Ein Text fällt nicht ein

User avatar
niemandda
Posts: 15
Joined: Mon May 04, 2020 4:10 pm

Ein Text fällt nicht ein

Postby niemandda » Mon May 04, 2020 4:13 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Alles so zu sehen wie es wirklich ist. Vielleicht auch sowas wie inneren Frieden zu finden, auch wenn das ausdrücklich nicht der Zweck dieser Seite ist. Primärziel ist die Wahrheit, wenn man es so ausdrücken mag. Wie auch immer diese aussehen mag.

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ein Video von einem Ami, der über diverse Methoden referiert hat, von Neti-Neti über holotropes Atmen bis hin zu einer speziellen "No-self"-Übung. Irgendwo in den Kommentaren war eure Website verlinkt. Ich habe diverse Methoden versucht, es will bei mir einfach nicht klappen.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Ich hatte eine Erfahrung in früher Kindheit, die sehr an das Erweckungserlebnis von Eckhart Tolle erinnert. Damals wusste ich das noch nicht, erst viele Jahr(zehnte) später bin ich auf ihn gestoßen. Ich weiß zu 10000%, dass es die Wahrheit ist, aber ich kann es nicht (mehr) fühlen. Ich saß in meinem Zimmer und habe mir immer wieder die Frage gestellt wer genau ich denn nun bin. Irgendwann wiederholte sich in meinem Kopf der Satz "ich bin ich". Man kann es nicht in Worte fassen, insbesondere nicht nach so langer Zeit. Das Ganze wurde damals aus einem Gefühl der Angst abgebrochen. Die Beschreibung "Strudel des Nichts" (so ähnlich formuliert es Eckhart Tolle, habe nur das englische Original gelesen und übersetze jetzt mal "Vortex of nothingness" so) trifft es sehr gut. Musste mich förmlich von dem (Nicht)gedanken losreissen. Warum nun ein Zwölf- oder Dreizehnjähriger sich solche Fragen stellt, keine Ahnung. Der Vorgang wurde quasi abgebrochen, so fühlt es sich aus heutiger Sicht zumindest an. Man muss dazu sagen, das sich als Kind sehr ängstlich war, was jetzt nicht mehr der Fall ist. Das mag eventuell für den jetzigen Prozess hilfreich sein. Es gibt auch einen gesprochenen Text von Allan Watts, in dem so etwas ähnliches (oder vielleicht sogar exakt das Gleiche) thematisiert wurde. Er beschreibt Kinder, die einfach da sitzen und verblüfft sind. Den Originaltext scheint es auf youtube nicht mehr zu geben, zumindest finde ich ihn nicht mehr.

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Die Welt so zu sehen wie sie ist. Ich kann die ganzen Pointer gut erfassen und auch intellektuell verstehen, aber der Funke will einfach nicht überspringen. Vielleicht hilft hier ein direktes Gespräch.

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
11

User avatar
Mauritius
Posts: 118
Joined: Sun Jan 06, 2019 6:58 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby Mauritius » Thu May 07, 2020 8:41 am

Hi (möchtest Du irgendwie angesprochen werden?)!

Ich werde Dich gerne hier in einem Dialog begleiten.

D.h. ich stelle Dir Fragen, und gebe Dir Übungen...anhand Deiner Antworten hinterfragen wir, was nun direkt erfahren (also was "wirklich" da ist) und was lediglich Gedanken erzählen....um herauszufinden, ob ein getrenntes Ich auffindbar ist, oder nur als erdachte Illusion "herumspukt"...

Vorerst:

Falls noch nicht geschehen, so lies Dir vorab bitte die "einführenden Worte" am Forums-Anfang durch:
viewtopic.php?f=18&t=6280

sowie die "Verwendung der Zitierfunktion", es dient der Übersichtlichkeit:
viewtopic.php?f=18&t=6275

Es wäre auch gut, für die Zeit der Untersuchung, alle spirituellen Bücher, Videos, etc. beiseite zulegen, auch das Lesen in anderen Threads verwirrt eher, es geht um deine Erfahrungen (nicht um intellektuelles Verstehen, wie Du ja geschrieben hast).....

Legen wir gleich los:
Vielleicht auch sowas wie inneren Frieden zu finden, auch wenn das ausdrücklich nicht der Zweck dieser Seite ist.
Ersteres kann durchaus auftreten, zweiteres ist korrekt :-)

Primärziel ist die Wahrheit, wenn man es so ausdrücken mag. Wie auch immer diese aussehen mag.
Wahrheit ist in der Welt des Intellektuellen Geistes etwas Relatives...zu sehen, was ist, lässt diese Frage verblassen. Wahr ist, was ist (aber das klingt etwas philosophisch).

