Ende des Weges...

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Morgensterne
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Re: Ende des Weges...

Postby Morgensterne » Tue Jun 16, 2020 5:15 pm

Hi Sven,

schön, daß Du wieder da bist. Ist denn das Gefühl von Traurigkeit immer noch da?
Oder hat es sich inzwischen verändert.
Wenn Du es in der Direkten Erfahrung beobachtest:

Was wird genau erlebt damit das Gefühl die Bezeichnung "traurig" bekommt.
Welche Körperempfindungen werden dabei erlebt?
Welche Gedanken kommen auf?
Wer erlebt diese Traurigkeit?

Wenn Du das Gefühl von Freude beschreiben würdest:
Welche Körperempfindungen werden dabei erlebt?
Welche Gedanken tauchen auf?
Um nur bei den Körperempfindungen zu bleiben: wie unterscheiden sie sich von denen der Traurigkeit?


Lass Dir auch für diese Übung soviel Zeit wie Du brauchst, schaue immer wieder, auch bei "andern" Gefühlen wie vielleicht Ärger oder Wut. Beobachte die Körperempfindungen und die Gedanken die dabei auftauchen.

Nochmal eine Frage zum 2D/3D-Sehen
Es sieht nach 2-3D aus. Hier entsteht diese Traurigkeit, die ich einfach nicht erklären kann. Da anfangs keine klare Wahrnehmung dazu war, habe ich mit einem Auge experimentiert. Mit einem Auge sieht es klar 2D aus. Mit 2 Augen entsteht sofort "Tiefe". Das Merkwürdige dabei ist ein verändertes Körpergefühl mit einem Auge. Es fühlt sich "unlebendig" an. Es ist als ob "ich" verschwinde bzw. verschmelze mit der Umgebung. Dabei entsteht dann die Traurigkeit. Besser kann ich es nicht beschreiben.

Das Gehirn lässt die Welt mittels der beiden Augen als ein 3D-Bild erscheinen. Mit nur einem Auge sieht man 2D.
Aber das meine ich nicht. Schau nochmal mit beiden Augen:

Weiss das REINE Sehen etwas von Tiefe?
Weiss es etwas von Distanz oder Entfernung.
Oder werden nicht auch nur Farben und Formen gesehen?
Schau bitte nochmal genau nach, mit beiden Augen


Es fühlt sich "unlebendig" an. Es ist als ob "ich" verschwinde bzw. verschmelze mit der Umgebung.[/b] Dabei entsteht dann die Traurigkeit

Es kann schon sein, daß das Wegfallen der Ich-Illusion zuerst mit Traurigkeit erlebt wird. man hat sich schließlich ein Leben lang getäuscht und unter falschen Annahmen gelebt. Auch die Beziehung zu anderen Menschen wird sich verändern. Wer könnte mit wem in Beziehung sein?
Statt dessen kann aber auch ein Gefühl von Verbundenheit mit allem auftauchen!!!

Liebe Grüsse
Sanna

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Dadideldum
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Re: Ende des Weges...

Postby Dadideldum » Wed Jun 17, 2020 3:42 pm

Ist denn das Gefühl von Traurigkeit immer noch da?
Ist noch da.
Was wird genau erlebt damit das Gefühl die Bezeichnung "traurig" bekommt. Welche Körperempfindungen werden dabei erlebt?
Ziehen in der Brust, flaues Gefühl im Magen, Kloß im Hals. Keine Energie.
Welche Gedanken kommen auf?
Das ist trostlos. Sinnlos.
Wer erlebt diese Traurigkeit?
Zumindest dieser Körper. Ich passt nicht so richtig. Aber irgendwie ist es persönlich.
Wenn Du das Gefühl von Freude beschreiben würdest: Welche Körperempfindungen werden dabei erlebt?
Entspannt. Leicht. Energetisch.
Welche Gedanken tauchen auf?
Das ist schön.
Um nur bei den Körperempfindungen zu bleiben: wie unterscheiden sie sich von denen der Traurigkeit?
Kein Ziehen in der Brust, kein flaues Gefühl im Magen, kein Kloß im Hals, Energie ist da.
Lass Dir auch für diese Übung soviel Zeit wie Du brauchst, schaue immer wieder, auch bei "andern" Gefühlen wie vielleicht Ärger oder Wut. Beobachte die Körperempfindungen und die Gedanken die dabei auftauchen.
Ich bemerke, dass viele Vorstellungen von "Menschhaftigkeit" existieren, die alle mit dem Ich verknüpft sind. Ich hatte garnicht auf dem Schirm, dass ja auch alle Vorstellungen von anderen darin verwoben sind.

