Wunderbar!!
Im Folgenden die Abschlussfragen, mit welchen ein Dialog hier in der Regel beendet wird.
Da dies ein sehr kurzes Gespräch war, nimm dir bitte Zeit und beantworte sie ausführlich.
Freu mich auf deine Antworten!
1) Gibt es irgendwo in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "Mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
2) Erkläre detailliert, was die Ich-Illusion ist. Wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie du es jetzt gerade erlebst.
3) Wie fühlt es sich an, die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Bitte berichte aus den letzten Tagen.
4) Was hat den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wofür bist du verantwortlich? Bitte gib auch ein paar Beispiele aus direkter Erfahrung. Hätte je irgendetwas irgendwie anders entschieden und geschehen sein können?
6) Gibt es noch etwas zu ergänzen?
Hallo Matthias, ich melde mich erst jetzt, da ich mir wirklich Zeit lassen wollte, um die Fragen zu beantworten.
1. nein, es gab niemals ein Ich oder Selbst. Das war alles die Illusion, die mich das glauben lassen hat.
2.Die Ich Illusion ist ein großes Konstrukt von Glaubenssätzen und Identifikationen mit etwas/ mit jemanden. Durch Gedanken, die uns sagen was gut und schlecht ist, die verurteilen und beurteilen, ensteht eine Identifikation mit den Gedanken. "Das sind meine Gedanken und deswegen bin ich derjenige der gerade das denkt".
3. Als ich die Illusion durchschaut hatte, musste ich unendlich viel lachen und weinen. Man sucht so lange nach der Wahrheit und als ich bemerkt hatte, dass sie direkt vor mir ist, war das unendlich befreiend und total lustig.
Mittlerweile kommen und gehen meine Gedanken, aber ich bleib nicht an den Gedanken kleben, so wie früher. Wie ein Radio was im Hintergrund läuft, dem man aber keine Beachtung schenkt.
4.wie ich schon erzählt hatte, mein dama,iger Lehrer der mir einen Satz geschickt hatte.
5. Da gibt es niemanden der etwas tut, oder der die Kontrolle über etwas hat. Es wird alles so gemacht, wie es sein soll, wie es passieren soll. Wenn ich mit meinen Kollegen rede, dann wird durch den Körper gesprochen. Manchmal kommt ein kurzer Gedanke "Wen schaut sie da gerade an" (also wen schaut die kollegin da an), aber dann ist der Gedanke wieder weg, so schnell wie er auch gekommen ist. Ich lehn mich quasi zurück und genieße den Film ;)
So Matthias, jetzt hab ich soweit alles Fragen so gut wies geht beantwortet :)
Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag :)