Bitte um Begleitung

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Noone123
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Bitte um Begleitung

Postby Noone123 » Mon Jul 29, 2019 12:32 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Etwas Aufregung (Angst?), Sehnsucht nach einem Zustand, in dem ich mich nicht mehr von allem abgetrennt fühle, nicht mehr ständig leide und mir dafür noch die Schuld gebe, weil ich mich zuständig/verantwortlich fühle. Sehnsucht, die Suche zu beenden und die Wahrheit zu erfahren, wie auch immer sie aussehen mag.

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich meine, ein Buch mit einem Verweis oder aber eine Google-Suche, bin mir nicht mehr sicher. Daraufhin habe ich mir sämtliche Videos von euch angesehen und war absolut fasziniert und überzeugt, dass LU das Richtige für mich sein könnte! Wollte mich dann gleich spontan anmelden, aber habe erst einmal brav euer Buch gelesen. 😉

Ich bin, soweit ich konnte, bei jeder Befreiung »mitgegangen«, kam aber leider wieder über ein rein intellektuelles Verstehen nicht hinaus.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?

Vor 40 Jahren, mit 18, 19, habe ich alle verfügbaren Bücher von Krishnamurti gelesen, der ja seiner Zuhörerschaft immer ganz ähnliche Fragen gestellt hat wie ihr das tut. Habe mich damals immer gefragt, warum das (bei mir) nicht funktioniert.

Auch später habe ich immer wieder spirituelle Bücher gelesen, von Castsneda, Paul Brunton und Dürckheim über Ram Dass und Osho bis zu Tolle, Wilber und Byron Katie und gehofft, dass tiefes Verstehen etwas bewirken oder ich eine geeignete »Methode« finden würde. Leider vergebens.

Versuche zu meditieren habe ich jedesmal nach einigen Tagen oder Wochen abgebrochen, weil die innere Unruhe dabei immer quälender wurde.

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?

Dass es vom rein intellektuellen Verstehen zu einem wirklichen Erkennen der Wahrheit kommt.

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
10

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Glueckseligkeit
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Re: Bitte um Begleitung

Postby Glueckseligkeit » Mon Jul 29, 2019 9:12 pm

Hallo Noone,

schön, dass Du hier bist.

Kurz ein paar Anmerkungen:

Wenn Du etwas, was ich geschrieben habe, zitieren möchtest, kopiere das Geschriebene in das Textfeld, markiere es und klicke oben über dem Textfeld auf "Quote". Das war der technische Teil :-)

Hier im Guiding geht es nur darum, was Du selbst direkt erfahren kannst. Deshalb vergiss am besten mal die ganze Literatur, die Du gelesen hast, um nicht von Erwartungen und Ansprüchen getrieben zu sein, sondern in Ruhe schauen zu können, was es zu entdecken gibt. Erwarte kein Feuerwerk, keine Englein singen, ... o. ä. im Hinblick darauf, was es bedeutet, die Ich-Illusion zu durchschauen. Erwarte gar nichts.

Unser Instrument ist die direkte Erfahrung, die direkte Sinneswahrnehmung, d. h. was Du mit Deinen Sinnen sehen, hören, riechen,... kannst. Was direkt wahrgenommen werden kann.

Ich bin kein Lehrer, Du kein Schüler. Es geht nicht um schlaue Fragen und noch schlauere Antworten, die man sich dann womöglich auch noch aufschreibt, damit man sie sich ständig wiederholen kann. Wir suchen nicht nach einer besseren Konditionierung, um eine alte Konditionierung abzulegen, sondern wir prüfen, ob es ein Ich gibt. Das, was sich schuldig fühlt, erwachen will, ständig leidet, usw. und was Dich letztlich wohl auch motiviert hat, hier den Dialog aufzunehmen.

Steigen wir gleich ein, wenn Du magst...

Etwas Aufregung (Angst?), Sehnsucht nach einem Zustand, in dem ich mich nicht mehr von allem abgetrennt fühle, nicht mehr ständig leide und mir dafür noch die Schuld gebe, weil ich mich zuständig/verantwortlich fühle. Sehnsucht, die Suche zu beenden und die Wahrheit zu erfahren, wie auch immer sie aussehen mag.

Schau Dich mal im Raum um. Was siehst Du? Was hörst Du? Riechst Du etwas? Gehe mal voll und ganz in die Sinneswahrnehmung. In dieser Sinneswahrnehmung: Ist Sehnsucht da? Hat jemand Schuld an irgend etwas? Will etwas eine Suche beenden?
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Noone123 » Mon Jul 29, 2019 9:54 pm

Hallo Andreas,

vielen Dank für Deine Antwort!