Weiss das REINE Sehen etwas von Tiefe?
Anscheinend nicht. Ich schreibe anscheinend, weil der 3D-Effeklt mal kurz weg war. Da regte sich aber Widerstand in Form der Traurigkeit.
Weiss es etwas von Distanz oder Entfernung.
Wohl nicht.
Oder werden nicht auch nur Farben und Formen gesehen?
Es werden nur Farben gesehen. Keine Formen.
Es kann schon sein, daß das Wegfallen der Ich-Illusion zuerst mit Traurigkeit erlebt wird. man hat sich schließlich ein Leben lang getäuscht und unter falschen Annahmen gelebt. Auch die Beziehung zu anderen Menschen wird sich verändern. Wer könnte mit wem in Beziehung sein?
Zum Glück kenne ich jemanden, der das hier überlebt hat und noch ein brauchbares Mitglied der Gesellschaft ist. ;-)
Statt dessen kann aber auch ein Gefühl von Verbundenheit mit allem auftauchen!!!
Das war nicht da.

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Morgensterne
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Re: Ende des Weges...

Postby Morgensterne » Thu Jun 18, 2020 7:27 pm

Hi Sven,
Ist denn dasGefühl von Traurigkeit noch da?
Ist noch da.
Ziehen in der Brust, flaues Gefühl im Magen, Kloß im Hals. Keine Energie.
Fühlt sich denn die Traurigkeit immer gleich an, gleich stark und immer an den gleichen Stellen?
Ist es möglich, diese Gefühl einfach da sein zu lassen oder Widerstand?

Verändert sich das Gefühl wenn es da sein darf so lange es will?



Oder werden nicht auch nur Farben und Formen gesehen?
Es werden nur Farben gesehen. Keine Formen.
Sehr gut erkannt, die unterschiedlichen Farben lassen dann scheinbar die "Formen" erkennen!



Lass uns noch eine Übung zur Körperwahrnehmung machen:

Finde einen ruhigen Ort und eine ruhige Zeit.
Lege dich hin, schließe die Augen und entspanne dich. Entspannung. Und Freude an der Übung!
Gedanken mögen die Situation vielleicht beschreiben als "Ich liege hier" oder "Mein Körper liegt hier" oder "Ein Körper liegt hier auf einem Sofa".
Aber kannst du diese beschreibenden Gedanken für die Dauer der Übung ausblenden und in einer entspannten Art und Weise nur Empfindung betrachten? Gedanken mögen vielleicht sagen, dass da ein angenehmer Druck ist am Rücken. Aber nur auf Empfindung achtend, woher wüsstest du etwas von "Druck" oder "Rücken"?


Wenn du dort angekommen bist, betrachte bitte folgende Fragen:

Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?
Nur im Spüren, weißt du wieviel Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?
Gibt es ein innen oder außen?
Falls es ein innen gibt - innen wovon genau? Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?

Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich? Fehlt dir irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
Ist da ein Körper, der wahrnimmt oder wird der Körper wahrgenommen? Wohnt Wahrnehmung an einem bestimmten Ort?


Lass dir wieder genug Zeit für diese Übung und mache sie ruhig öfter wenn Du kannst.


