binschonda

barb
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Re: binschonda

Postby barb » Sat May 18, 2019 11:27 am

So erscheint es gerade. Gedanken "wollen gerne wohin oder etwas wissen". Natürlich nicht! Sie wollen gar nichts! Sie dürfen mit ihrem Kommentar sein und gleichzeitig IST es jetzt so wie es ist. Was wäre gut/schlecht/richtig/falsch usw. wenn sehen,hören,denken usw. niemanden braucht - der es tut, der es beobachtet. - der "nichtvorhandene" Nebel löst sich dadurch.
:)
"ICH" kann nichts herausfinden, weil "ICH" ein Gedanke ist.
Ist das schon absolut klar?
Nein, es wird deutlicher, aber absolut klar ist es noch nicht.
Glaubst du wirklich noch an ein „Ich“? Oder hat sich der Glaube schon aufgelöst, und nur durch den erwarteten und nicht eingetroffenen Knall fällt es schwer das zuzugeben?
"Braucht es was" ist ein gedanklich-phantasierte-Annahme-Muster (Gepamu) :-). Gedanke:"Das, so wie es jetzt ist soll alles sein, das kann doch nicht sein!" Läuft gerade ab. Nein, es braucht jedoch nichts.
Das soll alles sein? Ist dir bewusst, wieviele Farben zu sehen sind? Wieviele Geräusche gehört werden? Welche unzähligen Empfindungen jeden Augenblick gespürt werden könnten? Die unendliche Vielfältigkeit in der sich das Leben ausdrückt?
Sobald die Chimäre der Gedanken durchschaut wird, wird das Schauen immer interessanter und dann kann es in die Tiefe und ins Erstaunen gehen... :)
Der "ich bin doch hier und ich schaue doch Gedanke", irritiert irgendwie noch. Schwer zu beschreiben. In der Untersuchung ist immer klar, dass Schauen ohne "ICH" "funktioniert" und passiert. Trotzdem ist da noch etwas "verklebt".
Wirklich verklebt? Wie ist die Erfahrung dazu?
Ist es so ein Gefühl der Lebendigkeit? So ein Seins-Gefühl? Seinsgefühl – schauen...und hin und wieder + Ich-Gedanke... ?
Ein Aspekt ist auf jeden Fall der des Hier-Seins, und da-seins. Gedanke: "Mich (wer immer das sein soll) gibt es doch!"
Es wird nicht behauptet, dass es dich nicht gibt, sondern dass es kein getrenntes Ich gibt (großer Unterschied...) Sein kanns ja nicht nicht geben, sonst könnte ja kein schreiben geschehen... ;)
Dann kommt oft das wahrnehmen des Körpers mit dem ICH-Gedanken dazu. Das funktioniert noch so "verklebt", dass es noch nicht richtig klar wird.
Was nimmt den Körper mit dem Ich-Gedanken wahr? SCHAU! Ist da was?
Nein, im Autopilotmodus läuft einfach alles ab und niemand fragt! Klar.
Genau, hinterher kommen Gedanken. Und irgendetwas dreht sich jetzt bei mir. Ja es ist so und …
Lass es drehen...
Das ist es ja. Im Grunde weiß ich es nicht und kann es nicht wissen, und gleichzeitig ist da die Idee, wenn es so weit ist dann wird es deutlich und bis jetzt ist es noch nicht so deutlich. Vielleicht immer noch die Idee des Klick-machens. Auf der anderen Seite auch nicht mehr so stark, weil das langsame "auflösen des Nebels" schon auch deutlich ist. 
Der Knall, die Explosion, die Transformation ist bereits geschehen, damals als das Leben den Ausdruck und die Erscheinung angenommen hat, die den Namen Liselotte bekommen hat. „Deine“ Geburt war die Explosion... Was für ein Wunder!
Drehe "ich mich" im Kreis? - (Lustiger Satz!)
Es ist wie bei einem Ventilator... Wenn du ihn ausschaltest, dreht er sich noch eine Weile weiter... :) Lass laufen...
Ist irgendwo Trennung zu fühlen? Kann eine Grenze gefunden werden?
Hier sind es auch wieder die Körperempfindungen die noch am ehesten eine Grenze suggerieren.
Die Empfindungen oder die Gedanken darüber?
Beim Hinschauen wird jedoch auch sehr schnell das Zusammenspiel von Körperempfindung und darauffolgenden Kommentar deutlich. Und doch läuft es noch "verstärkt" ab
Wie schon erwähnt einfach immer wieder hinschauen... Mach dir ein Spiel daraus die Gedanken „zu überführen“... Vielleicht kann es ja durch eine gewisse Leichtigkeit geschehen, dass ein Amüsieren über die Gedanken sich einstelle... :)
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4Frieden
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Sun May 19, 2019 9:31 am

Glaubst du wirklich noch an ein „Ich“? Oder hat sich der Glaube schon aufgelöst, und nur durch den erwarteten und nicht eingetroffenen Knall fällt es schwer das zuzugeben?