Freut mich sehr, dass es so schnell geht, und ja, ich mag sofort einsteigen :)
Hier im Guiding geht es nur darum, was Du selbst direkt erfahren kannst. Deshalb vergiss am besten mal die ganze Literatur, die Du gelesen hast, um nicht von Erwartungen und Ansprüchen getrieben zu sein, sondern in Ruhe schauen zu können, was es zu entdecken gibt. Erwarte kein Feuerwerk, keine Englein singen, ... o. ä. im Hinblick darauf, was es bedeutet, die Ich-Illusion zu durchschauen. Erwarte gar nichts.
Verstanden und klar!
Unser Instrument ist die direkte Erfahrung, die direkte Sinneswahrnehmung, d. h. was Du mit Deinen Sinnen sehen, hören, riechen,... kannst. Was direkt wahrgenommen werden kann.
Ok, sehr gut.
Ich bin kein Lehrer, Du kein Schüler. Es geht nicht um schlaue Fragen und noch schlauere Antworten, die man sich dann womöglich auch noch aufschreibt, damit man sie sich ständig wiederholen kann. Wir suchen nicht nach einer besseren Konditionierung, um eine alte Konditionierung abzulegen,
Auch das ist mir absolut klar.
sondern wir prüfen, ob es ein Ich gibt. Das, was sich schuldig fühlt, erwachen will, ständig leidet, usw. und was Dich letztlich wohl auch motiviert hat, hier den Dialog aufzunehmen.
Darauf freue ich mich! Was natürlich paradox ist, wenn es mein Ich gar nicht gibt ...
Schau Dich mal im Raum um. Was siehst Du? Was hörst Du? Riechst Du etwas? Gehe mal voll und ganz in die Sinneswahrnehmung. In dieser Sinneswahrnehmung: Ist Sehnsucht da? Hat jemand Schuld an irgend etwas? Will etwas eine Suche beenden?
Ich sehe Wände, Möbel, Klamotten, BIldschirm, Papiere ... Höre ein entferntes Rauschen und eine Uhr ticken, gelegentliches Poltern irgendwo im Haus. Ich rieche nichts. In diesen Sinneswahrnehmungen ist keine Sehnsucht. (Aber es gibt eine Sehnsucht: nach noch mehr Ruhe! Wo genau die Sehnsucht sitzt, kann ich nicht sagen.) Schuld gibt es in den Sinneswahrnehmungen auch nicht. Und da drin will auch nichts seine Suche beenden :)

***

Soll ich spontan antworten, wie jetzt? Oder ist es besser, einen Tag lang mit diesen Fragen zu verbringen und/oder drüber zu schlafen?

Wolfgang

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Glueckseligkeit » Tue Jul 30, 2019 5:06 pm

Darauf freue ich mich! Was natürlich paradox ist, wenn es mein Ich gar nicht gibt ...

Paradox? Braucht es für Freude ein Ich?
Wie fühlen sich die beiden folgenden Aussagen an:

1. Ich freue mich
2. freuen

Welches Empfinden besteht bei der jeweiligen Aussage? Fühle hinein. Bilde gerne auch andere Aussagen und formuliere einmal mit "Ich" und einmal ohne "Ich". Z. B. hier:

Ich sehe Wände, Möbel, Klamotten, BIldschirm, Papiere ... Höre ein entferntes Rauschen und eine Uhr ticken, gelegentliches Poltern irgendwo im Haus. Ich rieche nichts. In diesen Sinneswahrnehmungen ist keine Sehnsucht. (Aber es gibt eine Sehnsucht: nach noch mehr Ruhe! Wo genau die Sehnsucht sitzt, kann ich nicht sagen.) Schuld gibt es in den Sinneswahrnehmungen auch nicht. Und da drin will auch nichts seine Suche beenden :)

Wenn Du Formulierungen ohne ein "Ich" wählst, wie fühlt sich das im Gegensatz zur obigen Formulierung an?

Soll ich spontan antworten, wie jetzt? Oder ist es besser, einen Tag lang mit diesen Fragen zu verbringen und/oder drüber zu schlafen?

Inne zu halten kann manchmal interessant sein. Spontane Antworten sind auch okay. Es kommt wie's kommt.
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Noone123 » Tue Jul 30, 2019 9:25 pm

Paradox? Braucht es für Freude ein Ich?
Wahrscheinlich nicht. Anders kann ich das ehrlicherweise (noch) nicht beantworten.
Wenn Du Formulierungen ohne ein "Ich" wählst, wie fühlt sich das im Gegensatz zur obigen Formulierung an?
Irgendwie ruhiger, »abgeklärter«, konzentrierter. Allerdings wartet etwas in meinem Inneren gleichzeitig gespannt darauf, dass etwas Besonderes passiert, ein »Shift« in der Wahrnehmung wie durch eine Droge oder ähnlich. Ich weiß, keine Engelstrompeten etc., und auch jegliche anderen Erwartungen sind bestimmt hinderlich, weil ich dann schätzungsweise nicht offen dafür bin, wie es tatsächlich ist. Daher versuche ich, diese Erwartungen nicht ernstzunehmen, sie einfach nicht zu beachten bzw. fallenzulassen.
Inne zu halten kann manchmal interessant sein. Spontane Antworten sind auch okay. Es kommt wie's kommt.
Gut. Dann kommt es heute wieder spontan.

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Glueckseligkeit » Wed Jul 31, 2019 10:37 am

Irgendwie ruhiger, »abgeklärter«, konzentrierter.

Ok. Ruhiger, abgeklärter, konzentrierter. Vielleicht hier erst mal einen Moment innehalten, bevor den nachfolgenden Gedanken gleich Aufmerksamkeit geschenkt wird. Schau das mal genau an. Prüfe das Empfinden dabei.

Allerdings wartet etwas in meinem Inneren gleichzeitig gespannt darauf, dass etwas Besonderes passiert, ein »Shift« in der Wahrnehmung wie durch eine Droge oder ähnlich.

Was bist Du ohne dieses Warten und Erwarten?

Ich weiß, keine Engelstrompeten etc., und auch jegliche anderen Erwartungen sind bestimmt hinderlich, weil ich dann schätzungsweise nicht offen dafür bin, wie es tatsächlich ist.

Schau Dich wieder um. Wo findest Du über die Sinneswahrnehmung irgendetwas, das mit "hinderlich sein", "nicht offen sein für...",... zu tun hat? Sind das mehr als nur Gedanken? Wo ist die Aufmerksamkeit, wenn solche Gedanken auftauchen? Wo bist Du, wenn Du nur durch die Sinne wahrnimmst? Wo ist das ICH im jeweiligen Fall?

Wahrscheinlich nicht. Anders kann ich das ehrlicherweise (noch) nicht beantworten.

Wenn Du über etwas lachst, wo ist das ICH? Ist es da, bevor der Gedanke kommt "Ich lache jetzt"?
Wie sieht dieses Ich aus, das lacht? Welche Form, Farbe, etc. hat es? Beschreibe mal dieses Ich.
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Noone123 » Wed Jul 31, 2019 9:31 pm

Ok. Ruhiger, abgeklärter, konzentrierter. Vielleicht hier erst mal einen Moment innehalten, bevor den nachfolgenden Gedanken gleich Aufmerksamkeit geschenkt wird. Schau das mal genau an. Prüfe das Empfinden dabei.
Heute ist es leider wieder anders. Nichts mit »ruhiger, abgeklärter, konzentrierter«. Alles irgendwie verwaschen, matschig, extrem kurze Aufmerksamkeitsspanne, innere Unruhe, innerer Lärm. Am ehesten noch kann ich mit geschlossenen Augen im Hören verweilen (bin ohnehin ein vornehmlich auditiver und weniger visueller »Typ«). Sobald ich die Augen wieder aufmache, wird es wie oben beschrieben.
Was bist Du ohne dieses Warten und Erwarten?
Darauf finde ich keine Antwort.
Schau Dich wieder um. Wo findest Du über die Sinneswahrnehmung irgendetwas, das mit "hinderlich sein", "nicht offen sein für...",... zu tun hat?
Nirgends.
Sind das mehr als nur Gedanken?
Nein. (Das ist aber mehr »gewusst« als gesehen/erkannt.)
Wo ist die Aufmerksamkeit, wenn solche Gedanken auftauchen?
Irgendwo zwischen meinen Ohren.
Wo bist Du, wenn Du nur durch die Sinne wahrnimmst? Wo ist das ICH im jeweiligen Fall?
Die »richtige« Antwort wird wohl »nirgends« sein, aber ich kann das nicht sehen/fassen.
Wenn Du über etwas lachst, wo ist das ICH? Ist es da, bevor der Gedanke kommt "Ich lache jetzt"?
Wie sieht dieses Ich aus, das lacht? Welche Form, Farbe, etc. hat es? Beschreibe mal dieses Ich.
Es hat keine Form, Farbe etc. Es ist eine Art Gefühl.


Ich tue mich heute sehr schwer mit dem Antworten. Vielleicht wirkt es für Dich wie kurz hingeschrieben, aber ich habe lange mit jeder Frage und Antwort verbracht. Komme mir blöd vor, weil ich so total im Nebel rumstochere und nichts klar erkenne und auch nicht die Abwesenheit von etwas.

Danke für Deine Geduld!

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Glueckseligkeit » Thu Aug 01, 2019 8:58 am

Schau Dich wieder um. Wo findest Du über die Sinneswahrnehmung irgendetwas, das mit "hinderlich sein", "nicht offen sein für...",... zu tun hat?

Nirgends.
Du schreibst "heute ist es leider wieder anders". Du schreibst, dass aber nirgends über die Sinneswahrnehmung etwas "Hinderliches" oder "nicht offen sein für..." zu finden ist.

Wenn Du in die pure Sinneswahrnehmung gehst, was ist DA anders als gestern oder vorgestern oder vor 20 Jahren?

Sind das mehr als nur Gedanken?

Nein. (Das ist aber mehr »gewusst« als gesehen/erkannt.)

Bist Du Dir da sicher, dass das "Nein" mehr gewusst als gesehen/erkannt wird? Ist es nicht anders herum? Du schreibst ja, dass nirgends "Hinderliches" oder "nicht offen sein..." über die Sinneswahrnehmung gesehen werden kann. Du siehst es doch eindeutig...

Wenn Du Dich umschaust, WAS ist tatsächlich "leider heute wieder anders?" Gedanken und Emotionen oder das Tatsächliche?
Es gibt hier gar nichts zu glauben. Du musst Dich gar nicht anspornen, schlechte Gefühle wegzubekommen, frei zu werden oder ähnliches. Auch brauchst Du keine Übungen machen, meditieren oder Yoga machen... Nutze die Sinne, was siehst, hörst,... Du? Jetzt! Es geht nicht um Philosophieren oder Gedankenspiele. Sondern das Tatsächliche.

Es mag Gewohnheiten geben, die die Aufmerksamkeit in die Gedankenströme ziehen, weil Du das so seit Deiner Kindheit gewohnt bist. Aber sind Gedanken wahr? Oder ist das, was tatsächlich über die Sinne wahrgenommen wird, wahr? Du musst diese Frage nicht beantworten. Höre und schau in den Raum. Was ist JETZT das einzige, das wahr ist?

Ich tue mich heute sehr schwer mit dem Antworten. Vielleicht wirkt es für Dich wie kurz hingeschrieben, aber ich habe lange mit jeder Frage und Antwort verbracht. Komme mir blöd vor, weil ich so total im Nebel rumstochere und nichts klar erkenne und auch nicht die Abwesenheit von etwas.

Schau Dir das Geschriebene genau an. Wer oder was ist das, was mir schreibt, dass es sich schwer tut mit den Antworten? Wer oder was ist es, das sich Gedanken darüber macht, was ich über das Geschriebene denke? Was kommt sich blöd vor, weil es glaubt, nichts klar zu erkennen? Passieren diese Gedanken automatisch? Und passieren sie immer wieder? Oder gibt es ein "Ich", dass die Gedanken formuliert und Statements abgibt?

Wodurch existiert die Überzeugung, dass es ein verantwortliches "Ich" gibt, das das alles tut?
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Noone123 » Thu Aug 01, 2019 9:16 pm

Du schreibst "heute ist es leider wieder anders". Du schreibst, dass aber nirgends über die Sinneswahrnehmung etwas "Hinderliches" oder "nicht offen sein für..." zu finden ist.

Wenn Du in die pure Sinneswahrnehmung gehst, was ist DA anders als gestern oder vorgestern oder vor 20 Jahren?
Die Inhalte sind anders, das Gesehene und Gehörte.

