Ich will frei sein... von mir.

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Dannex
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Ich will frei sein... von mir.

Postby Dannex » Sat Sep 26, 2020 6:53 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Ich bin ein ziemlicher Denker. Ich denke viel über das hier und jetzt nach
Ich hoffe, dass mich die Begleitung in die richtige Richtung schubst. Weg vom Denken zum "Sehen"
Ich komm selbst nicht weiter...

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Also, dass ich nur eine Geschichte bin und dass ich die Geschichte selbst am Laufen halte versteh ich - denk ich - einigermaßen.
Aber ich weiß nicht wie ich mich sehen soll. Die Suche nach "Hilfe" führt mich zu LU.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Ich hab manchmal so "lichte Momente" im "Drama" meines Lebens. :) ...aber immer zu einen gewissen Punkt - Wie eine Wand... eine Grenze.
Und durch suchen nach Antworten in spirituellen und philosophischen Büchern, fällt mir auch immer wieder auf, dass mich die Bücher immer dorthin führen - an meine Wand. Man kann sich mit Spiritualität und Philosophie betäuben, sich leiten lassen. Aber das fühlt sich für mich nicht richtig an. Ich will sehen. Ich will das alles weg haben. Ich fühle mich irgendwie "betrogen" ... aber ich weiß nicht warum.
Doch ich weiß, es gibt irgendwo eine Klarheit....

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Das mir hier endlich jemand Hammer und Meißel in die Hand gibt und mir sagt, wo ich an meiner Wand am besten damit ansetzen kann. :)

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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barb
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby barb » Sun Sep 27, 2020 11:29 am

Hi!

Wenn du möchtest, werde ich dich gerne ein Stück des Weges begleiten und wir können schauen ob wir das richtige Werkzeug finden :)

Zu Beginn ein paar Erklärungen:

Dies ist kein normaler Dialog. Im Wesentlichen geht es darum, dass ich dir Fragen stelle und Aufgaben gebe und du sie aus deiner direkten Erfahrung heraus beantwortest. Schau jeweils, was du mit deinen fünf Sinnen dazu findest und welche Gedanken du beobachten kannst.

Schau dabei immer ganz frisch und berufe dich nicht auf Gelesenes oder Erfahrungen, die du irgendwann gemacht hast. Es ist wichtig, dass du versuchst hierbei in deinem eigenen Interesse zu 100% ehrlich zu sein. Hier soll es einzig und allein um die Frage gehen, ob ein eigenständiges "Ich" existiert und "dein" Leben steuert oder nicht.

Deine Aufgabe in diesem Prozess ist unter anderem, dich nicht in Gedanken zu verlieren, sondern immer auf das direkte Erleben des Augenblicks zu schauen. Nachdenken, um Antworten zu finden, ist am Ende nichts weiter als eine Ablenkung von der direkten Erfahrung :)

Für die Dauer dieser Untersuchung lass bitte alle Bücher, Videos, Satsangs, andere Threads in diesem Forum oder was auch immer zu dem Thema links liegen, das könnte das direkte Schauen und die Wahrnehmung beeinflussen. Wenn du eine Meditationspraxis hast, kannst du die natürlich gerne aufrecht erhalten, notwendig ist es aber nicht.

Damit der Prozess hier im Fluss bleibt, wäre es gut, wenn du möglichst jeden Tag zumindest jeden zweiten Tag antworten könntest. Wenn es mal nicht passen sollte oder du mehr Zeit zum Indichgehen brauchst, sag einfach Bescheid.


Falls du es noch nicht gemacht hast, dann lies dir bitte auch die einführenden Worte unter diesem Link durch viewtopic.php?f=18&t=6280

Und damit das Lesen einfacher wird, benutze bitte die Zitierfunktion. Wie diese funktioniert findest du hier: viewtopic.php?f=18&t=6275

Und dann lass uns zu Beginn gleich mal deine Erwartungen anschauen:

Kannst du mir sagen, wonach du wirklich suchst? Wie würde sich das Leben verändern, wenn du das findest?
Was erhoffst du dir davon die Illusion eines eigenständigen Ichs zu durchschauen?
Was wird/sollte anders sein als es jetzt ist?
Hast du ein Bild/eine Vorstellung davon, wie es ausschauen oder sich anfühlen würde wenn die Ich-Illusion wegfällt?



Freue mich auf deine Antworten :)
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Dannex
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby Dannex » Sun Sep 27, 2020 2:17 pm

Hi.. :)
Vielen Dank, dass du mich begleitest - ich freu mich sehr!

Ja dann fang ich gleich mal an zu antworten:
Kannst du mir sagen, wonach du wirklich suchst?
Ich würde gerne, die Geschichten die ich mir in meinem Kopf so zusammenreime, nicht mehr ernst nehmen.
Ich will das "gedämpfte" weg haben - die "Einmischung". (Schwieg zu erklären - was mich stört)
Ich bin auf der Suche nach einem wachen und klaren Blick.
Wie würde sich das Leben verändern, wenn du das findest?
Intensiv... man ist frei. Vielleicht so wie:
Ich hab vor circa 2 Jahren aufgehört Alkohol zu trinken. Erst wollte ich es nur für ein Jahr machen... aber dann. Bei Festen und Partys hab ich gemerkt, dass ich ohne Alkohol viel wacher bin - präsenter. Ich finde das total schön.
Ich denk, so ist es, wenn man hinter die "Kulisse" blickt... es ist schön, es wird ruhiger, stiller.
"Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom" ;)
Was erhoffst du dir davon die Illusion eines eigenständigen Ichs zu durchschauen?[
Ein Muster als Muster zu erkennen - Dies eröffnet vielleicht unbegrenzte Möglichkeiten der Gelassenheit. :)
Ja, ich würde mich gerne nur als "Möglichkeit" sehen - und dies dann auch ok finden.
...mich nicht mehr so wichtig nehmen - das "Ich"
Was wird/sollte anders sein als es jetzt ist?
Es sollte nicht viel anders sein als jetzt - nur klarer.... einfacher. Simpel.
Die Freude darf ruhig bleiben :)... nur die Sorgen und Ängste sollen ihren Schrecken verlieren. Das sie bleiben ist mir bewusst. Nur ich würde ihnen gerne präsenter begegnen - wie allen Dingen (auch den Menschen) und den Gefühlen dazu.
Hast du ein Bild/eine Vorstellung davon, wie es ausschauen oder sich anfühlen würde wenn die Ich-Illusion wegfällt?
Ja, hab ich. Schwierig zu beschreiben... Aber so ähnlich wie oben beschrieben: Eine wache "bewusste" Stille in den Gedanken.

LG

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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby barb » Mon Sep 28, 2020 11:47 am

Vielen Dank, dass du mich begleitest - ich freu mich sehr!
Sehr gerne, ist mir auch eine Freude :)

Danke für deine ehrlichen Antworten. Grundsätzlich hören sich deine Erwartungen nicht unrealistisch oder überzogen an, einige davon könnten früher oder später eintreten, manche vielleicht auch nicht. Dennoch möchte ich dich bitten, dass du sämtliche Erwartungen für die Dauer der Untersuchung in eine Kiste gibst, fest verschließt und sie weit weit fort stellst. Versuche ganz unvoreingenommen auf alles zu schauen, ganz neugierig wie ein Wissenschaftler. Erwartungen sind nämlich das Haupthindernis das dem direkten Sehen von dem was sowieso immer da ist im Weg steht.

