Angst komm her

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robertsein
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Re: Angst komm her

Postby robertsein » Sun Jun 18, 2017 6:31 pm

Noch ein Gedicht offenbart sich. Einfach so. Mühelos. (na gut, ein bisschen daran herumgefeilt habe "ich" schon).

Komm her mein Geliebter. Komm ganz nah. Komm so nah Du nur kannst. Ich will Dir etwas zeigen. Wo hast Du mich gesucht? Deine Suche ist hier zu Ende. Deine Suche endet hier. Immer nur hier.
Kannst Du mich riechen im Duft dieser Rosen? Kannst Du mich spüren im Wind, der über Deine Haut streicht? Kannst Du mich sehen im Lächeln dieses Kindes hier? Kannst Du mich sehen in der Wut dieses Mannes hier? Kannst Du mich erkennen in der Angst, die Du zu haben glaubst? Ich habe unendlich viele Formen. Du kannst mich nicht verstehen. Wenn Du mich verstehen willst, entziehe ich mich Dir. Du kannst mich nicht als Ganzes erfassen. Wenn Du mich als Ganzes erfassen willst, entziehe ich mich Dir. Du kannst mich nicht besitzen. Wenn Du mich besitzen willst, entziehe ich mich Dir. Du kannst mich nur erfahren, immer wieder neu und auf so unendlich vielfältige Weise und immer nur in diesem einen hier.
Und wenn Du eines von diesen zurückweist, so weist Du mich zurück. Und auch Zurückweisung darf sein. Denn meine Geduld ist grenzenlos.
Du kannst mir nicht begegnen in der Vergangenheit, Du kannst mir nicht begegnen in der Zukunft, denn ich bin immer hier.
Immer nur hier.
Hier gibt es keine Hoffnung, Hier gibt es keine Sorgen. Bist Du bereit, den ganzen Kelch zu trinken? Bist Du bereit, mich in all dem zu erkennen? Meine Liebe für Dich ist grenzenlos. Ich habe keine Wünsche. Ich stelle keine Bedingungen. Ich mache keine Versprechungen. Ich möchte nichts an Dir verändern. Ich möchte Dich zu nichts bewegen. Du bist perfekt. Du bist vollkommen.

Ich bin hier. Immer nur hier. Immer bereit mich Dir zu offenbaren. Denn meine Liebe für Dich ist grenzenlos.

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Glueckseligkeit
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Re: Angst komm her

Postby Glueckseligkeit » Sun Jun 18, 2017 6:49 pm

:)
Liebe Grüße
Andreas

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robertsein
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Re: Angst komm her

Postby robertsein » Mon Jun 19, 2017 8:20 am

Lieber Andreas,
jetzt, hier, ja wann denn sonst? Es ist immer nur jetzt, hier. Verdammt, da hat doch echt jemand geglaubt, es gäbe eine Zukunft (und glaubt es anscheinend immer wieder).

Hier ist gerade eine große Heiterkeit und Leichtigkeit ausgebrochen. Wer ist eigentlich auf diese Idee mit dem ganzen Hier Jetzt Gedöns gekommen? Hier erzeugt es vor allem Stress. Nur im Hier ist es erfahrbar? Nur im Hier kann es gesehen werden? Was ist, wenn ich nicht hier bin? Wo bin ich dann? Bin ich dann weg? Verpasse ich dann etwas? Offensichtlich nicht.
Und: Gibt es überhaupt etwas anderes als hier? Verdammt, da hat doch echt jemand geglaubt (und glaubt es anscheinend immer wieder), dass es da etwas anderes gibt als hier.

Lustige Fragen tauchen auf. Wie ist eigentlich dieser Eckhart Tolle in meinen Kopf gekommen? Und viel wichtiger: Wie werde ich ihn wieder los?
Bin ich der große Dichter? Oder der derbe fränkische Bub, der sich gerne mit Schimpfwörtern ausdrückt?
Wenn "ich" jetzt etwas bin, dann das, wo sich alles in Rauch auflöst.