Diese Frage kann ich gerade nicht beantworten.Ich weiß es wirklich nicht. Seltsam. Da gibt es "Suche" und "Verstehen wollen" usw. und gleichzeitig ist da aber auch eine Stille. Aber auch zwischendurch auf Autopilot ein "Ich tue dies und das und will dort hin und habe das noch vor usw." Ist gerade aber alles Ok. Vielleicht wird noch daran glaubt, vielleicht nicht. Checks nicht.
Der "ich bin doch hier und ich schaue doch Gedanke", irritiert irgendwie noch. Schwer zu beschreiben. In der Untersuchung ist immer klar, dass Schauen ohne "ICH" "funktioniert" und passiert. Trotzdem ist da noch etwas "verklebt".
Wirklich verklebt? Wie ist die Erfahrung dazu?
Gerade wird deutlich, dass auch hier wieder Gedanken suggerieren, dass es Gedanken überhaupt oder diesen speziellen Gedanken "Ich bin doch hier" nicht geben sollte. Schauen passiert und es passiert eben auch der "Ich-sehe" Gedanke. Dadurch der "Glaube" an Trennung. Ok, dann ist der Gedanke"Ich sehe" eben jetzt das was erscheint und wahrgenommen wird.
Was nimmt den Körper mit dem Ich-Gedanken wahr? SCHAU! Ist da was?
Das ist wohl die Königsfrage, oder der "Endgegner". :-)
Meine Antwort heute: Bewusstheit. Ich hole mal aus. Das Erleben ist so, dass die Körperempfindung oder aber auch das Geräusch als eine "Qualität" erscheinen. Gleichzeitig IST das was wahrnimmt und diese "Qualität" das gleiche und auch wieder nicht.Ich bekomme es nicht anders ausgedrückt.

Insgesamt ist mein Eindruck, dass das "Schauen" gerade einfach ein "dran bleiben" braucht um "klarer" zu werden und um sich zu "vertiefen". Nicht dass es darum geht, aber ein "Intensivieren des Hinschauens" passiert.

barb
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Re: binschonda

Postby barb » Sun May 19, 2019 10:53 am

Diese Frage kann ich gerade nicht beantworten.Ich weiß es wirklich nicht. Seltsam. Da gibt es "Suche" und "Verstehen wollen" usw. und gleichzeitig ist da aber auch eine Stille.
Ja, die Stille ist immer da...Nicht wissen ist gut...:)
Aber auch zwischendurch auf Autopilot ein "Ich tue dies und das und will dort hin und habe das noch vor usw."
Präferenzen und Abneigungen werden immer da sein auch nach dem Tor... Es wird keiner zum Zombie, denn die Motivation für was auch immer hat noch nie ein „Ich“, eine Trennung gebraucht. Gewisse Tendenzen lassen vielleicht früher oder später nach...
Ist gerade aber alles Ok. Vielleicht wird noch daran glaubt, vielleicht nicht. Checks nicht
:)
Gerade wird deutlich, dass auch hier wieder Gedanken suggerieren, dass es Gedanken überhaupt oder diesen speziellen Gedanken "Ich bin doch hier" nicht geben sollte. Schauen passiert und es passiert eben auch der "Ich-sehe" Gedanke. Dadurch der "Glaube" an Trennung. Ok, dann ist der Gedanke"Ich sehe" eben jetzt das was erscheint und wahrgenommen wird.
Erzählen Gedanken die Wahrheit oder Unwahrheit?
Was würde es bedeuten, wenn ALLER Gedankeninhalt nur eine Geschichte wäre, so wie in einem nächtlichen Traum?


Hierzu im Folgenden eine sehr nette Übung:

Finde einen Sportclip auf Youtube, der ca. fünf Minuten lang dauert. Der folgende Link führt zu einem Fußballspiel:

https://www.youtube.com/watch?v=AoWRcUvTqVM

1. Betrachte den Clip eine Minute lang mit ausgeschaltetem Ton, beobachte wie die Leute mit einem runden Ding auf einem Feld herumtollen, hoch und runter, hoch und runter. Lass diese gesamte Erfahrung hineinsinken.

2. Wenn die erste Minute vorbei ist, schaue eine weitere Minute mit eingeschaltetem Ton und Kommentar.

Beobachte den Unterschied. Beobachte wie der Kommentator (Gedanken) sehr viel zu wissen scheint, sogar Hinweise gibt, wie es am besten zu tun wäre. Sieh wie der Kommentator sich fühlt, als könne er das Geschehen beeinflussen, als ob ein Ausgang dem anderen bevorzugt werden würde.
Sieh wie der Kommentator versucht, die Gefühle der Zuschauer aufzustacheln und Identifizierung mit dem ein oder dem anderen Team hervorruft und wie er die Wichtigkeit des Spiels als Ganzes unterstreicht.

3. Schalte den Ton nun wieder aus und beobachte das Treiben ohne hörbaren Kommentar, wie die Farben und Formen auf dem Bildschirm herumtanzen. Beobachte wieder alle Unterschiede im Erleben der Szene.

