Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
In der Realität ankommen.
Offener und freier zu leben, wenn der Überbau an Gedanken und Konzepten erkannt ist und gelingt, nicht mehr damit zu identifizieren.
Auch wenn ich es unten ausgeschlossen habe, muss ich zugeben, dass ich mir tief innen doch auch Frieden und Glückseligkeit erhoffe.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Der Zufall oder das Leben. Ich bin beim Surfen auf die Seite gestoßen. Ich kann es wirklich kaum glauben und bin sehr dankbar, dass es diese großartige Möglichkeit gibt, sich auf dem Weg zur Ich-Losigkeit begleiten zu lassen.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Eigentlich bin ich auf das Thema nach meiner Scheidung gekommen.
Ich habe festgestellt, dass es nicht wirklich mein freier Wille war, mich mit kreisenden Gedanken des Hasses und mit Giftpflanzen zu beschäftigen.
Irgendwann habe ich gemerkt, dass die Gedanken verblassen, wenn man aufmerksam ist und sie "anschaut" und habe weiter geforscht.
So bin ich auf Eckhart Tolle gestoßen. Ich habe Bücher von Ramana Maharshi und Nisargadatta Mahara gelesen und Videos von Mooji und Robert Adams geschaut.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich habe mir die App runtergeladen und versuche, die Fragen ehrlich zu beantworten, merke aber, dass es mir schwer fällt, fokusiert zu sein und nicht in ein "Ja, ja, ist schon klar" angelesener Antworten zu rutschen. Manchmal sehe ich klar, dass es da kein getrenntes Wesen gibt, aber das ist kein anhaltendes Sehen. Ich hoffe, dass mir diese Ausflüchte im Dialog mit einem Gegenüber nicht mehr gelingen ...
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Kasperle ist nimmer da
Re: Kasperle ist nimmer da
Hallo Coco!
Ich werde dich gerne beim Entlarven des Kasperles begleiten.
Bitte nimm dir die Zeit, in Ruhe die Beiträge der Einführenden Worte zu lesen (und auch Wie man die Zitierfunktion verwendet).
Frag bitte nach, wenn etwas unklar ist.
Konzentriere dich während des Prozeses bitte ausschliesslich auf unsere Arbeit hier und vermische es nicht mit anderen Herangehensweisen oder Techniken.
Man kann alten Lack vom Dielenboden abschleifen, abbeizen oder mit Heissluft entfernen - alles gleichzeitig ergibt eine Sauerei... ;)
Daher macht es Sinn, andere Bücher, Videos etc. zur Seite zu legen.
Da werden wir die Tage gleich mal tiefer graben - zuvor lass uns aber mal hier schauen:
Würdest du das als eine Art von Wissen beschreiben? Oder eher als ein Gefühl, eine Ahnung?
Wie stellst du dir den Unterschied vor zwischen "manchmal" und "anhaltend"?
Ich werde dich gerne beim Entlarven des Kasperles begleiten.
Bitte nimm dir die Zeit, in Ruhe die Beiträge der Einführenden Worte zu lesen (und auch Wie man die Zitierfunktion verwendet).
Frag bitte nach, wenn etwas unklar ist.
Konzentriere dich während des Prozeses bitte ausschliesslich auf unsere Arbeit hier und vermische es nicht mit anderen Herangehensweisen oder Techniken.
Man kann alten Lack vom Dielenboden abschleifen, abbeizen oder mit Heissluft entfernen - alles gleichzeitig ergibt eine Sauerei... ;)
Daher macht es Sinn, andere Bücher, Videos etc. zur Seite zu legen.
Interessant, oder?... Wenn "ich" wirklich Schöpfer meiner Gedanken bin, wieso sollte ich dann hässliche Gedanken produzieren, die Leid erzeugen?Eigentlich bin ich auf das Thema nach meiner Scheidung gekommen.
Ich habe festgestellt, dass es nicht wirklich mein freier Wille war, mich mit kreisenden Gedanken des Hasses und mit Giftpflanzen zu beschäftigen.
Da werden wir die Tage gleich mal tiefer graben - zuvor lass uns aber mal hier schauen:
Wie würdest du dieses "klare Sehen" beschreiben? Ist das ein einleuchtender Gedanke, der plausibel erscheint?Manchmal sehe ich klar, dass es da kein getrenntes Wesen gibt, aber das ist kein anhaltendes Sehen.
Würdest du das als eine Art von Wissen beschreiben? Oder eher als ein Gefühl, eine Ahnung?