Die Welt so zu sehen wie sie ist. Ich kann die ganzen Pointer gut erfassen und auch intellektuell verstehen, aber der Funke will einfach nicht überspringen. Vielleicht hilft hier ein direktes Gespräch.
Ja, es mag durchaus sein, dass gezieltes Fragen hier hilfreich ist :-).

Ich habe diverse Methoden versucht, es will bei mir einfach nicht klappen.
Es ist gut, nichts erzwingen zu wollen. Die spirituelle Suche ist manchmal sehr angestrengt. Geh so entspannt wie möglich an die Übungen heran. Das lässt mehr Raum für Erkenntnis zu.


So lass uns zuerst Deine Erwartungen beleuchten:

Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon, die Ich-Illusion zu durchschauen? (Auch wenn Du das schon kurz beschrieben hast).


Bin gespannt auf Deine Antworten,

LG
Mauritius
*Don't think about it...just look...and you'll see*

User avatar
niemandda
Posts: 15
Joined: Mon May 04, 2020 4:10 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby niemandda » Thu May 07, 2020 9:26 am

Moin Mauritius,

Das ist eigentlich egal. Ben wäre es eigentlich, aber da ich ja gerade im Lernprozess bin, wäre Niemand wohl passender. Wobei s ja nicht ums Lernen, sondern um das Erkennen geht.
Wahrheit ist in der Welt des Intellektuellen Geistes etwas Relatives...zu sehen, was ist, lässt diese Frage verblassen. Wahr ist, was ist (aber das klingt etwas philosophisch
Ich muss zwangsläufig von Wahrheit sprechen, wüsste nicht wie man es sonst in Sprache anders umschreiben sollte. Wobei man ja festhalten muss, dass dies ein Hauptproblem bei dem Thema zu sein scheint. Es lässt sich wohl schwer in Worte fassen.
Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon, die Ich-Illusion zu durchschauen? (Auch wenn Du das schon kurz beschrieben hast).
Ich stelle mir eine größere Ruhe und Gelassenheit vor, wenn ich das, was ich bereits weiß, wirklich und wahrhaftig selbst erkennen und erfühlen kann.

Meine problematische Lebenssituation wird gleich bleiben, sich wahrscheinlich sogar noch deutlich verschlechtern (unabhängig vom Ausgang dieses Gespräches) , aber eventuell lässt sich das Leid als nicht-existent durchschauen. Der Buddha spricht ja auch von Mitgefühl und nicht von Mitleid, weil es Leid an sich nicht gibt. Es ist eher eine Bewertung des Geistes.

Ich erhoffe mir Frieden, wenn klar wird, dass alles nicht so ernst und bedrohlich ist wie es scheint. Wie gesagt: ist nicht Zweck dieser Seite, aber vielleicht doch ein positiver Nebeneffekt, also Beifang quasi.

Alles Gute
Ben

User avatar
Mauritius
Posts: 118
Joined: Sun Jan 06, 2019 6:58 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby Mauritius » Thu May 07, 2020 2:24 pm

Hi Ben :-)
Ben wäre es eigentlich, aber da ich ja gerade im Lernprozess bin, wäre Niemand wohl passender
Tatsächlich spielt es für die Untersuchung keine Rolle....eine Geschichte namens Ben...ist völlig OK.
Ein Lernprozess ist es nicht, lernen ist den Verstand mit etwas befüllen (was durchaus positiv und wichtig ist, jedoch nicht für unseren Dialog).
Der Buddha spricht ja auch von Mitgefühl und nicht von Mitleid, weil es Leid an sich nicht gibt.
ja, aber solange es nicht selber erfahren ist, sondern nur ein gedankliches Konzept....solange geht Leiden fort.

aber eventuell lässt sich das Leid als nicht-existent durchschauen
Nun, ja, aber es verschwinden durch die hier angestrebte Erkenntnis nicht die persönlichen Themen....nicht die Geschichte (allerdings die Identifikation damit). Manches wird durchlässiger, manches leichter erkannt und geheilt. Manches verschwindet, und anderes taucht auf ;-).