Erzähle mir was du dabei beobachten konntest...:)


Was nimmt den Körper mit dem Ich-Gedanken wahr? SCHAU! Ist da was?
Das ist wohl die Königsfrage, oder der "Endgegner". :-) 
:))
Meine Antwort heute: Bewusstheit. Ich hole mal aus. Das Erleben ist so, dass die Körperempfindung oder aber auch das Geräusch als eine "Qualität" erscheinen. Gleichzeitig IST das was wahrnimmt und diese "Qualität" das gleiche und auch wieder nicht.Ich bekomme es nicht anders ausgedrückt.
Ja hier stoßen wir an die Grenze mit den Worten, denn ES ist nicht zu artikulieren, zu verstehen. Es kann geschehen, dass der „Verstand“ nach einer Reihe von erfolglosen Untersuchungen und dem Versuch ES zu verstehen kapituliert und es klar wird, dass das Sein nicht zu versehen ist, da Verstehen ja selbst ein „winziger Teil“ davon ist. Es gibt keine Antwort auf diese Frage und braucht es auch nicht. Wahrnehmen ist da, kann sich selbst aber nicht wahrnehmen... Wenn herzhaftes Schauen geschieht, wird diese unerklärliche Leere, dieses unendliche Nichts „gesehen“... Halte Ausschau nach dem was wahrnimmt, so als würde dein Leben davon abhängen! TRAU DICH!
Insgesamt ist mein Eindruck, dass das "Schauen" gerade einfach ein "dran bleiben" braucht um "klarer" zu werden und um sich zu "vertiefen". Nicht dass es darum geht, aber ein "Intensivieren des Hinschauens" passiert
Gestehe dir einfach das Mysterium ein, dass es keine Antwort gibt, kein klareres Sein als gerade jetzt...:)
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Mon May 20, 2019 8:24 am

Der video-clip ist nicht so einfach für mich, denn ich kenne diese Szene sehr gut. Habe schon als Kind nicht verstanden, wie Rudi da so cool bleiben konnte. :-) ich versuche es!
Mit Ton wird es auf einmal "aufregend" und emotional. Da kommen Mutmaßungen, Urteile, Beschreibungen hinzu und das verbunden mit einer emotionalen Stimmung (Zuschauer pfeifen) die dazu verleitet sich anstecken zu lassen. Ist wohl der Job des Kommentators.
Und sobald der Ton aus ist, wird es wieder ruhiger und es passiert eben was passiert.
Erst jetzt bemerke ich gerade, ob meine persönliche jahrelange "Emotion" zu dieser Scene eine andere gewesen wäre, wenn ich das ganze ohne Ton gesehen hätte. Höchst wahrscheinlich!?
Und ebenso bemerke ich gerade, dass er Kommentar zwar nichts am Spiel verändert oder verändern kann, und doch Einfluss hat wie ich das Spiel wahrnehme. Und dass ein reflexartiges "mitgehen" mit dem Kommentar erfolgt.

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Re: binschonda

Postby barb » Mon May 20, 2019 11:48 am

Und ebenso bemerke ich gerade, dass er Kommentar zwar nichts am Spiel verändert oder verändern kann, und doch Einfluss hat wie ich das Spiel wahrnehme. Und dass ein reflexartiges "mitgehen" mit dem Kommentar erfolgt.
Ist das nur aufs Spiel bezogen, oder kannst du erkennen dass das selbe auch für die
Gedankenerzählungen gilt?


Erzählen Gedanken die Wahrheit oder Unwahrheit?
Was würde es bedeuten, wenn ALLER Gedankeninhalt nur eine Geschichte wäre, so wie in einem nächtlichen Traum?


Was kann klar beobachtet werden?
Was wird nur von Gedanken hinzugefügt?
also:
Was existiert wirklich?
Was ist nur Fantasie?


Da ist Sehen eines Baumes.
Klar.
Es ist da, beobachtbar, es ist wirklich.

Nun denke nicht darüber nach, sondern sieh genau hin!
Wo genau ist da ein "Ich" zu finden?

Da ist Riechen von Blumen.
Wo ist "Ich" im Riechen?

Existiert das wirklich?
Welche Rolle spielt es? Wo genau ist es zu finden? Wie genau sieht es aus?


Nicht denken. Beobachten! Hinschauen.
Beobachte alle Vorgänge, wo ein Ich vermutet wird genau, sieh wieder und wieder nach, ob es wirklich da ist oder nur von der Fantasie hinzugedichtet wird.



Worauf bezieht sich das Wort Feuer? Gibt es „Feuer“ wirklich? Es gibt Holz/Kohle, Flammen, Glut usw., ist irgendetwas davon „Feuer“? Oder ist das nur ein Wort , das wir für die Kommunikation benutzen um uns miteinander zu verständigen? Schau dir die Flamme einer Kerze an: Ist sie (die Flamme) eine Entität? Oder etwas ständig wandelndes bestehend aus dem Docht, dem Gas des Wachses, der Luft usw. – einfach ein “Happening”...?

Jetzt schau dir mal das Wort „Ich“ an. Worauf bezieht sich dieses Wort? Da gibt es Gedanken, Gefühle, körperliche Wahrnehmungen, gehörte Geräusche, Gesehenes, Handlungen, Vorlieben, Nahrung die umgebaut wird, Wasser, Luft usw. – ist irgendwas davon ein „Ich“? Oder ist das nur ein Wort das wir für die Kommunikation benutzen um uns miteinander zu verständigen - einfach ein "Happening"?
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Tue May 21, 2019 5:30 am

Hallo, bin heute den ganzen Tag unterwegs und werde es wahrscheinlich nicht schaffen.
Danke für die Begleitung und ich melde mich morgen! Schönen Tag. :-)

barb
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Re: binschonda

Postby barb » Tue May 21, 2019 11:21 am

Danke für die Info! Dir auch einen schönen Tag :)
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Wed May 22, 2019 8:19 am

