binschonda

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4Frieden
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Fri Jun 07, 2019 7:26 am

Habe ein wenig gebraucht, weil ich die Tage ziemlich viel zu tun hatte und weil es mir noch nicht nach Ende des Erforschen ist
1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
Nein gibt es nicht. ICH ist eine gedanklich phantasiere Annahme, welches als Gedanke erscheint.
2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie du es jetzt gerade erlebst.
Gedanken erscheinen ebenso wie hören, sehen, riechen, spüren, schmecken. Gedanken versuchen die Realität zu etikettieren und zu beschreiben. Sie machen einfach was sie eben machen. Dies ist immer nur ein Versuch das stattfinde Leben zu beschreiben, der mit direktem Hören, oder direktem Sehen oder Still-sein nichts zu tun hat.
Wahrnehmung, Erfahrung, Präsens, Gewahrsein, So-Sein, Lebendigkeit, Hiersein, Dasein findet einfach statt. Gedanken beschreiben dieses "Wissen um Da-sein" als ich. Darüberhinaus suggerieren sie, dass dieses ICH hört, sieht, spürt , also das Hören macht. Oder das Denken macht. Beim "hinschauen" wird deutlich, dass niemand "Wahrnehmung" macht, und trotzdem machen die Gedanken das ICH zum "Urheber" der Erfahrung. Gedanken suggerieren weiter, dass ICH, der "Urheber" auch gleichzeitig der Körper bin. Ich hier die Welt dort. Das Lebensdrama beginnt.
So wie hören nicht sehen kann, wie riechen nicht spüren kann, so kann denken nichts wirklich über die Realität sagen. Ein ICH kann nicht wahrgenommen werden.
3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Keine Ahnung ob ein wirkliches Durchschauen stattfindet. Es ist im Grunde gerade nichts anders. Insgesamt ist gerade eine Ruhe da. Auch eine gewisse Lethargie.
4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
Kann keinen letzten Schubs sehen.
5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Wofür bist du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus deiner direkten Erfahrung.
Leben passiert und Gedanken, die auch einfach passieren konstruieren dann, dass ein gewisses ICH dies oder jenes entschieden hat. Ein freier Wille beinhaltet die Annahme, dass eine unabhängige Instanz frei ohne irgendwelche Einflüsse entscheiden kann zwischen A oder B zu wählen. Ohne ICH gibt es das alles nicht. Gedanken machen was sie wollen. Konstruieren eine Welt die Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle suggeriert, aber das ist alles auf die falsche Annahme aufgebaut, dass des eine unabhängige getrennte Instanz, das ICH gibt.
6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Seltsamer Schnittpunkt. Ich weiß gerade nicht so genau wo ich bin. Das war es jetzt? Vielleicht gut es einfach mal so stehen zu lassen und zu schauen was passiert. Auf der anderen Seite, keine Ahnung, sind diese "Erkenntnisse" noch nicht richtig angekommen. So mein Gefühl.