Ich erhoffe mir Frieden, wenn klar wird, dass alles nicht so ernst und bedrohlich ist wie es scheint. Wie gesagt: ist nicht Zweck dieser Seite, aber vielleicht doch ein positiver Nebeneffekt, also Beifang quasi.
Dies kann durchaus geschehen, doch genau wie Du erwähnst, ist es dann ein Effekt, nicht das Ziel unseres Dialoges :-)

Darum ersuche ich Dich um folgendes:

Leg deine Erwartungen beiseite, sie sind der Untersuchung nicht dienlich....manchmal sogar hinderlich.
Stell dir vor, wie Du sie in einer Kisten am tiefsten Punkt des Meeres versenkst, oder schreib sie auf und mach mit dem Zettel ein Verbrennungsritual. Wie Du möchtest, Hauptsache, es wirkt.


Und nun, lass uns mal ein Blick darauf werfen, was direkte Erfahrung ist:

Alles, was mit den Sinnen (Also sehen, hören, riechen, schmecken, spüren und….auch denken wird erfahren, dazu später mehr) wahrgenommen (eine schöne Wortverwandtheit mit Wahrheit) wird, also alles, was tatsächlich da ist.

mach dazu bitte folgende Übung:

Benenne über den Tag verteilt deine Wahrnehmung, indem Du sie auf die direkte Erfahrung jedes Sinnes beziehst (auch denken), d.h:

Wolken am Himmel sehen = Sehen
Automotorgeräusche hören = Hören
Den Po auf dem Stuhl spüren = Spüren
An den LU Dialog denken = Denken
Den Geschmack des Kaffees schmecken = Schmecken
Den Geruch des Kaffees riechen = Riechen
An den vergangenen Tag denken = Denken


Erinnere Dich immer wieder daran und benenne die Sinneserfahrung bewusst, nicht nebenbei :-)

Vielleicht kannst Du dich ja sogar ein wenig in die jeweilige Sinneserfahrung "sinken" lassen, dies erhöht die Intensität und mag auch die Perspektive etwas ändern....


Erzähle, wie es Dir dabei ergangen ist...

LG
Mauritius
*Don't think about it...just look...and you'll see*

User avatar
niemandda
Posts: 15
Joined: Mon May 04, 2020 4:10 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby niemandda » Fri May 08, 2020 5:16 pm

Moin Mauritius,

der Tag ist zwar noch nicht ganz rum, aber ich erstatte schon mal Bericht.

In ruhigen Situationen fällt die Übung sehr leicht. Ich kann mich darauf einlassen. Die einfahrende Ubahn wird wahrgenommen, Geprächsfetzen ebenfalls, beim Fahren der Wechsel von hell auf dunkel durch das Wechselspiel von Gebäuden und Sonne.

Sobald aber wieder eine Bedrohung auftaucht ist das Ich wieder da. Der Brief wird geöffnet, aber der nächste Gedanke: ich muss handeln, ich muss 8dies und das tun. Es fällt leicht in der Einschlafphase Gedanken und deren zielloses Entstehen aus dem Nichts zu beobachten, aber sobald die Realität anklingelt ist alles wie vorher. Ein unbeteiligte Beobachten ist nun nicht mehr möglich.

User avatar
Mauritius
Posts: 118
Joined: Sun Jan 06, 2019 6:58 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby Mauritius » Sat May 09, 2020 2:59 pm

Hi Ben,

wenn Du dich in ruhigen Situationen darauf einlassen kannst ist schon mal sehr gut!

Natürlich ist's in stressigen Situationen schwieriger...sehn wir uns noch genauer an, ich komme leider erst Morgen wider dazu, ausführlicher zu Antworten!

Bis dahin, kannst gern weiterüben, vielleicht entdeckst du auch eine entspannende Komponente bei der Übung :-)

LG
Mauritius
*Don't think about it...just look...and you'll see*

User avatar
Mauritius
Posts: 118
Joined: Sun Jan 06, 2019 6:58 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby Mauritius » Sun May 10, 2020 5:07 pm

Hi Ben,

hat etwas gedauert :-).
In ruhigen Situationen fällt die Übung sehr leicht. Ich kann mich darauf einlassen. Die einfahrende Ubahn wird wahrgenommen, Geprächsfetzen ebenfalls, beim Fahren der Wechsel von hell auf dunkel durch das Wechselspiel von Gebäuden und Sonne.
Wir achten normalerweise gar nicht einzeln auf die Sinne.....wir nehmen normalerweise ein Sammelsurium an Sinneseindrücken, vermischt mit Gedanken "wahr". Also z.B. das Einfahren der U-Bahn besteht aus dem Sehen der einfahrenden U-Bahn....doch die U-Bahn ist schon etwas konstruiertes aus Gedanken (die aus Form, Farbe etwas machen). Dann kommt noch ein Geräusch dazu, jede Menge Gedanken, die im Kopf "die einfahrende U-Bahn" machen."
Uns geht es jetzt darum, nur auf das z.B. Sehen (d.h. die reine Sinneserfahrung des Sehens => direkte Erfahrung) zu achten.
Aus dem heraus können wir dann untersuchen, wie die Gedanken aus der reinen Sinneswahrnehmung "etwas" entstehen lassen.
Keep it simple :-).