Ist das nur aufs Spiel (YouTube) bezogen, oder kannst du erkennen dass das selbe auch für die Gedankenerzählungen gilt?
Es ist deutlich, dass alles abläuft wie es abläuft. Und es ist deutlich, dass je genauer geschaut wird, ununterbrochen Kommentare zu Körperempfindungen, zum Hören, usw. stattfinden. Nur hier kann der Kommentar, den Kommentar nicht einfach ausschalten. Und dieser Kommentar beeinflußt nicht was passiert, ist ja auch nur ein Teil davon, da er jedoch noch so viel Raum einnimmt ist das eben auch die vorwiegende Erfahrung die gemacht wird.
Erzählen Gedanken die Wahrheit oder Unwahrheit?
Sie erzählen offensichtlich die Unwahrheit und gleichzeitig scheint das System Liselotte diese Unwahrheit gerne zu hören. Da sind wahre Körperempfindungen usw. und es wird dem unwahren Geplapper so gerne zugehört.
Was würde es bedeuten, wenn ALLER Gedankeninhalt nur eine Geschichte wäre, so wie in einem nächtlichen Traum?
Er IST nur eine Geschichte! In der Erfahrung im JETZT, im spüren, hören, riechen, sehen und denken gibt es keine Geschichte. Ohne Geschichte gibt es niemanden der etwas erlebt. Die Geschichte ist die Trennung. Leben kennt keine Trennung.
Da ist Sehen eines Baumes.Klar. Es ist da, beobachtbar, es ist wirklich.
Nun denke nicht darüber nach, sondern sieh genau hin! Wo genau ist da ein "Ich" zu finden?
Da kann ich so genau hinschauen wie ich will. Ein ich ist nicht zu finden. Sehen findet sofort statt, Kommentar Baum findet statt, Kommentar Wind findet statt. Dazu braucht es kein ich.
Auch beim Riechen, da ist einfach nur riechen! Fertig. Kein ich.
Grundsätzlich sind es die drei Hauptaspekte, welche die Gedanken schnell mit "ICH" belegen.
Das bloße Lebendig hier sein oder auch die Stille, als das Sein wird mit "Ich erfahre oder bin das belegt"
Dann natürlich das bewusst sein, "Ich registriere das gerade"
Und wenn Veränderungen passieren wird schnell "Ich mache das" etikettiert.
Existiert das wirklich? Welche Rolle spielt es? Wo genau ist es zu finden? Wie genau sieht es aus?
Nicht denken. Beobachten! Hinschauen.Beobachte alle Vorgänge, wo ein Ich vermutet wird genau, sieh wieder und wieder nach, ob es wirklich da ist oder nur von der Fantasie hinzugedichtet wird.
Es existiert nicht, es spielt keine Rolle, es ist nicht zu finden und hat auch keine "Aussehen"!
"ICH" bleibe dran und schaue weiter. Das ist je so ein Zwiespalt. Genau hinschauen und unterscheiden hat ja irgendwie schon eine Absicht und gleichzeitig wozu Absicht wenn ohnehin ohne jemanden so abläuft wie es abläuft und das Schauen passiert. Ja im Grunde alles so passiert wie es eben gerade passiert.
Einfach ein Happening?
Genau. Das "ich" nicht verstehe, weil es nicht verstanden werden kann, schon gar nicht von etwas das es nicht gibt. Humor wohl die einzige Lösung! :-)

War gestern unterwegs und das Hinschauen findet immer und immer wieder statt. Insgesamt ist alles ok so und das Happening ist einfach verdammt Kommentarlastig. Weiteres hinschauen findet statt.

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Re: binschonda

Postby barb » Wed May 22, 2019 11:39 am

Ist das nur aufs Spiel (YouTube) bezogen, oder kannst du erkennen dass das selbe auch für die Gedankenerzählungen gilt?
Es ist deutlich, dass alles abläuft wie es abläuft. Und es ist deutlich, dass je genauer geschaut wird, ununterbrochen Kommentare zu Körperempfindungen, zum Hören, usw. stattfinden. Nur hier kann der Kommentar, den Kommentar nicht einfach ausschalten. Und dieser Kommentar beeinflußt nicht was passiert, ist ja auch nur ein Teil davon, da er jedoch noch so viel Raum einnimmt ist das eben auch die vorwiegende Erfahrung die gemacht wird.
Schön gesehen...:) Das ist das Wichtigste, dass das erkannt wird. Kann geschehen, dass der Kommentator weniger wird, bzw. dass die Gedanken einfach nur mehr so nebenbei wie Radio ablaufen. Wenn das stört, sollte schon gezielt mit Achtsamkeitstraining da drangegangen werden... (Aber das ist eine andere Baustelle...:))
Erzählen Gedanken die Wahrheit oder Unwahrheit?
Sie erzählen offensichtlich die Unwahrheit und gleichzeitig scheint das System Liselotte diese Unwahrheit gerne zu hören. Da sind wahre Körperempfindungen usw. und es wird dem unwahren Geplapper so gerne zugehört.
Hat gar nichts damit zu tun, dass es gerne gehört wird, es ist nur einfach so eine starke Gewohnheit. Vom Kleinkindalter auf wurden wir schon dahingehend programmiert. In der Schule hat nur das Denken gezählt, hat man mal Löcher in die Luft gestarrt und nichts gedacht (Kinder können das noch, bis es ihnen aberzogen wird) hat es gleich geheißen „Schau nicht so blöd!“ In der Schule hat es nie gereicht einfach nur zu sein, da ging es immer nur ums werden...:)
Was würde es bedeuten, wenn ALLER Gedankeninhalt nur eine Geschichte wäre, so wie in einem nächtlichen Traum?
Er IST nur eine Geschichte! In der Erfahrung im JETZT, im spüren, hören, riechen, sehen und denken gibt es keine Geschichte. Ohne Geschichte gibt es niemanden der etwas erlebt. Die Geschichte ist die Trennung. Leben kennt keine Trennung.
<3
Da kann ich so genau hinschauen wie ich will. Ein ich ist nicht zu finden.