Wie geht das überhaupt, »in die pure Sinneswahrnehmung« gehen? Ich versuche mich auf jeweils einen Sinn zu konzentrieren, aber das fühlt sich nicht sehr »pur« an. Zudem lenken mich immer wieder Gedanken und Gefühle davon ab bzw. nehmen meine Aufmerksamkeit gefangen. Frustrierend.
Bist Du Dir da sicher, dass das "Nein" mehr gewusst als gesehen/erkannt wird? Ist es nicht anders herum? Du schreibst ja, dass nirgends "Hinderliches" oder "nicht offen sein..." über die Sinneswahrnehmung gesehen werden kann. Du siehst es doch eindeutig...
Die Frage war gewesen:
Sind das mehr als nur Gedanken?
Ich verstehe nicht, wie ich etwas »eindeutig sehen« kann, nur weil etwas nicht sehe!
Wenn Du Dich umschaust, WAS ist tatsächlich "leider heute wieder anders?" Gedanken und Emotionen oder das Tatsächliche?
Gedanken und Emotionen, aber auch z. B. diese kurze Aufmerksamkeitsspanne, trübere/verwaschenere Wahrnehmung – das ist doch keins von beiden!?
Es gibt hier gar nichts zu glauben. Du musst Dich gar nicht anspornen, schlechte Gefühle wegzubekommen, frei zu werden oder ähnliches. Auch brauchst Du keine Übungen machen, meditieren oder Yoga machen... Nutze die Sinne, was siehst, hörst,... Du? Jetzt! Es geht nicht um Philosophieren oder Gedankenspiele. Sondern das Tatsächliche.
Was Du da beschreibst, um was es nicht geht und was ich nicht machen soll/brauche, habe ich schon verstanden, meine ich. Und all das hat auch nicht mein besonderes Interesse. Aber das, worum es geht, scheint mir nicht »greifbar«.

Ich versuche, mir den Tag über immer wieder mal klarzumachen, dass die Dinge prima von alleine laufen und dass das Ich sich dann wie ein Trittbrettfahrer dranhängt, und dann versuche ich auch zu erkennen, wie das geschieht. Aber ich habe gleichzeitig immer den Verdacht, dass ich mir da was vormache, dass ein Teil meines Verstandes sich pseudo-weise oder gar pseudo-erleuchtet gebärdet.
Es mag Gewohnheiten geben, die die Aufmerksamkeit in die Gedankenströme ziehen, weil Du das so seit Deiner Kindheit gewohnt bist. Aber sind Gedanken wahr? Oder ist das, was tatsächlich über die Sinne wahrgenommen wird, wahr? Du musst diese Frage nicht beantworten.
Meinen Gedanken gegenüber hege ich schon lange ein »gesundes Misstrauen«, die halte ich höchstselten für »wahr«. Aber dieses gewohnheitsmäßige Hineingezogenwerden in die Gedankenströme ist bei mir sehr ausgeprägt (obwohl ich natürlich keinen Vergleich habe).
Höre und schau in den Raum. Was ist JETZT das einzige, das wahr ist?
Das Gehörte und Gesehene. (Auch wenn ich »weiß«, dass es zwischen Hörer, Hören und Gehörtem keinen Unterschied gibt, aber da bin ich [noch?] nicht, um das zu sehen/zu empfinden.)

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Glueckseligkeit » Fri Aug 02, 2019 8:49 am

Wie geht das überhaupt, »in die pure Sinneswahrnehmung« gehen? Ich versuche mich auf jeweils einen Sinn zu konzentrieren, aber das fühlt sich nicht sehr »pur« an. Zudem lenken mich immer wieder Gedanken und Gefühle davon ab bzw. nehmen meine Aufmerksamkeit gefangen. Frustrierend.

Einfach schauen. Einfach hören. Wenn Du schreibst, dass Du versuchst, Dich auf einen Sinn zu konzentrieren... puh, das klingt echt anstrengend und mühsam :-)

Dasitzen, schauen und hören. Wenn "Du" das über den Verstand versuchst, dann wird das schwer. Denn Gedanken können gar nicht hören und sehen. Das ist dann eine Geschichte in sich... ich mutmaße jetzt mal, was der Gedankenstrom Dir erzählt, wenn Du einfach nur hören und sehen sollst:

"Okay, ich soll jetzt direkt wahrnehmen. Ist das jetzt eine Möglichkeit, erleuchtet oder wach zu werden? Oje, das ist so schwer. Wie mache ich das bloß? Wie geht das überhaupt mit der puren Sinneswahrnehmung? Ich kann einfach nichts entdecken. Was gibt es zu sehen oder zu hören, was eine Veränderung verursachen könnte? Damit ich endlich glücklich und gelassen bin. Jetzt sitze ich schon ein paar Minuten da. Nichts ist passiert. Oh ist das anstrengend. Das bringt doch alles nichts. Ich hab schon so viel ausprobiert..." So oder so ähnlich? ;-)

Eine der Guides hat mal folgende Film in Youtube hochgeladen. Schau in Dir mal an.
https://www.youtube.com/watch?v=YanLQwrzwaU

Gedanken und Emotionen, aber auch z. B. diese kurze Aufmerksamkeitsspanne, trübere/verwaschenere Wahrnehmung – das ist doch keins von beiden!?
Was macht die Wahrnehmung trüber und verwaschener? Erwartungshaltung, Frustration, "nachdenken"?