Gut, sind die Erwartungen weggepackt? Dann lass uns mal weiter schauen :)
Ich würde gerne, die Geschichten die ich mir in meinem Kopf so zusammenreime, nicht mehr ernst nehmen.
Ich will das "gedämpfte" weg haben - die "Einmischung". (Schwieg zu erklären - was mich stört)
Ich bin auf der Suche nach einem wachen und klaren Blick.
Wenn du so von der Geschichte die du dir zusammenreimst schreibst, kannst du da erkennen wie sie zustande kommt? Eine Geschichte besteht ja hauptsächlich aus Gedanken (Gedanken können Worte und Bilder sein) eventuell vermischt mit körperlichen Empfindungen, oder?

Lass uns mal die Gedanken näher unter die Lupe nehmen. Nimm dir ein wenig Zeit, mache es dir ganz bequem, atme sanft und langsam und dann beginne die Gedanken ganz unbeteiligt zu beobachten, ungefähr so wie wenn du Musik zuhören würdest:

Kannst du erkennen woher Gedanken kommen und wohin gehen sie?
Kennst du den nächsten Gedanken?
Kann ein Gedanke der erschienen ist ungeschehen gemacht werden?

Denke an 3 verschiedene Städtenamen, mache das 3 mal hintereinander.
Wusstest du welcher Städtename auftaucht bevor er erschienen ist? Hast du den Gedanken gemacht?
Kannst du einen Denker finden der Gedanken erschafft, oder geschieht einfach “denken”?


Schaue da ruhig mehrmals täglich nach, geht auch super während Routinetätigkeiten...

Viel Spaß mit der Untersuchung :)
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Dannex
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby Dannex » Mon Sep 28, 2020 7:36 pm

Dennoch möchte ich dich bitten, dass du sämtliche Erwartungen für die Dauer der Untersuchung in eine Kiste gibst, fest verschließt und sie weit weit fort stellst
Okay... ich stell die Kiste nun in den Keller. Und bin einfach nur neugierig. :)
Kannst du erkennen woher Gedanken kommen und wohin gehen sie?
Entweder sie kommen aus dem "Nichts"...oder es ist ein Auslöser da - der Auslöser kann auch ein Gedanke sein.
Kennst du den nächsten Gedanken?
Nein.. leider nicht. :) Aber ich denke, man kann denn nächsten Gedanken bewusst in eine Richtung lenken, wenn mir klar ist, dass ich den Gedanken "mag" oder "nicht mag".
Kann ein Gedanke der erschienen ist ungeschehen gemacht werden?
Nein. Er war einfach nur da. Aber man bewertet ihn halt. Und "spinnt" ihn weiter... bis zum nächsten "neuen" Gedanken.
Irgendwie ist das Bewerten und Weiterführen der Gedanken leichter - das "nur" beobachten wo sie herkommen und wie es mit ihnen weiter geht, ist anstrengender. Vielleicht kann man den Gedanken ungeschehen machen, in dem man ihn ziehen lässt - vergisst. Aber warum sollte man einen Gedanken ungeschehen machen... ist ja im Moment des auftauchens ja noch nichts passiert...
Ich hab auch mal eine ähnlich gute Frage gehört: Was passt alles in einen Gedanken?
Ich denk, die Frage ist nicht zu beantworten. :)

Denke an 3 verschiedene Städtenamen, mache das 3 mal hintereinander.
Wusstest du welcher Städtename auftaucht bevor er erschienen ist?
Nein. Aber sie tauchen auch nicht sofort auf. Als wie man eine Bestellung aufgibt: "Ich brauche einen Städtenamen"...Zeit vergeht.... "München"...."Einen Zweiten"....Zeit vergeht... "London"...
Ich kann auch nur Städte nennen die ich kenne. Ich denk, die Fragen beziehen sich hier nicht auf das Herleiten. Sondern ob ich eine Kontrolle über das Erscheinen der Gedanken habe.
Ich kann jetzt sagen: ich "verstehe", dass ich keine Kontrolle habe. Aber das stimmt nicht. Weil wenn ich das verstehen würde, dann würde/könnte ich das Kontrollieren loslassen.
Gerade denke ich, ob ein Gedanke den nächsten Gedanken kontrolliert, in dem er einfach nur vor ihm da war...
Hast du den Gedanken gemacht?
Nein. Aber er kann nur durch meine Erfahrungen entstehen, und nur ich kann ihn wahrnehmen.
Kannst du einen Denker finden der Gedanken erschafft, oder geschieht einfach “denken”?
"denken" geschieht einfach... Hm... Aber das wahrnehmen der Gedanken... Wieso ist das anstrengend? Müsste das nicht auch einfach geschehen?

Puhhh... Interessant...
Und ich hoff, ich schreib nicht ein zu wildes Durcheinander... :)
LG

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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby barb » Tue Sep 29, 2020 10:55 am

Entweder sie kommen aus dem "Nichts"...oder es ist ein Auslöser da - der Auslöser kann auch ein Gedanke sein.
Woher kommt der auslösende Gedanken? Ist es sicher, dass ein Gedanke einen anderen auslöst – also quasi den nächsten Gedanken gebiert? Oder folgt einfach ein Gedanken dem nächsten, und mal passen sie thematisch zusammen und dann wieder nicht...? Schau da noch mal genau nach... :)
Kennst du den nächsten Gedanken?
Nein.. leider nicht. :)
Warum leider? Wenn du den nächsten schon kennen würdest, dann wäre es ja nicht der nächste, sondern er wäre schon hier... ;)
Aber ich denke, man kann denn nächsten Gedanken bewusst in eine Richtung lenken, wenn mir klar ist, dass ich den Gedanken "mag" oder "nicht mag".
Wie kommt diese Absicht zustande dass ein Gedanke „bewusst“ gelenkt wird?
Kann ein Gedanke der erschienen ist ungeschehen gemacht werden?
Nein. Er war einfach nur da. Aber man bewertet ihn halt. Und "spinnt" ihn weiter... bis zum nächsten "neuen" Gedanken.
Ist da ein „man“ der das steuert, so wie ein Kapitän ein Schiff, oder ist da einfach eine Abfolge von Gedanken – ganz automatisch? (Bitte beantworte die Fragen allesamt nicht intellektuell, sondern schau wirklich wieder nach, indem du Denkprozesse beobachtest)
Gerade denke ich, ob ein Gedanke den nächsten Gedanken kontrolliert, in dem er einfach nur vor ihm da war...
Haha, ja sagt ein Gedanke :))
Hast du den Gedanken gemacht?
Nein. Aber er kann nur durch meine Erfahrungen entstehen,
Ja, Gedanken beziehen sich immer auf vergangene Erfahrung, sprich jeder Gedanke ist eine Erinnerung.
und nur ich kann ihn wahrnehmen.
Stört das?
Kannst du einen Denker finden der Gedanken erschafft, oder geschieht einfach “denken”?
"denken" geschieht einfach... Hm... Aber das wahrnehmen der Gedanken... Wieso ist das anstrengend? Müsste das nicht auch einfach geschehen?
Alles was ungewohnt ist erscheint erst mal anstrengend. Meistens plappern die Gedanken so vor sich hin und werden nur hin und wieder bemerkt.
Wird nicht „anstrengen“ genauso wahrgenommen? Ist „sich anstrengen“ nicht ebenso eine Erscheinung die wahrgenommen wird?
Puhhh... Interessant...
Haha, ja ist schon spannend wenn man da zu beobachten beginnt... Mach das immer wieder, denn es geht hier hauptsächlich darum die Natur der Gedanken zu durchschauen. Mit den Übungen und Hinweisen wollen wir untersuchen ob 1. Gedanken etwas von der Realität wissen können, und 2. ob das getrennte „Ich“ mehr ist als ein Gedanke.