:)
Es existiert nicht, es spielt keine Rolle, es ist nicht zu finden und hat auch keine "Aussehen"!
"ICH" bleibe dran und schaue weiter. Das ist je so ein Zwiespalt. Genau hinschauen und unterscheiden hat ja irgendwie schon eine Absicht und gleichzeitig wozu Absicht wenn ohnehin ohne jemanden so abläuft wie es abläuft und das Schauen passiert.
Absichten, Intentionen, Präferenzen... Brauchen die ein „Ich“? Hat die Sonne eine „Absicht“ dass sie scheint? Und doch „ermöglicht“ (unter anderem) diese absichtslose Erscheinung „Leben“... (Haha, es wird immer spannender mit Worten zu jonglieren, bald müssen wir alles in Anführungszeichen setzen...;)))
Ja im Grunde alles so passiert wie es eben gerade passiert.
Nicht nur im Grunde, sondern auch außerdem und überhaupt...;)
Humor wohl die einzige Lösung! :-)
Auf jeden Fall die angenehmste...:)
War gestern unterwegs und das Hinschauen findet immer und immer wieder statt. Insgesamt ist alles ok so und das Happening ist einfach verdammt Kommentarlastig. Weiteres hinschauen findet statt
Wie erwähnt, der Kommentator kann nur schwer abgeschalten werden... Manche nehmen das mit einem Schulterzucken hin, andere unternehmen Achtsamkeitspraxis. Die Übung, die ich dir vor ein paar mal geschrieben habe (Wahrnehmungserweiterung) ist gut geeignet. Wobei das Wichtigste hast du schon gesehen, dass Gedanken nichts mit der Realität zu tun haben, und dass das getrennte „Ich“ nur ein Gedanken ist...


Mach mal einen Spaziergang in der Natur. Beobachte dabei alles was dir so begegnet. Menschen, Tiere, Bäume, Gräser, usw. Schau dich um und benutze dabei deine Sinne und lasse die Gedanken über das Geschehen ruhig ruhen. Beobachte und staune!

Dann frage dich:

Woher kommt all das Steuern in der Natur?
Der Wind weht. Wo hört Wind auf und fängt wehen an? Gibt es Trennung?
Woher weiß der Vogel, das er jetzt fliegen muss?
Woher weiß der Baum, das die Blätter, und Blüten und Früchte sprießen müssen?
Wer bewegt das Gras?

Schau dir das alles mit den Augen eines Kindes an!

Du kannst dich auch in ein Café setzen und dort das Treiben beobachten, oder du schaust einfach aus dem Fenster, auf den Verkehr oder so... Was auch immer für dich möglich ist..

Sei ganz im Moment, wenn du bemerkst, dass du in Gedanken bist, dann freue dich, dass du es gemerkt hast und komme wieder zum Beobachten zurück.

Dann schau: Ist da ein Beobacher? Oder ist da einfach “beobachten”? Fehlt hier irgendetwas? Ist hier irgendetwas unvollständig? Könnte jemals etwas unvollständig sein? Könnte irgendein Moment jemals anders sein als er gerade ist? Sollte irgendetwas geschehen, damit dieser Moment "vollständiger" wäre? Gibt es irgendetwas anderes als Wahrnehmung/Erfahrung? Gibt es “unvollständige Erfahrung?

Du kannst dir gerne dafür ein paar Tage Zeit lassen, lass dich ganz darauf ein....:)

Wenn dir danach ist, erzähle mir bitte, wie das für dich ist...<3
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Wed May 29, 2019 8:32 am

Hallo, ich bin zurück. War ein wenig eingespannt und hatte gar nicht so viel Zeit zum Schauen. Diese Pause war gut, weil ich nicht "geschaut" habe, dadurch wieder viel "weg" und absorbiert war und zugleich doch ein inneres Wissen mit einhergeht, dass auch das Ok ist. So würde ich es jetzt mal zusammenfassend beschreiben.
Und gleichzeitig wird deutlich oder der Wunsch deutlicher, dass ich gerne mal ein oder zwei Wochen Urlaub alleine in Stille hätte, gar nicht um jetzt wie wild "hinzuschauen", sondern um "DEM SCHAUEN" Raum zu geben. Im Alltag wird einfach das "Ich-Werkzeug" ständig "angesprochen" und dann auch benutzt. Dadurch wird ein tieferes "eintauchen" in die Erfahrung, und damit in die klarere Unterscheidung zwischen real und Phantasie erschwert.
Dann schau: Ist da ein Beobacher? Oder ist da einfach “beobachten”?

Hier ist es manchmal noch schwierig, weil Gedanken auf die "Räumliche Perspektive" verweisen: "von hier aus wird wahrgenommen". Ist nur ein Gedanke und Kommentar und doch scheint er noch "zu wirken".
Fehlt hier irgendetwas? Ist hier irgendetwas unvollständig? Könnte jemals etwas unvollständig sein? Könnte irgendein Moment jemals anders sein als er gerade ist? Sollte irgendetwas geschehen, damit dieser Moment "vollständiger" wäre?