barb
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Re: binschonda

Postby barb » Fri Jun 07, 2019 9:29 am

Habe ein wenig gebraucht, weil ich die Tage ziemlich viel zu tun hatte und weil es mir noch nicht nach Ende des Erforschen ist
Das Erforschen/Schauen hört sowieso nie auf... :)
1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
Nein gibt es nicht. ICH ist eine gedanklich phantasiere Annahme, welches als Gedanke erscheint.
Was fehlt? Was willst du?
2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie du es jetzt gerade erlebst.
Gedanken erscheinen ebenso wie hören, sehen, riechen, spüren, schmecken. Gedanken versuchen die Realität zu etikettieren und zu beschreiben. Sie machen einfach was sie eben machen.
Machen Gedanken was? Macht Sehen was? Macht Hören was? Sind Gedanken was anderes als die anderen Erscheinungen?
Wahrnehmung, Erfahrung, Präsens, Gewahrsein, So-Sein, Lebendigkeit, Hiersein, Dasein findet einfach statt. Gedanken beschreiben dieses "Wissen um Da-sein" als ich. Darüberhinaus suggerieren sie, dass dieses ICH hört, sieht, spürt , also das Hören macht. Oder das Denken macht. Beim "hinschauen" wird deutlich, dass niemand "Wahrnehmung" macht, und trotzdem machen die Gedanken das ICH zum "Urheber" der Erfahrung. Gedanken suggerieren weiter, dass ICH, der "Urheber" auch gleichzeitig der Körper bin. Ich hier die Welt dort.
Ist das wahr? Beobachte mal genau: Wenn hingeschaut wird ist alles klar. Wenn nicht hingeschaut wird, sind dann die ganze Zeit Trennungsgedanken da? Gedanken die sagen „Ich“ ist der Urheber? Oder tauchen die nur hin und wieder (wenn überhaupt) auf, und dann wird angenommen,dass es immer so ist? Oder ist das am Ende vielleicht nur eine nicht hinterfragte Annahme, die nur dann erscheint wenn sie eben erscheint?
3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Keine Ahnung ob ein wirkliches Durchschauen stattfindet. Es ist im Grunde gerade nichts anders. Insgesamt ist gerade eine Ruhe da. Auch eine gewisse Lethargie.
Da es ja noch nie ein getrenntes „Ich“ gegeben hat, ist es nicht ungewöhnlich, dass nichts anders ist... :)Lethargie kann schon auftauchen, bis wieder irgendwann mal ein Impuls kommt...
4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
Kann keinen letzten Schubs sehen.
Gedanken machen was sie wollen. Konstruieren eine Welt die Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle suggeriert, aber das ist alles auf die falsche Annahme aufgebaut, dass des eine unabhängige getrennte Instanz, das ICH gibt.
Es scheint so, dass noch die Illusion vorhanden ist, dass Gedanken eigenständige Wesen wären, die Macht hätten, und vor allem ist da noch ein gewisses "den Gedanken Wichtigkeit zugestehen"... :) Können Gedanken etwas tun? Wollen Gedanken etwas? Was ist ein Gedanke?
6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Seltsamer Schnittpunkt. Ich weiß gerade nicht so genau wo ich bin. Das war es jetzt? Vielleicht gut es einfach mal so stehen zu lassen und zu schauen was passiert. Auf der anderen Seite, keine Ahnung, sind diese "Erkenntnisse" noch nicht richtig angekommen. So mein Gefühl
Nein, natürlich war es das noch nicht :) Es muss für dich stimmig sein, nur du kannst wissen, wann alles klar ist...
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Sat Jun 08, 2019 11:54 am

1) Gibt es ein "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
ICH ist eine gedanklich phantasiere Annahme, welches als Gedanke erscheint.
Was fehlt? Was willst du?
Was fehlt? Ja nichts! Was willst Du? Ja anscheinend doch noch etwas. Vielleicht Klarheit. Ich weiß es nicht.
Machen Gedanken was? Macht Sehen was? Macht Hören was? Sind Gedanken was anderes als die anderen Erscheinungen?
Nein, Gedanken sind das gleiche wie die anderen Erscheinungen. Und ja da ist Ungeduld, weil diese Gedanken-Maschine läuft und läuft und läuft und die Inhalte mit der Wirklichkeit verwechselt werden. Immer und immer wieder. Und dann ist da auch wieder eine Entspannung und ein "Erkennen" und dann wieder nicht. So ein bisschen weniger alte Muster könnte es schon sein! :-)
Beobachte mal genau: Wenn hingeschaut wird ist alles klar. Wenn nicht hingeschaut wird, sind dann die ganze Zeit Trennungsgedanken da? Gedanken die sagen „Ich“ ist der Urheber?
Wenn nicht hingeschaut wird, dann ist einfach "Autopilot". Dann läuft einfach alles so ab. Ich hier, die Welt dort, und es finden keine Gedanken statt ob die Art und Weise wie es abläuft real oder wirklich ist. Einfach Autopilot. Da ist dann wirklich niemand bewusst da.
Oder tauchen die nur hin und wieder (wenn überhaupt) auf, und dann wird angenommen,dass es immer so ist? Oder ist das am Ende vielleicht nur eine nicht hinterfragte Annahme, die nur dann erscheint wenn sie eben erscheint?
Wenn dann hingeschaut wird was jetzt gerade passiert, dann taucht immer wieder diese gedanklich Annahme auf, dass "Ich jetzt schaue, tue oder mache" usw.
Und ja, sie erscheint wann sie eben erscheint und selbst dann, obwohl schon oft erkannt wird ihr trotzdem immer wieder geglaubt.
Es scheint so, dass noch die Illusion vorhanden ist, dass Gedanken eigenständige Wesen wären, die Macht hätten, und vor allem ist da noch ein gewisses "den Gedanken Wichtigkeit zugestehen"... :) Was ist ein Gedanke?
Exact! Den Gedanken wird noch irgendwie Wichtigkeit zugestanden! Irgendetwas läuft noch nicht rund mit dem Gedankenkarussell. :-) Ich habe keine Ahnung was genau ein Gedanke ist. Phantasiere Sprache. Innere Selbstgespräche mit Bildmaterial.
Können Gedanken etwas tun? Wollen Gedanken etwas?
Diesen Eindruck, von tun können und tun wollen vermitteln sie ständig. Das ist ja das verflixte. Der Gedanke selbst oder das Denken kann und will nichts, aber der Inhalt, .... ich drehe mich da im Kreis. Keine Ahnung. Ich werde da echt kirre. Sie sind da und anscheinend sind sie oder der Inhalt oder was auch immer der Hauptgrund dass diese Illusion so perfekt stattfindet. Sorry komme gerade nicht weiter.