Das "Wechselspiel von Gebäuden und Sonne" z.B. veranschaulicht das gut: Nimm nur ein einzelnes Gebäude:
Was siehst Du wirklich? (Form, Farbe, näher kann man es mit unserer Sprache nicht mehr beschreiben => welche Form (z.B. rechteckig) ist bereits gedankliche Interpretation).
"Das Wechselspiel von Gebäuden und Sonne" ist bereits eine komplexe Gedankengeschichte :-)


Nimm Dir ein einfaches Objekt, z.B. einen Radiergummi, leg ihn vor dich hin:
Nun sieh ihn Dir an...was nimmst du mit dem Sehsinn wahr? Ohne darüber nachzudenken (ja, es werden Gedanken auftauchen, versuch sie nicht zu beachten)….schau einfach.
Dann bemerke Die Gedanken, wie sie dazu auftauchen....wie sie vielleicht erzählen, dass er eckig ist, dass seine Farbe weiß ist.
Dann sieh Dich langsam im Raum um, was siehst Du?
Und dann bemerke wie Gedanken zu den gesehenen Objekten auftauchen.
Wie sie die Objekte beschreiben, ihnen ein "Etikett" verpassen.


Mach diese Übung bitte sehr genau, sieh die reine Sinneswahrnehmung und...wie die auftauchenden Gedanken die Objekte beschreiben, von Form über Farbe, Verwendungszweck, etc. etc....

Das reine Sehen, ist die direkte Erfahrung....

Erzähl, wie es Dir dabei ergangen ist...:-)

LG
M.
*Don't think about it...just look...and you'll see*

User avatar
niemandda
Posts: 15
Joined: Mon May 04, 2020 4:10 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby niemandda » Wed May 13, 2020 8:52 am

Moin Mauritius,

Sorry, hatte ebenfalls die letzten Tage viel zu tun.

Zur Sache: in ruhigen Momenten funktioniert es nach wie vor sehr gut. Da sitzen und alles so sein lassen wie es ist, die Empfindungen nicht bewerten.

Besonders einfach fällt es, wenn man sich in - wie soll ich es nennen? - "statischen" Räumen aufhält, also z. B. in einem völlig leeren Abteil im Zug oder einem menschenleeren Waschsalon. Wahrnehmung ist da und Gedanken werden als Gedanken erkannt. Sobald Menschen hinzutreten wird es deutlich schwieriger. Wenn mir die flapsige Bewertung erlaubt ist: es fällt besonders schwer, wenn attraktive Frauen einsteigen oder zur Tür reinkommen. Bei Männern ist es egal, ich nehme nur wahr. Kurzzeitig muss ich lächeln, ein Gedanke kommt auf bzw eine Erinnerung. Ein Bekannter hat mir mal gesagt: "es ist ganz einfach, Menschen sind doch auch nur eine Ansammlung von Kohlenstoff, Wasser und ein paar Spurenelementen".

Oder noch konkreter: mit gelingt es bis zu einem bestimmten Punkt nur wahrzunehmen. Briefkasten, Metall an der Hand, Geräusch des öffnens etc. Aber sobald ich den Umschlag seh, ist sofort wieder das ich da. Ich muss dies und das tun, ich muss handeln, ich muss anrufen, schreiben, aktiv werden, handeln.

Es gibt eine schöne Meditation, da heisst es: nicht ich atme, sondern es atmet mich. Jetzt ist es wieder unverkennbar, ich atme und ich bin da und ich muss machen.

Verstehst du was ich meine?

Wenn ich dein Beispiel mit dem Radiergummi aufnehme: es stimmt, ich kann einen leeren Blankoumschlag frisch aus der Verpackung nehmen, hinlegen und anschauen. Da ist eine Wahrnehmung, nach einiger Zeit tauchen Gedanken auf ("du musst noch was erledigen!") und man kann es einfach in der So-heit des Moments akzeptieren. Eigentlich ist der andere Umschlag auch nur ein Schreibwarenprodukt oder eigentlich nur eine optische Wahrnehmung, haotisches Gefühl etc., aber dann irgendwie doch wieder nicht. Dabei ist der einzige Unterschied die äußere Beschriftung.