Was wir hier machen ist folgendes:
Wir trennen die Wahrnehmung der erfahrenen Realität von den Interpretationen durch Gedanken. 

Dinge werden getan - es gibt aber kein Ich, das sie tut. Dieses Ich war durch Interpretation hinzugefügt.

Die wahrgenommen Realität klingt sehr theoretisch - es ist einfach alles, was durch die 5 Sinne wahrgenommen werden kann; gesehen, gehört, berührt oder als Körperempfindung wahrgenommen, geschmeckt und gerochen werden kann. 

Hinzu kommt, dass der Vorgang des denkens wahrgenommen werden kann, Gedankeninhalte jedoch nicht. Du kannst nicht in den Apfel beißen, an den du denkst.
Und ich hoff, ich schreib nicht ein zu wildes Durcheinander... :)
Ganz und gar nicht! Das ist super, dass du frisch von der Leber weg schreibst was so einkommt. Es gibt keine falschen Antworten, und wenn ich mal wo nicht mitkomme frage ich einfach nach...
Ich kann jetzt sagen: ich "verstehe", dass ich keine Kontrolle habe. Aber das stimmt nicht. Weil wenn ich das verstehen würde, dann würde/könnte ich das Kontrollieren loslassen.
Welche Kontrolle?

Achte bitte sorgfältig auf alle Körperreaktionen und Gedanken die auftauchen wenn du folgende Sätze liest und schreibe alles gleich auf:

Es gibt kein separates Selbst das irgendetwas verstehen könnte oder irgendwas loslassen kann und hat es auch niemals gegeben, es gibt auch jetzt genau in diesem Moment kein getrenntes „Ich“.
Das Ich ist eine Illusion, eine Täuschung, ein unbeweisbarer Gedankeninhalt.
Es gibt nur Prozesse, die passieren, aber niemandem gehören.
Da ist niemand, der über irgendetwas eine Kontrolle hat, nur Leben, das sich entfaltet.


Bin schon neugierig auf deine Antworten :)
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby Dannex » Tue Sep 29, 2020 7:48 pm

Kennst du den nächsten Gedanken?
Nein.. leider nicht. :)
Warum leider? Wenn du den nächsten schon kennen würdest, dann wäre es ja nicht der nächste, sondern er wäre schon hier... ;)
Du bist gut. :)
Das ist super, dass du frisch von der Leber weg schreibst was so einkommt. Es gibt keine falschen Antworten, und wenn ich mal wo nicht mitkomme frage ich einfach nach...
Ich glaub eher, dass ich nicht mitkomme...:)
Aber das ist sehr gut so. Ich seh da eine Grenze. Da muss ich drüber...
Wie wenn man abends den Sternenhimmel beobachtet - Gedanklich nicht zu erfassen, man kann anfangen, aber am Ende bleibt nur das Staunen.

Los gehts....
Oder folgt einfach ein Gedanken dem nächsten, und mal passen sie thematisch zusammen und dann wieder nicht...?
Sie bleiben manchmal thematisch zusammen und mal wieder nicht. Wann der Wechsel ist?
Ich meine, er folgt dem Focus meiner Aufmerksamkeit.
Aber was lenkt meine Aufmerksamkeit..? Eigentlich eine Aktion von außen... Aber wo bleibt hier der "freie Wille"? Man ist ja, falls es so ist, dem "außen" hilflos ausgeliefert. Hm... Aber man reagiert doch, man reagiert auf... warum reagiere ich eigentlich?
Wie kommt diese Absicht zustande dass ein Gedanke „bewusst“ gelenkt wird?
Durch den... Jetzt hätte ich fast "Willen" gesagt. :)
Wenn ich merke das mir das Denken diesen einen Gedanken(strags) nicht gut tut, dann versuche ich an etwas anders zu denken... :) ...ja, ich "versuche".
Ist da ein „man“ der das steuert, so wie ein Kapitän ein Schiff, oder ist da einfach eine Abfolge von Gedanken – ganz automatisch? (Bitte beantworte die Fragen allesamt nicht intellektuell, sondern schau wirklich wieder nach, indem du Denkprozesse beobachtest)
Irgendwie kann ich die Grenze nicht überschreiten, dass ich mir danach nicht hilflos vorkomme. Schwierig zu beschreiben...Es macht keinen Sinn die Gedanken zu steuern, bzw. es versuchen. Es macht, wie geschrieben, irgendwie hilflos.. fast ein wenig traurig.
nur ich kann ihn (den Gedanken) wahrnehmen.
Stört das?
Nein. Ich wollte damit sagen, dass ich wahrnehmen kann. Und ich bewerte ihn. ...aber ich kann nicht sagen, wie ich ihn bewerte. :)... die Bewertung ist ja auch nur ein Gedanke.
Wird nicht „anstrengen“ genauso wahrgenommen? Ist „sich anstrengen“ nicht ebenso eine Erscheinung die wahrgenommen wird?
Ja, ist nur eine Wahrnehmung. Die dann vielleicht bewertet wird. Hm... Ich überlege... Kann ich mich bewusst entscheiden, nichts zu bewerten? Oder anders gesagt: Meine Gedanken sind Reaktionen von außen..
Hm.. bei "schlaflosen" Nächten, beim Grübeln... da entstehen sie auch einfach "von selbst"... also doch nix mit "von außen".,,Faszinierend :) ..wenn ich sie nicht beachte, bin ich ein freier Mensch - so die Theorie. :)
Ich kann jetzt sagen: ich "verstehe", dass ich keine Kontrolle habe. Aber das stimmt nicht. Weil wenn ich das verstehen würde, dann würde/könnte ich das Kontrollieren loslassen.
Welche Kontrolle?
:) Ich kann keine richtige, bzw wahrheitsgemäße Antwort "generieren".
Ich denk, die Kontrolle ist das Gefühl nicht hilflos zu sein, bzw sich nicht hilflos zu fühlen...
Achte bitte sorgfältig auf alle Körperreaktionen und Gedanken die auftauchen wenn du folgende Sätze liest und schreibe alles gleich auf:
Es gibt kein separates Selbst das irgendetwas verstehen könnte oder irgendwas loslassen kann und hat es auch niemals gegeben
Ich hab das Gefühl nicht loslassen zu können... nicht frei zu sein, obwohl ich das will.
es gibt auch jetzt genau in diesem Moment kein getrenntes „Ich“
Ich verstehe das "kein getrenntes "Ich"" nicht. Von was bin ich getrennt?
Das Ich ist eine Illusion, eine Täuschung, ein unbeweisbarer Gedankeninhalt.
Würde sie gerne sehen... seh sie (noch) nicht...
Es gibt nur Prozesse, die passieren, aber niemandem gehören.
Macht mich irgendwie traurig... ich bin auch nur ein Prozess.
Da ist niemand, der über irgendetwas eine Kontrolle hat
Wieder diese Hilflosigkeit...
Aber
nur Leben, das sich entfaltet
strahlt einen Frieden aus...
Dieses "nur" ist so einfach... schön... so klar.