Ich weiß, ich habe noch nicht auf die Fragen geantwortet. Im Moment ist da einfach sehr viel Spaß dabei herauszufinden, wer "ich" nicht bin.

LG Robert
P.S. Gedanken: Mach Deine Arbeit. Beantworte die Fragen. Bleib fokusiert.

Kannst Du mich bitte "guiden". Im Moment ist da eine gewisse Verwirrung bei gleichzeitiger Erheiterung.

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Re: Angst komm her

Postby Glueckseligkeit » Mon Jun 19, 2017 8:44 am

Lieber Robert,

Im Moment ist da eine gewisse Verwirrung bei gleichzeitiger Erheiterung.

Das ist "normal" :D
Es gibt nichts zu tun. "Lass laufen". Der Verstand kämpft nur um irgendwelche "Fixpunkte", die er gerade nicht zum Greifen bekommt. Der Verstand ist nur eine Ansammlung von Gedanken, die in der Wahrnehmung auftauchen und verschwinden. Und diese Gedanken finden im Raum der puren Wahrnehmung einfach keinen Halt. Die pure Wahrnehmung bist Du. Sie kann die Gedanken sehen. Aber die Gedanken können nicht den Raum erkennen. Identifiziere Dich jetzt nicht mit den Gedanken. Lass sie, wie erwähnt, einfach liegen und fühle Dich getragen. Es gibt nichts zu tun. Die Fragen kannst Du jederzeit beantworten. Du musst die Antworten nicht bis 15 Uhr geliefert haben :D

LG
Andreas
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Angst komm her

Postby robertsein » Mon Jun 19, 2017 10:14 am

Danke Andreas!

Und im nächsten Moment wieder Angst. Also hier jetzt angst und tatsächlich Gedanken, die angst machen, sehen.
der fürchterlichste Gedanke: ich muss etwas mit diesen gedanken machen, ich muss dran arbeiten, ich muss sie durchschauen, ich muss sie überprüfen, ob sie tatsächlich wahr sind. in allen kommt ich vor.

Hallo Universum! Mein Leben ist so langweilig. Immer dasselbe irgendwie. Ich wünsche mir von Dir Lebendigkeit! Es soll schön saftig und intensiv und total spannend sein. Da soll immer was los sein! Da soll immer was neues passieren!

Universum: Ok, hier bitte! Schon erledigt!

Was? Angst? Wut? Kampf? Verwirrung? Also nein, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Kann ich die Bestellung irgendwie rückgängig machen oder können wir sie abändern, du weißt schon, irgendwie nur die schönen Gefühle, Liebe, Zuversicht, Vertrauen, Lust, Genießen, ein bisschen vor mich hinträumen ...

Hahaha. Irgendwie so.

Schön, dass Du bei dieser Show mit dabei bist.

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Re: Angst komm her

Postby Glueckseligkeit » Mon Jun 19, 2017 11:35 am

Danke für die Info Robert,


alle Gedanken tauchen in Dir, in dem Raum, der Du bist, auf. Die guten wie die von Dir als nervig beurteilten Gedanken. Finde den Lümmel, der Gedanken als gut oder nervig oder angstvoll beurteilt. Wenn Du ihn findest, schleppe ihn zu mir und wir trinken ein Gläschen Wein zusammen.

Doch dieses gemeinsame Weintrinken wird es niemals geben. Du wirst nichts finden. Außer auf- und abtauchende Gedanken. Etwas ist fasziniert von diesen Gedanken. Das bist aber keinesfalls Du! Das sind andere Gedanken als eine Art Konditionierung, die Dich Glauben gemacht haben, dass es Robert mit tausend Attributen gibt und der zehntausend Dinge perfekt oder auf eine bestimmte Art tun soll.

Robert gibt es in Wahrheit nicht. Es gibt einen Körper und es gibt eine Software, die Dich, als Aufmerksamkeit, immer wieder hypnotisch anzieht. Weil Du sterben oder sonstwas tun kannst, was GEFÄHRLICH für Dich ist. Auch eine Blamage, Misserfolg... all dies wird als gefahrvoll angesehen.

