Knocking on Heavens Door

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Glueckseligkeit
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Re: Knocking on Heavens Door

Postby Glueckseligkeit » Mon Sep 09, 2019 4:50 pm

Du meldest Dich, wenn's weitergehen soll?
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Knocking on Heavens Door

Postby heavensdoor » Tue Sep 10, 2019 12:25 pm

Lieber Andreas,

im Moment bin ich unschlüssig wie wir weiter verfahren wollen.

Es ist so:
1. Ich ziehe in drei Wochen um und habe sowohl körperlich wie auch organisatorisch-geistig im Moment sehr viel um die Ohren.
2. Seit wenigen Tagen befinde ich mich in einer intensiven ganzheitlichen Therapie-Behandlung, die mich sehr schlaucht, da der Körper innerlich stark arbeitet.
3. Vor 1,5 Wochen ist etwas passiert, was mich emotional ziemlich aus der Bahn geworfen hat und in mir arbeitet.

So entspannt und meditativ ich in unseren Thread eingetreten bin, so unbewusst, gedanklich-emotional verstrickt und körperlich überfordert bin ich zum jetzigen Zeitpunkt. Und ich weiß grad ehrlich gesagt nicht, ob mir unsere Kommunikation im Moment helfen würde mich wieder etwas zu berappeln oder ob mir deine herausfordernd-provokativen Fragen grad zusätzlich Energie ziehen würden.

Was meinst du? Was ist dein Gefühl/Impuls?

Lieben Gruß
Sofie

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Re: Knocking on Heavens Door

Postby Glueckseligkeit » Tue Sep 10, 2019 1:40 pm

Liebe Sofie,

das kommt auf den Anspruch an, den Deine Konditionierung stellt und dem Du glaubst. Egal, was passiert, ändert es etwas, an dem, was wahrnimmt? Die Inhalte mögen sich ändern, Unruhen verursachen,... aber genau hinzusehen kann evtl. auch Erleichterung bringen.

Du kannst vollkommen frei entscheiden, ob, wann und was Du schreiben möchtest. Wir können ja einfach offen sein für die Impulse, die bei Dir kommen.
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Knocking on Heavens Door

Postby heavensdoor » Tue Sep 10, 2019 2:03 pm

Klingt gut - Danke :-)

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Re: Knocking on Heavens Door

Postby Glueckseligkeit » Thu Feb 13, 2020 10:16 pm

Wie geht es Dir, Sofie?
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Knocking on Heavens Door

Postby heavensdoor » Wed Apr 22, 2020 8:07 pm

Lieber Andreas,

ich bin heute online gegangen, um dich zu fragen, ob wir von Neuem beginnen können :) frisch, ohne den konzeptuellen Ballast von gestern...

Ich habe die letzten Monate im intensiven Einzel-Medi-Retreat daheim verbracht, davor viel Karma-Aufarbeitungs-Arbeit geleistet.

Es hat sich einiges bewegt, die Transformationen von Körper, Wertevorstellungen, Ansichten, Psyche etc. purzelten und die Erkenntnisse überschlugen sich. Trotz allem ist die Ich-Illusion noch da und ich falle aus tiefen Erkenntnisphasen zurück in düstere depressive Momente.

Deine Nachricht hab ich erst jetzt gesehen, da ich auch ein halbes Jahr lang ohne Telefon und Internet gelebt habe. Corona erreichte mich reichlich spät und ich brauchte eine Zeit um es zu realisieren.

Es freut mich, dass auch du kürzlich (vor zwei Monaten) den Impuls hattest mir nochmal zu schreiben. Gerne würde ich den Versuch mit dir an meinem Ich zu schrauben nochmal wagen.

Um den Neustart komplett zu machen: Ich bin Elena :) Sofie ist mein zweiter Vorname.

Hoffe dir geht es gut in dieser turbulenten Zeit.

Alles Liebe
Elena

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Morgensterne
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Re: Knocking on Heavens Door

Postby Morgensterne » Thu Apr 23, 2020 2:31 pm

Hallo Elena,

Andreas steht als Guide nicht mehr zur Verfügung.
Möchtest du trotzdem weitermachen?

Ich bin Sanna und würde Dich weiter begleiten - falls du das willst.

Liebe Grüße
Sanna

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Re: Knocking on Heavens Door

Postby heavensdoor » Thu Apr 23, 2020 7:48 pm

Hallo Sanna,

der selbe Thread, aber zwei neue Namen - dann lass uns das gerne zusammen versuchen :)

Vielleicht kurz zum Stand der Dinge:
Also bisher habe ich die Gateless Gatecrashers nicht gelesen und auch keine anderen Threads. Vor meiner ersten Anmeldung dachte ich irgendwie das wäre schlau (haha, "es" dachte, warum auch immer)... Die letzten Monate waren der bisherige Gipfel einer sehr intensiven, seit knapp 2,5 Jahren anhaltenden, spirituellen Entwicklungsphase bei mir. Ich arbeite nicht mehr und hab seit Weihnachten in völliger Abschottung 10-14 Stunden am Tag meditiert. Mein gesamtes Leben dreht sich um nix anderes mehr als um spirituellen Fortschritt. Ich konnte irgendwie von 0 auf 100 sehr tief gehen, und genau so tief fall ich gelegentlich zurück. Hab ziemlich krasse Erfahrungen, auch manchmal in der Öffentlichkeit. Manchmal halten sie Tage oder Wochen an. Die Medis die ich betreibe sind großteils Eigenkonzepte und eins fließt ins andere. Sehr viel verbunden mit Körperachtsamkeit, spüre mittlerweile Meridianverläufe und bringe Drüsen im Bauchraum durchs Massieren der Stirn zum Spritzen und so nen Kram... Es passiert alles mögliche, damit werd ich dich jetzt nicht langweilen:)

In den letzten Tagen bekomme ich nen gewissen Zugang zur Ich-Losigkeit. Hab mich paar Tage lang mehrmals täglich gefragt "wer bin ich" bzw. "wo ist das ich" und das läuft bei mir so ab, dass ich dann in die Verspannungen im Körper, viel im Hals spüre und sie sich langsam auflösen, durch die Fragestellung. Aber da ist noch eine Hemmung. Ich schaff das immer nur stepweise. Stepweise folge ich einem starken Impuls, einem körperlichen Ich-Erscheinen, einer Anspannung und gebe ihr nicht nach. Dann verflüchtigt sie sich immer mehr und ich versuche dran zu bleiben und der Verflüchtigung zu folgen. Also besser ich versuche "nicht" dranzubleiben und weiter Verflüchtigen zu lassen. Ich verfolge quasi die aufploppenden Ich-Anspannungen und versuche loszulassen. Und das geht bis zu nem gewissen Step (klingt jetzt alles länger als es eigentlich andauert, haha :) und dann gebe ich einer Bewegung nach weil die "Anspannung" mich zu "Entspannen" doch noch zu stark ist.

Kam das halbwegs rüber? Ich entspanne mich also langsam und es weitet sich, Spannung verflüchtigt sich und das Sein wird weiter. Manchmal wenn ichs mit geschlossenen Augen machen kratze ich auch an den inneren farbigen Lichtern die dann aufkommen, aber da steig ich meistens aus, da pack ichs nicht mehr :)

Das war wenn ich Körper-Fokus hab. Ich hab aber auch Momente, wo der Fokus mehr auf dem Sehen liegt (schon klar, dass es eigentlich gar keinen Fokus geben sollte, aber ich brauch grad noch diese Krücken). Dann weitet sich mein Sein aufs Sichtfeld aus. Aber nur ansatzweise und noch nicht so wirklich entspannt und nicht längerfristig.

In der Vergangenheit, steht glaub ich irgendwo hier im Thread bereits, hatte ich mal zwei Erlebnisse in der Öffentlichkeit. Das eine war, als ich mir daheim zum ersten mal die Frage gestellt habe, "wo ist denn nun dieses Ich, dass es nicht zu geben scheint". Im selben Moment passierte eine Ganzkörper-Entspannung und alles kam ins Fließen. Am nächsten Tag musste ich in die Stadt, und alle Geräusche und Gerüche strömten durch meinen Körper, ich war all das da draußen.