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Re: binschonda

Postby barb » Sat Jun 08, 2019 12:19 pm

Sorry komme gerade nicht weiter
Es gibt wirklich keinen Grund für "sorry"... :) Wir haben alle Zeit der Welt, versuch mit dir selbst geduldig zu sein, und entspanne dich so gut du kannst...

Ich hab hier eine schöne Übung für dich:

Diese Übung hat einen doppelten Zweck. Erstens, um sich über jeden Gedanken bewusst zu werden wenn er erscheint.
Zweitens ist die sorgfältige Suche nach der Lücke ein Beispiel dafür, wie es geht genau zu schauen, wenn man nach dem "getrennten Selbst" sucht.

Mach das am Besten mehrmals am Tag. Nimm dir so 5 – 10 Minuten Zeit, atme langsam und sanft, entspanne. Schließe die Augen und beachte nur das Auftauchen der Gedanken. Beschäftige dich nicht mit deren Inhalten, bemerke einfach das Erscheinen.

1. Bemerke den aktuellen Gedanken, der vorhanden ist.
Z.B. wenn du sitzt und den Körper beobachtest, könnte ein Gedanke auftauchen: "Das sind meine Füße" oder "Hier ist eine Verspannung “oder„ Ich atme zu schnell “oder„ Mir ist diese Übung langweilig“ oder „Ich würde lieber was tun“oder irgendwelche Gedanken.
2. Dieser Gedanke wird vergehen und ein anderer wird kommen. Also beobachte einfach diesen Gedanken wie er vorüberzieht.
3. Warte dann, bis der nächste Gedanke kommt.
4. Wenn der nächste da ist, bemerke ihn einfach und schau, wie er vergeht.
5. Warte dann, bis der nächste Gedanke kommt.
6. Wiederhole die Schritte 4 und 5 einige Male.

Zwischen zwei Gedanken besteht eine Lücke. Sie kann sehr kurz oder subtil sein, nur eine oder wenige Sekunden bevor der nächste Gedanke auftaucht.

So betrachtet man Gedanken:
Schauen, wie sie kommen und gehen, und
die kurze Lücke zwischen ihnen erkennen.
Bemerken, wie der aktuelle Gedanke vergeht.
Und auf den nächsten Gedanken warten.

Versuche während des Tages, die Lücke zwischen den Gedanken so oft wie möglich zu beobachten. Du kannst das tun, indem du feststellst, dass gerade "Denken" stattfindet, und dann aufhören und einfach auf den nächsten Gedanken warten. Im "Warten" gibt es eine Lücke zwischen zwei Gedanken.

Lass dir wieder ein bisschen Zeit damit (ruhig ein paar Tage), und antworte wenn es stimmig ist für dich... Erzähle mir dann wie es dir damit gegangen ist...

Und wie gesagt: Take it easy und entspann dich... :)
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barb
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Re: binschonda

Postby barb » Mon Jun 17, 2019 11:35 am

Hi :)

Wie geht es dir? Bist du noch an Board, willst du noch weiterschauen? Oder lieber mal ne Pause?
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Fri Jul 05, 2019 7:14 am

Hallo, die letzten Tage war ich doch noch mal eingespannt,
aber jetzt bin ich wieder dabei. Freue mich, dass ich weiter gehen kann.

Die Übung mit den Gedanken beobachten ist für mich sehr schwer.
Manchmal bin ich ganz klar einige Zeit "in den Gedanken". Gerade am Tag. Dann kommt immer mal wieder dieser "Ahh-ich bin hier-Moment" welcher mich aus den Gedanken reist. Und weiter geht es mit Gedanken.