Beim nochmaligen durchlesen der Antworten ist mir aufgefallen, dass ich emotional geantwortet habe.
Nun würde ich wahrscheinlich passende "intellektuelle" Antworten geben.
Schön wären wahrscheinlich bewusste Antworten gewesen.
Aber alles ist ja ein Prozess... :)

Danke für die Fragen. :)
LG

barb
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby barb » Wed Sep 30, 2020 12:38 pm

Ich glaub eher, dass ich nicht mitkomme...:)
Einfach nachfragen wenn was nicht klar ist, wir haben keine Eile … :)
Ich meine, er folgt dem Focus meiner Aufmerksamkeit.
Aber was lenkt meine Aufmerksamkeit..? Eigentlich eine Aktion von außen... Aber wo bleibt hier der "freie Wille"? Man ist ja, falls es so ist, dem "außen" hilflos ausgeliefert. Hm... Aber man reagiert doch, man reagiert auf... warum reagiere ich eigentlich?
Was macht „Aufmerksamkeit“ zu „deiner“ Aufmerksamkeit?

Wo der „freie Wille“ bleibt, und ob es wirklich sowas wie „außen“ und „innen“ gibt, das schauen wir uns ein wenig später noch genauer an... :D
Wenn ich merke das mir das Denken diesen einen Gedanken(strags) nicht gut tut, dann versuche ich an etwas anders zu denken... :) ...ja, ich "versuche".
Und wie kommt dieses „mir etwas nicht gut tut“ zustande?
Schwierig zu beschreiben...Es macht keinen Sinn die Gedanken zu steuern, bzw. es versuchen. Es macht, wie geschrieben, irgendwie hilflos.. fast ein wenig traurig.
Ja, das kann schon geschehen wenn Illusionen sich aufweichen... Ist es möglich diese Gefühle erstmal einfach da sein lassen? Sollte es im Laufe des Prozesses mal ein wenig heftiger werden mit Emotionen, dann gib mir bitte Bescheid damit wir da näher hinschauen können.
Nein. Ich wollte damit sagen, dass ich wahrnehmen kann. Und ich bewerte ihn. ...aber ich kann nicht sagen, wie ich ihn bewerte. :)... die Bewertung ist ja auch nur ein Gedanke.
Genau... :)
es gibt auch jetzt genau in diesem Moment kein getrenntes „Ich“
Ich verstehe das "kein getrenntes "Ich"" nicht. Von was bin ich getrennt?
Haha, ja genau, du bist ja nicht getrennt. Aber die Ich-Illusion basiert ja hauptsächlich auf der Einbildung, dass es einen Manager „Ich“ gibt, der „sein“ Leben sozusagen steuert, als ob da eine Trennung wäre zwischen dem „Ich“ und dem Leben, als ob „dein Leben“ ein abgebrochenes Stück vom Ganzen wäre. Weißt du was ich meine?

Du hast in den Eingangsfragen folgendes geschrieben:
Also, dass ich nur eine Geschichte bin und dass ich die Geschichte selbst am Laufen halte versteh ich - denk ich – einigermaßen.
Hier ist es wichtig den Unterschied zu sehen zwischen „es gibt mich nicht“ und es existiert kein „Ich“. Natürlich existierst du (du ist in diesem Fall ganz unpersönlich gemeint), sonst könnten wir hier ja nicht schreiben... :) Es ist halt ein wenig schwierig mit Worten das Sein zu umschreiben, Worte sind einfach nur Hilfsmittel zur Kommunikation und zur Navigation. Auch „Ich“ ist einfach nur ein Wort. Doch wir sind so stark konditioniert den Worten mehr zu glauben als der erfahrbaren Realität...
Macht mich irgendwie traurig... ich bin auch nur ein Prozess.
Kommt drauf an was du mit dem Wort „Prozess“ assoziierst... :)) Nicht mal ein Stein ist wirklich statisch, wie könntest „du“ es dann sein... ;)
nur Leben, das sich entfaltet
strahlt einen Frieden aus...
Dieses "nur" ist so einfach... schön... so klar.
Schön... :) Ja, es ist wirklich so "einfach", viel zu einfach für den Verstand, das macht es nicht unbedingt leicht... :) Der „Hilflosigkeit“ widmen wir uns ein wenig später wenn das für dich in Ordnung ist...
Beim nochmaligen durchlesen der Antworten ist mir aufgefallen, dass ich emotional geantwortet habe.
Nun würde ich wahrscheinlich passende "intellektuelle" Antworten geben.
Schön wären wahrscheinlich bewusste Antworten gewesen.
Aber alles ist ja ein Prozess... :)

Es gibt keine falschen Antworten, das hier ist auch kein Quiz oder eine Prüfung oder so. Es ist „dein“ Prozess, und je frischer die Antworten desto besser … :)


Widmen wir uns jetzt mal dem was wir direkte Erfahrung/Erleben (DE) nennen:

Es ist gut sich etwas Zeit zu nehmen, um zu schauen, was direktes Erleben ganz konkret ist – das erleichtert alle anderen Schritte. 

Wenn ich dich zum Beispiel frage, wie das Wetter bei dir ist kannst du es mal kurz googeln, du kannst darüber nachdenken was der Wetterbericht gesagt hat, du kannst jemanden anrufen und nachfragen – oder du stehst einfach auf und schaust aus dem Fenster. Ganz sicher kannst du dir nur sein, wenn du selber geguckt hast, oder?

Wenn du mal nachsiehst, kannst du etwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?

Alles, was gesehen, gehört, berührt, gerochen und geschmeckt werden kann, ist das Wirkliche, das was ist. Gedankeninhalte können nicht wirklich erlebt werden, nur in der Fantasie. Die meiste Zeit bewegen wir uns in dieser Cyberwirklichkeit und nehmen gar nicht an dem Leben teil, durch das der Körper geht.

Probiere es mal aus wie es ist, in der Wirklichkeit zu sein. Reduzieren dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind. Das könnte ungefähr so aussehen:

Ein Auto – sehen oder hören
den Wind – spüren
das Essen – riechen oder schmecken
das Klirren des Kaffeelöffels beim Umrühren – hören
die Wärme der Tasse - spüren
die Zahnpasta auf der Zahnbürste – riechen
die Zahnbürste im Mund – spüren
Wasser im Gesicht – spüren
Gedanken an die Arbeit – denken
usw.