Ich bin gespannt was Du erlebst!!

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Re: Ende des Weges...

Postby Dadideldum » Sun Jun 21, 2020 8:45 am

Hey Sanna,

ich muss erst die Fragen zur Traurigkeit loswerden, bevor ich die nächste Übung angehen kann. Enspannung und Traurigkeit passen nicht gut zusammen und solange das Thema rumschwirrt kann ich mich schlecht auf die nächste Übung einlassen.
Fühlt sich denn die Traurigkeit immer gleich an, gleich stark und immer an den gleichen Stellen?
Die Traurigkeit ist nicht immer gleich stark. Es ist noch eine neue Stelle aufgetaucht. Druck um die Augen und Augenbrennen, wenn sie stärker wird. Die Intensität an diesen Stellen kann unabhängig voneinander schwanken. Außer dem Ziehen in der Brust können die anderen Sensationen auch fehlen. Das Ziehen in der Brust ist aber immer da.
Ist es möglich, diese Gefühl einfach da sein zu lassen oder Widerstand?
Schierig. Ich habe noch mehr herausgefunden. Ich hatte einmal eine Depression und die fühlte sich ganz ähnlich an - nur mit viel stärkeren Symptomen. Eine Depression fühlt sich lebensbedrohlich an, deshalb scheint es riskant das Gefühl längere Zeit da sein zu lassen und erfordert Mut.
Verändert sich das Gefühl wenn es da sein darf so lange es will?
Garnicht so einfach. Bleibt sie länger kommt Angst auf und dann wird es noch ungemütlicher. Es tut aber auch gut das mal anzuschauen, weil das Verdrängen auch viel Kraft kostet. Ich habe das einige Male angegangen und es scheint kontrollierbar, sodass ich mich da öfter hintrauen kann.

So jetzt ist's besser. :-)

Der Rest kommt später.

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Re: Ende des Weges...

Postby Morgensterne » Sun Jun 21, 2020 4:40 pm

Hallo Sven,

danke für deine Antwort und Deinen Mut da so tief zu schauen!!!

Ich möchte da erstmal nicht weiter darauf eingehen weil du nun mit den Körperübungen beschäftigt sein wirst
und ich möchte davon jetzt nicht wieder ablenken damit du in der Entspannung bleiben kannst!

Herzliche Grüße
Sanna

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Re: Ende des Weges...

Postby Dadideldum » Wed Jun 24, 2020 12:03 am

Hey Sanna,

weiter geht's... :-)
Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Nein
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Nein
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Nein
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Nein
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?
Nein
Nur im Spüren, weißt du wieviel Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?
Das Spüren weiß nichts von Zehen. Da ist nur Empfindung.
Gibt es ein innen oder außen?
Da ist kein Innen oder Außen.
Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Alle Wahrnehmungen werden von Gedanken auf eine einzige Form bezogen. Diese Form wird von Gedanken mit Körper bezeichnet.
Fehlt dir irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
Nein
Ist da ein Körper, der wahrnimmt oder wird der Körper wahrgenommen?
Weder noch. Da ist nur Wahrnehmung. Der Körper entsteht als Interpretation der Wahrnehmung.

Das war eine krasse Übung. Allerdings war "ich" danach wieder traurig. Das Ganze kommt mir vor wie ein Verlust. Da bleibt ja kein Stein auf dem anderen....

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Re: Ende des Weges...

Postby Morgensterne » Wed Jun 24, 2020 8:13 am

Hallo Sven,


Fehlt dir irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
Nein
Kannst Du sagen, welche Gedanken auftauchen wenn du sagst, daß dabei die Traurigkeit wieder hochkommt?

Das Ganze kommt mir vor wie ein Verlust. Da bleibt ja kein Stein auf dem anderen....
Gibt es in dieser Erfahrung von Verlust noch ein ICH, daß diesen Verlust bedauert?

