Suche den Weg durch das Tor

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Seeker543
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Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Fri Aug 09, 2019 9:08 am

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Es bedeutet für mich, die Wahrheit zu erkennen und mich nicht mehr so sehr mit meinen Geisteszuständen zu identifizieren.

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich habe früher schonmal diese Seite vor 6 Jahren besucht und ich habe im Nachhinein die Illusion mal durchschaut, aber dies ist nur noch eine Erinnerung. Ich finde es hilfreichUnterstützung bei dieser Suche zu bekommen.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Ich bin Buddhist, meditiere seit einiger Zeit wieder regelmäßig und habe letztens beinahe die Illusion durchschaut, doch da kam Angst auf und ich bin zurückgeschreckt. Ich weiss auch, dass man nicht zu viel bei der Sache erwarten sollte, und hoffe, die Denkmuster hier mal beiseite zu schieben.

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich erwarte, dass man mit Hilfe eines Guides dem Ego auf die schliche kommt und der Geist es versteht.

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?

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barb
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby barb » Sun Aug 11, 2019 11:52 am

Hi :)

Gerne unterstütze ich dich dabei, das Konzept des getrennten Selbst zu erforschen. Meine Aufgabe ist es, anhand von Übungen und Fragen darauf hinzuweisen und du musst eigentlich nichts anderes tun, als mit den fünf Sinnen auf das zu schauen, worauf hingewiesen wird. Um zu sehen, dass du bereits siehst und immer gesehen hast, was tatsächlich ist. Hier geht es nicht darum, über etwas nachzudenken, sondern um direkte Erfahrung... :)

Dieses einfache Sehen merkt auch, dass es hier kein getrenntes „Ich“ gibt - es gibt nur das, was gerade da ist, dass DAS bereits und immer schon für alle gerade vor sich geht. Aber der Verstand kommt herein und macht es kompliziert und sagt, dass es schwierig und unerreichbar ist. Meine Aufgabe ist es zu versuchen darauf hinzuweisen, dass dieses grundlegende Bewusstsein / Sehen immer da ist und war.

Schau immer ganz frisch und berufe dich nicht auf Gelesenes oder Erfahrungen, die du gemacht hast. Es ist wichtig, dass du versuchst hierbei in deinem eigenen Interesse zu 100% ehrlich zu sein...

Für die Dauer dieser Untersuchung lass bitte alle Bücher, Videos, Satsangs, andere Threads in diesem Forum oder was auch immer zu dem Thema links liegen, das könnte das direkte Schauen und die Wahrnehmung beeinflussen.

Damit dein Prozess hier im Fluss bleibt, wäre es gut, wenn du möglichst jeden Tag zumindest jeden zweiten Tag antworten könntest. Wenn es mal nicht passen sollte oder du mehr Zeit zum Indichgehen brauchst, sag einfach Bescheid.

Falls du es noch nicht gemacht hast, dann lies dir bitte auch die einführenden Worte unter diesem Link durch viewtopic.php?f=18&t=6280


Und damit das Lesen einfacher wird, benutze bitte die Zitierfunktion. Wie diese funktioniert findest du hier: viewtopic.php?f=18&t=6275

Wenn das alles grundsätzlich in Ordnung ist für dich dann lass uns mal deine Erwartungen anschauen:

Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?


Freue mich auf deine Antworten :)
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Seeker543
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Sun Aug 11, 2019 8:00 pm

Hi,freut mich, dass du mich begleitest. 🙂
alles klar. Habe verstanden. Werde alles was sonst mit den Thema zu tun hat beseite lassen und mich nur auf diedirejte Erfahrung versuchen zu fokussieren.
Ich nehme an, dass zu meinen Meditationskurs gehen dürfen außen vor ist, oder?
Habe auch die links gelesen.
Hu hast recht, meine gedanken sagen, dass es schwer wird.