Vergiss die Suche nach irgendetwas. Es gibt nichts zu bekämpfen. Angst gibt es auch nicht. Um Dich herum ist bedingungslose Freiheit. Du steckst aber Deine Aufmerksamkeit in ein stinkendes Erdloch und hasst gleichzeitig den Gestank. Für einen kurzen Moment ziehst Du den Kopf raus. Ahhhh, wie schön. Dann drehst Du Dich um, schaust nochmals nach dem Erdloch. "Interessant dunkel darin. Ob ich das Erdloch und den Gestank wirklich richtig verstanden habe? Ich muss da bestimmt noch was lernen. Ich schau mal nach." Das ist das Spiel der Gedanken. Sie existieren nur durch Deine Aufmerksamkeit. Und wenn die Aufmerksamkeit auf Gedanken liegt, dann glaubst Du plötzlich, dass es einen gibt, der auf keinen Fall auf die Gedanken schauen sollte. Und so geht das Spiel fort und fort. Von außen amüsant.

Ich nehme dieses Spiel nicht als wirklich wahr. Ich stelle mir nur einen Robert vor, der ab und zu die Augen konzentriert in die eine oder andere Richtung dreht und gerade Gedanken träumt. Sein Körper sitzt oder steht dabei ruhig da. Es ist in Wahrheit völlig ruhig. Aber Gedanken sind so hypnotisch und faszinierend. Wach auf. Lass den Vorhang des Kopfkinos zugehen und schau in die reale Welt. Sie ist unbegreiflich und unverstehbar. Niemand hat ihr Sein jemals verstanden. Niemand hat je sein eigenes Selbst verstanden. Es gibt kein Verstehen, weil es auch keinen gibt, der verstehen könnte.

LG
Andreas
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Angst komm her

Postby robertsein » Tue Jun 20, 2017 8:52 am

Hallo Andreas,

es hat 8 Stunden gedauert, bis ich in den Worten von Dir sehen konnte, dass da "nur" die Wirklichkeit beschrieben wurde.
8 Stunden in einem Traum, der sich aus immer wiederkehrenden Gedanken von Sich rechtfertigen, Nicht verstanden werden, geohrfeigt werden, als falsch hingestellt werden gespeist hat und in immer wieder neuen Verkleidungen aufgetaucht ist. Ich kann diesen Robert auch sehen. Wie er da sitzt, wie er im Auto fährt, wie er mit jemandem spricht und dabei träumt. In Wirklichkeit passiert nicht viel.

Jetzt hier ist dieses "Gefühl" in einem Traum zu sein da, in einem Alptraum, gewebt aus Gedanken, die sich vor allem um eines drehen, um etwas, dass es nicht gibt, immer wieder nur um "mich", das was passiert, verstehen zu wollen, kontrollieren zu wollen. Ein Hund, der seinem Schwanz hinterherjagt, eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt. Ja, auch das Gedanken.
Die Finger davon lassen zu wollen und gleichzeitig zu sehen, dass die Gedanken hier doch immer wieder befeuert werden tut weh.

Wach auf! Wohin? In das hier? In dieses Zimmer? In das Gefühl hier? In dieses Gespräch hier?
Widerstand ist da. Gegen das hier.
Wie ein Fallen ins Leere. Immer wieder der Versuch, etwas zu greifen und zu bemerken, dass es nichts als Illusion ist.
Immer wieder der Versuch, so etwas wie Kontrolle zu erlangen über den Fall. Und für Momente das Sehen, dass da eh nichts zu machen ist, nie was zu machen war. Tränen erscheinen, wann sie wollen. Ein Lächeln erscheint, wann es will. Sprechen erscheint, wann es will. Alles erscheint, wann es will.

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Re: Angst komm her

Postby Glueckseligkeit » Tue Jun 20, 2017 12:12 pm

Hallo Robert,

scheinbar pendelst Du wie zwischen zwei Welten. So stellt es sich für den Verstand da. Das ist nicht schlimm. Denn dieses "Pendeln" existiert nicht. Dennoch läuft ein Mechanismus, der Dir antrainiert wurde und der die Basis bisherigen Handelns war. Du meinst, dass Du Kraft und Energie aufwenden musst, um endlich "da rauszukommen". Wie schrecklich das Alte an Dir klebt...

