Ist es wirklich so, dass Wahrnehmung eine Instanz benötigt?
Ok - da war ein Kurzschluss bei mir drin. Empfindung ist ja da. Wenn kein Ich gefunden wird, verschwindet die Empfindung ja nicht. Wahrnehmung benötigt keine Instanz.
Vielleicht ist das Gefühl das ich Existenzangst nenne, einfach nur ein Glaubenssatz. Ich konsturiere ja einen Zusammenhang:
Und weil diese Instanz nicht auffindbar ist wird (Existenz-)Angst empfunden.
In dem "weil" steckt bei mir der Glaubenssatzt. Ich "erkläre" das Angstgefühl mit der Geschichte: Wenn ich feststelle, dass es mich nicht gibt, habe "ich" Angst (das logische Chaos wird deutlich - der Satz ergibt ja als Erklärung überhaupt keinen Sinn, im Prinzip ist er schon logisch falsch: Wie soll ein Ich, dass es nciht gibt, Angst haben?
Wenn es kein Ich gibt, ist da nur ein Gefühl, das niemandem gehört. Wer nennt es Existenzangst? Wo ist die Instanz die den Namen vergibt? Wiederum: ich finde nichts. Nur der schnelle Herzschlag, das unangenehme Ziehen im Bauch.
Du liest jetzt diese Zeilen, Sinneseindrücke sind da, das passiert jetzt alles unweigerlich - wie könntest du da nicht existieren?
Ich würde nicht (mehr) sagen, dass ICH existiere. Sondern das, was jetzt passiert, existiert. Mein ganzer Überbau (auch die Existenzangst) ist einfach dazugedacht.
Angst gilt immer dem Ich.
Könntest du das näher erklären? Soll das heißen, dass es ohne Ich keine Angst mehr gibt? Ich würde es so verstehen, dass Angst einfach ein Gefühl ist, das immer wieder kommt und geht. Aber es hat vielleicht die stärkste Bindungskraft für einen Ich-Gedanken. Also: Empfindung -> Label:Angst -> ICH habe Angst.
Oder vielleicht hast du es auch anders gemeint?