Wie stellst du dir den Unterschied vor zwischen "manchmal" und "anhaltend"?
Truth isn’t about knowing things; you already know too much. It’s about unknowing.
Re: Kasperle ist nimmer da
Hallo Flowings,
danke, dass Du mir hilfst!
Ich bin ziemlich aufgeregt.
... und ich liebe Deine anschaulichen Erklärungen :-)
Als eine kurze Ahnung, die aber relativ rasch wieder durch das Ich-Gefühl überdeckt wird.
Ich habe nach dem "Ich" gesucht, also geschaut, ob ich zum Beispiel den Seher finden kann und habe keinen gefunden.
Aber gleichzeitig habe ICH keinen gefunden. Es ist das Gefühl einer Identität vorhanden, die durch Gedanken aber auch hauptsächlich durch innere Körperempfindungen gespeist wird.
Ich stelle mir vor, dass diese kurzen Lichtblicke "ha, da ist ja niemand" dauerhaft sind und dass das Leben quasi von außen betrachtet wird.
Liebe Grüße
Coco
danke, dass Du mir hilfst!
Ich bin ziemlich aufgeregt.
Man kann alten Lack vom Dielenboden abschleifen, abbeizen oder mit Heissluft entfernen - alles gleichzeitig ergibt eine Sauerei... ;)
... und ich liebe Deine anschaulichen Erklärungen :-)
Wie würdest du dieses "klare Sehen" beschreiben? Ist das ein einleuchtender Gedanke, der plausibel erscheint?
Würdest du das als eine Art von Wissen beschreiben? Oder eher als ein Gefühl, eine Ahnung?
Als eine kurze Ahnung, die aber relativ rasch wieder durch das Ich-Gefühl überdeckt wird.
Ich habe nach dem "Ich" gesucht, also geschaut, ob ich zum Beispiel den Seher finden kann und habe keinen gefunden.
Aber gleichzeitig habe ICH keinen gefunden. Es ist das Gefühl einer Identität vorhanden, die durch Gedanken aber auch hauptsächlich durch innere Körperempfindungen gespeist wird.
Wie stellst du dir den Unterschied vor zwischen "manchmal" und "anhaltend"?
Ich stelle mir vor, dass diese kurzen Lichtblicke "ha, da ist ja niemand" dauerhaft sind und dass das Leben quasi von außen betrachtet wird.
Liebe Grüße
Coco
Re: Kasperle ist nimmer da
Ich stelle mir vor, dass diese kurzen Lichtblicke "ha, da ist ja niemand" dauerhaft sind und dass das Leben quasi von außen betrachtet wird.
...dass ich mir tief innen doch auch Frieden und Glückseligkeit erhoffe.
Vorstellungen, Hoffnungen und Erwartungen sind Gedankenkonstrukte.
Es ist wichtig, dass du da genau hinschaust - auch weiterhin während des Prozesses.
Kannst du noch weitere Erwartungen / Hoffnungen entdecken?
Woher stammen die, wie sind sie entstanden?
All diese Gedankenkonstrukte, die uns so im Kopf herumspuken, sind auf ein fiktives Ziel, das in der Zukunft liegt, ausgerichtet. Für diesen Prozess hier ist es jedoch wichtig, sich auf das, was jetzt geschieht zu fokussieren.
Denn: "Das Ziel ist im Weg".
Versteh mich nicht falsch: Gedanken, die auf die Zukunft gerichtet sind, sollen nicht verdrängt oder abgeschaltet werden (geht gar nicht) - es ist einfach nur wichtig, da genau hin zu schauen, wach zu sein und nicht an ihnen zu klammern.
Denn es könnte sich ja auch völlig anders anfühlen, die Ich-Illusion durchschaut zu haben, als du dir vorstellst.
Oder?
Truth isn’t about knowing things; you already know too much. It’s about unknowing.
Re: Kasperle ist nimmer da
Ich hatte die letzten beiden Tage leider keinen Internetanschluss, um Dir zu antworten.
Dafür hatte ich Zeit, über Deine Fragen nachzudenken.
Genau genommen lebe ich vermutlich mindestens 80 - 90% der Zeit in meinen Gedanken. Egal was ich anschaue, interpretiere ich unweigerlich automatisch, indem ich es beurteile oder z.B. einfach davon ausgehe, ich wüsste über seine Funktion, Eigenschaften, Geschichte usw. Bescheid. Das geht weit über das hinaus, was ich anfangs unter Vorstellungen, Hoffnungen und Erwartung Deiner Frage verstanden hatte.
