Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Ich finde das Konzept der Ichlosigkeit sehr faszinierend und obwohl es momentan etwas abgefahren scheint, gibt es in mir eine Resonanz mit dieser Idee. Falls es kein innewohnendes Ich gibt, dann wäre das eine Befreiung und vielleicht würde dann auch vieles mehr Sinn machen.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ursprünglich wollte ich noch mehr Informationen bezüglich Gedanken, Meditation und Achtsamkeit finden und bin dann
über Umwege ('lost in hyperspace') bei Anatta und schliesslich hier gelandet. Anschliessend habe ich
mich mit dem Thema immer mehr beschäftigt und auch im Forum gelesen.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Mich hat schon immer die sekuläre Seite des Buddhismus angesprochen und ich habe immer wieder angefangen
zu Meditieren. Jedoch war das anfangs einfach ziellos. Nach einer sehr langen Pause habe ich angefangen
über Headspace in eine regelmässige Meditationspraxis zu kommen. Mittlerweile meditiere ich unabhängig
von Headspace, wobei wir wieder beim Punkt "Was führt dich zu LU?" wären.
Mein Erfahrungsstand ist nun, dass es ganz klar Gedanken gibt, die unaufgefordert meine Aufmerksamkeit erlangen wollen.
Dabei stellen sich immer mehr die Fragen 'Woher kommen diese Gedanken?' und 'Wer denkt diese Gedanken?', da
ich sie offensichtlich nicht bewusst denke. Auf der anderen Seite gibt es Gedanken, bei denen ich den Eindruck habe,
dass 'ich' diese Gedanken denke.
Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass Gedanken zwar nützlich sind zum Problem lösen, aber sie auch eine
zerstörerische/lieblose/Angst schürende Natur annehmen können.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Letztendlich klar zu sehen, dass es kein Ich gibt und alle Gedanken nicht von mir kommen. Ich habe den Eindruck, dass ich mir gerade ziemlich schwer tue und ich allein nicht weiterkomme.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden? 11
Auf dem Weg
Re: Auf dem Weg
Hallo,
ich bin dein Guide für die nächste Zeit. Hast du Fragen? Technisch (Forum) alles klar?
Gut dann legen wir doch direkt los. Direct Pointing ist bei mir erstens Spiegelung deiner derzeitigen Situation + Fragen, welche auf die Wahrheit hindeuten sollen.
ich bin dein Guide für die nächste Zeit. Hast du Fragen? Technisch (Forum) alles klar?
Gut dann legen wir doch direkt los. Direct Pointing ist bei mir erstens Spiegelung deiner derzeitigen Situation + Fragen, welche auf die Wahrheit hindeuten sollen.
Kannst du mir einige Worte dazu sagen was das genau ist? Lerne gerne dazu ;)lost in hyperspace, Headspace
Welche Gedanken können das sein? Gibt es da Kategorien, diese Sorte Gedanken werden "empfangen", die andere Sorte Gedanken haben den Ursprung im Ich?Auf der anderen Seite gibt es Gedanken, bei denen ich den Eindruck habe, dass 'ich' diese Gedanken denke.
LG Matthias
Re: Auf dem Weg
Hallo Matthias,
wow hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht ;) Danke für deine Bereitschaft mich zu guiden.
lost in hyperspace Typischer Effekt im WWW: man sucht etwas Bestimmtes (wie z.B. einen Artikel über Meditation), findet dann aber weitere Links im Artikel (z.B. Anatta, Die edlen Wahrheiten von Buddha, ...) auf die man klickt. Das geht dann immer weiter, bis man irgendwann gar nicht mehr weiss, was man ursprünglich gesucht hat. Hyperspace ist dabei der 'Raum', der durch die WWW Seiten und die sie verbindenden Links aufgespannt wird.
Headspace Ist ein kommerzielles Meditationsportal mit geführten Meditationen. Der Sprecher Andy Puddicombe macht das wirklich sehr gut und authentisch. Jedoch ist es wie bei allen Hilfsmitteln: letztendlich muss man sich davon befreien.