Wenn ich mich hinsetze und "genauer hinschaue" wird es wirklich sehr schwer Gedanken "klar zu erkennen". Nur wenn ich mir etwas "vorsage" habe ich das Gefühl, dass jetzt ein Gedanke "beginnt und endet". Nachdem "dieser gemachte Gedanke" dann endet, findet kurz eine Lücke und Sinneserfahrungen statt die wahrgenommen werden, die dann evtl. sofort gedanklich etikettiert werden. Ansonsten ist es so, dass Gedanken beginnen sich wie Wolken sich zu bilden. Sie sind zu Beginn so "leise" oder so "unklar" oder so "durchsichtig", dass sie nicht direkt wahrgenommen werden. Und erst zu einem bestimmten Zeitpunkt wird dann wahrgenommen dass jetzt, "weil Wolken ganz dick sind", also Gedanken deutlich, gedacht wird. Es ist wie ein "einfaden" von Gedanken.

In der Lücke, die jedoch super kurz ist, fühlt sich frei an.

Und wie gesagt ich findet die Übung total schwer. Mein Eindruck ist wie wenn Nebel sich bildet, so dass weder der klare Himmel noch eine klare Wolke zu sehen ist.

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Re: binschonda

Postby barb » Fri Jul 05, 2019 11:19 am

Hi!

Schön, dass du wieder da bist :)
Die Übung mit den Gedanken beobachten ist für mich sehr schwer.
Manchmal bin ich ganz klar einige Zeit "in den Gedanken". Gerade am Tag. Dann kommt immer mal wieder dieser "Ahh-ich bin hier-Moment" welcher mich aus den Gedanken reist. Und weiter geht es mit Gedanken
.

Ja dieser Standard Autopilotenmodus ist nicht so einfach zu durchbrechen. Da du ja eigentlich schon klar gesehen hast, dass es kein eigenständiges Ich gibt und trotzdem nicht zufrieden bist, ist dieser Modus vermutlich der Knackpunkt. Dieses Standard Netzwerk (verschiedene Gehirnregionen, die miteinander verknüpft sind) ist ein totaler Selbstläufer wie du ja schon gesehen hast bei der Gedankenbeobachtungsübung ganz am Anfang und auch jetzt. Und da hilft wirklich nur Achtsamkeitspraxis. Entweder formal, und/oder so oft wie möglich während des Alltags. Immer wieder, wenn du so einen Ahh-Moment hast, dann freue dich, dass du es bemerkt hast, durch den Belohnungseffekt etabliert es sich dann eher...:)

Wie sehr hast du die Praxis der direkten Erfahrung bis jetzt etablieren können? Bezeichnest du noch hin und wieder die Sinneswahrnehmungen entweder laut oder leise mit sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken?

Diese grundlegende Achtsamkeit ist meines Erachtens nach eine ganz wichtige Basis.
Wenn ich mich hinsetze und "genauer hinschaue" wird es wirklich sehr schwer Gedanken "klar zu erkennen".
Das liegt daran, dass die sich meistens verdünnisieren, wenn sie beobachtet werden... :)
In der Lücke, die jedoch super kurz ist, fühlt sich frei an. 
Ist da "jemand" der frei ist, oder einfach nur frei-sein? Schau noch mal nach!


Da es ja doch eine etwas längere Pause war, möchte ich dich bitten, dass du ganz zum Anfang – zu deinem Eröffnungthread gehst und dort die Fragen noch mal durchliest und hineinfühlst wie du sie jetzt beantworten würdest.

Was hat sich gehändert, was ist gleich geblieben seit wir begonnen haben?

Welche Erwartungen hast du? Was willst du?
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Sun Jul 07, 2019 7:27 am