Es sind Erfahrungen aus der Vergangenheit, die automatisch auf ähnliche Situationen übertragen werden. Positiv könnte man es vielleicht Lerneffekt nennen, aber es verhindert definitiv einen offenen, unbefangenen Blick.
Dazu kommen Bedürfnisse und Wünsche, die getriggert durch äußere Reize auch nur in den Gedanken existieren und aufgeblasen werden.
Die Gedanken erscheinen und die Aufmerksamkeit folgt und verliert sich in Ihnen.
Das stimmt. Meine Vorstellungen sind ja auch wieder nur Gedanken.
Dafür hatte ich Zeit, über Deine Fragen nachzudenken.
Genau genommen lebe ich vermutlich mindestens 80 - 90% der Zeit in meinen Gedanken. Egal was ich anschaue, interpretiere ich unweigerlich automatisch, indem ich es beurteile oder z.B. einfach davon ausgehe, ich wüsste über seine Funktion, Eigenschaften, Geschichte usw. Bescheid. Das geht weit über das hinaus, was ich anfangs unter Vorstellungen, Hoffnungen und Erwartung Deiner Frage verstanden hatte.
Es sind Erfahrungen aus der Vergangenheit, die automatisch auf ähnliche Situationen übertragen werden. Positiv könnte man es vielleicht Lerneffekt nennen, aber es verhindert definitiv einen offenen, unbefangenen Blick.
Dazu kommen Bedürfnisse und Wünsche, die getriggert durch äußere Reize auch nur in den Gedanken existieren und aufgeblasen werden.
Die Gedanken erscheinen und die Aufmerksamkeit folgt und verliert sich in Ihnen.
Denn es könnte sich ja auch völlig anders anfühlen, die Ich-Illusion durchschaut zu haben, als du dir vorstellst.
Oder?
Das stimmt. Meine Vorstellungen sind ja auch wieder nur Gedanken.
Re: Kasperle ist nimmer da
Die restlichen 10 - 20% sind das, was wir das Direkte Erleben nennen.Genau genommen lebe ich vermutlich mindestens 80 - 90% der Zeit in meinen Gedanken. Egal was ich anschaue, interpretiere ich unweigerlich automatisch, indem ich es beurteile oder z.B. einfach davon ausgehe, ich wüsste über seine Funktion, Eigenschaften, Geschichte usw. Bescheid.
Es ist die reine, nackte Wirklichkeit - bevor die "innere Etikettiermaschine" beginnt, Dinge zu benennen, zu unterscheiden, zu interpretieren usw.
Wie ist das... Kannst du in der Wahrnehmung unterscheiden zwischen dem direkten Erleben und dem Interpretieren?
Schliess mal die Augen, komm einen Moment zur Ruhe.
Drehe dann den Kopf in irgendeine Richtung, öffne die Augen und schau auf das, was da gerade vor dir ist.
Beobachte diesen winzigen Moment des Sehens, bevor das Benennen geschieht. Das ist simpel, aber nicht unbedingt einfach...
Klappt das? Was ist da?
Wo oder wann kommt das "Ich" ins Spiel?
Hast du einen Einfluss auf die Gedanken-Ge-Schichten, die auftauchen, wenn dein Blick auf einem "Ding" verweilt?
Truth isn’t about knowing things; you already know too much. It’s about unknowing.
Re: Kasperle ist nimmer da
Klappt das? Was ist da?
Das ist wirklich gar nicht so leicht.
Es ist mir erst gelungen, für ein, zwei Minuten keine Gedanken zu haben, aber dafür war es auch eher ein Durchschauen als ein Anschauen. Als ob eine unsichtbare Wand zwischen den Dingen und mir sei.
Nach und nach konnte ich die Gegenstände mehr mit "Interesse" betrachten, sie irgendwie näher ran kommen lassen - schwer zu beschreiben. Wenn das klappte, wirkten sie viel lebendiger als normal.
Wo oder wann kommt das "Ich" ins Spiel?
Das Ich kam meist mit einem Gefühl des Stolzes wie "Ich habe es geschafft, ich denke nicht" ins Spiel, oder meine Gedanken sind einfach abgeschweift und haben sich in einer Geschichte / Tagtraum verloren.
Hast du einen Einfluss auf die Gedanken-Ge-Schichten, die auftauchen, wenn dein Blick auf einem "Ding" verweilt?