Ein andermal saß ich im U-Bahnhof und der Bahnsteig war recht leer. Es fuhr eine lange U-Bahn ein, sie hielt an und in dem Moment wo sich alle Türen gleichzeitig öffneten und überall Leute rausströmten, war ich all diese wuselnde Bewegung in meinem kompletten Sichtfeld. Es war keine Trennung mehr da.

Also das ist der Stand der Dinge. Diese beiden ersten heftigen Erlebnisse, die sehr tief und längerfristig waren, waren beide letztes Jahr und sind somit schon etwas her. Im Moment nähere ich mich dem ganzen noch mit etwas viel Wollen und Versuchen und einer gewissen Anstrengung, die es irgenwie zu überwinden gilt.

Puh, das war ein ausführlicher Einstieg. Aber ich glaub es ist ganz gut für dich, um zu wissen wo ich ungefähr stehe.

Für unsere Unterhaltung würde ich es gerne erstmal locker halten, wenn das für dich okay ist. In dem Sinne, dass ich mich nicht verpflichten muss jeden zweiten Tag zu antworten. Ich neige sehr zur Verkopftheit und zum vielen Schreiben (wie man sieht). Ich möchte mir und dir gerne die Möglichkeit geben wirklich zu spüren, bis ich nen Punkt erreiche, wo ich meine es macht Sinn jetzt zu schreiben. Also vielleicht mal nach 1 Tag, vielleicht aber auch erst nach 5 Tagen. Ist das okay für dich?

Liebe Grüße
Elena

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Re: Knocking on Heavens Door

Postby heavensdoor » Thu Apr 23, 2020 8:26 pm

Teilweise ist es auch gemischt, Körperliche Weitung und Sichtfeld und bisschen Hören gleichzeitig. Aber nicht lange, immer nur so kurz und ansatzweise und irgendwie angestrengt.

Eine Frage die ich mir auch stelle ist: Wie sicher ist es dauerhaft, wenn der Zustand mal einsetzt? Einfach aufgrund dessen, dass ich halt schon die Erfahrung gemacht habe, dass irgendwelche Zustände, die zeitgleich mit Erkenntnissen eingehen, sogar mal 2 Wochen anhalten können (hatte so nen Glücks-Freude-Einheits-Zustand nachdem ich vor zwei in Jahren Eckhart Tolles Hörbuch reinhörte. Oder eben die oben beschriebenen Geschichten und es war noch vieles anderes. Und manche Sachen dauern Stunden, manche Tage, einmal ging es 2 Wochen. Und JEDESMAL wenn ich so was habe, eine tiefe Erkenntnis verbunden mit einem tiefen Zustand, dann denke ich "das bleibt! das ist mir jetzt so klar, ich werde es nie wieder vergessen! diese Erkenntnis und diese Erfahrung ist nun völlig offensichtlich und unumstößlich". Aber es bleibt nur eine Erinnerung, ein gewisser Shift im Mindsetting, eine gewisse Öffnung, ein gewisses Wissen, eine gewisse ansatzmäßige Weisheit, das alles bleibt zurück. Aber nur ansatzweise. Die Tiefe der Erkenntnis und des Zustandes verschwindet. Und ich frage mich nun zum Beispiel, was meinst du? Wieviel Prozent der im Archiv abgelegten "realisierten" Threadpersönlichkeiten würden sich in diesem jetzigen Moment immer noch als Ich-los bezeichnen. Wo ist der Unterschied, ob ein Zustand zwei Wochen oder ein Leben lang bleibt. In dem Moment wo ich im Zustand bin, denk ich jedes Mal, das verliere ich nicht mehr, das hab ich jetzt für immer begriffen.

Und weg war es...

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Re: Knocking on Heavens Door

Postby Morgensterne » Fri Apr 24, 2020 10:09 am

Liebe Elena,

Du hattest ja schon tiefe Einblicke - auch Einheitserfahrung und unterschiedliche Zustände erlebt.

Aufgrund dieser Einblicke möchte Dich deswegen vorab fragen:
Gibt es ein getrenntes, unabhängiges ICH das sieht, hört, denkt, handelt usw.?