Faktisch klebt nichts an Dir. Gestehe Dir Mühelosigkeit zu. Es gibt keinen Kampf gegen böse Gedanken oder eine schwierige Vergangenheit. Oder gegen Ängste, Monster und andere Widrigkeiten. Und es gibt auch kein Kampf für ein Erwachen. Das klingt wunderbar dramatisch, ist aber nur ein Spiel von Gedanken. Sei da. Jetzt. Ja, genau in diesem Raum, in dem Dein Körper verweilt. Schau Dich um. Und fürchte Dich nicht vor abstrusen gemeinen Gedanken, die auftauchen. Auch komische Gefühle können auftauchen. Bleibe in der Wahrnehmung OHNE Bewertung. Stell Dir vor, dass es nicht um Dich geht bei der ganzen Sache, sondern das ein Karnevals-Umzug um Dich herumtobt. Du bist das nicht!

Prüfe auch Deine Überzeugung, die Deinem scheinbaren inneren Kampf zugrunde liegt. Was kämpft gegen die bedingungslose Liebe und die damit verbundene vollkommen Mühelosigkeit, der Du Dich hingeben kannst?

Viele Grüße und nicht verzagen... Das ist normal und geht vorbei.

Andreas
Liebe Grüße
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Re: Angst komm her

Postby robertsein » Wed Jun 21, 2017 8:45 am

Hallo Andreas.
Frontbericht.
Was hier gerade immer wieder passiert, ist das, wenn Angst auftaucht auch eine Frage auftaucht: Was passiert hier wirklich gerade in diesem Moment?
Und eine Antwort: Nicht viel. Ein Mann sitzt vor dem Bildschirm und träumt. Seinem Gesicht nach zu urteilen ist der Traum nicht schön.
Und dann kann passieren, dass der Mann aufsteht und sich umschaut. Was er sieht ist schön. Was er fühlt, fühlt sich gut an.

Eine Überzeugung, die da immer wieder auftaucht ist: Ich mache es nicht richtig. Ich muss die Gedanken, die mich quälen, überprüfen, sonst werde ich sie nicht los.

Und hier noch eine Antwort auf: Was passiert hier wirklich?
Es könnte sogar sein, dass hier gar nichts passiert. Dass alles nur erscheint.

Im Moment ist das einfach ein Gedanke.

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Re: Angst komm her

Postby Glueckseligkeit » Wed Jun 21, 2017 2:31 pm

Hallo Robert,

Brief an die Front:

Eine Überzeugung, die da immer wieder auftaucht ist: Ich mache es nicht richtig. Ich muss die Gedanken, die mich quälen, überprüfen, sonst werde ich sie nicht los.

Solange es für Dich eine Bedeutung hat, "es richtig zu machen", wird das Spiel ewig so weitergehen.

Kannst Du ein "Ich" wahrnehmen, für das es eine Bedeutung hat, etwas richtig zu machen? Oder ist da einfach nur ein Antrieb da, alles richtig machen zu wollen?

Wenn "richtig" machen keine Bedeutung für Dich hätte, was wäre dann?

LG
Andreas
Liebe Grüße
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Re: Angst komm her

Postby robertsein » Wed Jun 21, 2017 4:35 pm

Wenn "richtig" machen keine Bedeutung für Dich hätte, was wäre dann?
Nur ein Gedanke. Irgendwann eingefangen und dann immer wieder genährt. Immer wieder erzählt, sich selbst erzählt, anderen erzählt und scheinbar Bestätigungen gefunden.