Es anstrengend, "Erwachsener" zu sein, der alles steuern und kontrollieren soll, oder? Das bringt Verantwortung mit sich. Und wenn das mit dem Steuern, Kontrollieren und verantworten müssen nicht hinhaut, kommt das Gefühl von Versagen, Enttäuschung und Frustration, oder?
Wodurch entstand die Überzeugung, dass Du steuern, kontrollieren und verantworten musst? Bist Du mit dieser Überzeugung geboren worden? Es ist tatsächlich DEINE Überzeugung?
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Noone123 » Fri Aug 02, 2019 9:25 pm

Einfach schauen. Einfach hören. Wenn Du schreibst, dass Du versuchst, Dich auf einen Sinn zu konzentrieren... puh, das klingt echt anstrengend und mühsam :-)
Ja, das ist es auch. Gedanken und Gefühle fordern immer wieder, immer aufs Neue die Aufmerksamkeit, erzeugen einen starken Strudel, und wenn ich da nicht aktiv gegensteuere, sitze ich stundenlang in Gedanken und (schlechten) Gefühlen versunken da. Da gibt es keine »natürliche« Tendenz, nur zu sehen oder zu hören. Höchstens mal, wenn ich Lieblingsmusik auflege. Also muss ich doch meine Aufmerksamkeit gezielt dorthin lenken bzw. versuchen zu verhindern, dass ich ständig in Gedanken abdrifte. Wie sonst sollte ich es bewerkstelligen, so zu schauen und zu hören, dass ich überhaupt etwas davon mitbekomme?
Dasitzen, schauen und hören. Wenn "Du" das über den Verstand versuchst, dann wird das schwer. Denn Gedanken können gar nicht hören und sehen.
Wenn ich nichts »versuche«, versinke ich sofort in Gedanken, wie beschrieben. Wenn ich hingegen etwas »versuche«, ist das offenbar nicht das Richtige. Eine Zwickmühle, aus der ich keinen Ausweg sehe! Wie kann ich denn ins »einfache« Schauen und Hören kommen, da ich ja nun mal in meinem Verstand festzustecken scheine?
Das ist dann eine Geschichte in sich... ich mutmaße jetzt mal, was der Gedankenstrom Dir erzählt, wenn Du einfach nur hören und sehen sollst:

"Okay, ich soll jetzt direkt wahrnehmen. Ist das jetzt eine Möglichkeit, erleuchtet oder wach zu werden? Oje, das ist so schwer. Wie mache ich das bloß? Wie geht das überhaupt mit der puren Sinneswahrnehmung? Ich kann einfach nichts entdecken. Was gibt es zu sehen oder zu hören, was eine Veränderung verursachen könnte? Damit ich endlich glücklich und gelassen bin. Jetzt sitze ich schon ein paar Minuten da. Nichts ist passiert. Oh ist das anstrengend. Das bringt doch alles nichts. Ich hab schon so viel ausprobiert..." So oder so ähnlich? ;-)
Nicht wirklich. Ich denke nicht darüber nach, erleuchtet oder wach, glücklich oder gelassen zu werden. Auch nicht, dass es anstrengend ist und nichts bringt. Ich bin da weder ungeduldig noch ehrgeizig. Meine Aufmerksamkeit richtet sich auf das Gehörte und ich versuche, diesem Gehörten größtmöglichen Raum in meinem Kopf zu geben, damit nicht Gedanken mich (zu schnell, zu oft) von da wegziehen.
Eine der Guides hat mal folgende Film in Youtube hochgeladen. Schau in Dir mal an.
https://www.youtube.com/watch?v=YanLQwrzwaU
Hab ich gemacht, fand ich schön. Interessant war die Frage nach dem Innen oder Außen und der Grenze dazwischen, auch wenn ich darauf keinerlei Antwort geben könnte.
Was macht die Wahrnehmung trüber und verwaschener? Erwartungshaltung, Frustration, "nachdenken"?
Das kann ich nicht beantworten. Ich nehme nur das Trübe und Verwaschene wahr; was es hervorgerufen hat, weiß/sehe ich nicht.
Es anstrengend, "Erwachsener" zu sein, der alles steuern und kontrollieren soll, oder?
Absolut. Es widert mich regelrecht an.
Das bringt Verantwortung mit sich. Und wenn das mit dem Steuern, Kontrollieren und verantworten müssen nicht hinhaut, kommt das Gefühl von Versagen, Enttäuschung und Frustration, oder?
Genau. Und dazu noch in aller Regel Selbsthass.
Wodurch entstand die Überzeugung, dass Du steuern, kontrollieren und verantworten musst? Bist Du mit dieser Überzeugung geboren worden? Es ist tatsächlich DEINE Überzeugung?
Das haben mir meine Eltern eingebrockt, würde ich sagen. Es war als Kind sehr gefährlich, das alles nicht zu tun, denn bei der geringsten Abweichung vom »Soll« gab es Verbote und Schläge. Ist also ziemlich »solide« konditioniert.