Zu deinen Fragen:
Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Ich denke, es wird soetwas sein, wie ein aha effekt, so wie wenn man nen guten witz nach einer langen weile endlich begriffen hat, oder vllt auch etwas traurig, weil alles was erreicht wurde und die ziele im leben eigentlich nicht mir gehören.
Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Ich denke, dass die identifikation mit meinen gedanken und gefühlen nachlassen wird, aber als gewohnheit erstmal weiter geschieht und ich es mir erstmal öfters ins gedächnis rufen oder gar nachsehen muss.
Ich denke auch, dass das kontrollieren nachlassen wird und ich geistige phänomene besser loslassen könnte.
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Ich bin noch von damals überzeugt, dass es so ist. Ich sehe es nur nicht, was vllt auch am verlangen liegen könnte es wieder zu sehen =/ aber oft ist auch eine lockerheit da und der egogedanke ist nicht so stark.
Hilfst du mir, das beiseite zu schieben?
Außerdem erwarte ich etwas mehr freiheit von meinen gedanken und mich wieder wundern zu können über die welt.

LG

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Mon Aug 12, 2019 9:18 am

Ich habe heute morgen festgestellt, dass die Vorstellung von innerem Frieden einfach ne Vorstellung von einem angenehmen Gefühl ist und es sich dabei auch wieder um die allgemeine Jagd nach angenehmen Erfahrungen ist und dies nicht der Wirklichkeit entsprechen kann, weil es sozusagen die negativen Zustände ausschließt.

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Mon Aug 12, 2019 10:08 am

Mir ist gerade etwas passiert. Das wird jetzt ne Annährung an das sein was passiert ist.
Als ich raus bin und eine schöne Frau an mir vorbei gegangen ist, ist mir Bewusst geworden, dass die Schönheit nur so wahrgenommen wird weil sie mir als soetwas nur mal beigebracht wurde und alle lebewesen sich somit gegenseitig beeinflussen, wie ein gerücht, das sich herumspricht, ohne dass jemand es wirklich überprüft hat, und dass es bei angenehmen wie unangenehmen gefühlen so ist und, dass dieses gegenseitige beeinflussen zurück auf das erste leben selbst geht und immer so weiter gehen wird.
Dann war da kurz soetwas wie ein Vakuum, indem alles passieren hätte können und eine neugier.
Dann kam meine Straßenbahn und blieb nur noch diese lockerheit.

barb
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby barb » Mon Aug 12, 2019 12:02 pm

Wow, da scheint ja einiges in Bewegung gekommen zu sein.. :)
ich nehme an, dass zu meinen Meditationskurs gehen dürfen außen vor ist, oder?
Schau am Besten wie es damit geht, Meditation/Achtsamkeit ist immer hilfreich... Wenn dir im Kurs keine neuen Glaubenssätze eingepflanzt werden, ist es ok. Schau immer nach wie es in deiner eigenen Erfahrung ist... :)
vllt auch etwas traurig, weil alles was erreicht wurde und die ziele im leben eigentlich nicht mir gehören.
Was, wenn noch nie ein „mir“ da war, dem die Ziele gehörten?
Ich denke auch, dass das kontrollieren nachlassen wird und ich geistige phänomene besser loslassen könnte.
Was kontrollierst du denn jetzt?
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Ich bin noch von damals überzeugt, dass es so ist. Ich sehe es nur nicht, was vllt auch am verlangen liegen könnte es wieder zu sehen
Was wäre, wenn du es doch sehen könntest - weil es gar nicht möglich ist es nicht zu sehen – aber die Erwartungen (Gedanken), die sagen dass es so und so auszusehen hätte, die Sicht scheinbar verschleiern?