User avatar
niemandda
Posts: 15
Joined: Mon May 04, 2020 4:10 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby niemandda » Wed May 13, 2020 8:54 am

Haptisches Gefühl sollte es heißen. Schreibe gerade auf einem mobilen Gerät. Sorry dafür.

User avatar
Mauritius
Posts: 118
Joined: Sun Jan 06, 2019 6:58 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby Mauritius » Wed May 13, 2020 10:56 am

Hi Ben,
Haptisches Gefühl sollte es heißen. Schreibe gerade auf einem mobilen Gerät. Sorry dafür.
Kein Problem, ich les sogar am PC alles dreimal durch, Tippfehler kann ich gut ;-)
Besonders einfach fällt es, wenn man sich in - wie soll ich es nennen? - "statischen" Räumen aufhält, also z. B. in einem völlig leeren Abteil im Zug oder einem menschenleeren Waschsalon. Wahrnehmung ist da und Gedanken werden als Gedanken erkannt. Sobald Menschen hinzutreten wird es deutlich schwieriger. Wenn mir die flapsige Bewertung erlaubt ist: es fällt besonders schwer, wenn attraktive Frauen einsteigen oder zur Tür reinkommen. Bei Männern ist es egal, ich nehme nur wahr.
Darum ist es am Anfang sinnvoll, die Übungen in einem statischen Raum durchzuführen (am besten bei Dir daheim, wenn Du Dir da stillen Raum schaffen kannst...es wäre auch gut, wenn Du Dir dafür wirklich extra Zeit nimmst (10 Minuten reichen meistens)....das Leben draußen bietet vorerst zu viele Ablenkungen (Gedankengeschichten).
Gerade die scheinbar einfachen Übungen können einiges an Erkenntnis bringen....
Attraktive Menschen zu bemerken, kann nachher auch vorkommen, aber, wenn du genau hinsiehst, merkst Du, dass da alle möglichen Sinne anspringen, Geschichten, Gedanken, etc....cool zu bemerken, für unsere Untersuchung hier leider denkbar ungeeignet, hihi ;-)
Es gibt eine schöne Meditation, da heisst es: nicht ich atme, sondern es atmet mich. Jetzt ist es wieder unverkennbar, ich atme und ich bin da und ich muss machen.

Verstehst du was ich meine?
"Ich denke" ja :-). Fein, dass Du das erkennst, hier beim "machen müssen" verdichtet sich die "Ich" Illusion so sehr, dass sie zu einer glaubhaften Instanz wird.
Sie sind einfach Gedanken die das erzählen, aber jahrzehntelang antrainiert, geglaubt, ja zu einer Sicherheit geworden. Zu einer Wahrheit.

Darum lass uns die Natur der Gedanken anschauen.
Dazu müssen wir aber sehen was Wirklich da ist.
Und diese geht nur mit dem Sehen (ich nehme das Wort als Synonym für erkennen) was direkt erfahren wird.
Und direkt erfahren wird NUR was: Gesehen, Gehört, Gerochen, Geschmeckt, Gespürt wird. (Denke wird auch erfahren, ist aber ein Sonderfall ;-)).

Auf den Punkt gebracht:
Die attraktive Frau im Waschsalon ist in deiner Wahrnehmung (ich nehme an, Du siehst sie nur)..? Genau: Farben. Alles andere machen deine Gedanken.
Wenn ich dein Beispiel mit dem Radiergummi aufnehme: es stimmt, ich kann einen leeren Blankoumschlag frisch aus der Verpackung nehmen, hinlegen und anschauen. Da ist eine Wahrnehmung, nach einiger Zeit tauchen Gedanken auf ("du musst noch was erledigen!") und man kann es einfach in der So-heit des Moments akzeptieren. Eigentlich ist der andere Umschlag auch nur ein Schreibwarenprodukt oder eigentlich nur eine optische Wahrnehmung, haotisches Gefühl etc., aber dann irgendwie doch wieder nicht. Dabei ist der einzige Unterschied die äußere Beschriftung
Darum nahm ich den Radiergummi....er ist nicht nicht mit so vielen Gedankengeschichten verstrickt, wie ein Briefumschlag :-)

Gedanken dürfen und werden auch weiterhin auftauchen. Es geht darum, ob sie gesehen werden als Erscheinungen, oder ob sie als alles kontrollierendes Etwas riesig und wichtig auftauchen. Dies kann erkannt werden :-)
Und letztlich, dass da niemand ist der etwas tun muss. Sondern tun einfach geschieht und wahrgenommen wird.