Spontan fällt mir gerade eine Situation ein, bei der der Entschluss zu einer Handlung bereits gefallen war, ich mich dann aber umentschieden habe. Dabei musste ich mich aber gegen einen starken Widerstand durchsetzen.
wow hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht ;) Danke für deine Bereitschaft mich zu guiden.
Eine prinzipielle Frage schon. Darf ich auch Verständnisfragen stellen, wenn mich diese beschäftigen? Keine Angst ich will nicht in theoretische Diskussionen abtauchen, aber hie und da werden sicher Fragen auftauchen. Oder ist es prinzipiell so gedacht, dass nur der Guide Fragen stellt und 'mein' Verstand gar nicht mit Anworten gefüttert werden soll?Hast du Fragen?
Kein Problem - ich erkläre gerne ...Kannst du mir einige Worte dazu sagen was das genau ist? Lerne gerne dazu ;)
lost in hyperspace Typischer Effekt im WWW: man sucht etwas Bestimmtes (wie z.B. einen Artikel über Meditation), findet dann aber weitere Links im Artikel (z.B. Anatta, Die edlen Wahrheiten von Buddha, ...) auf die man klickt. Das geht dann immer weiter, bis man irgendwann gar nicht mehr weiss, was man ursprünglich gesucht hat. Hyperspace ist dabei der 'Raum', der durch die WWW Seiten und die sie verbindenden Links aufgespannt wird.
Headspace Ist ein kommerzielles Meditationsportal mit geführten Meditationen. Der Sprecher Andy Puddicombe macht das wirklich sehr gut und authentisch. Jedoch ist es wie bei allen Hilfsmitteln: letztendlich muss man sich davon befreien.
Ja, im Prinzip. Zumindest habe ich den Eindruck, dass ich meinen Verstand bewusst einsetze. D.h. wenn ich ihn verwende, um Probleme zu lösen, Dinge zu erklären, zu Planen, zu Arbeiten, jetzt aufzustehen, ... Es entsteht der Eindruck, dass die Initiative von einem inneren bewussten Zentrum ausgeht.Welche Gedanken können das sein? Gibt es da Kategorien, diese Sorte Gedanken werden "empfangen", die andere Sorte Gedanken haben den Ursprung im Ich?
Spontan fällt mir gerade eine Situation ein, bei der der Entschluss zu einer Handlung bereits gefallen war, ich mich dann aber umentschieden habe. Dabei musste ich mich aber gegen einen starken Widerstand durchsetzen.
Re: Auf dem Weg
Die Frage ist immer welche Fragen du stellt :) Grundsätzlich soll es nicht ausufern und in einer Diskussion münden, die vom eigentlichen Ziel nur ablenkt. Es ist dann schwer die Kurve zurück zum Thema zu bekommen. Wenn du allerdings aufgrund einer nicht-gestellten Frage nicht schlafen kannst, so stelle mir einfach die Frage ;) Es gibt nach Beendigung des Threads genügend Freiraum mir Fragen zu stellen. Lass uns bitte aber bis dahin am Prozess bleiben. Abdriften möchte ich vermeiden. Verstand löst das hier nicht.Eine prinzipielle Frage schon. Darf ich auch Verständnisfragen stellen, wenn mich diese beschäftigen? Keine Angst ich will nicht in theoretische Diskussionen abtauchen, aber hie und da werden sicher Fragen auftauchen. Oder ist es prinzipiell so gedacht, dass nur der Guide Fragen stellt und 'mein' Verstand gar nicht mit Anworten gefüttert werden soll?
Ok - bin informiert :)Kannst du mir einige Worte dazu sagen was das genau ist? Lerne gerne dazu ;)
Kein Problem - ich erkläre gerne ...
Was passiert im Moment des bewussten "Einsetzens"? Sei genau im Moment und beobachte das sehr genau wer wen für was einsetzt. Was passiert da genau? Nimm am besten ein Beispiel aus dem Alltag.Ja, im Prinzip. Zumindest habe ich den Eindruck, dass ich meinen Verstand bewusst einsetze.
Das Entscheiden sehen wir uns später an, damit wir fokussiert bleiben.