Mache diese Übung so häufig wie möglich über den ganzen Tag verteilt. Benenne die Erfahrungen einfach als sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken. Am besten ist es, wenn du die Benennung laut machst wenn du alleine bist, das ist noch effektiver. Und du brauchst auch nicht jede Sinneswahrnehmung zu labeln, finde einfach einen Takt der angenehm und bequem ist, so alle paar Sekunden vielleicht... :)



Erzähl mal, wie das ging und was dir aufgefallen ist – und gib mir ein paar Beispiele.
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby Dannex » Wed Sep 30, 2020 8:36 pm

Was macht „Aufmerksamkeit“ zu „deiner“ Aufmerksamkeit?

Erst wenn ich über das Beobachtet nachdenke, meine ich es betrifft mich...
Hab gerade eine Fliege im Zimmer. Die stört. Aber was stört? ...wenn sie auf meinem Arm sitzt, sitzt sie. Aber dann kommt das Gefühl sie stört. Ist ein Gefühl ein Gedanke? Hm... Schwierig...
Und wie kommt dieses „mir etwas nicht gut tut“ zustande?
Bleiben wir bei der Fliege :) Da lässt sich die Frage vermutlich "evolutionstechnisch" beantworten - Wenn etwas meine "Existenz" bedroht. Wie so manches, was ich zum Schutz meiner Gesundheit ablehne. Vielleicht ist das ein Reflex - der in den Genen gespeichert ist. Was hier im Fall bei der Fliege ist, dass sie evtl. als Krankheitsüberträger meinen Körper bedroht.
Aber wenn ich so Nachdenke, dann lehne ich eigentlich alles ab, was meine "Existenz" bedroht. Ich hab eine Vorstellung von der Zukunft und alles was das Endergebnis bedroht... lehne ich ab. Hm... Interessante Frage: wo kommt das her...
...und hab ich einen Einfluss darauf? Eigentlich nicht...
Ist es möglich diese Gefühle erstmal einfach da sein lassen? Sollte es im Laufe des Prozesses mal ein wenig heftiger werden mit Emotionen, dann gib mir bitte Bescheid damit wir da näher hinschauen können.
Es ist nicht überwältigend das Gefühl... noch nicht.. (ist vielleicht ein wenig wie "Angst")
Wenns zu heftig wird, sag ich Bescheid... :)
als ob da eine Trennung wäre zwischen dem „Ich“ und dem Leben, als ob „dein Leben“ ein abgebrochenes Stück vom Ganzen wäre. Weißt du was ich meine?
Theoretisch, ja... aber mit der praktischen Umsetzung hapert es ein wenig. :)
Doch wir sind so stark konditioniert den Worten mehr zu glauben als der erfahrbaren Realität...
Ja, ok... aber was ist das, was sich konditionieren lässt? Wenn ich eine Geschichte bin... es müsste quasi der Gedanke einen Gedanken beeinflussen. Es wird ja was abgespeichert - um es später, für was für einen Gedanken auch immer, zu verwenden... Hm... oder auch nicht.
Kommt drauf an was du mit dem Wort „Prozess“ assoziierst...Nicht mal ein Stein ist wirklich statisch, wie könntest „du“ es dann sein...
Wollte damit sagen, dass ich dann nur ein "Stein" bin.. eigentlich dann nicht mehr "so wichtig" :)

Mir fällt gerade auf, dass ich mir nun mal wieder selbst auf Antworten Fragen stelle. Warum passiert das? Es ist ja eigentlich ein Paradoxon, oder... Hat man da einen an der Waffel, oder ist das, das "getrennte Ich"? :)
Der „Hilflosigkeit“ widmen wir uns ein wenig später wenn das für dich in Ordnung ist...
Ja gern.. ...Danke. :) ... Ich freu mich, das mit dir hier zu machen.
Widmen wir uns jetzt mal dem was wir direkte Erfahrung/Erleben (DE) nennen:

Ticken der Uhr: hören
Wäsche zusammenlegen: spüren, riechen
Haferflocken essen: schmecken, spüren, riechen
Auf Fliesen stehen: spüren
Fliege: sehen, spüren, denken
Ofen: spüren, hören
duschen: spüren, hören, riechen


Mir ist dabei aufgefallen, dass die Geräusche lauter sind als sonst. Und irgendwie hatte ich das Gefühl dabei, dass alles langsamer geht. Ich schweifte aber auch schnell wieder in Gedanken ab...
Hm... mit was für einen "Sinn" benennt man eigentlich "Gedanken beobachten" ? :)

barb
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby barb » Thu Oct 01, 2020 11:33 am

Ist ein Gefühl ein Gedanke? Hm... Schwierig...
Das schauen wir uns noch genauer an, wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht verzetteln... :) Versuche am besten immer auf die Fragen und Hinweise die ich dir gebe zu fokussieren, damit wir nicht den Überblick verlieren... :)
Und wie kommt dieses „mir etwas nicht gut tut“ zustande?
Bleiben wir bei der Fliege :) Da lässt sich die Frage vermutlich "evolutionstechnisch" beantworten - Wenn etwas meine "Existenz" bedroht. Wie so manches, was ich zum Schutz meiner Gesundheit ablehne. Vielleicht ist das ein Reflex - der in den Genen gespeichert ist. Was hier im Fall bei der Fliege ist, dass sie evtl. als Krankheitsüberträger meinen Körper bedroht.
Aber wenn ich so Nachdenke, dann lehne ich eigentlich alles ab, was meine "Existenz" bedroht. Ich hab eine Vorstellung von der Zukunft und alles was das Endergebnis bedroht... lehne ich ab. Hm... Interessante Frage: wo kommt das her...
...und hab ich einen Einfluss darauf? Eigentlich nicht...
Ja genau, es gibt Anziehung und Ablehnung. Vieles davon sicher evolutionstechnisch, anderes wieder konditioniert.
Kannst du sehen, dass du nicht wirklich „entscheidest“ was du ablehnst und was dich anzieht, sondern dass das auch Gegebenheiten sind?
Ja, ok... aber was ist das, was sich konditionieren lässt?
Was wäre, wenn es keine zufriedenstellende Antwort darauf gäbe? Wenn es darauf hinausläuft dass du zwar weißt DASS du bist (also dass Sein ist), aber niemals wissen kannst WAS du bist? Lass das mal ein bisschen wirken...
Wenn ich eine Geschichte bin... es müsste quasi der Gedanke einen Gedanken beeinflussen. Es wird ja was abgespeichert - um es später, für was für einen Gedanken auch immer, zu verwenden... Hm... oder auch nicht.
Nicht „du“ bist eine Geschichte, sondern das „Ich“ ist eine Geschichte... :)
Mir fällt gerade auf, dass ich mir nun mal wieder selbst auf Antworten Fragen stelle. Warum passiert das? Es ist ja eigentlich ein Paradoxon, oder... Hat man da einen an der Waffel, oder ist das, das "getrennte Ich"? :)
Das ist der Verstand der immer wissen will :) Es geht hier nicht darum dem Verstand Antworten zu geben, denn auf jede Antwort kommen wieder viele neue Fragen. Versuche diese Fragen die auftauchen durchziehen zu lassen und komme immer wieder zu dem was wirklich jetzt hier ist - der direkten Erfahrung – zurück.
Ticken der Uhr: hören
Wäsche zusammenlegen: spüren, riechen
Haferflocken essen: schmecken, spüren, riechen
Auf Fliesen stehen: spüren
Fliege: sehen, spüren, denken
Ofen: spüren, hören
duschen: spüren, hören, riechen