Nur der Mann, der etwas erreichen will, empfindet Angst bei diesem Gedanken.
Nur der Mann, der irgendwo hinkommen will und sich mit anderen vergleicht, empfindet Angst bei diesem Gedanken.
Nur der Mann, der etwas, was er glaubt zu sein, ein Falschmacher in diesem Fall (was nur in seiner Phantasie existiert) mit etwas vergleicht, was er glaubt sein zu müssen (was auch nur in seiner Phantasie existiert), hat Angst.
Nur der Mann, der träumt, hat Angst.

Der Mann, der in die Wirklichkeit schaut findet nur Schönheit. Das ist doch ganz klar, oder?

Ohne ich wird alles ganz einfach. Echt krass das Ganze.


Wach auf, mein Schatz!
Du hast nur schlecht geträumt. Kannst Du meine Hand fühlen? Kannst Du mich sehen? Kannst Du meine Liebe spüren?
Ich bin da. Ich bin immer da.
Wach auf, mein Schatz, das war nur ein Traum.
Komm, ich will Dir die Welt zeigen, wie sie wirklich ist. Komm, nimm meine Hand. Es gibt so viel zu entdecken!
Kommst Du?

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Re: Angst komm her

Postby Glueckseligkeit » Wed Jun 21, 2017 5:54 pm

Hallo Robert,

Ohne ich wird alles ganz einfach. Echt krass das Ganze.

Für wen ist das alles echt krass? Wer nimmt das wahr?

Ohne ich wird alles ganz einfach.

Und wie ist es ohne Gedanken? Wird etwas mit Gedanken schwerer oder einfacher? (Egal ob die Gedanken positiv oder negativ sind.)

Der Mann, der in die Wirklichkeit schaut findet nur Schönheit. Das ist doch ganz klar, oder?

Wer beobachtet diesen Mann? Wer schreibt über ihn?
Und wenn er keine Schönheit mehr findet? Wenn die Schönheit plötzlich verschwindet? Was dann? Wer beobachtet dann das Verschwinden?

LG

Andreas
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Angst komm her

Postby robertsein » Thu Jun 22, 2017 9:07 pm

Hallo Andreas,

die Untersuchung läuft ...

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Re: Angst komm her

Postby Glueckseligkeit » Thu Jun 22, 2017 10:32 pm

:)
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Angst komm her

Postby robertsein » Fri Jun 23, 2017 10:20 pm

Für wen ist das alles echt krass? Wer nimmt das wahr?
Für den beurteilenden Verstand, der eine vorangegangene Erfahrung, die jetzt hier als Erinnerung erscheint, also letztlich auch Gedanken, mit einem jetzigen Zustand vergleicht, der aber letztlich auch Gedanken sind, eine Bewertung, ein Verstehen wollen von dem hier, was gerade passiert, ein vorläufiges Fazit sozusagen. Das erscheint im Bewusstsein, in dem Gedanken auftauchen. Letztlich ein Gedankenspiel, das für den Moment für ein gewisses Gefühl der Zufriedenheit sorgt. Auch das erscheint im Bewusstsein. Der Verstand verbindet beides und sagt: so ist es richtig.
Das alles kann auch umgekehrt passieren. Dann lautet das vorläufige Fazit: so ist es falsch.

Die Kurzform könnte auch lauten: Niemand nimmt das wahr. Ein Gedanke mit einer Bewertung erscheint im Bewusstsein. Besteht Interesse sich damit zu beschäftigen? Nein. Weiter.
Und wie ist es ohne Gedanken? Wird etwas mit Gedanken schwerer oder einfacher? (Egal ob die Gedanken positiv oder negativ sind.)
Hier wird derzeit gesehen, wie häufig Gedanken sind. Praktisch rund um die Uhr läuft eine Art Kommentar, der sogar nachts weitergeht. Diese Gedanken können sehr laut ins Bewusstsein treten, als eine Art Aufforderung, hier als "Wach auf!" "Stell Dich nicht so an!", "Du wirst es wieder nicht schaffen!", meist jedoch als eine Art Hintergrundrauschen, Vor sich Hin-Träumen trifft es ganz gut. Hier (in diesem Robert-Bewusstsein) scheint es ein Grundmotiv zu geben, in Gedanken wird sich sehr häufig vorgestellt, wie das Ich (Robert) vor anderen Menschen steht und berichtet, was gefragt wird, welche Antworten darauf gegeben werden, ein sich Wappnen für die Zukunft sozusagen, eine ewige Rechtfertigung, so als müsste Ich (Robert) mich dafür rechtfertigen, überhaupt hier zu sein, ständig begründen, warum das Ich (Robert) etwas so und so macht. "Ich habe es noch nicht verdient hier zu sein". "Ich muss beweisen, das ich es verdient habe, hier zu sein".