Ich hatte den Eindruck, dass die Gedanken durch Konzentration und Aufmerksamkeit etwas aufgehalten werden, auf den Inhalt habe ich aber keinen Einfluss.
Einen schönen Sonntagabend.
Danke, dass Du für mich da bist.
Re: Kasperle ist nimmer da
Konzentriere dich bei der Beobachtung mal auf die Unterscheidung zwischen dem Direkten Erleben des Sehens und dem, was ich Etikettieren genannt habe. Letzteres legt sich ununterbrochen quasi zeitgleich über das reine Erleben; es beeinhaltet nicht unbedingt nur den vordergründigen Gedankenfluss, sondern auch ein hintergründiges "Wissen", was automatisch mental unterscheidet und einordnet und welches einem im Alltag garnicht so bewusst ist.
Untersuche das mal anhand eines einfachen Objekts, was du vor dich legst. Eine Orange zum Beispiel.
Was wird wirklich gesehen?
Was wird hinzuinterpretiert /-gewusst / -gedacht?
Ist "Orange" schon im reinen Prozess des Sehens enthalten?
Ist im reinen Erleben des Sehens eine Trennung erfahrbar zwischen "Dir" und "Orange"?
Untersuche das mal anhand eines einfachen Objekts, was du vor dich legst. Eine Orange zum Beispiel.
Was wird wirklich gesehen?
Was wird hinzuinterpretiert /-gewusst / -gedacht?
Ist "Orange" schon im reinen Prozess des Sehens enthalten?
Ist im reinen Erleben des Sehens eine Trennung erfahrbar zwischen "Dir" und "Orange"?
Truth isn’t about knowing things; you already know too much. It’s about unknowing.
Re: Kasperle ist nimmer da
Mangels Orange: Avocado :-)
Es wird ein eiförmiges, grünbraunes Objekt mit warziger Oberfläche gesehen, wobei eiförmig, grünbraun und warzig ja schon gedankliche Benennungen sind. Vermutlich wird sogar die Dreidimensionalität dazu interpretiert bzw. gewusst. Normalerweise kommt die Benennung "Avocado" und die Assoziationen mit Rezepten oder dem Kern etc. noch dazu.
Nein, die Definition und Benennung erfolgt durch Gedanken.
Nein, im reinen Erleben des Sehens ist kein Unterschied.
Die Unterscheidung kommt durch Gedanken (dass ich das einfach voraussetze, zu wissen glaube) und der Identifikation mit den "Körpergefühlen" und im Gegensatz dazu der "nicht gefühlten" Avocado.
Was wird wirklich gesehen?
Was wird hinzuinterpretiert /-gewusst / -gedacht?
Es wird ein eiförmiges, grünbraunes Objekt mit warziger Oberfläche gesehen, wobei eiförmig, grünbraun und warzig ja schon gedankliche Benennungen sind. Vermutlich wird sogar die Dreidimensionalität dazu interpretiert bzw. gewusst. Normalerweise kommt die Benennung "Avocado" und die Assoziationen mit Rezepten oder dem Kern etc. noch dazu.
Ist "Orange" schon im reinen Prozess des Sehens enthalten?
Nein, die Definition und Benennung erfolgt durch Gedanken.
Ist im reinen Erleben des Sehens eine Trennung erfahrbar zwischen "Dir" und "Orange"?
Nein, im reinen Erleben des Sehens ist kein Unterschied.
Die Unterscheidung kommt durch Gedanken (dass ich das einfach voraussetze, zu wissen glaube) und der Identifikation mit den "Körpergefühlen" und im Gegensatz dazu der "nicht gefühlten" Avocado.
Re: Kasperle ist nimmer da
Okay, prima!
Soweit warst du ja auch schon vor Beginn unseres Dialogs, nicht wahr?
Schliess die Augen.
Kannst du die Grenzen des Körpers spüren, oder ist das eher eine bildlich-gedankliche Vorstellung?
Spürst du “dein Gesäß“ auf “dem Stuhl“? Spürst du eine “Grenze“? Oder was genau wird da wahrgenommen?
Zähl mal “deine zehn Zehen“ durch.
Jetzt zähl mal “deine zwölf Zehen“ durch!
Kannst du in irgendeiner KörperEmpfindung dein Geschlecht wahrnehmen - ohne dich auf gedankliche Konzepte zu stützen?
Nimm irgendeine Empfindung, die gerade da ist (kitzeln, Schmerz, Magengrummeln....) Was macht das zu DEINER Empfindung?