Wie sehr hast du die Praxis der direkten Erfahrung bis jetzt etablieren können? Bezeichnest du noch hin und wieder die Sinneswahrnehmungen entweder laut oder leise mit sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken?
Wenn ich im Autopilot Tags über bin, dann läuft einfach alles ab. Wenn "Pausen" entstehen, dann taucht auch schnell das "Hinschauen" auf. Das Etikettieren findet eigentlich fast immer statt. Was sich vielleicht insgesamt verändert hat ist, dass mehr Frieden da ist mit dem was eben da ist. Auch taucht immer wieder dieses ICH bin hier, diese Erfahrung von "Da-sein" kurz auf, und wird dann auch wieder von Gedanken etikettiert.
Da ich weiß, dass die Gedanken ebenso einfach erscheinen und ich kann sie "beim Erkennen" als solche auch wieder schnell ziehen lassen, und doch sind sie noch sehr im Vordergrund der Erfahrung nehmen viel Raum ein.
In der Lücke, die jedoch super kurz ist, fühlt sich frei an.
Ist da "jemand" der frei ist, oder einfach nur frei-sein? Schau noch mal nach!
Hört sich jetzt seltsam an, aber da muss ich gerade noch mal genauer hinschauen. Ich finde niemanden. Und irgendwie ist das gerade ein wenig "überraschend".
Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Durch die bisherige Untersuchung wird immer wieder deutlich, dass da kein "Jemand" ist, der steuert oder macht, sondern dass Gedanken auftauchende Sinneserfahrungen oder das "Hier-Sein" als "Ich" etikettieren, wodurch der Eindruck entsteht, dass es ein getrenntes Selbst gibt.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich wünsche mir, dass es wirklich klar und deutlich wird, dass da niemand ist und es keine wirkliche Trennung gibt.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Zuerst Vipassana und anderen Meditationen.Dann Satsang mit der Frage "wer schaut da gerade". "wer denkt da?". Wer fühlt da? Wenn alles Traum ist, wer sucht und wer fühlt sich getrennt? Und dann ihr und danach wieder Satsang.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich erwarte, dass deutlich wird, die Trennung als solche wirklich erkannt wird. Den Punkt wo wirklich deutlich ist, dass "Bewusstsein Alles ist" und ich das Bewusstsein bin.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
10
Was hat sich gehändert, was ist gleich geblieben seit wir begonnen haben?
Geändert: Das ich wieder viel mehr hinschaue. Auch Tags über. Das mehr Frieden da ist.
Gleichgeblieben: Das "ICH-Gefühle". Also dass ich immer wieder schon das "Gefühl" habe, oder der Automatismus an ist, der an dieses ICH glaubt usw.
Welche Erwartungen hast du? Was willst du?
Die Illusion wirklich durchschauen! Wirklich erkennen, dass da niemand ist. Einfach eine "Erkenntnis" oder ein "Aufwachen" wo in der Erfahrung wirklich deutlich wird, wie es wirklich ist.

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Re: binschonda

Postby barb » Sun Jul 07, 2019 11:54 am

Wenn ich im Autopilot Tags über bin, dann läuft einfach alles ab. Wenn "Pausen" entstehen, dann taucht auch schnell das "Hinschauen" auf.
Spitze :)
Das Etikettieren findet eigentlich fast immer statt. Was sich vielleicht insgesamt verändert hat ist, dass mehr Frieden da ist mit dem was eben da ist. Auch taucht immer wieder dieses ICH bin hier, diese Erfahrung von "Da-sein" kurz auf, und wird dann auch wieder von Gedanken etikettiert. 
Da ich weiß, dass die Gedanken ebenso einfach erscheinen und ich kann sie "beim Erkennen" als solche auch wieder schnell ziehen lassen, und doch sind sie noch sehr im Vordergrund der Erfahrung nehmen viel Raum ein.
Halte immer wieder Ausschau nach derjenigen, die das alles sieht... Und ja wie gesagt, es ist die Natur der Gedanken dass sie unaufhörlich aufploppen. Wenn das unerwünscht ist, muss man es schon gezielt angehen. Aber darum geht es in unserer Untersuchung nicht. Es geht nur darum zu schauen ob eine getrennte Entität zu finden ist.
Ist wahrnehmen vom vorhanden sein von Gedanken nicht auch eine Erfahrung?
Hört sich jetzt seltsam an, aber da muss ich gerade noch mal genauer hinschauen. Ich finde niemanden. Und irgendwie ist das gerade ein wenig "überraschend".
:)
Durch die bisherige Untersuchung wird immer wieder deutlich, dass da kein "Jemand" ist, der steuert oder macht, sondern dass Gedanken auftauchende Sinneserfahrungen oder das "Hier-Sein" als "Ich" etikettieren, wodurch der Eindruck entsteht, dass es ein getrenntes Selbst gibt.
Dieser Eindruck - sind das nicht auch einfach nur Gedanken? Wenn da ein getrenntes Selbst/Ich wäre, wer würde das dann sehen können? Wenn du diese getrennte Selbst finden würdest, würde das ja heißen, dass du das nicht sein kannst, sonst könntest du es es ja nicht sehen, oder? Kontempliere darüber!
Ich wünsche mir, dass es wirklich klar und deutlich wird, dass da niemand ist und es keine wirkliche Trennung gibt.
Warum? Schau ganz tief und frage dich welche Absicht wirklich dahinter steckt!
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich erwarte, dass deutlich wird, die Trennung als solche wirklich erkannt wird. Den Punkt wo wirklich deutlich ist, dass "Bewusstsein Alles ist" und ich das Bewusstsein bin.
Was ist Bewusstsein? Woher kennst du dieses Wort? Schau mal nach: Ist irgendwo Bewusstsein zu sehen-hören-spüren-riechen-schmecken? SCHAU GENAU!
Was hat sich gehändert, was ist gleich geblieben seit wir begonnen haben?
Geändert: Das ich wieder viel mehr hinschaue. Auch Tags über. Das mehr Frieden da ist.
Wunderbar :)
Gleichgeblieben: Das "ICH-Gefühle".
Wie ist dieses Ich-Gefühl? Was davon ist zu sehen-hören-spüren-riechen-schmecken? Sollte dieses Ich-Gefühl verschwinden? Wenn ja – warum?
Welche Erwartungen hast du? Was willst du?
Die Illusion wirklich durchschauen! Wirklich erkennen, dass da niemand ist. Einfach eine "Erkenntnis" oder ein "Aufwachen" wo in der Erfahrung wirklich deutlich wird, wie es wirklich ist
Wie kommst du zu dem Schluss, dass es so wie es jetzt ist nicht wirklich ist?