Drum wenden wir uns dem Praktischen zu:


Betrachte den Verstand als automatische Etikettiermaschine, einen immer aktiven Erzähler.
Gedanken sind letztlich: Etiketten.
Ihr Zweck ist es, zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und Geschichte zu erzählen.

Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspann dich und dann öffne die Augen:
Sieh dich langsam im Zimmer um.
Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen.
Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest.
Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert. Dann schließe die Augen wieder.
Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl taucht auf, und Gedanken etikettieren es.
Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird.

Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Ganz spannend ist das bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht).


Schau genau und erzähle, wie es dir damit gegangen ist (Hab etwas viel geschrieben heut ;-)).
*Don't think about it...just look...and you'll see*

User avatar
niemandda
Posts: 15
Joined: Mon May 04, 2020 4:10 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby niemandda » Sat May 16, 2020 1:51 pm

Moin Mauritius,

Hab es die letzten Tage öfter mal versucht. Bei längerer Freizeit klappt es halbwegs, dafür müssen die Bedingungen stimmen.

In klaren und ruhigen Momenten leuchtet es ein, dass da einfach nur Wahrnehmung ist. Die Gedanken werden sogar weniger oder als nicht so wichtig wahrgenommen. Ich lieg auf der Weise, der Himmel ist wolkenlos und blau, Sonne ballert und alles ist gut. Ich denke nicht "Himmel" oder "vorbeiziehender vogel" sondern nehme nur wahr. Solche Momente hatte ich schon. Aber ich kann es einfach nicht erkennen bzw endgültig akzeptieren.

In den Abendstunden fällt es sehr leicht die Gedanken einfach nur als Gedanken wahrzunehmen.

Das Beispiel mit den Werbeschriften ist gut. Ähnlich wie der berühmte Zettel mit der Aufschrift "wer das liest ist doof". Man liest und versteht quasi in einem Abwasch, eine Lücke kann man tatsächlich kaum ausmachen.

User avatar
Mauritius
Posts: 118
Joined: Sun Jan 06, 2019 6:58 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby Mauritius » Sat May 16, 2020 8:38 pm

Hi Ben,
In klaren und ruhigen Momenten leuchtet es ein, dass da einfach nur Wahrnehmung ist
Nimmst "Du" das tatsächlich so wahr (also wird das so erfahren), oder ist's mehr ne gedanklich, logische Konsequenz?
Aber ich kann es einfach nicht erkennen bzw endgültig akzeptieren.
Wenn Du's erkennst, brauchst es nicht zu akzeptieren...es ist dann wie es ist ;-).
Lass uns schauen, wir haben ja jede Menge Zeit :-)
In den Abendstunden fällt es sehr leicht die Gedanken einfach nur als Gedanken wahrzunehmen.
Super, vielleicht kannst Du das direkte üben ja in den Abendstunden durchführen (aber immer wieder über den Tag verteilt ist auch ganz wichtig).
Ähnlich wie der berühmte Zettel mit der Aufschrift "wer das liest ist doof". Man liest und versteht quasi in einem Abwasch, eine Lücke kann man tatsächlich kaum ausmachen.
:-)
Kannst Du eine Lücke erkennen?

Knüpfen wir da doch mit einer Übung an:

Diese Übung hat einen doppelten Zweck. Erstens, um sich über jeden Gedanken bewusst zu werden wenn er erscheint.
Zweitens ist die sorgfältige Suche nach der Lücke ein Beispiel dafür, wie es geht genau zu schauen, wenn man nach dem "getrennten Selbst" sucht.
Mach das am Besten mehrmals am Tag. Nimm dir so 5 – 10 Minuten Zeit, atme langsam und sanft, entspanne. Schließe die Augen und beachte nur das Auftauchen der Gedanken. Beschäftige dich nicht mit deren Inhalten, bemerke einfach das Erscheinen.
1. Bemerke den aktuellen Gedanken, der vorhanden ist.
Z.B. wenn du sitzt und den Körper beobachtest, könnte ein Gedanke auftauchen:
"Das sind meine Füße" oder "Hier ist eine Verspannung “oder„ Ich atme zu schnell
“oder„ Mir ist diese Übung langweilig“ oder „Ich würde lieber was tun“ oder
irgendwelche Gedanken.
2. Dieser Gedanke wird vergehen und ein anderer wird kommen. Also beobachte einfach diesen Gedanken wie er
vorüberzieht.
3. Warte dann, bis der nächste Gedanke kommt.
4. Wenn der nächste da ist, bemerke ihn einfach und schau, wie er vergeht.
5. Warte dann, bis der nächste Gedanke kommt.
6. Wiederhole die Schritte 4 und 5 einige Male.
Zwischen zwei Gedanken besteht eine Lücke. Sie kann sehr kurz oder subtil sein, nur eine oder wenige Sekunden bis der nächste Gedanke auftaucht.