Mit Gedanken erscheint es deutlich schwerer. Eine Bedeutung finden zu müssen, eine Bewertung machen zu müssen ist anstrengend. Es ist immer wie es ist. Da ist nur das. Dem noch etwas hinzufügen zu müssen, ist anstrengend und kann auch Angst machen. Oder für ein "scheinbar" gutes Gefühl sorgen. Bis es sich im nächsten Moment mit einem anderen Gedanken und einer anderen Bewertung wieder in Rauch auflöst.

Besonders schwer wird es hier, wenn Bewertungen einem Ich zugeschrieben werden. was bedeutet das Gefühl gerade? Bin ich schon weiter gekommen? Oder stecke ich immer noch im Alten fest? Wenn diesen Vorstellungen, Gedanken Raum gegeben wird, wird es schnell sehr, sehr schwer.

Was hier im Moment passiert, ist das in diesem Träumen (Gedanken nachhängen, Vorstellungen machen) immer wieder eine Art "Aufwachen" passiert. Hier passiert es durch Deuten mit dem Finger auf das, was vor der Nase ist, sogar ohne den Dingen einen Namen zu geben und den Worten "Das da " und im Richten der Aufmerksamkeit auf Körperwahrnehmungen, die sinnliche Erfahrung. Schwimmen, Temperatur, Geruch, Wasser, Wolken, Regentropfen spüren ...

Hier ist es dann deutlich leichter:

Zwei Beispiele:
Sofort nach dem Aufwachen "Angst". Ein Gefühl des Alarmiert-Seins. Das hier ist es. Das hier ist es. Mit dem Finger zeigen bringt das Bewusstsein wieder in die Realität.

Mit Menschen zusammen. Hinsetzen. Nur in die Augen schauen. Nichts sagen passiert. Die Wahrnehmung der Trennung verschwindet. Wie ein kleines Kind, das noch nicht sprechen kann, nur spürt, nur wahrnimmt, Laute hört ohne Bedeutung. Und dann kann es passieren, dass einfach mitgelacht wird hier und still in die Augen geschaut wird dort, ohne irgendwas verändern zu wollen. Das fällt auf, weil einige Wochen vorher die andere Person noch beurteilt und bewertet und belehrt wurde. Hier wird einfach nur gespürt, wie viel Spaß diese "Person" an ihrer eigenen Inszenierung hat und mitgelacht.

Es wird hier gesehen, dass eine Art Verwechslung bestanden hat vor der Untersuchung. Die Gedanken, das "Träumen" wurde für die Realität gehalten. Die sinnliche Wahrnehmung, das Spüren, Empfinden, das da, was immer vor der Nase ist wurde nicht bewusst als die Realität wahrgenommen.
Jetzt wird gesehen, dass es umgekehrt ist. Das da, das vor der Nase, hier, jetzt ist die Realität. In Gedanken sein ist das Träumen.

Das alles erscheint im Bewusstsein. Es ist immer, wie es ist. Es gibt nur das. Im Traum kann allerdings die die Vorstellung entstehen, es könnte anders sein. Es kann ein Ich auftauchen im Traum. Es kann die Vorstellung entstehen, dieses Ich müsste anders sein. Dieses Ich ist falsch. Die Gedanken im Traum können extrem laut werden. Doch es wird hier früher oder später gesehen, das es nur ein Traum ist. Es hat den Anschein, dass es eher früher passiert.

Die dritte Frage ist in der Untersuchung. Die hat heute einen heftigen Alptraum ausgelöst.


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