Mir ist dabei aufgefallen, dass die Geräusche lauter sind als sonst. Und irgendwie hatte ich das Gefühl dabei, dass alles langsamer geht. Ich schweifte aber auch schnell wieder in Gedanken ab...
Gut beobachtet! Kannst du dieses Übung immer wieder mal in den Alltag integrieren? Das ist wirklich eine gute Basis für unsere Untersuchung. Und wenn du merkst dass du in Gedanken abgeschweift bist, dann freue dich, dass du es gemerkt hast und komme wieder zum Benennen der direkten Erfahrung zurück...
Hm... mit was für einen "Sinn" benennt man eigentlich "Gedanken beobachten"
„Denken“... ;)

Betrachte den Verstand als automatische Etikettiermaschine, einen Sprecher ohne An/Aus Knopf. Gedanken sind einfach das – Etiketten. Ihr Zweck ist zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und die Geschichte zu erzählen.

Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne wieder und dann öffne die Augen:

Sieh dich langsam im Zimmer um.
Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen. Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest.

Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert. Dann schließe die Augen wieder.

Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl
taucht auf, und Gedanken etikettieren es.
Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird.

Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Das ist bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... ganz besonders spannend zu beobachten, schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))

Dann denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Weißt du, welche Zahl kommt, bevor sie erscheint?

Und dann beobachte wie oft ein “Ich”-Gedanke auftaucht. Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?


Beschreibe mir wieder, wie es dir damit geht.. :)
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Dannex
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby Dannex » Thu Oct 01, 2020 8:27 pm

Kannst du sehen, dass du nicht wirklich „entscheidest“ was du ablehnst und was dich anzieht
Sehen ist schwierig, aber verstehen tu ich es, denk ich. Ich kann mir z. B. nicht aussuchen, in wenn ich mich verliebe. :)
Es gibt ein schönes Zitat: Viele verwechseln die Schönheit mit dem, was ihnen gefällt. (Ernst Ferstl)
...sondern dass das auch Gegebenheiten sind?
Das zusehen ist noch schwieriger. Man meint es ist "real", was man über eine Sache denkt. Mit'm denken fangen die Probleme an.. :) ...oder mit dem Bewerten... Hm... verdammt.... bewerten ist ja auch nur wieder ein Gedanke.
Was bleibt mir eigentlich über, kann ich irgendwas bestimmen?
Irgendwas muss ich doch mit den Gedanken machen... ich nehm ihn doch wahr. Ist Wahrnehmung ist doch eine Aktion* ? Ein aktiver Teil - es passiert was...
*Ich wollte schon schreiben "meinerseits". Aber ich hatte schon deine Frage Im Ohr: was ich dazu tue, zu Aktion? Sie passiert genauso, wie sie passiert - als würde sie voher schon feststehen...
aber niemals wissen kannst WAS du bist?
Aber es gibt jemanden, der das weiß - Frag aber mich aber nicht, wer das ist... :)
Wahrscheinlich lieg ich nun total falsch, aber: Ich nehme Gedanken wahr, Du nimmst Gedanken wahr. Da ist doch eine Trennung, oder? Und wo es Trennung gibt, gibt es Teile... und ein Teil kann sich selbst nicht beobachten... Und wenn jemand die Summe der Teile ist.
Ich liege falsch. Er könnte sich selbst nicht wahrnehmen - Ja, wir werden es niemals "wissen".
Beschreibe mir wieder, wie es dir damit geht..
Nach dem öffnen der Augen... es ist echt brutal wie schnell der Verstand, zumindest meiner :), arbeitet. Er stürzt sich regelrecht auf Dinge und holt dann Informationen aus dem Gedächtnis... und versucht "gleichzeitig" die Frage "Beschreibe mir wieder, wie es dir damit geht.." zu beantworten. Beim geschlossenen Augen, das selbe Spiel. Ein Geräusch, und er stürzt sich drauf: "Hurra!! da ist es was..."
Mir ist das heute Früh, beim der Fahrt zur Arbeit so etwas ähnliches auch aufgefallen. Ich fuhr bei einem Elektro-Geschäft vorbei, mit dem ich letzte Woche zu tun hatte. Und schon ging es los - der ganzer "Rattenschwanz"... eine Gedanke nach dem anderen um das Thema.
Was mir noch aufgefallen ist, dass man im Nachhinein irgendwie sein "Ok" für einen Gedanken gibt - so ein "ja genau".
Wie bei der Frage "an eine Zahl denken".... 21... Genau die Zahl "wollte" ich denken.
Und dann beobachte wie oft ein “Ich”-Gedanke auftaucht. Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
"Ich" kommt immer wen eine Reaktion darauf folgen sollte. Würd fast sagen: Alles was meiner "Meinung" nach und auch gentechnisch wichtig ist, das Leben in meinem Körper, auf den Planeten ermöglicht und den Bestand der Körper auf dem Planeten fort bzw. weiter zuführt.
Ich habe Hunger - Essen
Ich habe Durst - Trinken
Ich bin Müde - Ruhen
Ich bin Verliebt - ...
Ich möchte einen BMW - Status
Ich bin traurig - Änderung des momentanen Zustands (empfohlen).

Ich denke, der "Ich" Gedanke ist ein... für den Körper wichtiger Gedanke. (oder?)
Hm... eigentlich ist es nur ein Informations-Gedanke. Der halt "Lebenswichtig" ist.
Beide haben den gleichen Urspurng:
- Kalt
- Mir ist kalt
Beim zweiten muss bzw. sollte "Ich" was ändern
...Interessant. :)

Oh man, beim zweiten durchlesen... "Mir" und "Ich" ist ja nicht das selbe.
I

barb
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby barb » Fri Oct 02, 2020 11:21 am

Das zusehen ist noch schwieriger. Man meint es ist "real", was man über eine Sache denkt. Mit'm denken fangen die Probleme an.. :) ...oder mit dem Bewerten... Hm... verdammt.... bewerten ist ja auch nur wieder ein Gedanke.
Ja genau, gut gesehen :) Deshalb untersuchen wir die Gedanken und versuchen sie von der direkten Erfahung – von dem was jetzt wirklich hier erfahrbar ist – zu unterscheiden...
aber niemals wissen kannst WAS du bist?
Aber es gibt jemanden, der das weiß - Frag aber mich aber nicht, wer das ist... :)
Ist das wirklich wahr? Oder bloß wieder eine Gedankengeschichte, zusammengereimt aus allem was bisher gelesen und gehört wurde?
Wahrscheinlich lieg ich nun total falsch, aber: Ich nehme Gedanken wahr, Du nimmst Gedanken wahr. Da ist doch eine Trennung, oder? Und wo es Trennung gibt, gibt es Teile... und ein Teil kann sich selbst nicht beobachten... Und wenn jemand die Summe der Teile ist.
Ich liege falsch. Er könnte sich selbst nicht wahrnehmen - Ja, wir werden es niemals "wissen".
Haha :)) Zu viele Gedanken! Gedanken können über sich selbst niemals hinaus, sie sind auch Teil des einen Ganzen... Wir wollen hier nicht intellektuell irgendwas lösen, oder neues Wissen ansammeln, das alles steht dem eigentlichen einfachen Sehen im Weg. Wenn die Gedanken wieder Karussell fahren, und du es bemerkst, dann höre nicht auf sie! Versuche in die direkte Erfahrung zu kommen: sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken...

