wahrnehmungen und behauptet dann, der Urheber all dessen zu
sein.
Wenn man vor der Entscheidung steht, welche Frucht man essen möchte,
entsteht automatisch eine Präferenz und die Hand greift z.B. nach der
Banane. Das "Ich" interpretiert den ganzen Prozess nun aber so, als ob
sich die Person aktiv für die eine oder andere Frucht entschieden hätte
und bewusst danach greife. Dem ist aber nicht so.
Oder es wird ein Geräusch wahrgenommen. Das kann direkt so erfahren
werden. Danach springt aber sofort die Interpretationsmaschine an. Das
Geräusch wird als Auto identifiziert, vielleicht mit einem Bild aus der
Erinnerung verknüpft und zum abstrakten Begriff "Auto" eingedampft, mit
dem sich dann über Worte kommunizieren lässt.
Weil alles einfach geschieht und kein Handelnder da ist, kann auch gar
nichts anderes geschehen oder entschieden werden. Alles geschieht so,
wie es eben tut. Das Ganze Drumherum ist nur Interpretation.
> *6) Gibt es noch etwas zu ergänzen?*
Ja natürlich! :-) Ganz herzlichen Dank, Philo, für deine tolle und
geduldige Begleitung! :-)
Das Direct Pointing ist wirklich eine erstaunlich zielführende Methode,
die ohne disruptive Verwerfungen auskommt und sich auch gut in den
Alltag einfügt.
Liebe Grüsse
Aladin
Du wirst die Wahrheit erkennen,und die Wahrheit wird dich frei machen.
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