Grundsätzlich klingen deine Erwartungen nicht unrealistisch. Manches mag gleich mit dem Durchschauen der Illusion eines getrennten „Ichs“ einhergehen, anderes später, manches vielleicht nie... ;) Wie auch immer – versuche während unserer Untersuchung alle Erwartungen beiseite zu geben. Wenn neue ins Bewusstsein treten ist es gut sie als solche zu erkennen...
Ich habe heute morgen festgestellt, dass die Vorstellung von innerem Frieden einfach ne Vorstellung von einem angenehmen Gefühl ist und es sich dabei auch wieder um die allgemeine Jagd nach angenehmen Erfahrungen ist und dies nicht der Wirklichkeit entsprechen kann, weil es sozusagen die negativen Zustände ausschließt
Wunderbar erkannt :)
Mir ist gerade etwas passiert. Das wird jetzt ne Annährung an das sein was passiert ist. 
Als ich raus bin und eine schöne Frau an mir vorbei gegangen ist, ist mir Bewusst geworden, dass die Schönheit nur so wahrgenommen wird weil sie mir als soetwas nur mal beigebracht wurde und alle lebewesen sich somit gegenseitig beeinflussen, wie ein gerücht, das sich herumspricht, ohne dass jemand es wirklich überprüft hat, und dass es bei angenehmen wie unangenehmen gefühlen so ist und, dass dieses gegenseitige beeinflussen zurück auf das erste leben selbst geht und immer so weiter gehen wird.
Dann war da kurz soetwas wie ein Vakuum, indem alles passieren hätte können und eine neugier.
Dann kam meine Straßenbahn und blieb nur noch diese lockerheit
Hört sich gut an :)

Achte bitte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du den folgenden Satz liest:

Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben. Es gibt niemanden, der einen Schleier durchdringen könnte, niemanden, der sich mit Geisteszuständen identifiziert. Es gibt kein Ego dem auf die Schliche gekommen werden kann. Es gibt kein Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte.

Schreibe alles Reaktionen gleich auf.



Bin neugierig was du findest :)
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Mon Aug 12, 2019 3:55 pm

Schau am Besten wie es damit geht, Meditation/Achtsamkeit ist immer hilfreich... Wenn dir im Kurs keine neuen Glaubenssätze eingepflanzt werden, ist es ok. Schau immer nach wie es in deiner eigenen Erfahrung ist... :)
Alles klar, danke =)
Was, wenn noch nie ein „mir“ da war, dem die Ziele gehörten?
Das würde es schon relativieren. Dann würde ich mich fragen woher diese sachen, wie Ziele im Leben kommen. Ich habe jetzt wenn ich darüber nachdenke, dass diese Dinge von aussen kommen.
Was kontrollierst du denn jetzt?
Dazu schaue ich mir mal an, wie sich dieser Eindruck äußert: Es ist diese stänsige erwarten, dass das was kommt, so und so sein soll,wie zB wenn man möglichst sympathisch bei wem ankommen will, ohne lockerheit und das gespräch auf sich wirken zu lassen.

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Mon Aug 12, 2019 4:22 pm

Was wäre, wenn du es doch sehen könntest - weil es gar nicht möglich ist es nicht zu sehen – aber die Erwartungen (Gedanken), die sagen dass es so und so auszusehen hätte, die Sicht scheinbar verschleiern?
Das könnte natürlich auch sein. Lassen wir uns also überaschen 😉
Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben. Es gibt niemanden, der einen Schleier durchdringen könnte,
Bis dahin anspannung und ein innerer wiederstand und der gedanke, nein, das kann nicht sein
Es gibt niemanden, der einen Schleier durchdringen könnte, niemanden, der sich mit Geisteszuständen identifiziert.
Ein leichtes loslassen und achtsam sein. Ich schaue nach was in mir vorgeht. Es fühlt sich wahr an. Es kommt mir vor als ob ich jeden moment etwas in die zukunft projeziere.
Es gibt kein Ego dem auf die Schliche gekommen werden kann. Es gibt kein Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte.
Wieder leichte spannung, ich-gefühl. Aber auch ne innere leere. Ich fühle nach wie das gefühl von kontrolle kommt oder zb andere zu kontrollieren. Wenn ich zu jemanden etwas unfreundliches sage, istes wahrscheinlich, dass diese person böse reagiert. Wenn man das auf alle anderen sachen und zustände bezieht, denkt man mit der zeit, dass man nur das richtigetun muss um zb gemocht zu werden und das gefühl von kontrolle entsteht. Also ursache und wirkung.

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Mon Aug 12, 2019 8:24 pm

Ohh, ich scheine einen run zu haben. 😁
Bin gerade sehr klar und ruhig und habe beobachtet, dass die gedanken, die ich im kopf habe wie zB achtsam zu sein häufiger auftreten, desto mehr ich mich mit diese n befasse. Es scheint also ein natürlicher prozess zu sein.
Ausserdem merke ich, dass die anspannung nach wichtigen gedanken oft als gedächnisstütze dient, um sich bei dem gefühl wieder an den gedanken zu erinnern. So gehts beim sorgen zumindest.

