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Postby treepartner2 » Thu Dec 19, 2019 12:32 pm

LU is focused guiding for seeing there is no real, inherent 'self' - what do you understand by this?
step out of the story and beliefsystems.. which keeps you in preshaped "cause and effect modes"
The self is after being born a created story used as a way to make sure to survive with all relative persons around us (parents, teachers...) simply a kind of contract usefull for only certain time... (sorry for my english)

What are you looking for at LU?
open perception to what really is not only in relation to my story and selfconditioned and functional ideas of how the world should be. Stop beeing manipulated and stop manipulating others out of the "strain" to fullfill whoevers ideas. Help others.. Beeing clear and transparent for my "family" (people surrounding me in love and interest - not only relatives)

What do you expect from a guided conversation?
i have no really idea.. maybe show me where i´am still trapped in the "Story" in the me and i..
losing fear of being nothing but present.. (part of (real) life..). Clearity about including the functional stuff like earning money for my family and children, pay the rent....a.s.o.

What is your experience in terms of spiritual practices, seeking and inquiry?
did lots of bodyexperience like different yogapractise, martial arts... had spiritual teachers. Had a small satori in Jan 2018 while sitting by my sleeping son.

On a scale from 1 to 10, how willing are you to question any currently held beliefs about 'self?
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Re: freedom

Postby treepartner2 » Thu Dec 19, 2019 12:59 pm

Hallo.. habe das niedergeschrieben bevor ich die Möglichkeit einer deutschen Version entdeckte.. treepartner

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flowings
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Re: freedom

Postby flowings » Thu Dec 19, 2019 4:49 pm

Willkommen, treepartner!
(Lass mich bitte wissen, falls du anders angesprochen werden möchtest)

Falls noch nicht geschehen, lies dir bitte die Einführenden Worte durch. Auch die FAQ empfehle ich, damit du dich etwas auf den Prozess vorbereiten kannst.

Hast du noch irgendwelche Fragen / Unklarheiten zum Ablauf unseres Dialogs?



Ich möchte mal hier beginnen:
losing fear of being nothing but present.. (part of (real) life..)
Kannst du mir diese Angst genauer beschreiben?
Truth isn’t about knowing things; you already know too much. It’s about unknowing.

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Re: freedom

Postby treepartner2 » Thu Dec 19, 2019 10:45 pm

Hi flowings! danke für deine Antwort! ich heiße bernhard ist aber egal welche Anrede du wählst.. möchtest du flowings genannt werden?
Nichts oder niemand zu sein hat auch etwas von nicht adressierbar zu sein.. Im Beisein von anderen Menschen gibt es oft so was wie Verbindlichkeit so in der Art wie den Kanal für den anderen offen halten usw. aber auch reagieren zu können sei es auch auf unerwartetes oder etwas zu verpassen oder nicht ausreichend geschützt zu sein.. Beim Nachsinnen hierüber fällt mir nebenbei auf, daß ich häufig eher an- als entspannt bin wenn Menschen um mich sind.

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Re: freedom

Postby flowings » Fri Dec 20, 2019 1:23 pm

Nichts oder niemand zu sein hat auch etwas von nicht adressierbar zu sein.. Im Beisein von anderen Menschen gibt es oft so was wie Verbindlichkeit so in der Art wie den Kanal für den anderen offen halten usw. aber auch reagieren zu können sei es auch auf unerwartetes oder etwas zu verpassen oder nicht ausreichend geschützt zu sein.
Ich bin mir nicht sicher, wie du das meinst, Bernhard. Bezieht sich das auf die von mir angesprochene Angst?
Befürchtest du, "nicht mehr adressierbar" zu sein, wenn die Ich-Illusion wegfällt? Was glaubst du, wie wäre das?

Was genau ist deine Vorstellung, wie ein Leben ohne 'Ich' sein könnte?
Truth isn’t about knowing things; you already know too much. It’s about unknowing.