LG Matthias
Re: Auf dem Weg
Was passiert im Moment des bewussten "Einsetzens"? Sei genau im Moment und beobachte das sehr genau wer wen für was einsetzt. Was passiert da genau? Nimm am besten ein Beispiel aus dem Alltag.
Können wir nicht mit was Leichterem anfangen? ;)
Ok, Spass beiseite ...
Die Augen sehen spontan eine Schale mit Obst auf dem Tisch.
Gedanke 'Weintrauben' --> Gedanke 'sehen lecker aus' --> Gefühl: angenehm/Vorfreude im Magenbereich --> Gedanke 'iss Weintrauben'.
Als mir der letzte Gedanke bewusst geworden ist, kam ein anderer Gedanke 'Nein, nicht jetzt' und anschliessend kam der Gedanke 'Hey, das ist so ein Beispiel' und dann wurde das alles nach und nach bewusst. Es ist so, als ob alles auf Autopilot lief bis mir der Essens-Gedanke bewusst geworden ist und ich mich bewusst dagegen entschieden habe. Es ging alles so schnell und anscheinend war ich nicht wirklich im Moment, sondern habe es rekonstruiert, daher versuche ich es nochmal.
Aufstehen und herumgehen Es ist so, als ob der Körper selbst alles macht ... oder es ist initial ein ganz leiser Gedanke. Ich komme an den Moment der Entscheidung gar nicht heran - es ist wie eine Blackbox. Aber wer entscheidet wann der Körper aufsteht? Das macht doch keinen Sinn ...
Jetzt sitze ich da und kann nicht aufstehen, da ich versuche im Moment zu sein ... :)
Tippen Der Satz wird gedacht und die Finger schreiben ihn auf der Tastatur. Bei manchen Buchstaben wird Unsicherheit gefühlt, die Augen blicken auf die Tastatur und der Finger geht automatisch auf den gesuchten Buchstaben. Sonst blicken die Augen auf den auf dem Bildschirm entstehenden Satz, der immer wieder gedanklich wiederholt wird. Der Inhalt dieses Textes kommt aus meiner Vorstellung von dem was du von mir willst mit dem Ziel deine mir gestellte Aufgabe zu erfüllen. Kein sichtbarer Gedanke steuert die Finger direkt, es ist als ob die Worte einen Sog erzeugen der die Bewegung auslöst. Körpergedächtnis? Automatisierte Bewegung?
Wer denkt den Satz? Der Auslöser war deine Frage, dann kamen die Gedanken als Antwort. OK.
Aber wer will deine Frage beantworten und warum? Auf das warum kommen gleich wieder automatisch Antworten, Gründe, Rechtfertigungen ...
Aber auf das 'Wer?' Es ist als ob da eine Mauer ist, eine Blackbox in die ich nicht schauen kann. Ein zaghaftes 'Ich' kommt schon hoch, der Gedanke benimmt sich aber mittlerweile wie ein gescholtenes Kind. Kein Wunder, da ich ihn in letzter Zeit nicht wirklich beachtet habe.
Re: Auf dem Weg
Danke Dir für die ausführliche Beobachtung und Beschreibung - sehr gut. Du hast ganz genau hingesehen.
Du wirst sehen es ist eigentlich sehr einfach :)Können wir nicht mit was Leichterem anfangen? ;)
Ok, Spass beiseite ...
Ist diese Blackbox visuell wahrnehmbar? Ist es eine Vorstellung oder Gedanke als Folge des Nicht-Findens eines Entscheiders? Beschreibe mir mal was genau diese Blackbox ist.Ich komme an den Moment der Entscheidung gar nicht heran - es ist wie eine Blackbox. Aber wer entscheidet wann der Körper aufsteht? Das macht doch keinen Sinn ...
Was bedeutet es konkret, dass der Gedanke sich wie ein gescholtenes Kind verhält? Ist der Ich-Gedankte jetzt nicht mehr so stark wahrnehmbar, auffindbar oder rekonstruierbar?Aber auf das 'Wer?' Es ist als ob da eine Mauer ist, eine Blackbox in die ich nicht schauen kann. Ein zaghaftes 'Ich' kommt schon hoch, der Gedanke benimmt sich aber mittlerweile wie ein gescholtenes Kind. Kein Wunder, da ich ihn in letzter Zeit nicht wirklich beachtet habe.
