Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Das kann ich mir irgendwie vorstellen, aber es bleibt doch Theorie. Bin gern allein und suche Kraft in mir, weil ich mir neben anderen blöd vorkomme. Habe in den letzten Jahren auch Loslassen gelernt und habe zeitweise das Gefühl bekommen, geführt zu werden.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Die Erfahrungen einer sehr nahestehenden Person mit LU. Ich habe seit langem das Gefühl, daß alles an den Menschen nur aufgesetzt und zufällig ist und frage mich, was eigentlich gewiss ist, worauf man bauen kann und wo die ursprüngliche Lebensäußerung ist.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? Es fing vermutlich an mit der Bearbeitung der Trennung meiner Eltern (Bücher v. Alice Miller); später G.I.Gurdjieff mit seinen "Movements" ("Remember yourself!"); Wilhelm Reich (ursprüngliche Lebenskraft, Charakterpanzer); in neuester Zeit Osho und Jed McKenna. Aufgrund meiner Beobachtungen und Erfahrungen im Leben, z.B. auch mit meinen Kindern, glaube ich immer weniger daran, daß das, was Leben im Kern ausmacht, von den äußeren Umständen abhängig ist. Trotzdem habe ich Mühe, einfach nur innezuhalten; ich muß mich beschäftigen und strebe von einem Buch zum nächsten.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich erwarte nichts, aber hoffe, daß die Dinge wirklich zu mir durchdringen und nicht nur im Kopf sich drehen. Ich hoffe so sehr, daß meine Rastlosigkeit, Angespanntheit und gleichzeitig Müdigkeit ein Ende findet.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Suche nach Gewissheit
Re: Suche nach Gewissheit
Hallo Seeadler,
mein Name ist Daniela und ich werde dich hier begleiten. Ist Seeadler der Name mit dem du angesprochen werden möchtest?
Damit wir beide Freude am Weg haben gibt es ein paar kleine Regeln die wichtig sind:
Bitte melde dich spätestens immer jeden 2. Tag. Wernn du pausieren möchtest dann ist das ok. Let me know. Wir aurbeiten mit Fragen und Übungen. Mach die Übungen am besten wenn du Zeit dafür hast und beobachte deine eigene Erfahrung. Es geht auch im erzählen nie um das was irgend jemand hören möchte sondern immer um die frische, direkte Erfahrung.
Bitte lass während des Guidings weitere Satsangs, Videos von Gurus und auch spirituelle Literatur weg. Das stört meist.
Solltest du noch Fragen haben lass es mich wissen.
Ich freu mich
Herzliche Grüße
Daniela
mein Name ist Daniela und ich werde dich hier begleiten. Ist Seeadler der Name mit dem du angesprochen werden möchtest?
Damit wir beide Freude am Weg haben gibt es ein paar kleine Regeln die wichtig sind:
Bitte melde dich spätestens immer jeden 2. Tag. Wernn du pausieren möchtest dann ist das ok. Let me know. Wir aurbeiten mit Fragen und Übungen. Mach die Übungen am besten wenn du Zeit dafür hast und beobachte deine eigene Erfahrung. Es geht auch im erzählen nie um das was irgend jemand hören möchte sondern immer um die frische, direkte Erfahrung.
Bitte lass während des Guidings weitere Satsangs, Videos von Gurus und auch spirituelle Literatur weg. Das stört meist.
Solltest du noch Fragen haben lass es mich wissen.
Ich freu mich
Herzliche Grüße
Daniela
Just one second can change your life
Re: Suche nach Gewissheit
Hallo Daniela,
ich freue mich, dass du dich gemeldet hast- so kurz nach meiner Kontaktaufnahme.
Bitte sprich mich einfach mit Hannes an!
Die Regeln habe ich verstanden. Ich denke du hast nichts dagegen, wenn ich jetzt etwas in "Gateless Gatecrashers" lese, solange ich keine weiteren Anweisungen bekomme.
Ich habe momentan recht viel Zeit, da mein Beruf als Orchestermusiker gerade pausieren muss; andererseits habe ich 2 kleine Töchter, sodass ich einen Teil des Tages mit denen beschäftigt bin.
Ansonsten habe ich erstmal keine weiteren Fragen und freue mich auf deine Antwort!
Viele Grüße,
Hannes
ich freue mich, dass du dich gemeldet hast- so kurz nach meiner Kontaktaufnahme.
Bitte sprich mich einfach mit Hannes an!
Die Regeln habe ich verstanden. Ich denke du hast nichts dagegen, wenn ich jetzt etwas in "Gateless Gatecrashers" lese, solange ich keine weiteren Anweisungen bekomme.
Ich habe momentan recht viel Zeit, da mein Beruf als Orchestermusiker gerade pausieren muss; andererseits habe ich 2 kleine Töchter, sodass ich einen Teil des Tages mit denen beschäftigt bin.
Ansonsten habe ich erstmal keine weiteren Fragen und freue mich auf deine Antwort!
Viele Grüße,
Hannes
Re: Suche nach Gewissheit
Hallo Hannes,
Ich freu mich. Magst du mir deinen Weg schildern der dich zur Suche nach dem Ich gebracht hat?
Liebe Grüße
Daniela
P.S. Natürlich ist das Buch in Ordnung. Nur sollten keine Erwartungen aufgebaut werden🙂
Ich freu mich. Magst du mir deinen Weg schildern der dich zur Suche nach dem Ich gebracht hat?
Liebe Grüße
Daniela
P.S. Natürlich ist das Buch in Ordnung. Nur sollten keine Erwartungen aufgebaut werden🙂
Just one second can change your life
Re: Suche nach Gewissheit
Liebe Daniela,
ich bin jetzt gerade 40 geworden. Etwa bis zu meinem 34. Lebensjahr hatte ich mit "Suche nach dem Ich" oder Spiritualität eigentlich nichts am Hut.
Zumindest nicht als bewußte Unternehmung. Als ich ca 18 Jahre alt war, begann ich über die Scheidung meiner Eltern zu reflektieren, und durch Bücher von Alice Miller sah ich zum ersten Mal, daß Menschen möglicherweise gar nichts dafür können, wie sie sind. Seitdem gibt es bei mir ein latentes Interesse für psychische Zusammenhänge.
Mit 32 Jahren hatte ich mich in einige Schwierigkeiten reingeritten, die zu einem Orts-, Arbeitsplatz- und Beziehungswechsel führten, wofür ich eine so große Dankbarkeit verspürte, daß ich einige "wertvolle" Attribute meines Lebens und meiner Person loslassen konnte. Seit diesem Loslassen habe ich noch mehr den Eindruck, daß mir das Schicksal wohlgesonnen ist und die Dinge zum rechten Zeitpunkt einfach passieren.
Gleichzeitig erfuhr ich aus einem Buch von dem Mystiker G.I.Gurdjieff, der wohl Menschen dahin bringen konnte, ihren schlafähnlichen Zustand zu erkennen. Das paßte zu meiner Empfindung/Beobachtung, daß die Menschen wie Gefangene ihrer eigenen Rolle sind.
Damit begann ca. 2015 meine bewußtere Suche nach "mir". Ich studierte verschiedene Autoren und spirituelle Lehrer, um herauszufinden, wie ich Konditionierungen los werde, wer ich eigentlich bin und (nach der Geburt der 1. Tochter) was eigentlich eine natürliche Entwicklung menschlichen Lebens ist.
2016 Einführung in die Transzendentale Meditation.
Nach der Lektüre von Jed McKenna, U.G. Krishnamurti und Osho wurde mir langsam klar, worum es eigentlich geht- doch der Weg dorthin blieb für mich unklar.
Vor nur 2 Wochen stieß meine Frau auf ein Video von Elena Nezhinsky, nahm Kontakt zu euch auf und hat bereits den "Shift" gemacht.
Liebe Daniela, jetzt habe ich vielleicht schon zu viel erzählt- oder fehlt dir etwas Wichtiges?
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß ich etwa das halbe "Gateless Gatecrashers" gelesen habe.Beim Lesen einiger Passagen kam es zu körperlicher Entspannung, Kribbeln, Lachen... aber bisher nichts Nachhaltiges.
Ich freue mich sehr auf deine Antwort!
Viele Grüße,
Hannes
ich bin jetzt gerade 40 geworden. Etwa bis zu meinem 34. Lebensjahr hatte ich mit "Suche nach dem Ich" oder Spiritualität eigentlich nichts am Hut.
Zumindest nicht als bewußte Unternehmung. Als ich ca 18 Jahre alt war, begann ich über die Scheidung meiner Eltern zu reflektieren, und durch Bücher von Alice Miller sah ich zum ersten Mal, daß Menschen möglicherweise gar nichts dafür können, wie sie sind. Seitdem gibt es bei mir ein latentes Interesse für psychische Zusammenhänge.
Mit 32 Jahren hatte ich mich in einige Schwierigkeiten reingeritten, die zu einem Orts-, Arbeitsplatz- und Beziehungswechsel führten, wofür ich eine so große Dankbarkeit verspürte, daß ich einige "wertvolle" Attribute meines Lebens und meiner Person loslassen konnte. Seit diesem Loslassen habe ich noch mehr den Eindruck, daß mir das Schicksal wohlgesonnen ist und die Dinge zum rechten Zeitpunkt einfach passieren.
Gleichzeitig erfuhr ich aus einem Buch von dem Mystiker G.I.Gurdjieff, der wohl Menschen dahin bringen konnte, ihren schlafähnlichen Zustand zu erkennen. Das paßte zu meiner Empfindung/Beobachtung, daß die Menschen wie Gefangene ihrer eigenen Rolle sind.
Damit begann ca. 2015 meine bewußtere Suche nach "mir". Ich studierte verschiedene Autoren und spirituelle Lehrer, um herauszufinden, wie ich Konditionierungen los werde, wer ich eigentlich bin und (nach der Geburt der 1. Tochter) was eigentlich eine natürliche Entwicklung menschlichen Lebens ist.
2016 Einführung in die Transzendentale Meditation.
Nach der Lektüre von Jed McKenna, U.G. Krishnamurti und Osho wurde mir langsam klar, worum es eigentlich geht- doch der Weg dorthin blieb für mich unklar.
Vor nur 2 Wochen stieß meine Frau auf ein Video von Elena Nezhinsky, nahm Kontakt zu euch auf und hat bereits den "Shift" gemacht.
Liebe Daniela, jetzt habe ich vielleicht schon zu viel erzählt- oder fehlt dir etwas Wichtiges?
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß ich etwa das halbe "Gateless Gatecrashers" gelesen habe.Beim Lesen einiger Passagen kam es zu körperlicher Entspannung, Kribbeln, Lachen... aber bisher nichts Nachhaltiges.
Ich freue mich sehr auf deine Antwort!
Viele Grüße,
Hannes
Re: Suche nach Gewissheit
Hallo Hannes,
danke für Deine Offenheit. Zuallererst möchte ich Dich bitten nicht mit deiner Frau zu vergleichen. Jeder Erlebt den Shift anders. Lass uns da keine Erwartungen haben.
Du hast ja echt viel gelesen und da echt einiges an Wissen angesammelt. Das packen wir jetzt einfach mal auf die Seite. Wir haben ja ausgemacht das du aus der frischen, direkten Erfahrung erzählst. Wir werden uns unterhalten und du wirst Übungen von mir bekommen. Die Übungen mach bitte öfter.
Dann lass uns starten.
Du liest gerade in dem Buch "Gateless Gatecrasher" und hast von Lachen und ähnlichen Erfahrungen erzählt. Bitte lass uns mal auf die Suche nach diesem ICH gehen. Wo ist es beheimatet? Wie fühlt es sich an? Hat es eine Beschaffenheit?
Herzliche Grüße
Daniela
danke für Deine Offenheit. Zuallererst möchte ich Dich bitten nicht mit deiner Frau zu vergleichen. Jeder Erlebt den Shift anders. Lass uns da keine Erwartungen haben.
Du hast ja echt viel gelesen und da echt einiges an Wissen angesammelt. Das packen wir jetzt einfach mal auf die Seite. Wir haben ja ausgemacht das du aus der frischen, direkten Erfahrung erzählst. Wir werden uns unterhalten und du wirst Übungen von mir bekommen. Die Übungen mach bitte öfter.
Dann lass uns starten.
Du liest gerade in dem Buch "Gateless Gatecrasher" und hast von Lachen und ähnlichen Erfahrungen erzählt. Bitte lass uns mal auf die Suche nach diesem ICH gehen. Wo ist es beheimatet? Wie fühlt es sich an? Hat es eine Beschaffenheit?
Herzliche Grüße
Daniela
Just one second can change your life
Re: Suche nach Gewissheit
Hallo Daniela!
Zu deinen Fragen:
Das "Ich" scheint mir nirgendwo beheimatet, sondern nur ein Gedanke zu sein, an den der Verstand seit langem fest glaubt. Ein Gedanke, der dauernd an alles rangehängt wird, was diesem speziellen Körper-Geist-Organismus an Gedanken, Gefühls- und Körper-Empfindungen widerfährt. Und daß das ganz automatisch passiert. Vor allem, je mehr man mit anderen kommuniziert.
"Ich" zu denken ist oft anstrengend; es ist, als ob der Verstand Gedanken und Gefühle, und zwar hauptsächlich schon vergangene, zu etwas Realem, Verlässlichem machen wollte. Auch ein Gefühl der Unsicherheit, weil das "Ich" irgendwie ständig neu erfunden, zusammengebastelt werden muss. Angst vor Ablehnung in Gesellschaft, weil da nix ist, wo Persönlichkeit, Charakter, Meinung sprudeln müsste.
Recht neutrales Gefühl bei z.B. "Ich stecke fest"- heißt eigentlich: "Bein steckt fest", ansonsten schwingt bei "ich" immer die Annahme mit, daß da ein "Tuer"/"Besitzer" sei..........
Eine Beschaffenheit? Eine allgegenwärtige Idee aus Nichts, aber auf den Körper wirkt sie wohl.
---Viel Nachdenken und Fokussieren heute.. hoffe es hat was genützt.... alles scheint sich noch im Kopf abzuspielen.
Viele Grüße,
Hannes
Zu deinen Fragen:
Das "Ich" scheint mir nirgendwo beheimatet, sondern nur ein Gedanke zu sein, an den der Verstand seit langem fest glaubt. Ein Gedanke, der dauernd an alles rangehängt wird, was diesem speziellen Körper-Geist-Organismus an Gedanken, Gefühls- und Körper-Empfindungen widerfährt. Und daß das ganz automatisch passiert. Vor allem, je mehr man mit anderen kommuniziert.
"Ich" zu denken ist oft anstrengend; es ist, als ob der Verstand Gedanken und Gefühle, und zwar hauptsächlich schon vergangene, zu etwas Realem, Verlässlichem machen wollte. Auch ein Gefühl der Unsicherheit, weil das "Ich" irgendwie ständig neu erfunden, zusammengebastelt werden muss. Angst vor Ablehnung in Gesellschaft, weil da nix ist, wo Persönlichkeit, Charakter, Meinung sprudeln müsste.
Recht neutrales Gefühl bei z.B. "Ich stecke fest"- heißt eigentlich: "Bein steckt fest", ansonsten schwingt bei "ich" immer die Annahme mit, daß da ein "Tuer"/"Besitzer" sei..........
Eine Beschaffenheit? Eine allgegenwärtige Idee aus Nichts, aber auf den Körper wirkt sie wohl.
---Viel Nachdenken und Fokussieren heute.. hoffe es hat was genützt.... alles scheint sich noch im Kopf abzuspielen.
Viele Grüße,
Hannes
Re: Suche nach Gewissheit
Hallo Daniela,
ich bin sehr dankbar, dass du dich bereit erklärt hast, mit mir zu arbeiten! Ich hatte mich nun darauf eingestellt, dass wir täglich bzw. spätestens jeden zweiten Tag uns schreiben.
Ich gebe zu, mir brennt die Sache jetzt sehr unter den Nägeln... aber ich weiß auch nicht, wie ich 2 oder 3 Tage lang daran arbeiten kann, ohne weiteres feedback von dir..... Falls es dir momentan zeitlich nicht passt, schreib mir bitte.
Ich hoffe sehr, dass wir weitermachen können!
Viele Grüße,
Hannes
ich bin sehr dankbar, dass du dich bereit erklärt hast, mit mir zu arbeiten! Ich hatte mich nun darauf eingestellt, dass wir täglich bzw. spätestens jeden zweiten Tag uns schreiben.
Ich gebe zu, mir brennt die Sache jetzt sehr unter den Nägeln... aber ich weiß auch nicht, wie ich 2 oder 3 Tage lang daran arbeiten kann, ohne weiteres feedback von dir..... Falls es dir momentan zeitlich nicht passt, schreib mir bitte.
Ich hoffe sehr, dass wir weitermachen können!
Viele Grüße,
Hannes
Re: Suche nach Gewissheit
Hi,
leider hab ich keinerlei Notifikation bekommen das du schon geantwortet hattest. Ich werd einfach täglich reinschauen dann bekommen wir das schon hin.
Du schreibst das Ich sei ein Gedanke. Dann lass uns da mal tiefer schauen. Ist dieser Gedanke real? Was macht Ihn real? Kannst du ohne den Gedanken sein und wie fühlt sich das an?
Liebe Grüße
Daniela
leider hab ich keinerlei Notifikation bekommen das du schon geantwortet hattest. Ich werd einfach täglich reinschauen dann bekommen wir das schon hin.
Du schreibst das Ich sei ein Gedanke. Dann lass uns da mal tiefer schauen. Ist dieser Gedanke real? Was macht Ihn real? Kannst du ohne den Gedanken sein und wie fühlt sich das an?
Liebe Grüße
Daniela
Just one second can change your life
Re: Suche nach Gewissheit
Liebe Daniela,
danke für deine Antwort und die Fragen.
Mir scheint, je mehr Zeit ich mir nehme, um eine möglichst genaue, ehrliche und alles umfassende Antwort zu erarbeiten, desto mehr fahre ich mich fest....
Jetzt setze ich mich einfach an den Laptop und schaue was da kommt.
Aber die Unruhe bleibt. ok- dann soll sie eben da sein.
Liebe Grüße,
Hannes
danke für deine Antwort und die Fragen.
Mir scheint, je mehr Zeit ich mir nehme, um eine möglichst genaue, ehrliche und alles umfassende Antwort zu erarbeiten, desto mehr fahre ich mich fest....
Jetzt setze ich mich einfach an den Laptop und schaue was da kommt.
Also: Der Tisch ist real, meine Hand ist real, Gedanken an sich existieren auch, wie auch Gefühle. Ein Gedanke oder Gefühl taucht auf, und wird gleich vom Verstand ergriffen und als "persönlich", zugehörig, Teil eines "Ichs" reklamiert! ich denke oder sage "ich", aber das verweist auf nichts Reales.Du schreibst das Ich sei ein Gedanke. Dann lass uns da mal tiefer schauen. Ist dieser Gedanke real?
"Ich", "Selbst", "mein" etc. ist ein Gedanke über andere Gedanken, also nichts tatsächlich Existierendes. Wir gehen aber irgendwie alle davon aus, dass wir Handelnde sind! dass wir im Ernstfall auch mal richtig selbständig nachdenken können usw. - also ein dass da ein ICH ist, das handelt. Wir glauben also nur ganz fest an seine Realität.Was macht Ihn real?
Ohne den Gedanken fühlt es sich gut an, Körper entspannt sich, reine Wahrnehmung, ein bißchen wie bei einer guten Kopfmassage. Dann aber: aufkommende Gedanken scheinen eine gewisse Relevanz zu haben, müssen beachtet werden... aus einem Gefühl der Orientierungslosigkeit heraus. warum? Um richtig zu handeln, zu entscheiden?? ganz unnötig........ es ergibt sich doch alles von selber.Kannst du ohne den Gedanken sein und wie fühlt sich das an?
Aber die Unruhe bleibt. ok- dann soll sie eben da sein.
Liebe Grüße,
Hannes
Re: Suche nach Gewissheit
Es geht tatsächluch nur um Gedanken. Das ich ist ein Gedankenkonstrukt. Lass uns das mal vertiefen:
Da hilft folgende Übung:
1. Stell dich vor einen Spiegel ....
Schließe zuerst die Augen und fühle die Empfindungen, die als "Körper" bezeichnet werden.
2. Dann öffne die Augen und schaue in den Spiegel, während du immer noch auf die Empfindungen achtest.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen und dem Bild im Spiegel? Oder nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) die das vorschlagen?
3. Während du immer noch auf die Empfindungen achtest, bewege eine Hand und beobachte die Bewegungen im Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen der gefühlten Empfindung ( als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der Bewegung im Spiegel?
4. Nun mach die gleiche Bewegung mit der Hand, aber diesmal schaue direkt auf die Hand, nicht in den Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen (als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der "Bewegung"? Oder nur Gedanken deuten darauf hin?
5. Nun achte nur auf das Bild im Spiegel.
Sagt das Bild für sich allein aus, dass es "Du" oder "dein Körper" ist?
Sagt das Bild selbst in irgendeiner Weise, dass es überhaupt ein "Körper" ist?
Oder gibt es nur Farben und Formen?
6. Wo der Spiegel endet, können einige Teile des Körpers (wahrscheinlich Beine oder Füße) nicht gesehen werden.
Nur durch das Bild im Spiegel, gibt es irgendein "Wissen" , dass es Beine/Füße geben muss oder nur Gedanken und mentale Bilder, die das vorschlagen?
7. Nun dreh dich weg vom Spiegel und schau nach vorn (schau nicht direkt auf Körperteile).
Gibt es irgendwo einen "Körper" wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden oder gibt es nur Empfindungen?
8. Beginne langsam zu gehen
.
Gibt es einen " Körper" der läuft oder gibt es nur Empfindungen?
Bitte mach die Übung öfter und notiere die Erkenntnisse. Ich bin gespannt...
Liebe Grüsse
Daniela
Da hilft folgende Übung:
1. Stell dich vor einen Spiegel ....
Schließe zuerst die Augen und fühle die Empfindungen, die als "Körper" bezeichnet werden.
2. Dann öffne die Augen und schaue in den Spiegel, während du immer noch auf die Empfindungen achtest.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen und dem Bild im Spiegel? Oder nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) die das vorschlagen?
3. Während du immer noch auf die Empfindungen achtest, bewege eine Hand und beobachte die Bewegungen im Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen der gefühlten Empfindung ( als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der Bewegung im Spiegel?
4. Nun mach die gleiche Bewegung mit der Hand, aber diesmal schaue direkt auf die Hand, nicht in den Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen (als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der "Bewegung"? Oder nur Gedanken deuten darauf hin?
5. Nun achte nur auf das Bild im Spiegel.
Sagt das Bild für sich allein aus, dass es "Du" oder "dein Körper" ist?
Sagt das Bild selbst in irgendeiner Weise, dass es überhaupt ein "Körper" ist?
Oder gibt es nur Farben und Formen?
6. Wo der Spiegel endet, können einige Teile des Körpers (wahrscheinlich Beine oder Füße) nicht gesehen werden.
Nur durch das Bild im Spiegel, gibt es irgendein "Wissen" , dass es Beine/Füße geben muss oder nur Gedanken und mentale Bilder, die das vorschlagen?
7. Nun dreh dich weg vom Spiegel und schau nach vorn (schau nicht direkt auf Körperteile).
Gibt es irgendwo einen "Körper" wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden oder gibt es nur Empfindungen?
8. Beginne langsam zu gehen
.
Gibt es einen " Körper" der läuft oder gibt es nur Empfindungen?
Bitte mach die Übung öfter und notiere die Erkenntnisse. Ich bin gespannt...
Liebe Grüsse
Daniela
Just one second can change your life
Re: Suche nach Gewissheit
Liebe Daniela,
ich schicke dir schon mal meine Erkenntnisse zu deiner Uebung und werde sie noch weiter machen.
Liebe Grüße und danke für die tolle Uebung!
Hannes
ich schicke dir schon mal meine Erkenntnisse zu deiner Uebung und werde sie noch weiter machen.
Vor den Spiegel, Augen zu, vielfältige Körperempfindungen. Augen auf, Spiegelbild - was ist das da?? Es gibt keine Verbindung zu den Empfindungen. Rein aus diesen Empfindungen kann nicht geschlossen werden, dass das Gesehene irgendwas mit ihnen zu tun hat. Da sind Empfindungen, und unabhängig davon ein optischer Eindruck. Hat nix miteinander zu tun. Nur in der Vorstellung.1. Stell dich vor einen Spiegel ....
Schließe zuerst die Augen und fühle die Empfindungen, die als "Körper" bezeichnet werden.
2. Dann öffne die Augen und schaue in den Spiegel, während du immer noch auf die Empfindungen achtest.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen und dem Bild im Spiegel? Oder nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) die das vorschlagen?
Es ist im Grunde wie bei 2), nur das jetzt der starke Gedanke kommt: "diese Bewegung, das Gesehene, passt zu der Empfindung"3. Während du immer noch auf die Empfindungen achtest, bewege eine Hand und beobachte die Bewegungen im Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen der gefühlten Empfindung ( als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der Bewegung im Spiegel?
Bei ausreichend Umgewöhnung könnte der Verstand auch ein ganz anderes Bild mit dieser Empfindung verknüpfen und für wahr halten! Das heißt, im Moment der der Empfindung wirft der Verstand schon sein Netz darüber, das die Empfindung in bekannte Strukturen einordnet und dadurch trübt und gar nicht ernst nimmt.4. Nun mach die gleiche Bewegung mit der Hand, aber diesmal schaue direkt auf die Hand, nicht in den Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen (als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der "Bewegung"? Oder nur Gedanken deuten darauf hin?
Nein, überhaupt nichts sagt das aus. Da ist nur ein Sinneseindruck, verschiedene Farben.........5. Nun achte nur auf das Bild im Spiegel.
Sagt das Bild für sich allein aus, dass es "Du" oder "dein Körper" ist?
Sagt das Bild selbst in irgendeiner Weise, dass es überhaupt ein "Körper" ist?
Oder gibt es nur Farben und Formen?
Das Gesehene ist da. - Das Nicht-Gesehene ist nicht da. Nur Vorstellungen davon. Puh. Also: FAST ALLES spielt sich in Gedanken ab..... in Vorstellungen. Ein Riesen-Wust aus Gedanken: Vorstellungen, Erfahrungen, Erwartungen, Meinungen, Urteile. WOZU??? langes Lachen.. Wundern.... kribbeln.6. Wo der Spiegel endet, können einige Teile des Körpers (wahrscheinlich Beine oder Füße) nicht gesehen werden.
Nur durch das Bild im Spiegel, gibt es irgendein "Wissen" , dass es Beine/Füße geben muss oder nur Gedanken und mentale Bilder, die das vorschlagen?
Es gibt dann nur Empfindungen. "Körper" ist nur ein Gedanke, der die Sicht versperrt.7. Nun dreh dich weg vom Spiegel und schau nach vorn (schau nicht direkt auf Körperteile).
Gibt es irgendwo einen "Körper" wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden oder gibt es nur Empfindungen?
Es gibt nur Empfindungen.8. Beginne langsam zu gehen. Gibt es einen " Körper" der läuft oder gibt es nur Empfindungen?
Liebe Grüße und danke für die tolle Uebung!
Hannes
Re: Suche nach Gewissheit
Danke sehr für den Einblick. Ich bin gespannt🤓
Just one second can change your life
Re: Suche nach Gewissheit
Liebe Daniela!
Ich schreibe dir jetzt nochmal, wie es so im Moment, auch mit der Spiegel-Uebung, hier aussieht.
Am Anfang der Uebung fühle ich mich an die Momente erinnert, in denen man nach längerer Zeit wieder in den Spiegel schaut, und eine unmittelbare Empfindung sagt: "Wer ist denn das?". Also es gibt eigentlich überhaupt keine Verbindung- der Verstand sagt aber: Das ist ein Spiegel, folglich ist das mein Körper.
Durch diese Uebung ist mir klarer geworden, wie grundlegend und selbstverständlich es ist, sich permanent in der "Dia-Show" der Gedanken aufzuhalten. Was würde passieren, wenn ich den fast permanenten Aufenthalt in einer imaginierten Welt beenden, loslassen würde (könnte..)??
Zumindest habe ich schon Geschmack daran gefunden. Einfach nur dasitzen, den Wind in den Bäumen beobachten, keinen Erwartungen von irgendjemandem zu entsprechen - hmm, dahin hat es mich eigentlich schon immer gezogen.
"Meine" Stärke/Schwäche, sich quasi automatisch in andere Menschen einzufühlen, hat nachgelassen.
Ich versuche herauszufinden, wie Wahrnehmung ohne Gedanken aussehen könnte.
Die Uebung verstehe ich so: 40 Jahre Ansammeln und Verfestigen von Erfahrungen, Vorstellungen, Wissen. Jetzt wird eine Art Reinigungs-Software installiert, die nur noch das gelten läßt, was unmittelbare Sinneswahrnehmung ist.
Liebe Grüße,
Hannes
Ich schreibe dir jetzt nochmal, wie es so im Moment, auch mit der Spiegel-Uebung, hier aussieht.
Am Anfang der Uebung fühle ich mich an die Momente erinnert, in denen man nach längerer Zeit wieder in den Spiegel schaut, und eine unmittelbare Empfindung sagt: "Wer ist denn das?". Also es gibt eigentlich überhaupt keine Verbindung- der Verstand sagt aber: Das ist ein Spiegel, folglich ist das mein Körper.
Durch diese Uebung ist mir klarer geworden, wie grundlegend und selbstverständlich es ist, sich permanent in der "Dia-Show" der Gedanken aufzuhalten. Was würde passieren, wenn ich den fast permanenten Aufenthalt in einer imaginierten Welt beenden, loslassen würde (könnte..)??
Zumindest habe ich schon Geschmack daran gefunden. Einfach nur dasitzen, den Wind in den Bäumen beobachten, keinen Erwartungen von irgendjemandem zu entsprechen - hmm, dahin hat es mich eigentlich schon immer gezogen.
"Meine" Stärke/Schwäche, sich quasi automatisch in andere Menschen einzufühlen, hat nachgelassen.
Ich versuche herauszufinden, wie Wahrnehmung ohne Gedanken aussehen könnte.
Die Uebung verstehe ich so: 40 Jahre Ansammeln und Verfestigen von Erfahrungen, Vorstellungen, Wissen. Jetzt wird eine Art Reinigungs-Software installiert, die nur noch das gelten läßt, was unmittelbare Sinneswahrnehmung ist.
Liebe Grüße,
Hannes
Re: Suche nach Gewissheit
Hallo Hannes,
das mit der Software ist ein guter Vergleich. Nur läuft diese einfach langsam an. Es geht nicht "Peng alles weg" sondern meist wird einfach irgendwann bemerkt das da was fehlt...wie ein ICH zum Beispiel.
Ich freu mich weiterhin auf Feedback. Sag mir bitte wenn du weiter gehen möchtest.
Herzliche Grüße
Daniela
das mit der Software ist ein guter Vergleich. Nur läuft diese einfach langsam an. Es geht nicht "Peng alles weg" sondern meist wird einfach irgendwann bemerkt das da was fehlt...wie ein ICH zum Beispiel.
Ich freu mich weiterhin auf Feedback. Sag mir bitte wenn du weiter gehen möchtest.
Herzliche Grüße
Daniela
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