Findet das Hören von Geräuschen “in deinem Körper“ statt?
Soweit warst du ja auch schon vor Beginn unseres Dialogs, nicht wahr?
Also...Ich habe nach dem "Ich" gesucht, also geschaut, ob ich zum Beispiel den Seher finden kann und habe keinen gefunden.
Aber gleichzeitig habe ICH keinen gefunden. Es ist das Gefühl einer Identität vorhanden, die durch Gedanken aber auch hauptsächlich durch innere Körperempfindungen gespeist wird.
Nun untersuch mal diese “Körperempfindungen“, die diese Ich-Identifikation erzeugen., im reinen Erleben des Sehens ist kein Unterschied.
Die Unterscheidung kommt durch Gedanken (dass ich das einfach voraussetze, zu wissen glaube) und der Identifikation mit den "Körpergefühlen" und im Gegensatz dazu der "nicht gefühlten" Avocado.
Schliess die Augen.
Kannst du die Grenzen des Körpers spüren, oder ist das eher eine bildlich-gedankliche Vorstellung?
Spürst du “dein Gesäß“ auf “dem Stuhl“? Spürst du eine “Grenze“? Oder was genau wird da wahrgenommen?
Zähl mal “deine zehn Zehen“ durch.
Jetzt zähl mal “deine zwölf Zehen“ durch!
Kannst du in irgendeiner KörperEmpfindung dein Geschlecht wahrnehmen - ohne dich auf gedankliche Konzepte zu stützen?
Nimm irgendeine Empfindung, die gerade da ist (kitzeln, Schmerz, Magengrummeln....) Was macht das zu DEINER Empfindung?
Findet das Hören von Geräuschen “in deinem Körper“ statt?
Truth isn’t about knowing things; you already know too much. It’s about unknowing.
Re: Kasperle ist nimmer da
Spürst du “dein Gesäß“ auf “dem Stuhl“? Spürst du eine “Grenze“? Oder was genau wird da wahrgenommen?
Nein, ich spüre eine Art Druck da wo ich gedanklich mein Gesäß verorte.
Aber sicher kein "Gesäß" und auch keinen "Stuhl" und auch keine Unterscheidung zwischen den beiden.
Es ist eine Empfindung, die keine genaue Abgrenzung oder Definition hat.
Zähl mal “deine zehn Zehen“ durch.
Jetzt zähl mal “deine zwölf Zehen“ durch!
Nein, das kann ich nicht.
Höchstens den großen Zeh, aber auch nur, wenn ich ihn bewege oder wenn ich den Fuß irgendwo gegen streiche/drücke.
Wobei ich da wieder zuerst die Gedanken vom Aussehen des Fußes haben muss, die ich wieder mit den Gefühlen zusammen bringe.
Ansonsten ist es ein diffuses Gefühl ohne genaue Abgrenzungen zwischen Zehen und Außen.
Kannst du in irgendeiner KörperEmpfindung dein Geschlecht wahrnehmen - ohne dich auf gedankliche Konzepte zu stützen?
Nein, definitiv nicht.
Nimm irgendeine Empfindung, die gerade da ist (kitzeln, Schmerz, Magengrummeln....) Was macht das zu DEINER Empfindung?
Dass ich annehme, dass ich ein ICH bin, weil ich sie fühle zusammen mit der Vorstellung meines Körpers und der angenommen Lokalisierung darin. Ohne Gedanken wäre es einfach nur ein Jucken oder Kitzeln.
Findet das Hören von Geräuschen “in deinem Körper“ statt?
Nein, es ist einfach nur ein Geräusch.
Ich habe das Gefühl, dass ich hier noch etwas mehr Zeit brauche und werde das morgen noch einmal untersuchen.
Re: Kasperle ist nimmer da
Nimm dir immer soviel Zeit, wie nötig, Coco!
Auch möchte ich dich dazu einladen, jederzeit vom roten Faden abzuweichen, wenn zum Beispiel etwas hochkommt, was wir vielleicht schon thematisiert hatten.
Alle Übungen oder Fragen, die ich stelle, können von dir selbstverständlich auch jederzeit wiederholt und neu thematisiert werden.
Nach deinen Beobachtungen zu den körperlichen Empfindungen nun folgende Frage:
Was ist wirklicher?
Das was direkt erlebt wird, oder das, was darüber vermutet / angenommen / interpretiert / spekuliert wird?
Und in welchem Licht stehen nun Konzepte wie “mein Körper“, “Innen vs Aussen“ oder “Ich“?