Gibt es in dem Erleben von Traurigkeit noch ein Ich das traurig ist oder ist da einfach nur Traurigkeit?

Nimm ein Geräusch aus der Umgebung wahr, vielleicht das Rauschen vom Kühlschrank oder ein Auto auf der Straße:
Nimm auch gleichzeitig das Gefühl von Traurigkeit wahr.
Hat es mehr Präsenz als das Geräusch aus deiner Umgebung oder wird nicht alles von der selben Quelle wahrgenommen?


Heute nur mal diese kurze Übung aber es wäre gut, wenn Du sie dafür öfter machen würdest !


Bin gespannt auf Deine Antwort!

Grüsse
Sanna

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Re: Ende des Weges...

Postby Dadideldum » Thu Jun 25, 2020 11:58 pm

Kannst Du sagen, welche Gedanken auftauchen wenn du sagst, daß dabei die Traurigkeit wieder hochkommt?
So richtig bekomme ich es nicht raus. Es ist wie eine Erkenntnis oder vielleicht eher eine Ahnung, die an die Oberfläche kommt, dass eigentlich alles eine andere Bedeutung bekommt. Ich glaube es geht wirklich um den Verlust der bisherigen Lebenswirklichkeit.
Gibt es in dieser Erfahrung von Verlust noch ein ICH, daß diesen Verlust bedauert?
Eine Erfahrung von Verlust kann ich nicht finden. Die Traurigkeit und die Gedanken dazu sind Interpretation. Aber es fühlt sich in dem Augenblick nicht mehr so neutral an. Das Ganze bekommt so ein Gefühl von einer Person.
Gibt es in dem Erleben von Traurigkeit noch ein Ich das traurig ist oder ist da einfach nur Traurigkeit?
Es ist analog zu vorherigen Antwort. Ich drücke es mal anders aus. Scheinbar wird die klare Erfahrung durch die Traurigkeit getrübt und macht es schwer noch eine klare Antwort zu geben. Ein Ich ist nicht wahrzunehmen, aber es fühlt sich mehr nach Ich oder vieleicht wie gewohnt an. Ja, ich glaube das trifft es besser. Das reine Erleben fühlt sich ungewohnt und neu an und wenn sich etwas wie gewohnt anfühlt, dann fühlt es sich mehr nach Ich an. So irgendwie....
Nimm ein Geräusch aus der Umgebung wahr, vielleicht das Rauschen vom Kühlschrank oder ein Auto auf der Straße:
Nimm auch gleichzeitig das Gefühl von Traurigkeit wahr.
Hat es mehr Präsenz als das Geräusch aus deiner Umgebung oder wird nicht alles von der selben Quelle wahrgenommen?
Ab einer bestimmten Stärke des Gefühles Traurigkeit und der damit verstärkten Gedankentätigkeit wird das Geräusch quasi "übertönt" und irgendwann wird das Ganze auch abgebrochen durch Ablenkung.
Heute nur mal diese kurze Übung aber es wäre gut, wenn Du sie dafür öfter machen würdest !
Ich glaube auch, dass es sinnvoll ist diese Übung öfter zu machen. Es verändert sich etwas. Das Gleiche stelle ich auch bei Ärger und Wut fest. Meine Partnerin bringt mich nicht mehr so schnell auf die Palme. :-) Leider komme ich nicht so oft zum Üben wie ich gerne möchte.

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Re: Ende des Weges...

Postby Morgensterne » Fri Jun 26, 2020 9:44 am

Hallo Sven,

danke für Deine Antwort, wenn Du mehr Zeit brauchst dann sag Bescheid. Das ist völlig OK!

Gibt es in dem Erleben von Traurigkeit noch ein Ich das traurig ist oder ist da einfach nur Traurigkeit?
Es ist analog zu vorherigen Antwort. Ich drücke es mal anders aus. Scheinbar wird die klare Erfahrung durch die Traurigkeit getrübt und macht es schwer noch eine klare Antwort zu geben. Ein Ich ist nicht wahrzunehmen, aber es fühlt sich mehr nach Ich oder vieleicht wie gewohnt an. Ja, ich glaube das trifft es besser. Das reine Erleben fühlt sich ungewohnt und neu an und wenn sich etwas wie gewohnt anfühlt, dann fühlt es sich mehr nach Ich an. So irgendwie...]
Man kann unterscheiden zwischen einem tatsächlich vorhandenen ICH oder dem Ich-Gefühl.
Das Ich-Gefühl kann sich auf die Person beziehen die als gefühltes Zentrum erlebt wird. Vielleicht ist es das, was Du meinst "es fühlt sich wie gewohnt an"?
Es ist wichtig zu unterscheiden aus welcher Quelle das ICH-Gefühl wahrgenommen wird.
Wird es von der "angenommenen Person" aus wahrgenommen oder ist da einfach nur Wahrnehmung?



Schau mal nach, ob in "deinem Körper" irgend jemand "drin" ist.
Du kannst den Körper in der Vorstellung z.B. scannen wie bei einem MRT und schau mal nach was Du darin finden kannst.
Auch den Kopf innendrin wo das Gehirn angenommen wird.
Kannst Du da eine "Steuerungsinstanz" finden?


Ich gebe Dir heute wieder nur diese eine Übung und Du kannst die vorangehende vielleicht auch noch öfter wiederholen.

LG Sanna

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Re: Ende des Weges...

Postby Dadideldum » Sun Jun 28, 2020 8:26 am

Hey Sanna,

Ich bin ein paar Tage unterwegs und weiß nicht, ob ich zu was komme. Ich melde mich voraussichtlich am Mittwoch wieder.

LG Sven

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Re: Ende des Weges...

Postby Morgensterne » Sun Jun 28, 2020 10:04 am

Alles klar!

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Re: Ende des Weges...

Postby Dadideldum » Thu Jul 02, 2020 5:55 pm

Sodele.....
Man kann unterscheiden zwischen einem tatsächlich vorhandenen ICH oder dem Ich-Gefühl.
Das Ich-Gefühl kann sich auf die Person beziehen die als gefühltes Zentrum erlebt wird. Vielleicht ist es das, was Du meinst "es fühlt sich wie gewohnt an"?
Alles sehr schwierig zu formulieren jetzt. Beim genauen Hinschauen verschwinden Person und Körper. Zur Kommunikation würde ich 3 Zustände mit fließenden Übergängen beschreiben. 1. Sind starke Emotionen da, dann ist es als wäre da eine Person mit Ich-Gefühl als Zentrum. 2. Ab einer gewissen Entspannung ist da ein (Körper-)Objekt ohne Person und Ich-Gefühl. 3. Bei tiefem Schauen ist da ein schwacher Zustand 2 mit kurzen Phasen des Verschwindens des (Körper-)Objektes.
Es ist wichtig zu unterscheiden aus welcher Quelle das ICH-Gefühl wahrgenommen wird.
Wird es von der "angenommenen Person" aus wahrgenommen oder ist da einfach nur Wahrnehmung?
Verschiedene Quellen kann ich nicht ausmachen. Es ist eher so, dass die direkte Wahrnehmung "manipuliert" wird. Die Manipulation lässt sich nur kurz ausschalten. Es ist ungefähr so wie Gedankenlosigkeit herzustellen. Nur dass Letzteres einfacher ist und länger gehalten werden kann. Der Gedanke das Ich-Gefühl wahrzunehmen scheint es erst zu erzeugen.
Schau mal nach, ob in "deinem Körper" irgend jemand "drin" ist.
Du kannst den Körper in der Vorstellung z.B. scannen wie bei einem MRT und schau mal nach was Du darin finden kannst.
Auch den Kopf innendrin wo das Gehirn angenommen wird.
Kannst Du da eine "Steuerungsinstanz" finden?
Auch hier. Der Gedanke an einem bestimmten Ort nachzuschauen erzeugt erst den Ort bzw. das Körperteil. Eine Steuerungsinstanz ist nicht zu finden.