So betrachtest du Gedanken:

Schau, wie sie kommen und gehen, und bemerke die kurze Lücke zwischen ihnen.
Bemerke, wie der aktuelle Gedanke vergeht.
Und warte auf den nächsten Gedanken.
Versuche während des Tages, die Lücke zwischen den Gedanken so oft wie möglich zu beobachten. Du kannst das tun, indem du feststellst, dass gerade "Denken" stattfindet, und dann aufhören und einfach auf den nächsten Gedanken warten. Im "Warten" gibt es eine Lücke zwischen zwei Gedanken.


Mach sie gründlich, mehrmals...erzähle dann darüber :-)

Damit kann man gut die Denkvorgänge mit etwas mehr Abstand betrachten...

Was ist in dieser Lücke?
*Don't think about it...just look...and you'll see*

User avatar
niemandda
Posts: 15
Joined: Mon May 04, 2020 4:10 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby niemandda » Thu May 21, 2020 6:29 pm

Moin Mauritius,

Hatte erst heute so richtig Zeit die Übung nochmal intensiver zu machen. Zwischendurch habe ich es ein paar mal versucht, habe aber irgendwie nach wie vor keinen durchschlagenden Erfolg.

In ruhigen Momenten, besonders kurz vor dem Einschlafen klappt es gut. Sobald der Tag beginnt ist das Ich wieder da, manchmal fühlt es sich sogar noch stärker an als vorher. Es liegt wahrscheinlich einfach daran, dass ich niemals so richtig lange Ruhe am Stück habe. Wie leicht wäre es doch, wenn der Lottogewinn käme. Das meine ich ganz im Ernst. Ich bin nach wie vor felsenfest der Überzeugung, dass es viel mehr Tolles, Krishnamurtis und Byrons gäbe, wenn mehr Menschen aus dem Teufelskreis der Lohnarbeit entfliehen und sich auf das Wesentliche konzentrieren könnten.

Zurück zur Sache. Ich kenne diese kurzen Lücken bereits. Auf einer längeren Fahrt als Beifahrer habe ich es einmal sehr verblüffend erlebt, die Gedanken konnten tatsächlich einfach nur wahrgenommen werden. Da waren Bäume bzw der Eindruck von Bäumen, aber er wurde einfach nur hingenommen.

Funktioniert heute immer noch, ich registriere die Lücken. Problematisch wird es, wenn das unbeobachtete Denken wieder einsetzt, das erscheint fließend, unbewusst und auf einmal merkt man, dass man nicht mehr bei der Sache ist.

Bei den von dir erwähnten Schildern erscheint es unmöglich, der Text ist quasi sofort im Hirn, instant quasi. Man liest und versteht zeitgleich. So fühlt es sich zumindest an.

Kurz: in der Lücke ist wartendes Bewusstsein, ja, aber diese Erkenntnis bringt mich nicht weiter. Die Gedanken kommen wieder und werden irgendwann schleichend. Schwer zu beschreiben. Manchmal registriere ich nicht einmal, dass ich gerade wieder denke.

Und selbst wenn es klappt: da ist nichts, leere oder zumindest keine Gedanken und nur Wahrnehmungen. Das kann erlebt, gefühlt und auch verstanden werden, wobei es ja nicht um das Verstehen geht. Es passiert nur nix weiter. "I'm stuck" würde der Engländer wohl sagen.

User avatar
Mauritius
Posts: 118
Joined: Sun Jan 06, 2019 6:58 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby Mauritius » Fri May 22, 2020 1:50 pm

Hi Ben,

heut ists bei mir zeitlich voll, meld mich morgen!
*Don't think about it...just look...and you'll see*

User avatar
Mauritius
Posts: 118
Joined: Sun Jan 06, 2019 6:58 pm

Re: Ein Text fällt nicht ein

Postby Mauritius » Sat May 23, 2020 6:16 pm

Hi Ben!
Sobald der Tag beginnt ist das Ich wieder da, manchmal fühlt es sich sogar noch stärker an als vorher.
Was meinst Du damit, woran "erkennst du", dass das "ich" wieder da ist?