LG Matthias
Re: Auf dem Weg
Mit der Bemühung im Moment zu sein war diese 'Ich' Antwort zaghaft, d.h. es war nicht der erste Impuls, der ansonsten im Alltag als erster Reflex kommt.Was bedeutet es konkret, dass der Gedanke sich wie ein gescholtenes Kind verhält? Ist der Ich-Gedankte jetzt nicht mehr so stark wahrnehmbar, auffindbar oder rekonstruierbar?
Ich habe mich in den letzten Wochen mit der These 'Ich existiert nur als Gedanke' beschäftigt. Es ist für mich völlig
akzeptabel, dass es diesen Gedanken gibt.
Ich erkenne ihn, weil er das Wort 'Ich' beinhaltet. Daher hat dieser Gedanke hat seine Überzeugungskraft etwas verloren. Soll heissen er genügt mir als Antwort auf die Frage 'Wer?' nicht mehr. Aber ich glaube, dass ich das momentan nur rein intellektuell verstanden habe und der Verstand gewichtet den Gedanken nicht mehr so stark.
Es ist ausserdem völlig ok, dass 'Ich' nur ein Etikett ist und nicht das 'Ich' selber. Dennoch spüre ich in mir etwas, dass ich als einen bewussten Kern deute. Und dieser Kern scheint oft unbewusst (= nicht im Jetzt) zu sein, wenn sich die Gedanken um ihn legen. Ich weiss aber nicht, ob es dieser Kern ist auf den wir hier hinauswollen oder ob es noch eine tiefere/komplexere Schicht der Ich-Illusion ist ...
Es ist nicht wirklich visuell, eher physisch. Blackbox deshalb weil es etwas zu sein scheint, dass ausserhalb des Wahrnehmbaren ist. Es lässt sich nicht wahrnehmen, dass heisst für mich aber nicht, dass es nicht da ist.Ist diese Blackbox visuell wahrnehmbar? Ist es eine Vorstellung oder Gedanke als Folge des Nicht-Findens eines Entscheiders? Beschreibe mir mal was genau diese Blackbox ist.
Ich provoziere den Widerstand nochmals durch die Frage 'Wer möchte Matthias antworten?'. Es baut sich langsam ein Druckgefühl im Kopf/Schläfen auf - ein bisschen so wie wenn man angestrengt nachdenkt.
Ich bleibe beim Gefühl, versuche im Moment zu sein, rede ihm in Gedanken gut zu und frage 'Was schützt du?' und wiederhole die Frage 'Wer ...?'. Das Gefühl weitet sich aus in den Bauch und später in den Kehlkopf, fast habe ich das Gefühl seufzen zu müssen.
Jetzt müsste ich mich nur noch fallen lassen ... ich werde es weiter versuchen, wenn ich ungestörter bin.
Re: Auf dem Weg
Sobald du dich gedanklich auf konzeptioneller Ebene und mit dem Verstand damit auseinandersetzt kommt das auf. Deswegen versuchen die Guides hier auf das Hinzuweisen, was der Verstand nicht verarbeiten kann.Ich habe mich in den letzten Wochen mit der These 'Ich existiert nur als Gedanke' beschäftigt. Es ist für mich völlig
akzeptabel, dass es diesen Gedanken gibt.
Diese Untersuchung ist sinnvoll. Das Gefühl einen Kern zu haben ist ein Punkt wo du sehen solltest, was das genau ist. Im Gefühl dieses Kerns kommt was auf? Benenne mir bitte alle Gefühle, Emotionen, Assoziationen die da kommen.Dennoch spüre ich in mir etwas, dass ich als einen bewussten Kern deute. Und dieser Kern scheint oft unbewusst (= nicht im Jetzt) zu sein, wenn sich die Gedanken um ihn legen. Ich weiss aber nicht, ob es dieser Kern ist auf den wir hier hinauswollen oder ob es noch eine tiefere/komplexere Schicht der Ich-Illusion ist ...