Auch möchte ich dich dazu einladen, jederzeit vom roten Faden abzuweichen, wenn zum Beispiel etwas hochkommt, was wir vielleicht schon thematisiert hatten.
Alle Übungen oder Fragen, die ich stelle, können von dir selbstverständlich auch jederzeit wiederholt und neu thematisiert werden.
Nach deinen Beobachtungen zu den körperlichen Empfindungen nun folgende Frage:
Was ist wirklicher?
Das was direkt erlebt wird, oder das, was darüber vermutet / angenommen / interpretiert / spekuliert wird?
Und in welchem Licht stehen nun Konzepte wie “mein Körper“, “Innen vs Aussen“ oder “Ich“?
Truth isn’t about knowing things; you already know too much. It’s about unknowing.
Re: Kasperle ist nimmer da
Was ist wirklicher?
Das was direkt erlebt wird, oder das, was darüber vermutet / angenommen / interpretiert / spekuliert wird?
Und in welchem Licht stehen nun Konzepte wie “mein Körper“, “Innen vs Aussen“ oder “Ich“?
Das was direkt erlebt wird, ist natürlich wirklicher.
Nur, wer erlebt? Da ist immer ein gefühltes Ich, auch wenn ich nicht sagen kann, was das genau ist.
Es ist räumlich nicht zu begrenzen, bspw. auf den Körper.
Und es hat nicht immer nur mit Gedanken zu tun, sondern eher mit dem Gefühl anwesend zu sein.
Wenn es den entsprechenden Auslöser gibt, reagiert der Körper mit den entsprechenden Emotionen und Gefühlen, begleitet von Gedanken und diese Coco-Ich-Anwesenheit identifiziert sich damit.
Der Körper ist da.
Re: Kasperle ist nimmer da
Niemand.Nur, wer erlebt?
Erleben geschieht einfach.
Erschafft eine wahrnehmbare Instanz diese Frage: “Wer erlebt?“?
Oder geschieht es einfach, das Fragen (und Gedanken allgemein) auftauchen?
Da ist immer ein gefühltes Ich
...
Es ist räumlich nicht zu begrenzen
Ist dieses gefühlte Ich auf irgendeine Art und Weise begrenzbar, als vom Jetzt/Erleben abgegrenzt erfahrbar?
Findest du einen vom Sehen getrennten Seher?
... einen vom Hören abgegrenzten Hörer?
... einen Denker - unabhängig vom Gedankenfluss?
Und produziert diese Coco-Ich-Anwesenheit die Gefühle und Gedanken?Wenn es den entsprechenden Auslöser gibt, reagiert der Körper mit den entsprechenden Emotionen und Gefühlen, begleitet von Gedanken und diese Coco-Ich-Anwesenheit identifiziert sich damit.
(Denk nicht über diese Fragen nach, Coco, sondern schau hin!)
Truth isn’t about knowing things; you already know too much. It’s about unknowing.
Re: Kasperle ist nimmer da
(Denk nicht über diese Fragen nach, Coco, sondern schau hin!)
Erschafft eine wahrnehmbare Instanz diese Frage: “Wer erlebt?“?
Oder geschieht es einfach, das Fragen (und Gedanken allgemein) auftauchen?
Beim bloßen Hinschauen, geschehen die Gedanken einfach.
Die Schwierigkeit ist es, wirklich nur zu Schauen, da scheint es ein Widerstand dagegen zu geben, eine Art eingebautes Vermeiden nicht abzuschweifen und in Gedanken abzugleiten...
Ist dieses gefühlte Ich auf irgendeine Art und Weise begrenzbar, als vom Jetzt/Erleben abgegrenzt erfahrbar?
Nein, wenn es gelingt, nur zu schauen, nicht.
Es scheint davon abzuhängen, ob eine Identifikation mit dem Ich stattfindet, oder ob es gelingt, es einfach nur wahrzunehmen.
Findest du einen vom Sehen getrennten Seher?
... einen vom Hören abgegrenzten Hörer?
... einen Denker - unabhängig vom Gedankenfluss?
Wenn es gelingt, nur zu Schauen, dann gibt es keinen Seher, Hörer, Denker.
Und produziert diese Coco-Ich-Anwesenheit die Gefühle und Gedanken?
Nein, alles erscheint parallel.
Es fällt mir schwer, ohne die unterschwelligen Annahme eines Ichs, das da handelt, einfach nur zu Schauen.
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