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Re: freedom

Postby treepartner2 » Fri Jan 03, 2020 1:19 am

Es gibt die "Adresse" desjenigen der durch eine Reihe von Erfahrungen zu dem Wesen wurde was gelernt hat sich mit all den Fehlern und Fähigkeiten auf eine gewisse Art zu lieben, vertraut, sicherer (relativ) und bekannt im Umgang mitzuteilen und somit aus Abhängigkeiten lösen konnte, in dem Glauben damit (geläutert) ehrliche, wohlwollende, freie, offene Verbindungen eingehen zu können. Einerseits gibt es die Erkenntnis das die erwähnten Erfahrungen und Verbindungen immer wieder gefärbt waren durch Filter der eigenen Lebensgeschichte (wie z.B. .. allein gelassen worden führt zu gesehen werden wollen, Gewalt erfahren und weitergegeben oder eingefroren.. etc..etc..) also in manchen Teilen (spontane Reaktionen o. z.B. körperliche Engegefühle, verschleppte Traumata...) und somit immer noch "Opfer"/Schauspieler der eigenen Rahmenhandlung der eigenen Geschichte. Andererseits das Wissen(?) dass sich durch plötzliche Veränderung bestimmte Begegnungen, Gespräche oder auch ohne erkennbaren Ursprung eine derart leichte und vibrierende Lebendigkeit ungeahnten Ausmaßes entwickeln kann die sich jeglicher Vorgeschichte oder vermuteteter Chronologie komplett entzieht. Der Glaube daß sich durch Erkenntnis Entwicklung bzw. Auflösung bestimmter Muster aus vermeintlichen Sicherheiten dass sich aus einem wollenden "Selbst" vollzieht scheint wie in Stein gemeißelt wäre aber bei genauerem Hinsehen wahrscheinlich auch ohne ein Ich denkbar..!? bin gerade etwas verwirrt über meine eigenen Gedanken..
Was genau ist deine Vorstellung, wie ein Leben ohne 'Ich' sein könnte?
Ausgehend davon dass das was mir passiert oder wer mich anspricht keine "Reaktion" im Sinne von welche Teile oder Filter aus meiner Geschichte mehr automatisch zugreifen, ist fragwürdig und ungewohnt. Seit Tagen spiele ich aber bereits damit und merke es fühlt sich teilweise gut an weniger in selbstgemachte Widerstände zu gehen, weil es eben ohne größere Einmischung einfach abläuft. Die Trennung zwischen Subjekt und Objekt verschwimmt zunehmend.

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Re: freedom

Postby flowings » Fri Jan 03, 2020 5:10 pm

Der Glaube daß sich durch Erkenntnis Entwicklung bzw. Auflösung bestimmter Muster aus vermeintlichen Sicherheiten dass sich aus einem wollenden "Selbst" vollzieht scheint wie in Stein gemeißelt wäre aber bei genauerem Hinsehen wahrscheinlich auch ohne ein Ich denkbar..!? bin gerade etwas verwirrt über meine eigenen Gedanken..
Dieser Prozess hier führt nicht dazu, das "Ich" verschwinden zu lassen. Es geht darum, zu erkennen, das ein "Ich" niemals existierte - außer als gedankliche hartnäckige Idee, als Vorstellung.
Insofern funktioniert das Leben nach dem Durchschauen der Ich-Illusion genauso wie vorher, inklusive der Verhaltens- und Emotionsmuster, die sich gebildet haben.
Zu erkennen, das all das ohne einen inneren "Boss" ganz von selbst geschieht, kann allerdings recht befreiend wirken, da die Identifikation mit all dem mentalen Zeugs nachlässt...

Ausgehend davon dass das was mir passiert oder wer mich anspricht keine "Reaktion" im Sinne von welche Teile oder Filter aus meiner Geschichte mehr automatisch zugreifen, ist fragwürdig und ungewohnt.
Ich verstehe diesen Satz nicht. Kannst du das bitte umformulieren?
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Re: freedom

Postby treepartner2 » Tue Jan 07, 2020 9:10 am

Hi, hallo
Ausgehend davon dass das was mir passiert oder wer mich anspricht keine "Reaktion" im Sinne von welche Teile oder Filter aus meiner Geschichte mehr automatisch zugreifen, ist fragwürdig und ungewohnt
Gemeint ist, dass ich denke/annehme, dass alles was wir von außen aufnehmen durch, sich im Leben bewährte, Filter läuft. Dass es zB. für jemand der mißbraucht wurde schwer ist Nähe zuzulassen...etc. Die Vorstellung also "frei" auf die "Welt" zu schauen ist mE durch diese beispielsweise mentalen, emotionalen und körperlichen Konditionen getrübt und evtll somit nur relativ möglich..

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Re: freedom

Postby flowings » Tue Jan 14, 2020 7:43 pm

dass alles was wir von außen aufnehmen durch, sich im Leben bewährte, Filter läuft.
Absolut!
In diesem Prozess hier wirst du Ähnliches "trainieren": Aufs direkte tatsächliche Erleben schauen - sowie auf diese mentalen Filter, die das alles häufig verschleiern / überlagern / verfälschen. Wir werden allerdings hauptsächlich den Fokus auf simples, schlichtes Erleben richten: Das Sehen eines Objekts, das Hören von Geräuschen usw.
Dabei setzt das "filtern" / interpretieren / deuten unserer Wahrnehmung schon früh ein:
Wenn du z.B. auf einen Gegenstand schaust, ist da zum Einen das reine wirkliche Sehen - und zum anderen startet quasi zeitgleich eine Reihe an mentalen Prozessen, die das Seh-Erlebnis benennen, kategorisieren, interpretieren usw.
Nimm als Beispiel mal einen schlichten Gegenstand (Apfel zum Beispiel) und schau ihn an.