Völlig "normal" :) Das ist ok so. Du strengst dich an. Du suchst etwas. Nur was? Bleibe einfach im Moment und untersuche was ist wenn du Fallen willst. Gefühl, Gedanke, Impuls, Wille, Ich. Wer will sich selbst fallen?'Was schützt du?' und wiederhole die Frage 'Wer ...?'. Das Gefühl weitet sich aus in den Bauch und später in den Kehlkopf, fast habe ich das Gefühl seufzen zu müssen.
Jetzt müsste ich mich nur noch fallen lassen ...
LG Matthias
Re: Auf dem Weg
Gerade habe ich wieder diesselbe Frage gestellt: 'Wer ...?'. Das bekannte Druckgefühl baute sich wieder auf und ich versuchte ganz bei diesem Gefühl zu bleiben. Nach einer Weile baute sich das Druckgefühl ab und irgendwann hat spontan ein Gedanke geantwortet: 'Du!'Du suchst etwas. Nur was? Bleibe einfach im Moment und untersuche was ist wenn du Fallen willst. Gefühl, Gedanke, Impuls, Wille, Ich. Wer will sich selbst fallen?
Da kam kein 'Ich!', sondern ein 'Du!'. Was soll ich jetzt davon halten?
Ich melde mich später mit den anderen Antworten zu deinen Fragen ...
Re: Auf dem Weg
Ein Lächeln, Freude, Fröhlichkeit, Kribbelndes aufsteigendes Gefühl, Gelbe Lichtfontäne mit glitzernden Tropfen.Das Gefühl einen Kern zu haben ist ein Punkt wo du sehen solltest, was das genau ist. Im Gefühl dieses Kerns kommt was auf? Benenne mir bitte alle Gefühle, Emotionen, Assoziationen die da kommen.
Ich habe das im Innern wahrgenommen, aber es gab wahrscheinlich auch einen Beitrag von der Sonne, die gerade in dem Moment ins Zimmer hereinscheinte :)
Später habe ich es nochmal versucht (ohne Sonne), jedoch gelang es mir nicht einen Kontakt zu dem Kern herzustellen. Immer wenn ich das Gefühl hatte, es könnte die richtige Richtung sein, kam der Verstand und sagte mir, dass ich mich auf das falsche Gefühl fokussiere, da es vom Körper ausgeht. Also z.B. ich spürte ein Pulsieren am Bauch oder entlang der Wirbelsäule und der Verstand sagte mir 'Halt! Das ist nicht der Kern, das ist der Körper!'. Vielleicht war ich einfach zu müde und habe mich daher vom Verstand überrumpeln lassen ... aber andererseits scheint er mir auch helfen zu wollen.
Re: Auf dem Weg
Was denkst du denn woher das Du kommt? Wer antwortet wem? :)'Wer ...?'. Das bekannte Druckgefühl baute sich wieder auf und ich versuchte ganz bei diesem Gefühl zu bleiben. Nach einer Weile baute sich das Druckgefühl ab und irgendwann hat spontan ein Gedanke geantwortet: 'Du!'
Da kam kein 'Ich!', sondern ein 'Du!'. Was soll ich jetzt davon halten?
Du suchst denjenigen der Wahrnimmt, der denkt oder spürt oder einen "Kern" - wohl als ICH? Du findest vor: Denken, Gefühle, Pulsieren, Fühlst einen Kern. Aber kannst du sagen, ob hierfür ein Ich notwendig ist oder wie das entsteht?Ein Lächeln, Freude, Fröhlichkeit, Kribbelndes aufsteigendes Gefühl, Gelbe Lichtfontäne mit glitzernden Tropfen.
Ich habe das im Innern wahrgenommen, aber es gab wahrscheinlich auch einen Beitrag von der Sonne, die gerade in dem Moment ins Zimmer hereinscheinte :)
Später habe ich es nochmal versucht (ohne Sonne), jedoch gelang es mir nicht einen Kontakt zu dem Kern herzustellen. Immer wenn ich das Gefühl hatte, es könnte die richtige Richtung sein, kam der Verstand und sagte mir, dass ich mich auf das falsche Gefühl fokussiere, da es vom Körper ausgeht. Also z.B. ich spürte ein Pulsieren am Bauch oder entlang der Wirbelsäule und der Verstand sagte mir 'Halt! Das ist nicht der Kern, das ist der Körper!'. Vielleicht war ich einfach zu müde und habe mich daher vom Verstand überrumpeln lassen ... aber andererseits scheint er mir auch helfen zu wollen.