Sry, wenn ich dich so sehr zutexte. Aber heute ist echt viel passiert...

LG

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Mon Aug 12, 2019 8:53 pm

Ich liege zwar im bett, aber mir ist eben aufgefallen, wie der perspektivwechsel zwischen innen und außen stattfindet. Nämlich durch das ich-gefühl.

Naja, gute nacht 😅

barb
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby barb » Tue Aug 13, 2019 11:59 am

Was kontrollierst du denn jetzt?
Dazu schaue ich mir mal an, wie sich dieser Eindruck äußert: Es ist diese stänsige erwarten, dass das was kommt, so und so sein soll,wie zB wenn man möglichst sympathisch bei wem ankommen will, ohne lockerheit und das gespräch auf sich wirken zu lassen
Das Thema „Kontrolle“ schauen wir uns ein wenig später genauer an :)
Bis dahin anspannung und ein innerer wiederstand und der gedanke, nein, das kann nicht sein
Schön, dass du so gut beobachten kannst.

Wenn du diesen „Widerstand“ genauer unter die Lupe nimmst, aus welchen Bestandteilen ist der zusammen gesetzt? Was ist davon in direkter Erfahrung zu bemerken, und was davon ist Gedanke?
Sry, wenn ich dich so sehr zutexte. Aber heute ist echt viel passiert
Kein Problem, es kann nur sein dass ich nicht immer auf alles gleich eingehe, bzw. gar nicht, wenn es nicht relevant ist für unsere Untersuchung... :)
Ich liege zwar im bett, aber mir ist eben aufgefallen, wie der perspektivwechsel zwischen innen und außen stattfindet. Nämlich durch das ich-gefühl
Auch das schauen wir uns später an... :)

Es ist gut sich etwas Zeit zu nehmen, um zu schauen, was direktes Erleben ganz konkret ist – das erleichtert alle anderen Schritte. 

Ganz klar, wenn ich dich frage, wie das Wetter bei dir ist kannst du es mal kurz googeln, darüber nachdenken, in deinen Erinnerungen schauen, was der Wetterbericht gesagt hat, jemanden anrufen – oder du stehst einfach auf und schaust aus dem Fenster. Ganz sicher kannst du dir nur sein, wenn du selber geguckt hast. Richtig?

Wenn du mal nachsiehst, kannst du etwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?
Kannst du außer dem Genannten noch was finden?


Alles, was gesehen, gehört, berührt, gerochen und geschmeckt werden kann, ist das Wirkliche, das was ist.
Gedankeninhalte können nicht wirklich erlebt werden, nur in der Fantasie. Die meiste Zeit bewegen wir uns in diesem Märchenland und nehmen gar nicht an dem Leben teil, durch das der Körper geht.

Probiere es mal aus wie es ist, in der Wirklichkeit zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.

Mache diese Übung so häufig wie möglich über den ganzen Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken.

Mache das, während du dir verschiedener Dinge bewusst wirst:

Einen Baum sehen, einfach = sehen
Der Geruch von Kaffee= riechen.
Den Wind im Gesicht = spüren .
Die Zahnpasta auf der Zahnbürste = schmecken .
Ein Auto vorbeifahren hören = hören.
Gedanke an die Arbeit = denken . (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Gedanke an die Ichlosigkeit = denken
Verspannung im Nacken = spüren
usw...


Es gibt zwei Arten von Gedanken:

1- Der Gedanke weist auf etwas was in diesem Moment via Sinne wahrnehmbar ist – der Gedanke ‚labelt‘.
2- Der Gedanke weist auf einen anderen Gedanken, das ist Gedankeninhalt und die Geschichte, die erzählt wird.

Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.

Viel Spaß damit :)
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Tue Aug 13, 2019 12:50 pm

Wenn du diesen „Widerstand“ genauer unter die Lupe nimmst, aus welchen Bestandteilen ist der zusammen gesetzt? Was ist davon in direkter Erfahrung zu bemerken, und was davon ist Gedanke?
Dann ist da das sehen des textes. Ich höre den gesehenen text als gedanken und dazu kommt ein gefühl der spannung. Dann kommt der gedanke, dass stimme nicht und wieder anspannung.
Also das Sehen und das Fühlen sind direkt erfahrung.
Kannst du außer dem Genannten noch was finden?
Nope. Da sind nur diese 6 arten von Erfahrung.