Aufkommende Gedanken gehören zur Vielfalt des Erlebens genauso wie Farben, Klänge, Empfindungen.
Jedoch der Inhalt, das wovon die Gedanken erzählen, das Kommentieren, die andauernde Geschichte... entspricht das der Wahrheit, ist das real erfahrbar? Oder ist es nichts als eine Geschichte?
Diese Frage wird uns weiterhin begleiten.

Braucht es ein „Ich“ zum wahrnehmen? Oder geschieht „wahrnehmen“ einfach?

„Weht“ ein „Wind“? Also ist da ein Wesen namens „Wind“ und macht der eine Tätigkeit - „wehen“? Oder wird das Happening des „wehens“ als „Wind“ bezeichnet? Existiert Wind ohne wehen?

Probiere es mit Klängen aus. Halte zwei Minuten inne und lausche aufmerksam allen Geräuschen, die im Moment wahrzunehmen sind.

Gibt es einen Hörenden, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird?
Wo passiert Hören?
Achte auf entfernte Geräusche. Wo befindet sich der Hörende jetzt?
Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt.
Ist es möglich, sie zu definieren?

Mir ist das heute Früh, beim der Fahrt zur Arbeit so etwas ähnliches auch aufgefallen. Ich fuhr bei einem Elektro-Geschäft vorbei, mit dem ich letzte Woche zu tun hatte. Und schon ging es los - der ganzer "Rattenschwanz"... eine Gedanke nach dem anderen um das Thema.
Super, da kommst du ja schon ganz gut rein ins Gedanken-Beobachten. Das ist einfach nur Übungssache. Wir sind es so gewohnt von Gedankenmärchenwelten gefesselt zu sein, dass das ein wenig braucht...
Und dann beobachte wie oft ein “Ich”-Gedanke auftaucht. Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
"Ich" kommt immer wen eine Reaktion darauf folgen sollte. Würd fast sagen: Alles was meiner "Meinung" nach und auch gentechnisch wichtig ist, das Leben in meinem Körper, auf den Planeten ermöglicht und den Bestand der Körper auf dem Planeten fort bzw. weiter zuführt.
Ja, manche vertreten die Theorie, dass die Ich-Illusion eine Art Überlebensmechanismus ist (war) und in heutigen Zeiten immer weniger nötig ist...

Die Frage war aber nicht wann und wie und warum, sondern ob der Ich Gedanke von woanders herkommt als andere Gedanken, und ob ein Ich-Gedanke andere Gedanken denken kann. Bitte untersuche das nochmal genau :)
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Dannex
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby Dannex » Fri Oct 02, 2020 6:23 pm

Braucht es ein „Ich“ zum wahrnehmen? Oder geschieht „wahrnehmen“ einfach?
Nein, aber ich brauch ein Ich um damit was anzufangen... "Ich muss morgen was ein Einkaufen... um.. verdammt, morgen ist ja ein Feiertag. Wenn nun Morgen Frau Irgendwer kommt, dann kann ich nichts anbieten... man soll doch was anbieten.." usw.
Der Anfang ist der Sinn "Denken"...aber wann springt es in die Fantasie um? Einfach so? Und wird das (in die Fantasie umspringen) weniger, wenn mir das umspringen immer öfters bewusst wird? "
Könnte es sein, dass mich mein Verstand "beschützen" möchte? In dem versucht alle Eventualität die er so, oder so ähnlich in seinem Speicher hat, auf die ein, oder andere Situation durchzurechnen... :)
„Weht“ ein „Wind“? Also ist da ein Wesen namens „Wind“ und macht der eine Tätigkeit - „wehen“? Oder wird das Happening des „wehens“ als „Wind“ bezeichnet? Existiert Wind ohne wehen?
Gutes Beispiel :) ...mir fällt gerade wieder ein, dass ich mich mal als "Möglichkeit" gesehen habe. Das es weht ist eine Möglichkeit. Das ich Lebe ist auch eine Möglichkeit. Es gibt auch nichts zu erfinden, sondern nur zu entdecken. Nur Möglichkeiten überall - so die Theorie. :)
Gibt es einen Hörenden, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird?
Wo passiert Hören?
Ich bin bei Dir. Nur hab weiß ich nicht, ob ICH ein unbewertetes Geräusch haben will - Musik zum Beispiel.
Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt.
Ist es möglich, sie zu definieren?
Wenn ich denke es ist dort, dann ist es dort :) Aber es gibt ja auch Geräusche die ich nicht beachte... die sind.
ob der Ich Gedanke von woanders herkommt als andere Gedanken, und ob ein Ich-Gedanke andere Gedanken denken kann.
Ich weiß von keinem Gedanken wo er herkommt... Er taucht auf... und ich denk über ihn (manchmal) nach. Dann kommt ein neuer - dann wieder vielleicht über diesen...Man hat keine Kontrolle darüber.
Wie wenn man in eine Eisdiele geht. Und eigentlich vor dem betreten der Diele steht fest, was man sich auswählt. Und man ist beim verlassen der Diele, dann auch noch glücklich, die richtige Wahl getroffen zu haben...
Man ist gewillt zu sagen, wenn ich keine Kontrolle über meinen "freien" Willen habe, ist das Leben für mICH sinnlos...
Aber was ist Freude? Und warum hilfst du mir?

barb
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby barb » Sat Oct 03, 2020 11:23 am

Nein, aber ich brauch ein Ich um damit was anzufangen... "Ich muss morgen was ein Einkaufen... um.. verdammt, morgen ist ja ein Feiertag. Wenn nun Morgen Frau Irgendwer kommt, dann kann ich nichts anbieten... man soll doch was anbieten.." usw.
Lass uns noch mal einen weiteren Blick auf Label/Etiketten werfen:

Wir nutzen Etikette für Aspekte in der direkten Erfahrung. Die ‚Dinge‘ auf die sie sich beziehen sind real, aber die Label selber beziehen sich auf eine Sammlung von Sachen und nicht auf eine echte Entität, richtig?

Das Wort ‚Universität‘, worauf bezieht sich das Etikett? Gibt es im echten Leben eine ‚Universität‘? Es gibt Gebäude, Studenten, Bücher, Auditorien, Professoren, ist irgendetwas oder irgendjemand davon ‚Universität‘?
Oder ist das nur ein Wort das wir für Kommunikation benutzen um uns miteinander zu verständigen?