LG Matthias
Re: Auf dem Weg
Die Antwort kam unerwartet - es war ein Gedanke. Es gab einen Überraschungsmoment. Die Antwort war an die Frage gerichtet, welche selber ein Gedanke war. Die Frage hat die Antwort ausgelöst.Was denkst du denn woher das Du kommt? Wer antwortet wem? :)
Nun bleibt eigentlich nur: Wer hat die Frage gestellt?
Ebenso: Wer schenkt den Gedanken Aufmerksamkeit? Wer schiebt einen Gedanken beiseite?
Haben Gedanken ein eigenes Wesen, das bestrebt ist Aufmerksamkeit zu erlangen? Vielleicht ist es ihre Natur Aufmerksamkeit zu erlangen. Aber warum habe ich den Eindruck, dass etwas aktiv denkt jetzt den aktuellen Gedanken loszulassen?
Ist das ein Wettstreit der Gedanken, wobei der Dominantere um jeden Preis den Schwächeren ausstechen möchte? Auch um den Preis nur ganz kurz Aufmerksamkeit zu bekommen?
Nun zumindest gibt es Wahrnehmung. Und ja, ich habe mich daran gewöhnt, dass es ein wahrnehmendes Zentrum gibt. Etwas wie Bewusstsein, das einen Willen hat.Du suchst denjenigen der Wahrnimmt, der denkt oder spürt oder einen "Kern" - wohl als ICH? Du findest vor: Denken, Gefühle, Pulsieren, Fühlst einen Kern. Aber kannst du sagen, ob hierfür ein Ich notwendig ist oder wie das entsteht?
Wenn es das aber nicht gibt, dann ist es wirklich ein riesen Witz - aber ich verstehe dann allerdings nicht wozu das alles ist? Dann sind wir nicht mehr als Programme, die ablaufen und etwas schaut in den Ablauf hinein. Das Etwas kann dann gleich Alles sein. Ja, ich weiss mit dem Verstand kann man das nicht erfassen, aber das ist für mich schon ein Brocken...
Re: Auf dem Weg
Hm, langsam kommt ein Verstehen. Jeder Gedanke hat eine Ursache. Auch die Gedanken, die vorgeblich ein Zentrum denkt. Ich nenne sie mal 'aktive Gedanken'. Ich habe es daran gespürt, da jeder Gedanke sich gleich 'anfühlt' und es eine lange Kette von anderen Gedanken oder Reizen gibt, die schliesslich in den Gedanken resultiert. Manchmal ist es leicht diese Kette zu sehen und manchmal ziemlich schwer, so dass es aussieht als ob sie wirklich ein Zentrum steuert.
Jeder Gedanke hat eine Ursache - nur die "aktiven" haben komplexere Ursachen und haben erfolgreich die Aufmerksamkeit eingenommen. Man hat sie quasi nicht kommen gesehen.
Auch Gedanken, die kein ICH beinhalten vereinnahmen und es kommt zu einer Identifikation. Diese wird durch jeden Gedanken weiter aufrechterhalten.
Was jetzt sehr befremdlich ist, ist dass diese Sätze 'meine' Gedanken schreiben. Von daher haben sie wohl kein eigenes Wesen (oder ein sehr offenes), sonst würden sie es wohl verhindern, dass sie sich auch gegen sich selber richten. Aber andererseits wird alles Aktive von ihnen gesteuert, wenn es kein Zentrum gibt. Was haben sie überhaupt für eine Motivation und woher kommt die?
Jeder Gedanke hat eine Ursache - nur die "aktiven" haben komplexere Ursachen und haben erfolgreich die Aufmerksamkeit eingenommen. Man hat sie quasi nicht kommen gesehen.
Auch Gedanken, die kein ICH beinhalten vereinnahmen und es kommt zu einer Identifikation. Diese wird durch jeden Gedanken weiter aufrechterhalten.