Ein Glaube der viele andere Überzeugungen aufrecht erhält, ist der Glaube, dass es etwas gibt, das man noch nicht sieht, das man nicht kennt.

Gibt es irgendeinen Beweis, dass es irgendwas gibt was du nicht kennst oder siehst? Irgendeinen Beweis, dass es was gibt was jetzt nicht hier ist?
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Mon Jul 08, 2019 8:03 am

Ist wahrnehmen vom vorhanden sein von Gedanken nicht auch eine Erfahrung?
Ja, das ist es. Niemand denkt, sondern Gedanken "erscheinen", "sind da", und erzählen, dass jemand sie denkt. Und wenn ich nach dem jemand schaue, dann ist da niemand. Ist gerade ein wenig seltsam.
Da ist immer mal wieder dieser „Fucking-Glaube“-Gedanke, dass es klar werden müsste. Dass noch etwas passieren muss, damit das was ist sich selbst erkennt oder so. Ja, alle berichten doch davon, dass es klar wird. Und danach wird dann Ausschau gehalten. Alles Gedankenquark!? Also einfach das was ist bedingunslos anschauen. Fertig.
Wenn da ein getrenntes Selbst/Ich wäre, wer würde das dann sehen können? Wenn du diese getrennte Selbst finden würdest, würde das ja heißen, dass du das nicht sein kannst, sonst könntest du es es ja nicht sehen, oder? Kontempliere darüber!
Absolut. Das geht nicht. Ja, und irgendwas "altes" ist da, das hier noch nicht ganz locker lassen will, auch wenn da gerade etwas (aber es ist nicht etwas) "freies" ist, das wacher alles als Erscheinung betrachten kann.
Ich wünsche mir, dass es wirklich klar und deutlich wird, dass da niemand ist und es keine wirkliche Trennung gibt.
Warum? Schau ganz tief und frage dich welche Absicht wirklich dahinter steckt!
Sicherheit. Also zu Wissen, dass "ich, es, mein Tun, das Untersuchen usw." stimmt.
:-) Richtig machen also, um vom "falschen Zustand,Sein," zum "richtigen Erleuchtungs-Alles" zu kommen" :-)
Die Nummer wo hin zu wollen ist ganz schön hartnäckig!
Was ist Bewusstsein? Woher kennst du dieses Wort? Schau mal nach: Ist irgendwo Bewusstsein zu sehen-hören-spüren-riechen-schmecken? SCHAU GENAU!
Ich habe das Wort Bewusstsein genommen, weil es am Besten passt. Bewusst und Sein.
Wie ist dieses Ich-Gefühl? Was davon ist zu sehen-hören-spüren-riechen-schmecken? Sollte dieses Ich-Gefühl verschwinden? Wenn ja – warum?
Dieses "Ich-Gefühl" setzt sich auf verschiedene Weise zusammen. Manchmal ist da eine Körperempfindung an der Stirn, die als "ICH" von den Gedanken etikettiert wird. Dann wieder "die Bewusstheit von Anwesenheit" die als "ICH" etikettiert wird. usw.
Das grundlegende am "ICH-Gefühl" ist wohl die dieses "Gefühl" zu existieren. "ICH BIN DA". Es ist nicht zu sehen-hören-spüren-riechen-schmecken.
Und es sollte auch nicht verschwinden. Nein. Nichts sollte verschwinden! Was da ist ist halt da.
Wie kommst du zu dem Schluss, dass es so wie es jetzt ist nicht wirklich ist?
Das war Quatsch. Wie oben schon beschrieben ist das der Wunsch nach einem "Jetzt ist es klar" und da muss ich hin. Es darf unklar sein und eben so wie es ist. Es muss nichts anders sein.
Gibt es irgendeinen Beweis, dass es irgendwas gibt was du nicht kennst oder siehst? Irgendeinen Beweis, dass es was gibt was jetzt nicht hier ist?
Nein, natürlich nicht.