Hier ist es sehr deutlich dass alles einfach abläuft und keiner "Kontrolle" oder "Steuerung" unterliegen kann. Also kann auch nichts anders sein.
Gibt es irgendetwas anderes als Wahrnehmung/Erfahrung? Gibt es “unvollständige Erfahrung?
Nein, und ich merke gerade wie ich nicht ganz "dabei" bin.
Und gleichzeitig auch wieder gut die Aufmerksamkeit mehr aufs Schauen zu richten.

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Re: binschonda

Postby barb » Wed May 29, 2019 10:37 am

Hallo, ich bin zurück. War ein wenig eingespannt und hatte gar nicht so viel Zeit zum Schauen. Diese Pause war gut, weil ich nicht "geschaut" habe, dadurch wieder viel "weg" und absorbiert war und zugleich doch ein inneres Wissen mit einhergeht, dass auch das Ok ist. So würde ich es jetzt mal zusammenfassend beschreiben.
Hört sich doch gut an :)
Und gleichzeitig wird deutlich oder der Wunsch deutlicher, dass ich gerne mal ein oder zwei Wochen Urlaub alleine in Stille hätte, gar nicht um jetzt wie wild "hinzuschauen", sondern um "DEM SCHAUEN" Raum zu geben.
Warum? Was willst du denn finden? Wenn ich dich jetzt bitte in deinem Raum nach dem Weihnachtsmann zu suchen, wie lange wirst du das machen? WAS WILLST DU?
Im Alltag wird einfach das "Ich-Werkzeug" ständig "angesprochen" und dann auch benutzt. Dadurch wird ein tieferes "eintauchen" in die Erfahrung, und damit in die klarere Unterscheidung zwischen real und Phantasie erschwert.
Wenn du zu Weihnachten überall Weihnachstmänner siehst, hältst du sie dann für real?
Dann schau: Ist da ein Beobacher? Oder ist da einfach “beobachten”?
Hier ist es manchmal noch schwierig, weil Gedanken auf die "Räumliche Perspektive" verweisen: "von hier aus wird wahrgenommen". Ist nur ein Gedanke und Kommentar und doch scheint er noch "zu wirken".
Ist ja ein tolles Navigationswerkzeug nicht wahr? Sollte sich das ändern? Welchen praktischen Zweck hätte wenn es anders wahrgenommen werden würde?
Fehlt hier irgendetwas? Ist hier irgendetwas unvollständig? Könnte jemals etwas unvollständig sein? Könnte irgendein Moment jemals anders sein als er gerade ist? Sollte irgendetwas geschehen, damit dieser Moment "vollständiger" wäre?
Hier ist es sehr deutlich dass alles einfach abläuft und keiner "Kontrolle" oder "Steuerung" unterliegen kann. Also kann auch nichts anders sein.
Wenn das deutlich ist frage ich dich noch einmal: WAS WILLST DU? Schau mal genau nach, sind irgendwelche verborgenen Gefühle wie Angst, Widerstand oder Traurigkeit zu finden?
Gibt es irgendetwas anderes als Wahrnehmung/Erfahrung? Gibt es “unvollständige Erfahrung?
Nein, und ich merke gerade wie ich nicht ganz "dabei" bin.
Und gleichzeitig auch wieder gut die Aufmerksamkeit mehr aufs Schauen zu richten
Na und? Mal ist mehr Aufmerksamkeit da, mal weniger... Ist nicht auch das das was ist?

Das hört auch „nach dem Tor“ nicht auf.... :)
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Fri May 31, 2019 6:53 am

Sorry, ich kam gestern nicht mehr dazu.
Warum? Was willst du denn finden? Wenn ich dich jetzt bitte in deinem Raum nach dem Weihnachtsmann zu suchen, wie lange wirst du das machen? WAS WILLST DU?
Ich weiß es nicht! Jetzt ist alles so wie es ist und fertig. Da braucht es nicht mehr. Und die Weihnachtsphantasie von "ICH" wirkt eben in vielen kleinen Momenten. Ja, da ist schon eine gedanklich phantasiere Annahme von einem "tieferen Erkennen."
Wenn du zu Weihnachten überall Weihnachstmänner siehst, hältst du sie dann für real?
Wenn ich bewusst bin nein, und die "Einsicht", und die klare "Schlussfolgerung", dass "ICH" und "MICH" was ja ein "extra" zu dem was ist macht, dass es dieses Extra nicht gibt, ist immer auch wieder nicht präsent. Komme mir vor wie der Schüler, der 1 puls 1 nicht checkt.
Ist ja ein tolles Navigationswerkzeug nicht wahr? Sollte sich das ändern? Welchen praktischen Zweck hätte wenn es anders wahrgenommen werden würde?
Das ist echt super. Das hilft! Weil es sonst diese Annahme anscheinend noch gibt, dass da etwas anders sein müsste. Verdammte Scheiße. Es ist so klar, dass nichts anders sein kann, warum kommt dann immer wieder diese Idee von etwas anders, besser, genauer, tiefer usw.
Wenn das deutlich ist frage ich dich noch einmal: WAS WILLST DU? Schau mal genau nach, sind irgendwelche verborgenen Gefühle wie Angst, Widerstand oder Traurigkeit zu finden?
Es ist ruhig und still. Am ehesten würde ich sagen ist da immer wieder ein Zweifeln. Zweifel und "Verunsicherung" in meine Wahrnehmung ist ein Lebensthema. Angst kenne ich schon auch ist aber hier nicht da. Traurigkeit lebe ich so gut wie nicht, ist hier aber nicht da. (Tendiere eher dazu in die Aggression zu gehen) Und Widerstand könnte es schon eher treffen. Widerstand dagegen, dass es vielleicht so einfach ist. Kann es nicht beschreiben, als ob noch etwas fehlt wo doch nichts fehlen kann.