Was jetzt sehr befremdlich ist, ist dass diese Sätze 'meine' Gedanken schreiben. Von daher haben sie wohl kein eigenes Wesen (oder ein sehr offenes), sonst würden sie es wohl verhindern, dass sie sich auch gegen sich selber richten. Aber andererseits wird alles Aktive von ihnen gesteuert, wenn es kein Zentrum gibt. Was haben sie überhaupt für eine Motivation und woher kommt die?
Re: Auf dem Weg
Das klingt nach einen logischen Konzept und nach einer Erklärung. Dein Verstand versucht die Funktion des Verstandes zu erklären. Kann ein Auge sich sehen? Kann ein Ohr sich hören? Kann der Verstand sich verstehen? Du brauchst die Fragen nicht ausfühlich zu beantworten, es soll eine Anregung sein.ich den Eindruck, dass etwas aktiv denkt jetzt den aktuellen Gedanken loszulassen?
Ist das ein Wettstreit der Gedanken, wobei der Dominantere um jeden Preis den Schwächeren ausstechen möchte? Auch um den Preis nur ganz kurz Aufmerksamkeit zu bekommen?
Sehr schön gesehen. Wie konstruiert sich ein Ich, wie ist das genau aufgebaut?Jeder Gedanke hat eine Ursache - nur die "aktiven" haben komplexere Ursachen und haben erfolgreich die Aufmerksamkeit eingenommen. Man hat sie quasi nicht kommen gesehen.
Auch Gedanken, die kein ICH beinhalten vereinnahmen und es kommt zu einer Identifikation. Diese wird durch jeden Gedanken weiter aufrechterhalten.
Konkret nochmal meine Nachfrage nach diesem Zentrum. Du warst nun sehr beschäftigt damit die Wirkungsweise des Verstandes oder Geistest zu "verstehen". Wo bei alledem spielt das Ich, der Kern, die Blackbox, das Zentrum eine Rolle? Sind Gedanken nun eine "automatische" Abfolge aus denen sich ein Ich kreiert, oder hast du Einfluss auf Gedachtes?Aber andererseits wird alles Aktive von ihnen gesteuert, wenn es kein Zentrum gibt. Was haben sie überhaupt für eine Motivation und woher kommt die?
LG Matthias
Re: Auf dem Weg
Das klingt nach einen logischen Konzept und nach einer Erklärung. Dein Verstand versucht die Funktion des Verstandes zu erklären. Kann ein Auge sich sehen? Kann ein Ohr sich hören? Kann der Verstand sich verstehen?
Aber eigentlich möchtest du mir etwas anderes damit sagen. Willst du mir sagen, dass das analytische Werkzeug des Verstandes hier nichts nützt? Oder dass nicht der Verstand zu untersuchen ist, sondern etwas anderes?
Mein Eindruck ist, dass es eine Art unterschwellige Erscheinung ist, die jeder Gedanke der Aufmerksamkeit erlangt hat, festigt. Dabei muss gar nicht der Gedanke ICH kommen, einfach der Fluss von Gedanken strahlt eine (denkende) Identität aus, gibt ihr Substanz.Sehr schön gesehen. Wie konstruiert sich ein Ich, wie ist das genau aufgebaut?
Tja die Illusion ist da, dass ich aktiv denken kann. Und sie ist stark. Aber ich bin nicht mehr so überzeugt, dass es wirklich so ist wie vorher. Seit diesem kleinen Aha Moment fühlt sich die zweite Antwort (‘... automatische Abfolge aus denen sich ein Ich kreiert’) irgendwie richtig an. 'Fühlen' ist vielleicht nicht das richtige Wort hier, aber ich bin sehr viel offener gegenüber diesem Gedanken geworden.Konkret nochmal meine Nachfrage nach diesem Zentrum. Du warst nun sehr beschäftigt damit die Wirkungsweise des Verstandes oder Geistes zu "verstehen". Wo bei alledem spielt das Ich, der Kern, die Blackbox, das Zentrum eine Rolle? Sind Gedanken nun eine "automatische" Abfolge aus denen sich ein Ich kreiert, oder hast du Einfluss auf Gedachtes?
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