Ich bin nach wie vor felsenfest der Überzeugung, dass es viel mehr Tolles, Krishnamurtis und Byrons gäbe, wenn mehr Menschen aus dem Teufelskreis der Lohnarbeit entfliehen und sich auf das Wesentliche konzentrieren könnten.
Würde man das? Bliebe nicht andererseits noch mehr Zeit um Themen/Probleme aufkommen zu lassen, oder sonstiges? Wäre es nicht DIE Herausforderung, trotz Lohnarbeit TOLLE Erkenntnisse zu haben? Erwachte Alltagsmenschen? ;-)

Bei den von dir erwähnten Schildern erscheint es unmöglich, der Text ist quasi sofort im Hirn, instant quasi. Man liest und versteht zeitgleich. So fühlt es sich zumindest an.
Ja, ich gebe zu, das ist schwierig, weil perfekt antrainiert...leichter fällt es mit einer Fremdsprache, die nur einigermaßen beherrscht wird...da ist der Unterschied klarer.

in der Lücke ist wartendes Bewusstsein,
Ist das deine Erfahrung? Kannst Du wartendes "Bewusstsein" wahrnehmen? Oder ist da einfach: Nichts? Und tauchen nur Gedanken auf, die etwas von Wartendem Bewusstsein" erzählen ( Vielleicht Erinnerungen an Aussagen in spirituellen Büchern)=> Versteh mich nicht falsch, ich sage nicht, es gäbe Bewusstsein nicht....ich frage nur: Kannst Du in dieser Lücke etwas schmecken, riechen, sehen, hören, empfinden?

Und selbst wenn es klappt: da ist nichts, leere oder zumindest keine Gedanken und nur Wahrnehmungen. Das kann erlebt, gefühlt und auch verstanden werden, wobei es ja nicht um das Verstehen geht. Es passiert nur nix weiter. "I'm stuck" würde der Engländer wohl sagen.
Ah, sieh an....was müsste denn anders sein? Anders als Nichts, Leere? Kannst Du da Erwartungen finden, die vorgaukeln, etwas müsste anders sein? (z.B. Glückseligkeit, etc..). Was glaubst Du fehlt da? Fehlt da irgendetwas?

Problematisch wird es, wenn das unbeobachtete Denken wieder einsetzt, das erscheint fließend, unbewusst und auf einmal merkt man, dass man nicht mehr bei der Sache ist.
Nun, "problematisch" ist nur die Identifikation mit den auftauchenden Gedanken...es wirkt, als würden sie die Kontrolle übernehmen, nicht wahr? Doch letztendlich sind sie substanzlos...darum geht es ja auch hier in diesem Gespräch…darum, dies zu erkennen. Dann können sie auch auftauchen, ohne gleich Rabatz zu machen.


Mach doch dazu bitte folgende Übung zum Beobachten der Gedanken:

Setz dich etwa 30 Minuten lang ruhig hin und bemerke die aufkommenden Gedanken. Lass sie einfach so erscheinen, wie sie erscheinen.
Versuch dein Bestes, um das, was sie sagen, VÖLLIG zu ignorieren und bemerke nur, wie sie erscheinen, ohne dass du etwas tust.

Wo kommen sie her und wohin gehen sie?
Hast du etwas getan, um einen bestimmten Gedanken oder bestimmte Gedanken erscheinen zu lassen?
Hättest du etwas tun können, um einen anderen Gedanken in genau diesem Moment erscheinen zu lassen?
Kannst du deinen nächsten Gedanken vorhersagen?
Kannst du dich entscheiden, dass du nur angenehme Gedanken hast?
Kannst du dich dafür entscheiden, keine unangenehmen, negativen oder ängstlichen Gedanken zu haben?
Kannst du irgendeine bestimmte Art von Gedanken auswählen und erscheinen "lassen"?
Ist es möglich, zu verhindern, dass ein Gedanke auftaucht?
Es scheint, dass die Gedanken ein logisch geordnetes Auftauchen haben, aber schau genau hin und bemerke, ob es tatsächlich einen organisierten Ablauf gibt?
Oder ist das nur ein anderer Gedanke, der sagt: "Diese Gedanken sind nacheinander" oder "sie
nehmen Inhalte aus früheren Gedanken auf", oder dass "ein Gedanke einem anderen Gedanken folgt"?
Kannst Du beobachten, dass ein Gedanke einen anderen "auslöst"...? Oder tauchen sie zusammenhanglos auf?


Bin gespannt auf deine Beobachtungen :-)
*Don't think about it...just look...and you'll see*


Return to “Deutsch”

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 1 guest