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Re: binschonda

Postby barb » Fri May 31, 2019 11:39 am

Ich weiß es nicht! Jetzt ist alles so wie es ist und fertig. Da braucht es nicht mehr. Und die Weihnachtsphantasie von "ICH" wirkt eben in vielen kleinen Momenten. Ja, da ist schon eine gedanklich phantasiere Annahme von einem "tieferen Erkennen."
Gibt es jetzt hier in diesem Moment ein Problem? Gibt es jemals im Jetzt ein Problem? Wo ist das Problem, wenn eh erkannt wird, dass es nur eine gedanklich phantasierte Annahme ist und doch schon erkannt wurde, dass Gedanken nichts mit der Wahrheit zu tun haben?
Komme mir vor wie der Schüler, der 1 puls 1 nicht checkt.
Es geht ja nicht ums checken oder um Schlussfolgerung... Es geht nur um Erfahrung... Ist ein „Ich“ irgendwie irgendwo wahrnehmbar? Kann es gesehen-gehört-gespürt-gerochen-geschmeckt werden? (nicht gleich antworten - SCHAU HIN)
Verdammte Scheiße. Es ist so klar, dass nichts anders sein kann, warum kommt dann immer wieder diese Idee von etwas anders, besser, genauer, tiefer usw.
Das ist einfach eine tief sitzende Konditionierung, uns wurde das schon von klein auf eingetrichtert: Eltern, Schule, Gesellschaft, Filme einfach alles, und auch das Erscheinen dieser Idee ist etwas, was nicht anders sein kann. Kannst du das sehen? Diese unterschwellige Unzufriedenheit ist zutiefst menschlich, die wird möglicherweise nie weggehen... Wer weiß, wenn es die nicht gäbe, vielleicht würden wir uns dann noch von Ast zu Ast hangeln.... ;)
Braucht es ein Ich um Unzufriedenheit zu fühlen? Probier mal die einfach da sein zu lassen, sieh sie als Erscheinung, erlaube der Unzufriedenheit zu kommen, wann sie mag. Lade sie ein... Wie ist das?
Es ist ruhig und still. Am ehesten würde ich sagen ist da immer wieder ein Zweifeln. Zweifel und "Verunsicherung" in meine Wahrnehmung ist ein Lebensthema.
Zweifel in deine Wahrnehmung sind berechtigt... Wir werden niemals wissen, ob und wie weit das was wir wahrnehmen wahr ist, weil einfach alles gefiltert und aufbereitet wird. Am Besten ist du hörst auf zu zweifeln, verunsichert zu sein (es gibt KEINE SICHERHEIT), und gestehst dir ein, dass du niemals irgendetwas sicher wissen kannst. NIEMALS! Das Einzige was gewusst werden kann ist dass Sein/Existenz/Wahrnehmen/Erfahren/Leben (nenne es wie auch immer du magst) ist. Punkt - aus - fertig. Mehr ist nicht fix zu wissen (und das kann nicht nicht gewusst werden... :)
Angst kenne ich schon auch ist aber hier nicht da. Traurigkeit lebe ich so gut wie nicht, ist hier aber nicht da. (Tendiere eher dazu in die Aggression zu gehen) Und Widerstand könnte es schon eher treffen. Widerstand dagegen, dass es vielleicht so einfach ist. Kann es nicht beschreiben, als ob noch etwas fehlt wo doch nichts fehlen kann
Das ist einfach so ein unterschwelliges Mangelgefühl, oder? Das kann es nicht sein, es fehlt noch was, so auf die Art... Ich muss dich enttäuschen, das wird nie weggehen. Wir versuchen hier auch nicht irgendwelche Gefühle oder Stimmungen zu verändern, das können wir nicht. Das Durchschauen der Illusion hat damit absolut nichts zu tun. Es wird einfach nur gesehen, dass derlei Gefühle niemandem gehören, dass sie genauso Erscheinungen sind wie der Wind, der Mond, der Regen usw...
Hoffnung ist grausam, sie ist die Schwester von der Furcht und stiftet uns an, das was jetzt ist zu verleugnen, nicht zu wertschätzen und schlecht zu machen, zugunsten einer hoffentlich besseren Zukunft... Es ist völlig HOFFNUNFSLOS! Das Durchschauen der Illusion ist komplett ENT-TÄUSCHEND!

Der Glaube an ein besseres schöneres Morgen ist was für die Kindermärchenwelt, Zeit erwachsen zu werden!

Bitte mache Folgendes (tu es wirklich): Nimm dir einen Zettel und schreibe darauf ganz groß das Wort

HOFFNUNG

Dann schau es an, nimm den Zettel, zerreiße ihn in lauter kleine Einzelteile und schmeiße ihn weg!