Bei LU geht es nicht darum, Zustände zu erreichen sondern daß auch diese Zustände gesehen werden
und in erster Linie darum: klar zu erkennen, daß es kein getrenntes Ich gibt.

Dazu werde ich Dir Übungen geben, die in die direkte Erfahrung führen.

Du kannst Dir natürlich auch mehr Zeit lassen und musst nicht täglich antworten - ganz locker - wie Du es vorgeschlagen hast.

Einen Link füge ich noch bei , ich glaube Andreas hatte das vergessen, Du kannst mal reinschauen - Es geht darum was LU NICHT ist.

viewtopic.php?f=18&t=6280&fbclid=IwAR04 ... 0zM6lUGoc8

Meine erste Übung:

Finde einen ruhigen Ort und eine ruhige Zeit.
Lege dich hin, schließe die Augen und entspanne dich. Entspannung. Und Freude an der Übung!
Gedanken mögen die Situation vielleicht beschreiben als "Ich liege hier" oder "Mein Körper liegt hier" oder "Ein Körper liegt hier auf einem Sofa".

Aber kannst du diese beschreibenden Gedanken für die Dauer der Übung ausblenden und in einer entspannten Art und Weise nur Empfindung betrachten? Gedanken mögen vielleicht sagen, dass da ein angenehmer Druck ist am Rücken. Aber nur auf Empfindung achtend, woher wüsstest du etwas von "Druck" oder "Rücken"?

Wenn du dort angekommen bist, betrachte bitte folgende Fragen:

Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist? Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?
Nur im Spüren, weißt du wieviel Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Fehlt dir irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
Ist da ein Körper, der wahrnimmt oder wird der Körper wahrgenommen?
Wohnt Wahrnehmung an einem bestimmten Ort?

Ich bin gespannt auf deine Antwort!

Liebe Grüsse
Sanna

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Re: Knocking on Heavens Door

Postby heavensdoor » Sat Apr 25, 2020 5:32 pm

Liebe Sanna,

erstmal vielen lieben Dank, dass du dich meiner annimmst. Überhaupt, dass ihr euch als Guides hier dieser Aufgabe widmet ist wirklich ein großer Segen - vielen Dank.

Ich glaube dass deine mir gestellte "erste Übung" ein guter Einstieg ist und ich würde mir dafür gerne tatsächlich etwas mehr Zeit zum Hineinfühlen geben. Wie ich dir geschrieben habe, hab ich grad Monate der intensiven Körperachtsamkeits-Meditation hinter mir (monatelang ca 10-14 Stunden am Tag (!) nur um zu beschreiben, was ich mit "intensiv" meine). Da hat sich etwas entwickelt, dass eine Art Fokus auf Schmerz ist. Ich trag viel Schmerz und Krankheit in mir und in den vergangenen Monaten ist da ein enormer Batzen alten Karmas in der Form körperlichen Schmerzes hochgekommen. Und ich habe irgendwie darauf fokussiert dieses alles Hochkommen zu lassen und es anschließend Durchfließen und sich Lösen zu lassen. Aber das ist schier unaufhörlich :) Und ich merke dass ich grad für deine Übung etwas Zeit brauche um eine neue Art der Körperachtsamkeit überhaupt zuzulassen.

Ich denke ich weiß mehr oder weniger die "richtigen" Antworten auf die Fragen zu deiner Übung. Aber darum geht es nicht. Es geht nicht drum, dass ich schreibe, was mein Kopf als richtig denkt, es geht drum dass ich lerne es wirklich zu fühlen. Mich schwerelos wahrzunehmen und auszuweiten und so weiter... Den Schmerz grenzenlos aufgehen zu lassen. Im Moment gibts da beispielsweise diese eine Stelle an der linken Schulter. Die schier unaufhörlich schmerzt. Wo ich seit 2 Jahren dran bin alles zu entspannen. Was auch funktioniert. Mein gesamter Rücken hat sich bereits völlig verändert, das Gewebe wie die Wirbelsäulenausrichtung.... Doch ich merke beim Versuch deiner Übung, dass dieser Fokus darauf noch übermächtig ist. Ich spüre beim Liegen erst mal nur diesen Schmerz und das Bedürfnis mich ihm allein zu widmen. Und genau darin sehe ich grad das Potential deiner Übung. Dass sie mich aus der Fixierung auf einzelne Schmerzzentren wieder rausholt.