Was siehst du wirklich?
Was ist Interpretation?
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Re: freedom

Postby treepartner2 » Sat Jan 18, 2020 10:11 am

Ja genau so sehe ich das auch nur die Frage wie entlarvt, entschleiert man diesen doch meist unbewussten Prozess am Besten. Heißt das es ist eine Art Training die Aufmerksamkeit solange wie möglich "rein" zu halten bzw. zu erkunden wann genau "das" Muster zugreift!? Vielleicht ist das was dem im Weg steht noch eine Art Glaube der davon ausgeht daß das was sich da meldet eben auch noch eine Art Aufmerksamkeit braucht um in sich seine Bemühungen vielleicht auch Bedürftigkeit zu erkennen das diese alten Glaubenssätze eben NICHT mehr benötigt werden? ok es erkennt sich dann auch selbst und braucht dafür wahrscheinlich auch kein Ich..

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Re: freedom

Postby flowings » Mon Jan 20, 2020 6:02 pm

wie entlarvt, entschleiert man diesen doch meist unbewussten Prozess am Besten
Das machen wir hier, indem du mittels Direct Pointing das direkte unmittelbare Erleben beobachtest - und untersuchst, wie mentale "Etiketten" sich automatisch an dieses Erleben anheften. Das größte mentale Etikett ist der "Ich-Glaube".
Wird das kristallklar erkannt, ist das ähnlich der Erkenntnis, die viele von uns als Kinder hatten: den Nikolaus (Weihnachtsmann, Christkind) gibt es nicht wirklich. Einmal durchschaut, ist es offensichtlich.
Wir tasten uns da langsam gemeinsam ran...

Meine beiden Fragen im letzten Kommentar waren Pointer. Arbeite mit ihnen und berichte mir!

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Re: freedom

Postby treepartner2 » Sun Feb 02, 2020 11:01 am

Hi flowings,
die Untersuchung zum direkten Erleben läuft schon irgendwie die ganze Zeit "mit" in unterschiedlichsten Situationen, denn das Thema arbeitet ja in mir tagtäglich... aber es ist sehr schwer zu greifen, wann das sog. Selbstbild greift weil sich der Zugriff bestimmter Gedanken die einfach immer wieder wie eine Gewohnheit oder ein Reflex die Geschichte füttern zu wollen eben jene Geschichte die dann zu all den automatisierten Abläufen und jener "Selbstwahrnehmung" im "Kontext von.." ablaufen. Ich kann erkennen dass wenn ich den Apfel länger anschaue ohne zu labeln, dass es weder mich noch den Apfel gibt, bzw. nur noch Apfel der aber nicht mehr Apfel ist sondern nur Farbflächen, Sensation, Wahrnehmung.. und dann kommt halt doch irgendwann die Frage und was jetzt?

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Re: freedom

Postby flowings » Mon Feb 03, 2020 4:52 pm

Ich kann erkennen dass wenn ich den Apfel länger anschaue ohne zu labeln, dass es weder mich noch den Apfel gibt, bzw. nur noch Apfel der aber nicht mehr Apfel ist sondern nur Farbflächen, Sensation, Wahrnehmung..
Nur Sensation und Wahrnehmung. Kein Apfel. Kein Ich. So weit, so gut...
und dann kommt halt doch irgendwann die Frage und was jetzt?
Was meinst du? "Was jetzt"?
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Re: freedom

Postby treepartner2 » Mon Feb 03, 2020 7:56 pm

und dann kommt halt doch irgendwann die Frage und was jetzt?
soll heißen es drängt sich in dem Prozess (des nichtlabelns) die Frage auf: und was kommt jetzt? vielleicht so wie der Gedanke ..na gut aber darf jetzt der Apfel wieder Apfel sein..
.. oder geht es erstmal darum den Zustand des Nichtlabelns solange wie möglich aufrecht zu erhalten?

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Re: freedom

Postby flowings » Tue Feb 04, 2020 5:33 pm

Gute Frage!
Nein, es geht nicht darum, einen bestimmten Zustand zu erreichen oder aufrecht zu erhalten.
Es spielt keine Rolle, ob dein Verstand weiterhin seine alten Programme durchläuft oder nicht.
Eine Fata Morgana verschwindet ja auch nicht einfach, nachdem man sie als Luftspiegelung durchschaut wurde.

Es geht "nur" um das eindeutige Durchschauen der Ich-Illusion.
Das Beobachten des direkten Erlebens und das Erkennen von automatisch hinzugefügten Benennungen / Interpretationen ist der Weg dorthin.
Findet sich ein Zentrum im Erleben, dass die Bezeichnung "Ich" verdient?
Ist da ein Kern, von dem das Erleben ausgeht, also sozusagen ein "Produzent" des Erlebens?
Oder kannst du eine Art "Empfangsstation" wahrnehmen, der das Erleben geschieht?

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