Mehr kommt noch..

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Tue Aug 13, 2019 10:18 pm

Ich werde dir morgen vormittag berichten.

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Wed Aug 14, 2019 9:18 am

Soo, ich habe das seit gestern mehrmals verteilt getan. Ich hab gemerkt, dass die dinge teils schneller passieren als benannt werden kann und oftmals nicht genau klar war, was jetzt benannt werden muss.
Mir ist aber auch aufgefallen, dass das kommentieren der erfahrungen dann nicht stattfand.

Beispiele:
Eine straßenbahn fährt vorbei = hören
Eine alte Frau sitzt neben mir = sehen
Ich dusche = spüren
Kaffee trinken = schmecken
Ich denke, oh mir fällt was auf = denken
Ich ärgere mich über wen der mir im weg steht = denken bzw spüren
Parfüm wird gerochen = riechen

barb
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby barb » Wed Aug 14, 2019 10:51 am

Soo, ich habe das seit gestern mehrmals verteilt getan. Ich hab gemerkt, dass die dinge teils schneller passieren als benannt werden kann und oftmals nicht genau klar war, was jetzt benannt werden muss.
Mir ist aber auch aufgefallen, dass das kommentieren der erfahrungen dann nicht stattfand.
Geh es einfach spielerisch an, es muss auch nicht jede Erfahrung benannt werden, einfach so wie es in den Sinn kommt – es sind sowieso immer mehrere am Laufen. Da wo die Aufmerksamkeit hängen bleibt, das dann labeln (wenn du alleine bist, am besten laut...)

Um damit vertraut zu werden, mach damit am besten eine 5 minütige Praxis. Nimm dir einen Timer zur Hand (oder vielleicht eine App, wo du einstellen kannst, dass jede Minute ein Gong ertönt...)

Dann mach es dir ganz bequem, entspanne.

Für die 1. Minute lass die Augen offen und richte die Aufmerksam nur aufs Sehen. Blick dich im Zimmer um und jedes mal, wenn der Blick auf einem Objekt haften bleibt, sagst du laut „sehen“. Die auftauchenden Gedanken lass durchziehen. Sehen – Sehen – Sehen......

Für die zweite Minute schließe die Augen, und konzentriere dich aufs Hören. Ganz egal ob Kühlschrank, Auto, jedes mal wenn die Aufmerksamkeit auf ein Geräusch kommt label es laut mit „hören“. Hören – Hören – Hören.....

Für die dritte Minute konzentriere dich aufs spüren (nur Körperempfindungen). Ganz egal ob der Druck vom Hintern auf dem Stuhl, das Jucken am Fuß, die Verspannung im Nacken, das Grummeln oder Druck im Bauch, die Enge in Brust oder Kehle... benenne es mit „spüren“. Alles andere wieder ignorieren.... Spüren – Spüren – Spüren.

Die vierte Minute widme dem Denken. Nicht der Inhalt ist wichtig, nur das bemerken von auftauchenden Gedanken...(egal ob Wort- oder Bildgedanken) Sprich laut das Label „denken“. Denken – Denken – Denken..

Die fünfte Minute (wenn du möchtest kannst du auch länger) lass die Aufmerksamkeit frei, und was auch immer in das Wahrnehmungsfeld kommt versehe mit einem Label. Hören – denken – spüren – spüren – denken – sehen ….......

Wenn du merkst, dass du in Gedankengeschichten abgedriftet bist, dann freue dich, dass du es gemerkt hast, und komme wieder zur direkten Erfahrung zurück..

Und wenn du im Alltag die Sinneswahrnehmungen benennst, dann schau auch gleich nach, ob da irgendwie irgendwo ein getrenntes “Ich” zu finden ist...

Bitte erzähle mir dann morgen wieder wie es so gegangen ist und ob ein “Ich” zu finden ist... :)
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