Ich möchte mich dieser Übung und ihren in meinem Kopf vorhandenen Antworten gerne versuchen ganz langsam zu nähern. Ohne Antwort-Druck oder innere Hetze. Obendrein ist aber grad noch etwas zu erledigender Ämter-Kram eingetrudelt was aufgrund von Corona grad nicht ganz einfach zu lösen ist alles. Also kurzum, bitte lass mich 1 oder 2 Wochen in deine Übung hineinspüren. Ich glaube meine vergangenen Monate der Meditation und deine Übung werden sich sehr gut ergänzen, wenn ich dem ganzen etwas Zeit gebe zu wachsen. Ich werde mich jeden Tag hinlegen und deine Fragen zu Grenze, Gewicht, Kleidung, Auflagefläche etc im Hintergrund schweben lassen, um mich der Weite zu nähern. Mehr an Anreiz brauch ich grad für den Einstieg gar nicht :)

Das ist viel mehr wert als wenn ich jetzt versuchen würde irgendwas auf deine Frage
Gibt es ein getrenntes, unabhängiges ICH das sieht, hört, denkt, handelt usw.?
zu schreiben. Auch hier kennen wir die Antwort und ich würde mich nur im Kopf umherdrehen mit der Frage, warum ich es denke zu wissen aber nicht leben kann...

Danke bis hierhin!

Elena

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Re: Knocking on Heavens Door

Postby Morgensterne » Sun Apr 26, 2020 10:28 am

Liebe Elena,

Doch ich merke beim Versuch deiner Übung, dass dieser Fokus darauf noch übermächtig ist. Ich spüre beim Liegen erst mal nur diesen Schmerz und das Bedürfnis mich ihm allein zu widmen. Und genau darin sehe ich grad das Potential deiner Übung. Dass sie mich aus der Fixierung auf einzelne Schmerzzentren wieder rausholt.
Das ist doch prima, ja, mach das was gerade dran ist. Es gibt keine Pflichtübungen. Wenn im Laufe der Übung etwas anderes als wichtig erscheint dann ist das absolut richtig darauf einzugehen.

Natürlich hast du für die Übung soviel Zeit wie du brauchst - also kein Problem!

Das ist viel mehr wert als wenn ich jetzt versuchen würde irgendwas auf deine Frage
Gibt es ein getrenntes, unabhängiges ICH das sieht, hört, denkt, handelt usw.?
zu schreiben. Auch hier kennen wir die Antwort und ich würde mich nur im Kopf umherdrehen mit der Frage, warum ich es denke zu wissen aber nicht leben kann...
darauf würde ich noch gerne eingehen:
Auch hier kennen wir die Antwort und ich würde mich nur im Kopf umherdrehen mit der Frage, warum ich es denke zu wissen aber nicht leben kann...
Was sind da für Erwartungen?
Was fehlt damit Du sagen könntest daß du das, was Du weiß leben kannst.
Wie müsste es sich für Dich anfühlen, die Ich-Illusion zu durchschauen?
Was sollte anders sein?
Was erhoffst Du Dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Vom Kopf her weißt Du zwar daß es kein getrenntes ICH gibt aber was fehlt damit du es wirklich weißt?

Es wäre sehr gut, wenn Du alle Erwartungen beiseite schieben könntest - sie stellen das größte Hindernis auf dem Weg der Erkenntnis dar!!!

Ist nicht so leicht, das weiß ich von mir - trotzdem vielleicht könntest Du dich darauf einlassen ganz offen zu sein, zuzulassen was sich gerade zeigen möchte.

In Deiner Meditation wäre es auch gut, nicht auf einen bestimmten Zustand hin zu meditieren sondern einfach nur schauen was von Moment zu Moment da ist. Und zwischendurch vielleicht bemerken WER oder WAS schaut. Ist da jemand ?

Ich freue mich wieder von Dir zu hören - in ein , zwei Wochen oder wann immer du möchtest.

Liebe Grüsse
Sanna


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