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Re: binschonda

Postby barb » Mon Jul 08, 2019 11:27 am

Ja, das ist es. Niemand denkt, sondern Gedanken "erscheinen", "sind da", und erzählen, dass jemand sie denkt. Und wenn ich nach dem jemand schaue, dann ist da niemand. Ist gerade ein wenig seltsam.
Vielleicht weil du das erste mal „richtig“ schaust... :) Das ist es... Hör nicht auf damit, lass dich ganz in dieses seltsame Gefühl hinein sinken...
Da ist immer mal wieder dieser „Fucking-Glaube“-Gedanke, dass es klar werden müsste. Dass noch etwas passieren muss, damit das was ist sich selbst erkennt oder so.
Wenn dieser Gedanke kommt dann interessiere dich nicht für den Inhalt, sondern halte ganz intensiv nach derjenigen Ausschau, die diesen Gedanken hat! Immer wieder hinschauen. Ohne wirklichem Hinschauen kein sehen... :)
Ja, alle berichten doch davon, dass es klar wird. Und danach wird dann Ausschau gehalten.
Haha, für viele ist das aber schon auch ein erfolgreiches Geschäftsmodell :))
Alles Gedankenquark!? Also einfach das was ist bedingunslos anschauen. Fertig.
Ja genau, das was ist, und nicht das was die Gedanken erzählen was ist... Immer wieder abgleichen...
Absolut. Das geht nicht. Ja, und irgendwas "altes" ist da, das hier noch nicht ganz locker lassen will, auch wenn da gerade etwas (aber es ist nicht etwas) "freies" ist, das wacher alles als Erscheinung betrachten kann.
Es scheint sich was zu bewegen :)

Schau genau nach mit allen Sinnen, ist es wirklich wahr, dass da was ist das nicht locker lassen will? Wie ist es beschaffen? Wo ist es? Antworte nicht schnell aus dem Wissen, sondern schau ganz eindringlich!
Sicherheit. Also zu Wissen, dass "ich, es, mein Tun, das Untersuchen usw." stimmt. :-) Richtig machen also, um vom "falschen Zustand,Sein," zum "richtigen Erleuchtungs-Alles" zu kommen" :-)
Die Nummer wo hin zu wollen ist ganz schön hartnäckig!
Das ist die intellektuelle Antwort. Und jetzt schau weiter, was dahinter steckt. Warum willst du das alles? Stell dir wirklich eindringlich diese Frage und komm der Antwort spürend auf die Schliche :)
Was ist Bewusstsein? Woher kennst du dieses Wort? Schau mal nach: Ist irgendwo Bewusstsein zu sehen-hören-spüren-riechen-schmecken? SCHAU GENAU!
Ich habe das Wort Bewusstsein genommen, weil es am Besten passt. Bewusst und Sein.
Wieder eine Antwort, die sich richtig anhören soll und original aus dem Verstand kommt. Es tut mir leid, falls ich das noch nicht ausreichend erklärt habe, aber es geht hier überhaupt nicht um deine Antworten. Es geht absolut nicht darum eine „richtige“ Antwort abzugeben Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten, das ist kein Quiz!

Jede Frage die ich stelle soll dich einfach nur dazu animieren ganz eindringlich nachzuschauen wie es ist. So intensiv nachzuschauen und in die Erfahrung einzutauchen als würde dein Leben davon abhängen. Wie ein Detektiv der eine Fährte aufgenommen hat und gräbt und schaut als würde es nichts anderes geben.. :)

SCHAU ganz genau nach mit allen Sinnen:

Was ist Bewusstsein/Sein? Wo ist es? Wie ist es beschaffen? Wie fühlt es sich an?

Dieses "Ich-Gefühl" setzt sich auf verschiedene Weise zusammen. Manchmal ist da eine Körperempfindung an der Stirn, die als "ICH" von den Gedanken etikettiert wird. Dann wieder "die Bewusstheit von Anwesenheit" die als "ICH" etikettiert wird. usw. 
Bist du vielleicht irritiert, dass das Ich-Gefühl nach wie vor ab und zu auftaucht? Das wird dir sehr wahrscheinlich auch noch eine ganze Weile erhalten bleiben.

Lass mal ein wenig damit spielen :))

Immer wenn dieses Ichgefühl auftaucht oder so ein Gedanke, der sagt: "Ich bin noch nicht angekommen" oder "Es ist noch nicht klar genug", sagst du entschieden im Geiste "NA UND?"