Erzähle mir wie es dir damit ergangen ist...
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4Frieden
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Sun Jun 02, 2019 7:17 am

Gibt es jemals im Jetzt ein Problem? Wo ist das Problem, wenn eh erkannt wird, dass es nur eine gedanklich phantasierte Annahme ist und doch schon erkannt wurde, dass Gedanken nichts mit der Wahrheit zu tun haben?
Es gibt kein Problem. Und es scheint immer wieder vergessen zu werden, dass Gedanken nichts mit der Wahrheit zu tun haben.
Ist ein „Ich“ irgendwie irgendwo wahrnehmbar? Kann es gesehen-gehört-gespürt-gerochen-geschmeckt werden? (nicht gleich antworten - SCHAU HIN)
Nein, es ist sehr deutlich, dass ein ICH nicht wahrnehmbar ist.
Diese unterschwellige Unzufriedenheit von anders, besser, genauer, tiefer, - das Erscheinen dieser Idee ist etwas, was nicht anders sein kann. Kannst du das sehen?
Ja, jetzt ist es wie es ist. Alles. Die Idee von ich bin hier und die Welt ist dort, die Idee von es müsste noch klarer sein, die Idee von checken, die Idee von einem deutlich veränderten Sein, die Idee von einem deutlich spürbaren, angekommen sein, die Idee von , die Idee von, die Idee von, die Idee von ist immer einfach nur das Erscheinen irgendeiner Idee von und passiert eben.
Braucht es ein Ich um Unzufriedenheit zu fühlen? Probier mal die einfach da sein zu lassen, sieh sie als Erscheinung, erlaube der Unzufriedenheit zu kommen, wann sie mag. Lade sie ein... Wie ist das?
Nein, Empfindungen finden statt und diese werden phantasierten Gedanken von "ICH will es anders haben" etikettiert. Das war es schon. Selbst angenehme Empfindungen werden mit "Ich will es anders - noch schöner haben" etikettiert.
Du gestehst dir ein, dass du niemals irgendetwas sicher wissen kannst. NIEMALS!
Das ist gut. Ein "ich weiß es nicht" und brauche es nicht zu wissen ist erleichternd!
Das Einzige was gewusst werden kann ist dass Sein/Existenz/Wahrnehmen/Erfahren/Leben (nenne es wie auch immer du magst) ist. Punkt - aus - fertig. Mehr ist nicht fix zu wissen (und das kann nicht nicht gewusst werden... :)
Ja, und es wir immer wieder vergessen. So viel bla bla bla, was auch einfach eben da ist.
Das ist einfach so ein unterschwelliges Mangelgefühl, oder?

Ja, und es ist einfach eine Erscheinung, ein Empfindungs-Gedankenkomplex der eben statt findet.

Zettel mit dem Wort Hoffnung geschrieben. - Hoffnung aufzuwachen, zu erkennen, "fertig" zu werden, usw. eben was dann alles so als Gedanke erscheint.
Ich tue es wirklich! Ich zerreise es.
Was für eine verdammte Lüge dieses Wort doch ist. Als ob es später gibt. Als ob es anders gibt. Ent-täuschend ist auch irgendwie erleichternd!

barb
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Re: binschonda

Postby barb » Sun Jun 02, 2019 11:41 am

Es gibt kein Problem. Und es scheint immer wieder vergessen zu werden, dass Gedanken nichts mit der Wahrheit zu tun haben.
Das ist einfach eine ganz tief sitzende Gewohnheit... :) Vielleicht kannst du dir ja irgendwo eine Notiz hinhängen, oder als Homesreen bei deinem Handy/Tablet/Laptop hinschreiben:
Gedanken haben nichts mit der Wahrheit zu tun!
Erinnere dich immer wieder daran, solange bis es selbstverständlich klar ist...
Nein, Empfindungen finden statt und diese werden phantasierten Gedanken von "ICH will es anders haben" etikettiert. Das war es schon. Selbst angenehme Empfindungen werden mit "Ich will es anders - noch schöner haben" etikettiert.
Haha! Schön erkannt... :))
Du gestehst dir ein, dass du niemals irgendetwas sicher wissen kannst. NIEMALS!
Das ist gut. Ein "ich weiß es nicht" und brauche es nicht zu wissen ist erleichternd!
Ergib dich so gut du kannst diesem erleichternden, wunderbaren „Nichtwissen“ und „nicht wissen müssen“...

Zettel mit dem Wort Hoffnung geschrieben. - Hoffnung aufzuwachen, zu erkennen, "fertig" zu werden, usw. eben was dann alles so als Gedanke erscheint.
Ich tue es wirklich! Ich zerreise es.
Was für eine verdammte Lüge dieses Wort doch ist. Als ob es später gibt. Als ob es anders gibt. Ent-täuschend ist auch irgendwie erleichternd
Schön...:)
Nein, es ist sehr deutlich, dass ein ICH nicht wahrnehmbar ist.
Es erscheint mir ein guter Zeitpunkt zu sein, dir mal die obligatorischen Abschlussfragen anzusehen und zu beantworten. Das kann eine gute Möglichkeit sein zu sehen, ob noch irgendetwas angeschaut werden will.


Hier sind sie, nimm dir dafür die Zeit, die du brauchst ... 

1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?

2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie du es jetzt gerade erlebst.

3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.

4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?

5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Wofür bist du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus deiner direkten Erfahrung.

6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
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