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Re: Ende des Weges...

Postby Morgensterne » Fri Jul 03, 2020 8:56 am

Hi Sven,


Schau mal nach, ob in "deinem Körper" irgend jemand "drin" ist.
Du kannst den Körper in der Vorstellung z.B. scannen wie bei einem MRT und schau mal nach was Du darin finden kannst.
Auch den Kopf innendrin wo das Gehirn angenommen wird.
Kannst Du da eine "Steuerungsinstanz" finden?
Auch hier. Der Gedanke an einem bestimmten Ort nachzuschauen erzeugt erst den Ort bzw. das Körperteil. Eine Steuerungsinstanz ist nicht zu finden.

Das was Du beschreibst klingt für mich als wäre die ICH-Illusion durchschaut.
Würdest Du noch sagen, daß es ein getrenntes ICH gibt?

Wie ist es mit der Traurigkeit, ist die noch da?
Falls ja - dann hätte ich dazu noch eine Übung für Dich.

Liebe Grüsse
Sanna

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Re: Ende des Weges...

Postby Dadideldum » Thu Jul 09, 2020 12:28 am

Hey Sanna,
Das was Du beschreibst klingt für mich als wäre die ICH-Illusion durchschaut. Würdest Du noch sagen, daß es ein getrenntes ICH gibt?
Ich habe etwas Probleme. Ein Ich gibt's nicht, aber bestimmte Routinen erzeugen Ängste. Ich habe hier irgendwo gelesen, dass es wie mit einer Fata Morgana ist, wo man erfährt, dass da kein Wasser ist. Der Vergleich hinkt wohl etwas. Besonders morgens, wenn ich noch im Halbschlaf bin, sind da starke Ängste. Bin ich mal wach und beginne damit das Geschehen zu beobachten, dann beruhigt sich das Ganze.
Wie ist es mit der Traurigkeit, ist die noch da? Falls ja - dann hätte ich dazu noch eine Übung für Dich.
Traurigkeit ist da und Angst. Ist so eine Wellenbewegung. Mal sind Gedanken wichtig und dann ist klar, dass es nur Phänomene ohne Bedeutung sind. Ich wäre dir sehr dankbar, wenn wir noch etwas schauen könnten.

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Re: Ende des Weges...

Postby Morgensterne » Fri Jul 10, 2020 8:03 am

Lieber Sven,

Natürlich können wir noch etwas schauen!
Ich bin froh, daß Du dazu bereit bist.

Traurigkeit ist da und Angst. Ist so eine Wellenbewegung.


Es geht darum den Widerstand gegen unangenehme Gefühle aufzugeben.

Vielleicht möchtest Du mal folgende Übung dazu machen:

Nimm dir ein wenig Zeit und tauch mal ein in diese Traurigkeit mit allem was dazu hochkommt. Versuche die Gedanken zu ignorieren und komm immer wieder ins Spüren. Lass alle Emotionen an die Oberfläche kommen die das gerade wollen. Auch solche, die du nicht gerne zulassen möchtest. Traurigkeit, Angst, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Tränen, Wut....

Lass sie erscheinen, schau sie an, erlaube ihnen ganz da zu sein. Kannst du das? Umarme sie wie eine liebender Vater seine ungewollten Kinder, die im Keller weggesperrt waren. Gib ihnen die Erlaubnis für immer da zu bleiben, falls sie das möchten... Sie sind nicht „schlecht“, Emotionen sind immer auch Wegweiser und Freunde. Schau die Traurigkeit an, bedanke dich bei ihr und frage sie, was sie beschützen möchte... Kommt da was? Und dann versuche hinter die Traurigkeit zu schauen... Ist da was?

Bitte erzähle mir, wie es dir damit geht...


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