Ich würde das alles nur zu gerne loswerden/abgeben. Wenn ich nur wüsste, wie :)

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Glueckseligkeit » Fri Aug 02, 2019 10:13 pm

Wodurch entstand die Überzeugung, dass Du steuern, kontrollieren und verantworten musst? Bist Du mit dieser Überzeugung geboren worden? Es ist tatsächlich DEINE Überzeugung?

Das haben mir meine Eltern eingebrockt, würde ich sagen. Es war als Kind sehr gefährlich, das alles nicht zu tun, denn bei der geringsten Abweichung vom »Soll« gab es Verbote und Schläge. Ist also ziemlich »solide« konditioniert.

Und in der Abwesenheit Deiner Eltern produziert jetzt, wenn das mit dem Steuern, Kontrollieren und verantworten müssen nicht klappt, die Gedankenmaschine dasselbe an schlechten Gefühlen, wie Dir Deine Eltern in diesem Fall produziert haben. Und sicher hatten Deine Eltern auch von ihren Eltern diese gedanklichen Konditionierungen übernommen. Und diese von ihren Eltern, usw. Und derjenige in den früheren Generationen, der damit angefangen hat mit dem Steuern, Kontrollieren und verantworten müssen, hatte in seiner Zeit sicher einen guten Grund dafür, um vielleicht sogar das Leben auf diese Weise zu sichern. Am Ende sind es dennoch nicht mehr als Gedanken, die mit Emotionen verbunden sind.

Die Frage ist, WER oder WAS beobachtet die ganzen Gedanken, leidet unter ihnen, hält sie für wichtig? Denjenigen oder das suchen wir.
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Noone123 » Sat Aug 03, 2019 9:58 pm

Und in der Abwesenheit Deiner Eltern produziert jetzt, wenn das mit dem Steuern, Kontrollieren und verantworten müssen nicht klappt, die Gedankenmaschine dasselbe an schlechten Gefühlen, wie Dir Deine Eltern in diesem Fall produziert haben. Und sicher hatten Deine Eltern auch von ihren Eltern diese gedanklichen Konditionierungen übernommen. Und diese von ihren Eltern, usw. Und derjenige in den früheren Generationen, der damit angefangen hat mit dem Steuern, Kontrollieren und verantworten müssen, hatte in seiner Zeit sicher einen guten Grund dafür, um vielleicht sogar das Leben auf diese Weise zu sichern. Am Ende sind es dennoch nicht mehr als Gedanken, die mit Emotionen verbunden sind.
Ja, angetrieben durch ängstliche Gedanken bzw. Gedanken, die Angst auslösen.
Die Frage ist, WER oder WAS beobachtet die ganzen Gedanken, leidet unter ihnen, hält sie für wichtig? Denjenigen oder das suchen wir.
Ich drücke mich jetzt schon seit Stunden vor der Antwort. Das erscheint mir wie eine Art innerer Raum, in dem die Gefühle auftauchen, umherschwirren und aus dem sie wieder verschwinden. Wer oder was da jetzt diesen Raum (scheinbar) beobachtet etc., weiß ich einfach nicht. Aber es ist wohl das, was ich als mein »Ich« bezeichnen würde. Da noch »näher« hinzusehen oder noch einen innerlichen Schritt zurückzugehen gelingt mir nicht. Ich kann das auch nicht als Gedanken identifizieren, dazu erscheint es mir z. B. zu konstant.

Was das Leiden betrifft: Ich leide eher unter Gefühlen als unter Gedanken. Was da genau leidet und warum diese Gefühle als so unangenehm gewertet werden und mich teilweise fast zu lähmen scheinen, weiß ich wiederum nicht.

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Re: Bitte um Begleitung

Postby Glueckseligkeit » Sun Aug 04, 2019 10:38 am

Das erscheint mir wie eine Art innerer Raum, in dem die Gefühle auftauchen, umherschwirren und aus dem sie wieder verschwinden. Wer oder was da jetzt diesen Raum (scheinbar) beobachtet etc., weiß ich einfach nicht. Aber es ist wohl das, was ich als mein »Ich« bezeichnen würde. Da noch »näher« hinzusehen oder noch einen innerlichen Schritt zurückzugehen gelingt mir nicht. Ich kann das auch nicht als Gedanken identifizieren, dazu erscheint es mir z. B. zu konstant.

Nehmen wir mal den Raum. Setze Dich mal hin und beobachte mal den leeren Raum zwischen Deinem Körper und den Gegenständen. Versuche, den Raum so klar wie möglich wahrzunehmen. Fühle ihn und schaue ihn an. Lass Dir Zeit. Beobachte. Verändert sich da was oder ist der leere Raum immer konstant? Beschreibe dann Wahrnehmung und Empfinden. Völlig frei heraus! Wenn es nichts dazu zu sagen gibt, ist das auch absolut okay! Es geht um das Erfahren.

Was das Leiden betrifft: Ich leide eher unter Gefühlen als unter Gedanken. Was da genau leidet und warum diese Gefühle als so unangenehm gewertet werden und mich teilweise fast zu lähmen scheinen, weiß ich wiederum nicht.

Wie würde es sich anfühlen, wenn die ganze Welt Dich lieben würde? Wenn Du die perfekte Lebensrolle genau mit der Rolle spielen würdest, die Du gerade hast. Mit allem Leiden und allen anderen Emotionen. Wenn in jedem Moment alles absolut perfekt wäre, was geschieht und was erlebt wird. Und wenn Du es genau so haben wolltest, wie es ist? Auch das Leiden. Würde dieses Gefühl das Leiden verstärken oder einfach so sein lassen?
Liebe Grüße
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Re: Bitte um Begleitung

Postby Noone123 » Sun Aug 04, 2019 1:05 pm

Nehmen wir mal den Raum. Setze Dich mal hin und beobachte mal den leeren Raum zwischen Deinem Körper und den Gegenständen. Versuche, den Raum so klar wie möglich wahrzunehmen. Fühle ihn und schaue ihn an. Lass Dir Zeit. Beobachte. Verändert sich da was oder ist der leere Raum immer konstant? Beschreibe dann Wahrnehmung und Empfinden. Völlig frei heraus! Wenn es nichts dazu zu sagen gibt, ist das auch absolut okay! Es geht um das Erfahren.
Das Einzige, was ich sehen kann, ist mein Körper und das jeweilige Objekt. Den Raum dazwischen »sehe« ich nur als Abwesenheit von etwas bzw. als Distanz. Fühlen kann ich ihn auch nicht. Bei dem Versuch, deiner Anweisung zu folgen, komme ich mir so »blöd« und »unfähig« vor.

Ich habe zunehmend Angst, dass du entweder die Geduld mit mir verlierst oder dass mir irgendwelche Voraussetzungen fehlen, ich/etwas in mir noch nicht weit genug »entwickelt« ist für diese Methode.
Wie würde es sich anfühlen, wenn die ganze Welt Dich lieben würde? Wenn Du die perfekte Lebensrolle genau mit der Rolle spielen würdest, die Du gerade hast. Mit allem Leiden und allen anderen Emotionen. Wenn in jedem Moment alles absolut perfekt wäre, was geschieht und was erlebt wird. Und wenn Du es genau so haben wolltest, wie es ist? Auch das Leiden. Würde dieses Gefühl das Leiden verstärken oder einfach so sein lassen?
Diese Beschreibung bzw. der Versuch, mich da reinzufühlen, lässt auf jeden Fall so etwas wie Erleichterung oder Freude aufblitzen. Es gelingt mir aber nicht mir vorzustellen, ich könnte meine schlechten Gefühle und z. B. meine Kopfschmerzen, die ich gerade habe, »so haben wollen, wie sie sind«. Um deine Frage konkret zu beantworten: Das Gefühl würde das Leiden wohl einfach so sein lassen.


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