Jetzt schau dir mal das Wort ‘mich’ an. Worauf bezieht sich dieses Label? Gibt es sowas wie das ‚mich‘ im echten Leben? Da gibt es Gedanken, Gefühle, körperliche Wahrnehmungen, Gehörte Geräusche, Gesehenes – ist irgendwas davon ein ‚mich‘? Oder ist “Ich” nur ein Wort das wir für Kommunikation benutzen um uns miteinander zu verständigen?

Der Anfang ist der Sinn "Denken"...aber wann springt es in die Fantasie um? Einfach so? Und wird das (in die Fantasie umspringen) weniger, wenn mir das umspringen immer öfters bewusst wird? "
Könnte es sein, dass mich mein Verstand "beschützen" möchte? In dem versucht alle Eventualität die er so, oder so ähnlich in seinem Speicher hat, auf die ein, oder andere Situation durchzurechnen... :)
Vielleicht hast du es nicht richtig gelesen, aber wir sind hier kein philosophisches Forum das Fragen beantwortet und diskutiert... Deine Fragen sind alle nur Gedanken blabla und darauf wirst du hier keine Antworten finden. Hier geht es einzig um die Frage ob das „Ich“ real ist oder nicht, und um das herauszufinden bedienen wir uns der direkten Erfahrung. Ist es dir möglich, dass du dich auf die direkte Erfahrung konzentrierst? Dass du dich einzig auf die Fragen und Hinweise die ich dir gebe konzentrierst?
Gibt es einen Hörenden, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird?
Wo passiert Hören?
Ich bin bei Dir. Nur hab weiß ich nicht, ob ICH ein unbewertetes Geräusch haben will - Musik zum Beispiel.
Deine Antwort hat absolut nichts mit meiner Frage zu tun.
Eine andere Frage: Was willst du überhaupt? Warum bist du hier und machst diese Untersuchung? Kontempliere darüber, lass dir Zeit und gib mir keine theoretischen intellektuellen Antworten!
Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt.
Ist es möglich, sie zu definieren?
Wenn ich denke es ist dort, dann ist es dort :) Aber es gibt ja auch Geräusche die ich nicht beachte... die sind.
Das was die Gedanken sagen ist irrelevant und in dieser Untersuchung nicht von Interesse.
ob der Ich Gedanke von woanders herkommt als andere Gedanken, und ob ein Ich-Gedanke andere Gedanken denken kann.
Ich weiß von keinem Gedanken wo er herkommt... Er taucht auf... und ich denk über ihn (manchmal) nach. Dann kommt ein neuer - dann wieder vielleicht über diesen...Man hat keine Kontrolle darüber.
Wie wenn man in eine Eisdiele geht. Und eigentlich vor dem betreten der Diele steht fest, was man sich auswählt. Und man ist beim verlassen der Diele, dann auch noch glücklich, die richtige Wahl getroffen zu haben...
Das hört sich ja ganz gut an :)
Ist „Ich“ mehr als ein Gedanke? Was ist „Ich“ für dich?
Dein Thread trägt die Überschrift: „Ich will frei sein.... von mir.“ Sind da dann 2 „Ichs“, eines das das andere loswerden möchte?

Aber was ist Freude? Und warum hilfst du mir?
Die erste Frage fällt wieder ins philosophieren = uninteressant hier, die Antwort auf die zweite Frage lautet: einfach weil es das ist was geschieht... :) Jedoch muss ich schon sagen, dass ich nur für ernsthafte Sucher zur Verfügung stehe, auf intellektuelle Spielereien habe ich keine Lust, aber wenn jemand auf der Suche nach der Wahrheit ist und gewillt ist genau zu schauen, dann gerne...

Wie schon erwähnt, versuche dich bitte nur auf die Untersuchung zu konzentrieren, geh genau auf die Fragen und Pointer ein die ich dir gebe. Handle das nicht schnell ab wie einen Test in der Schule, Fragen lesen – beantworten – fertig; weiter zur Tagesordnung. Nimm die Fragen und Übungen mit in den Alltag, betrachte es von mehreren Gesichtspunkten und erst nachdem du eine Weile damit unterwegs warst schreib mir die Antworten. Das darf ruhig ein wenig länger dauern. Erkenne, dass deine ganzen Fragen sich nur im Kreis drehen, das sind intellektuelle Fragen die nichts mit der direkten Erfahrung zu tun haben.

Mir ist schon klar, dass dieses Art des Schauens ungewohnt sein kann und dass das Gedankenkarrusell nicht leicht zu ignorieren ist, aber wenn du ernsthaft dabei bist, dann kriegen wir das schon hin. Wir können auch langsamer machen, wir haben keine Eile. Integriere die Übung der direkten Erfahrung (Erfahrungen mit sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken benennen) in deinen Alltag!

Wenn du mal genau NACHSCHAUST, kannst du etwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?
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Re: Ich will frei sein... von mir.

Postby Dannex » Sat Oct 03, 2020 8:28 pm

wir sind hier kein philosophisches Forum
Ich weiß, und das ist gut so. Sonst wär ich wo anders.
Eine andere Frage: Was willst du überhaupt?
Ich will die Grenze überschreiten. Ich seh sie: Dahinter alles ganz weit, ganz einfach, ganz klar. Komm nicht darüber. Ich weiß, dass es nur ein kleiner Schritt ist.
Ich werd ihn machen... irgendwann.
Ist es dir möglich, dass du dich auf die direkte Erfahrung konzentrierst? Dass du dich einzig auf die Fragen und Hinweise die ich dir gebe konzentrierst?
Ja, ist es.
Ist „Ich“ mehr als ein Gedanke?
Nein
"Ich" ist für mich ein Hilfsmittel um meine Bedürfnisse gegenüber anderen Ichs zum Ausdruck zu bringen.
...Und mit mir (noch) selbst zu reden.
Was ist „Ich“ für dich?
Dein Thread trägt die Überschrift: „Ich will frei sein.... von mir.“ Sind da dann 2 „Ichs“, eines das das andere loswerden möchte?[/quote]
Nein, es gibt nur ein Ich - Das erste "Ich" in der Überschrift ist zum interagieren.
Auf intellektuelle Spielereien habe ich keine Lust
Ich auch nicht. Ich schreibe immer ehrlich ohne "Spielereien". Wollte nur meinen Verstand gegen die Wand fahren.
Damit bin ich bis jetzt immer an die "Grenze" gekommen - Sachen zu erfassen, die nicht zu erfassen sind, wie z.B. versuchen das Weltall "zu erfassen".
... Der Weg des "Verstand an die Wand fahren" war bisher nicht erfolgreiche Weg - er ging nur an die Grenze. Ab jetzt stellst nur du die Fragen und ich antworte.
Handle das nicht schnell ab wie einen Test in der Schule, Fragen lesen – beantworten – fertig
Hab ich nicht gemacht. Weiß nicht wie weit Zeit eine Rolle spielt... Hab mich bis jetzt jeden Abend so ca, 3 Stunden mit deiner Nachricht auseinander gesetzt: Beobachtet und "leider" nachgedacht... und unterm Tag, mehr schlecht als recht die Übungen gemacht.
Wir können auch langsamer machen, wir haben keine Eile
Nein, es passt so... ich werd nicht mehr über die Fragen "nachdenken".


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