Mach dir ein Spiel draus und lauere allen Identifikationen und einschränkenden Glaubenssätzen auf, die sich irgendwie erwischen lassen


Bitte erzähle mir wie es damit ist :)
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Tue Jul 09, 2019 6:57 am

Schau genau nach mit allen Sinnen, ist es wirklich wahr, dass da was ist das nicht locker lassen will? Wie ist es beschaffen? Wo ist es? Antworte nicht schnell aus dem Wissen, sondern schau ganz eindringlich!
Es gibt nichts. Also nicht etwas das etwas will oder nicht will. Es fehlt nichts.
Die Frage "wer erfährt das" suggeriert sehr stark, dass da jemand ist, der es erfährt. "Ist da jemand" ist viel offener. Das hilft mir gerade in der Untersuchung. Ist da jemand? Braucht es jemand? Irgendwie ist es dadurch direkter. Worte!?

Warum willst du das alles? Stell dir wirklich eindringlich diese Frage und komm der Antwort spürend auf die Schliche :)
Sehr schnell erscheinen Gedanken und Antworten, und die nächsten und die nächsten. Mein System kennt es nicht, Fragen spürend zu "beantworten". Stille taucht gerade auf.

Was ist Bewusstsein/Sein? Wo ist es? Wie ist es beschaffen? Wie fühlt es sich an?
Ist nicht zu beantworten.

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Re: binschonda

Postby barb » Tue Jul 09, 2019 11:48 am

Es gibt nichts. Also nicht etwas das etwas will oder nicht will. Es fehlt nichts. 
Die Frage "wer erfährt das" suggeriert sehr stark, dass da jemand ist, der es erfährt. "Ist da jemand" ist viel offener. Das hilft mir gerade in der Untersuchung. Ist da jemand? Braucht es jemand? Irgendwie ist es dadurch direkter. Worte!?
Wunderbar, ja jeder hat so seine eigenen Trigger... Stell dir die Fragen immer wieder und halte Ausschau nach einer Antwort. Wenn dann nur Stille kommt, heißt das nicht, dass das keine Antwort ist. Stille ist DIE Antwort :)
Sehr schnell erscheinen Gedanken und Antworten, und die nächsten und die nächsten. Mein System kennt es nicht, Fragen spürend zu "beantworten". Stille taucht gerade auf.
Ist ja doch geschehen, in dem Stille aufgetaucht ist... :)
Was ist Bewusstsein/Sein? Wo ist es? Wie ist es beschaffen? Wie fühlt es sich an?
Ist nicht zu beantworten.
Genau dieses Nichtwissen ist die Antwort... lass mal sacken und lass dich ganz auf diese Stille auf diese Nicht-Antworten ein....
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Fri Jul 12, 2019 12:43 pm

Ist da jemand? Braucht es jemand?
Braucht es jemand damit hören passiert? Nein.
Braucht es jemand damit denkt "ich habe es noch nicht durchschaut"? Nein.
Es geht um "Nichts" oder!?
Warum willst du das alles?
Weil eben Gedanken wahrgenommen werden, die gerade diese Frage stellen.

Bin gerade ein wenig irritiert, und schaue weiter.

barb
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Re: binschonda

Postby barb » Sat Jul 13, 2019 12:02 pm

Es geht um "Nichts" oder!? 
:))
Bin gerade ein wenig irritiert, und schaue weiter
Super :)

Das nächste Mal, wenn das kleinste “wollen” oder “ablehnen” auftaucht, lass das voll und ganz da sein, inklusive aller Empfindungen sowie Sekundärgedanken und -gefühle, Ich-Gedanken etc. Möglicherweise ist da auch ein Gedanke/Gefühl, dass dieses Wollen persönlich ist, wehr dich nicht dagegen ...

Danach konzentriere dich voll und ganz auf das was da ist, lass jegliche gedanklichen Etiketten los, dazu gehört auch z.B. sowas ein subtiles Anhängsel wie "unangenehm" oder "will ich nicht". Nimm den Moment mit allen Sinnen wahr.

Nun stell dir die folgenden Fragen (ohne auf das zu hören, was Gedanken möglicherweise dazu zu sagen haben):

Könnte diese Erfahrung in irgendeiner Art und Weise anders sein, als sie ist?

Könnte irgendein Moment jemals anders sein, als er ist?

Könnte es jemals einen Moment geben, der NICHT vollkommen ist, wie er ist?

Mach das ruhig mehrmals täglich. Suche wie ein Detektiv nach der Unperfektion innerhalb der Empfindungen! Kannst du sie finden?

Nimm dir ruhig die Zeit die du brauchst... :)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom


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